- I -
Eidesstattliche Erklärung
Hiermit erklären wir an Eides Statt, dass wir die vorliegende Hausarbeit „Branchenkompass – ein Querschnitt durch die deutsche Stahlindustrie“ selbstständig und ohne fremde Hilfe angefertigt haben. Wir haben dabei nur die in der Arbeit angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt.
Nieder-Olm, 02.11.2004 Mainz, 02.11.2004
- II -
Inhaltsverzeichnis
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
ABBILDUNGSVRZEICHNIS V
TABELLENVERZEICHNIS VI
1 Zielsetzung und Aufgabenstellung 1
2 Einleitung 1
3 Branchenstruktur 3
3.1 Gruppierung der Stahlindustrie nach der 3
nationalen Wirtschaftsklassifikation
3.2 Geographische Schwerpunkte in Deutschland 4
3.3 Anzahl der Unternehmen 5
3.4 Beschäftigte 5
3.5 Die größten Stahlproduzenten in Deutschland 7
4 Wirtschaftliche Kennzahlen der Stahlindustrie 9
4.1 Entwicklung des Stahlindustrie 2003 9
4.2 Umsatz- und Preisentwicklung in Deutschland: 10
1995 - 2003
4.3 Produktivität 1960 - 2003 12
4.4 Entwicklung der Rohstoffpreise 13
5 Internationaler Vergleich 14
6 Deutscher Stahlaußenhandel 16
6.1 Außenhandelsbilanz 16
6.2 Inlandslieferungen und Einfuhren 17
6.3 Ausfuhren 17
7 Kundenstruktur 18
8 Politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen 19
- III -
9 Nationale und internationale Vorgaben 20
10 EU-Erweiterung 21
11 Aktuelle und langfristige Entwicklung 22
12 Fazit 24
LITERATURVERZEICHNIS 26
ANHANGVERZEICHNIS 29
ANHANG 30
- IV -
Abkürzungsverzeichnis
EL Elektrostahlverfahren
MA Mitarbeiter
Ifo – Institut Institut für Wirtschaftsforschung
IG Metall Industriegewerkschaft Metall
LD Linz-Donawitz Verfahren
SM Siemens-Martin-Verfahren
- V -
Abbildungverzeichnis
Abbildung Seite
Abbildung 1 Die bedeutendsten Standorte der Stahlerzeugung 4
in der Bundesrepublik Deutschland
Abbildung 2 Die größten Stahlerzeuger in Deutschland 2003 7
Abbildung 3 Die größten Stahlerzeuger in Deutschland 1981 8
Abbildung 4 Stahlerzeuger in Deutschland von 1970-2003 10
Abbildung 5 Anteil Herstellungsverfahren an der Gesamtproduktion 10
Abbildung 6 Umsatzentwicklung Eisen- und Stahlindustrie 1995-2003 11
Abbildung 7 Preisentwicklung 2 Quartal 2001 - 1 Quartal 2003 11
Abbildung 8 Beschäftigte 12
Abbildung 9 Produktivität 12
Abbildung 10 Rohstahlerzeugung 12
Abbildung 11 Preisentwicklung Feinerz 13
Abbildung 12 Preisentwicklung Schrott 13
Abbildung 13 Globale Preisentwicklung Kohle 14
Abbildung 14 Die zehn größten Rohstahl-Erze ugerländer 2003 15
Abbildung 15 Drittlandimporte 2003 17
Abbildung 16 Drittlandexporte 2003 18
- VI -
Tabellenverzeichnis
Tabelle Seite
Tabelle 1 Anzahl der Angestellten und Arbeiter 5
in der Stahlindustrie
Tabelle 2 Stahlerzeugung in Deutschland 9
1999 2003
Tabelle 3 Stahlerzeugung in der EU 15 und weltweit 14
1999 2003
Tabelle 4 Die zehn größten Stahlunternehmen 2002 15
1
1 Zielsetzung und Aufgabenstellung
Im Mittelpunkt der Branchenanalyse steht die wirtschaftliche Betrachtung der Stahlindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf den nationalen Faktoren. Es werden die verschiedenen Rahmenbedingung betrachtet, die Auswirkungen auf die aktuelle und zukünftige Entwicklung der Branche haben. Ziel ist es, die Stabilität der Stahlindustrie, ihre Stellung und Bedeutung im Konjunkturzyklus und die technologischen und strukturellen Veränderungen darzustellen.
