INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung 3
2. Kommunikation: eine Begriffsklärung 3
2.1. Kommunikation als soziales Verhalten 4
2.2.Der Computer als ein System 5
2.2. Kommunikation als vermittelter Prozess 6
2.2.1. Kommunikation als Einheit aus Information, Mitteilung und Verstehen
7
2.3. Kommunikation und soziokulturelle Evolution 7
2. 3.1. Historischer Exkurs 8
3. Die Bedeutung der Entwicklung von Morsegerät bis hin zu Computer und Internet
11
4. Schlussbemerkung und Ausblick 14
5. Literaturverzeichnis 16
6. Abbildungsverzeichnis 17
2
QUALITÄTSWANDEL DES KOMMUNIZIERENS - VOM MORSEGERÄT BIS ZUM INTERNET
1. Einleitung
Um Zugang zum Thema dieser Arbeit, dem Qualitätswandel des Kommunizierens, zu finden, bietet es sich an, aus der im Thema beinhalteten Aussage, eine Frage zu formulieren. Diese lautet: „wie hat sich (menschliche) Kommunikation von der Entwicklung des Morsegerät bis hin zum Einsatz des Computers geändert?“ Zur Beantwortung dieser Fragestellung soll letztlich besonderer Augenmerk auf das Phänomen der computervermittelten Veränderung der Kommunikation gelegt werden. Zum einen wird m it Hilfe des Computers die Vernetzung zwischen verschiedenen Verbreitungsmedien erleichtert, somit kann Jedermann unabhängig von räumlichen Grenzen kommunizieren und zum anderen ist dieser Prozess npch nicht abgeschlossen, kann also aktuell beobachtet werden. Um Antworten auf die obere Fragestellung zu gewinnen, ist zunächst eine begriffliche Bestimmung von „Kommunikation“ und Medien wie „Computer“ notwendig. Bevor dies geschieht, muss angemerkt werden, dass die Definitionen in Orientierung auf die allgemeine Systemtheorie 2 geschehen werden. Nachdem Computer als Maschine und die Kommunikation als Operation der sozialen Systeme, beziehungsweise Kommunikationssysteme, definiert wurden, wird schließlich der Ausgangsfrage nachgegangen. Eine zentrale Rolle bei der Beantwortung dieser Frage wird der Begriff „soziokulturelle Evolution“ bilden. Zunächst muss jedoch Klarheit darüber gewonnen werden, was mit Kommunikation gemeint ist.
2. Kommunikation: eine Begriffsklärung
Kommunikation gilt als zwischenmenschliche Beziehung 3 . Sie ist in all ihren Formen universale Bedingung des Menschseins sowie Ursprung des Philosophierens. Der Begriff der Kommunikation wird auf den ersten Blick äußerst vieldeutig 4 definiert. Bereits Ende der 70er Jahre finden sich in der wissenschaftlichen Literatur rund 160
2 Zur Systemtheorie siehe weiter bei: Luhmann, 1999, Soziale Systeme, 1 ff.
3 so bei: Halder, Philosophisches Wörterbuch, 172
4 das sagt: Maletzke, Kommunikationswissenschaft im Überblick, 37
3
Definitionen des Kommunikationsbegriffes 5 . Als wohl aussichtsreichster Anwärter zu einer Konturfüllung des Begriffes „Kommunikation“ gilt der Begriff der „Interaktion“ 6 . „Unter Kommunikation im weitesten Sinne ist die fundamentale Tatsache zu verstehen, dass Lebewesen mit der Welt in Verbindung stehen (...). Im allgemeinen pflegt man jedoch in der Wissenschaft diesen Begriff enger zu fassen und ihn für die Tatsache zu verwenden, dass Lebewesen untereinander in Beziehung stehen, dass sie sich verständigen können, dass sie imstande sind, innere Vorgänge oder Zustände auszudrücken, ihren Mitgeschöpfen Sachverhalte mitzuteilen oder auch andere zu einem bestimmten Verhalten aufzufordern.“ 7
2.1. Kommunikation als soziales Verhalten
Wird jedoch jedes Verhalten mit Kommunikation gleichgesetzt, so würde das den Begriffsrahmen überspannen 8 . Kommunikatives Handeln geschieht explizit und bewusst in Richtung auf Andere. Die Intentionen der Kommunikation sind dabei wie folgt aufzuschlüsseln 9 :
• allgemeine Intention: Mitteilungscharakter der kommunikativen Handlung verwirklichen. Das konstante Ziel der kommunikativen Handlung ist Verständigung,
• spezielle Intention: d ie kommunikative Handlung folgt einem bestimmten Interesse.
