Stadtmarketing
von Wolfgang Eiken
Inhalt
1. Einleitung 3
2. Allgemeines 6
2.1 Bedeutung und Umfang 6
2.2 Voraussetzungen 7
2.3 Abgrenzung zum Regionalmarketing 9
2.4 Image 9
3. Prozeß 11
3.1 Analyse (Baustein I) 11
3.2 Konzeption (Baustein II) 13
3.3 Umsetzung (Baustein III) 16
4. Schlußbetrachtung 18
Quellenangaben 19
1. Einleitung
Immer wieder hört man in den Städten das Wort "Stadtmarketing". Für viele Städte ist es inzwischen zu einer Art Zauberwort geworden. Doch wie ist Stadtmarketing eigentlich entstanden und was ist es überhaupt ?
Um auf die Frage der Entstehung eingehen zu können, muß man wissen, daß die ersten Stadtmarketingbemühungen in Deutschland Ende der 80er Jahre stattfanden. Die USA waren auf dem Gebiet des Stadtmarketings schon ein Stück weiter. Die Bemühungen in Deutschland umfaßten aber erst einmal nur die öffentlichen Handlungsbereiche in denen die Stadt quasiunternehmerisch am Markt tätig wurde, wie Stadtwerke oder Messegesellschaften. Damals, Ende der 80er Jahre, existierten die Städte in einer Zeit des Umbruchs. Beispiele hierfür sind der EU-Binnenmarkt, die Öffnung Osteuropas und Chinas, der Zusammenbruch der UdSSR sowie der Werte- und Einstellungswandel. Diese Tatsachen stellten für die Städte neue Rahmenbedingungen dar und machten eine Neuorientierung des Handels nötig. Die Städte mußten sich z. B. damit auseinandersetzen, daß der nationale und internationale Konkurrenzkampf um die Ansiedlung von Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen, qualifizierten Arbeitskräften usw. zunahm. Der wirtschaftliche Strukturwandel, Innovation in der Transport- und Kommunikationstechnologie führten zu veränderten Standortanforderungen für Betriebe. Man erkannte, daß das Image einer Stadt maßgebend für kommunalpolitischen Erfolg war. Städte brauchen ein positives Image, um Industrie anzusiedeln und Bevölkerung an die Stadt zu binden. Zusätzlich erkannte man, daß aufgrund des gestiegenen Demokratiebewußtseins eine stärkere Kommunikation mit dem Bürger erforderlich sei.
Zu diesen zusätzlichen Aufgaben einer Stadt kam dann hinzu, daß die verfügbaren öffentlichen Mittel drastisch zurückgingen. Die verschärfte Haushaltslage zwang zu mehr Effizienz und Neufestlegung der Prioritäten.
Als Folge dieser Veränderungen ist das kommunale Handeln schwieriger geworden. Städte werden nicht mehr nur, wie oben erwähnt, quasi-unternehmerisch am Markt tätig, sondern versuchen sich an einer ganzheitlichen strategischen Entwicklung der Stadt.
So entwickelte sich bis heute ein Stadtmarketing, das moderne Managementinstrumente nutzt, die versuchen, um einige Punkte zu nennen, die Standortqualität für die Wirtschaft zu verbessern, die Lebensqualität für die Bewohner zu steigern und die Attraktivität der Stadt zu erhöhen. Allerdings muß an dieser Stelle erwähnt werden, daß diese Marketingaktivitäten in einer Stadt in der Vergangenheit und auch teilweise jetzt noch nicht aufeinander abgestimmt sind. Um dieses Abstimmungsdefizit zu vermeiden, muß ein Stadtmarketing strukturiert und gut abgestimmt sein.
Der Begriff des Stadtmarketings ist nicht eindeutig definiert. Im Folgenden ist eine etwas umfangreichere, aber informative Definition des Begriffs wiedergegeben:
Stadtmarketing ist eine Methode, mit deren Hilfe die Entscheider im politisch-administrativ- wirtschaftlichen System Stadt in einen institutionalisierten, integrativen Verfahren zu kooperativen Handeln veranlaßt werden sollen. Unter dem Dach eines gemeinsamen Stadtleitbildes sollen die Teilbereiche Verwaltungsmarketing, Standortmarketing, Tourismusmarketing und Citymarketing unter Berücksichtigung wesentlicher Elemente privatwirtschaftlicher Marketingstrategien zusammengeführt werden.
Stadtmarketing ist ein langfristig, strategisch ausgerichtetes Handlungskonzept. Es bündelt die Kräfte vor Ort (privater und öffentlicher Sektor). Damit können vorhandene Potentiale und neue Ideen und Lösungsansätze für die Stadtentwicklung besser genutzt werden. Die Strategie der Bündelung der Kräfte muß durch geeignete Organisationsformen (public private partnership) ermöglicht und unterstützt werden.
Ein im Jahr 1991 durchgeführtes Symposium in Kassel verabschiedete 10 Grundsätze für ein erfolgreiches Stadtmarketing. Diese Grundsätze sind als weitere Erläuterung des Begriffs Stadtmarketing geeignet. Im einzelnen lauten diese Punkte:
[...]
Quote paper:
Wolfgang Eiken, 2001, Stadtmarketing, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Ansatz und Bewertung latenter Steuern nach HGB und IFRS
Eine kritische Analyse
Business economics - Accounting and Taxes
Master's Thesis, 59 Pages
Analyse sozialer Netzwerke - Theorie und Methodik der modernen soziolo...
Sociology - Methodology and Methods
Scholarly Essay, 46 Pages
Dona Carmen als Prototyp des traditionellen Spaniens
Romance Languages - Spanish Studies
Scholary Paper (Seminar), 14 Pages
Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen auf Destinationen
Scholary Paper (Seminar), 55 Pages
Verfahren der Mitarbeiterbeurteilung
Business economics - Personnel and Organisation
Termpaper, 20 Pages
Regionalwirtschaftliche Effekte von Großveranstaltungen - Eine Untersu...
Diploma Thesis, 116 Pages
Stadtmarketing als integrierter Ansatz der Stadtentwicklungspolitik
Geography / Earth Science - Tourism Geography
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 25 Pages
Gesellschaftliche Räume in Claríns Vetusta - Das Kasino
Romance Languages - Spanish Studies
Scholary Paper (Seminar), 11 Pages
Wolfgang Eiken has published the text Stadtmarketing
Wolfgang Eiken has uploaded a new text
Chinesisches Stadtmarketing im Internet: Wie Chinas Tourismuszentren o...
Oliver Kleindienst
0 comments