2 Einleitung
„In der Krise erwacht das Selbstbewusstsein“. 1 Die Stahlindustrie hat nach 10 schwierigen Jahren den Strukturwandel abgeschlossen und ist heute als Schlüsselindustrie eine wichtige Säule der deutschen Wirtschaft. Stahl bildet in vielen Bereichen des Lebens und der Technik die Grundlage für hochwertige und innovative Lösungen. Der Strukturwandel ist das Ergebnis einer langjährigen Stahlkrise. In den Boomjahren zur Zeit des 2. Weltkrieges, war die Stahlindustrie ein wichtiger und mächtiger Zweig der deutschen Wirtschaft. Der Schwerpunkt lag in dieser Zeit auf der Waffenproduktion. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges ging der Bedarf an Waffen stark zurück und der Weg in die große Stahlkrise begann. In den 70er und 80er Jahren mussten drei Viertel der westdeutschen Stahlwerke schließen und die Beschäftigtenzahl sank von 1970 374.000 auf 175.000 Mitarbeiter Ende der 80er Jahre. 2 Der „deutsche Stahl“ war trotz staatlicher Subventionen nicht konkurrenzfähig mit dem Stahl aus den osteuropäischen Ländern. Der Wendepunkt kam in den 90er Jahre. Die Zeiten der Dumpingpreise waren vorbei und durch neue und effektivere Produktionsmöglichkeiten ging es stetig bergauf. Stahl wird heute mit zwei Verfahren hergestellt: dem Oxygenstahlverfahren und dem Elektrostahlverfahren. Beide Verfahren produzieren hochwertigen und konkurrenzfähigen Stahl (siehe Anlage 1). Die deutschen Stahlunternehmen haben in den le tzten Jahren die Kundenbedürfnisse erfasst und bis 2004 konsequent umgesetzt. Speziell durch die modernen
1 Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung WSM: Die globale Rohstoffkrise verheizt den Mittelstand,
Oktober 2004, S. 10
2 Vgl. Stahlinstitut VDEh: Stahl-Zentrum: Aufgaben, Themen, Fakten, Februar 2004, S.34
- 2 -
Technologien definieren sich dabei höchste Materialanforderungen. Dafür wurden komplexe und umweltschonendende Methoden entwickelt, die sehr effektiv qualitativ, hochwertigen Stahl erzeugen. Trotz der Absatzkrisen der vergangenen Jahre konnte so die Weltstahlproduktion in den letzten 35 Jahren nahezu verdoppelt werden. Dieses Wachstum zeigt, dass Stahl einer der wichtigsten Rohstoffe der modernen Industrie ist der auf verschiedenen Faktoren basiert. Auf der einen Seite führte der rasante Strukturwandel zu einer Konzentration an wenigen Standorten. Auf der anderen Seite steht der Wandel vom klassischen Werkstoff zum Systemlieferanten und Dienstleister. 3 Der Kunde bekommt nicht nur den Rohstoff Stahl sondern auch ganze Konzepte zur Verfügung gestellt. Ingenieure begleiten Projekte bis zur endgültigen Verarbeitung, stehen beratend zur Seite und sorgen so für einen optimalen Einsatz des Rohstoffes. Ein weiterer Faktor ist die aktuelle Stahlnachfrage am Weltmarkt: In China ist der Bedarf an Stahl explosionsartig gestiegen. Dieser führt zu Engpässen in der Stahlversorgung und gleichzeitig zu neuen Rekordpreisen.
Der Werkstoff Stahl ist heute gefragt wie nie zuvo r in seiner langen Geschichte. Das Jahr 2003 war für die Weltstahlproduktion sehr erfolgreich. Ein Hauptgrund dafür ist der langsam in Schwung kommende konjunkturelle Erholungsprozess in Europa und speziell in Deutschland. Bemerkenswert dabei ist, dass die Industrie zum Motor der Konjunktur geworden ist.
3 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (Hrsg.): www.bmwi.de/bmwa/generator/Navigation/
Wirtschaft/Branchenfokus/Industrie/staehle-und-metalle,did=31320.html, 25.10.2004
Arbeit zitieren:
Christian Mahler, Simone Kraus, 2004, Die deutsche Stahlindustrie, München, GRIN Verlag GmbH
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