Allerdings ist kommunikatives Handeln noch nicht Kommunikation. Kommunikation gilt als soziale Interaktion. Als Prozess der Wechselbeziehung, beziehungsweise der Wechselwirkung, in einem wechselseitigen Geschehen zwischen zwei oder mehreren Lebewesen, welches mit einer Kontaktaufnahme beginnt und zur Reaktion
5 siehe dazu weiter: Kübler, Kommunikation und Massenkommunikation, 15 ff.
6 der Meinung ist auch: Maletzke, a.a.O.
7 das meint: Maletzke, Psychologie der Massenkommunikation, 16.
8 Burkart, Kommunikationswissenschaft, 20
9 siehe dazu: Burkart, a.a.O., 20
4
führt. Kommunikation ist der wechselseitig stattfindende Prozess der Bedeutungsvermittlung 10 .
„Stark verkürzt kann man sagen: Kommunikation ist die Bedeutungsvermittlung zwischen Lebewesen.“ 11
Allerdings werden in jüngster Zeit diese Einschränkungen auf Lebewesen häufig nicht mehr anerkannt, und der Begriff Kommunikation wird somit weiter gefasst, in eine Mensch-Maschine- und eine Maschine-Maschine-Kommunikation 12 .
2.2.Der Computer als ein System
Mit den Begriffen der Mensch-Maschine- und der Maschine-Maschine-Kommunikation lässt sich jetzt auch beispielsweise das Morsegerät und der Personalcomputer im Kommunikationsprozess erfassen. Unter den Phänomenen „Computer“ und „Kommunikation“ werden weiter Systeme verstanden. Der Computer ist ein System, das von seinem Systemtyp her eine Maschine ist. Um Maschinen und soziale Systeme von andersartigen Systemtypen unterscheiden zu können, müssen Begriffe eingeführt werden, die die Besonderheit dieser Systemtypen bezeichnen. Für die Kennzeichnung der Besonderheit der sozialen Systeme sind Begriffe wie Sinn und Kommunikation schließlich zentral.
”Der Sinnbegriff unterscheidet soziale und psychische Systeme von lebenden Systemen wie Zellen, Organismen, Gehirne. Soziale und psychische Systeme sind sinnkonstituierende Systeme. Durch den Kommunikationsbegriff, der die Operation und das Letztelement der sozialen Systeme bezeichnet, werden sie von auf dem Prozessieren von Gedanken basierenden psychischen Systemen unterschieden.“ 13
Es gibt verschiedene Typen von Maschinen 14 , welche auf Technik basieren. Unter den Maschinen ist jedoch der Computer, gegenüber „herkömmlicher Übertragungstechnik“ als ein besonderer Typ zu unterscheiden. Dabei wird unter Computer nicht ausschließlich der Personalcomputer, sondern allgemein die Technik
10 weiter bei Burkart, a.a.O., 21 ff.
11 Maletzke, Kommunikationswissenschaft im Überblick, 37
12 Maletzke, a.a.O.
13 Luhmann, 1999, soziale Systeme, 178
14 zu denen gehören auch: Morsegräte, Telefone und andere
5
Arbeit zitieren:
Manizha Wodud, 2004, Qualitätswandel des Kommunizierens - Vom Morsegerät bis zum Internet, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Zürichdeutsche Phraseologismen und ihre Bekanntheit in verschiedenen A...
Seminararbeit, 16 Seiten
Kontrastive Phraseologie Italienisch-Deutsch am Beispiel von Tierredew...
Diplomarbeit, 79 Seiten
Darstellung verbaler Phraseolexeme in System und Text
Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde
Hausarbeit (Hauptseminar), 22 Seiten
Augmentativbildungen im Italienischen
Romanistik - Italienische u. Sardische Sprache, Literatur, Landeskunde
Seminararbeit, 22 Seiten
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Hausarbeit, 25 Seiten
Das Bremer Rathaus - Semiotische Analyse der Renaissance-Fassade
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit (Hauptseminar), 27 Seiten
Manizha Wodud hat den Text Qualitätswandel des Kommunizierens - Vom Morsegerät bis zum Internet veröffentlicht
Manizha Wodud hat einen neuen Text hochgeladen
Revelations: Bi-Millenial Papers from the Canadian Museum of Civilizat...
Robert B. Klymasz, John Willis
Electromagnetic Waves in Chiral and Bi-Isotropic Media
Ismo V. Lindell, I. V. Lindell, A. J. Vitanen
The Unconscious as Infinite Sets: An Essay in Bi-Logic
Ignacio Matte Blanco, Ignacio Matte Blanco
Preparing Missionaries for Intercultural Communication: A Bi-Cultural ...
Lyman E. Reed, Arthur F. Glasser
Bi-Cultural Competence and Academic Resilience Among Immigrants
Rosalva Vega Vargas-Reighley
0 Kommentare