Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Einleitung. 3
1 Immanuel Kant 4
2 Die kritische Methode Kants. 7
2.1 Idee einer "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" 8
3 Die Ableitung des kategorischen Imperativs 9
3.1 Der gute Wille 9
3.2 Pflicht 11
3.3 Achtung 12
3.4 Suche nach dem Sittengesetz 12
3.4.1 Hypothetische Imperative 14
3.4.1.1 Imperative der Geschicklichkeit. 14
3.4.1.2 Imperative der Klugheit 14
3.4.2 Kategorische Imperative. 15
4 Der kategorische Imperativ. 15
4.1 Das erste Prinzip: Erste und zweite Formel des kategorischen
Imperativs 16
4.1.1 Vollkommene und unvollkommene Pflichten 16
4.2 Das zweite Prinzip: Dritte Formel des kategorischen Imperativs 17
4.3 Das dritte Prinzip: Vierte und fünfte Formel des kategorischen
Imperativs 19
4.3.1 Das Reich der Zwecke. 19
4.3.2 Relativer und Innerer Wert einer Handlung 20
4.4 Verschiedenheit der drei Prinzipien und Praxisbezug. 21
Schluss. 22
Quelle. 23
Literatur 23
2
Einleitung
In dieser Hausarbeit wird der kategorische Imperativ Immanuel Kants, wie er in seiner Schrift „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“ beschrieben wird, dargestellt. Dazu wird zunächst zum besseren Verständnis um die Person Immanuel Kant sein Lebenslauf kurz skizziert und auf seine veröffentlichten Werke verwiesen.
Im Fokus wird die konzeptionelle Verfassung des kategorischen Imperativs stehen, weshalb zunächst die kritische Methode Kants erläutert wird, die einen wichtigen Aspekt im Verstehenskontext zum Gesamtwerk Kants darstellt, um im weiteren Verlauf über die Darstellung und Bedeutung des Guten Willens, der Pflicht und die Achtung im Werk einzugehen. Auf die beiden möglichen Formen des Imperativs wird eingegangen und im Anschluss werden die fünf Formeln des kategorischen Imperativs im einzelnen konkret dargestellt. Zum Teil durch Beispiele und auch durch Kant-Zitate soll der Sinnzusammenhang transparent gemacht werden. Es soll gezeigt werden, wie Kant den kategorischen I mperativ zur Überprüfung auf einen möglichen
sittlichen Gehalt von Handlungen angewendet sehen will. Diese Arbeit zeigt die Herleitung, Darstellung und Interpretation des kategorischen Imperativs gemäß seiner fünf Formeln.
Diese Hausarbeit wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Dieter Birnbacher im Wintersemester 2003/2004 erstellt. Als Textgrundlage wurde hauptsächlich das Buch „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“, nach der Ausgabe der Preußischen Akademie der Wissenschaften (Berlin 1902 ff.), herangezogen.
3
1 Immanuel Kant
Immanuel Kant wird am 22. April 1724 im ostpreußischen Königsberg geboren 1 , wo er auch am 12. Februar 1804 stirbt. Seine Eltern Anna Regina Reuter und der Sattlermeister Johann George Kant taufen ihn auf den Namen Emanuel, der später aber von ihm selbst auf Immanuel geändert wird. Er ist das vierte in der Reihe von insgesamt 12 Kindern 2 . Seine Jugend verbringt er in einer strenggläubigen Umgebung, die dem Luthertum zuzurechnen ist. 1732 wird Kant auf dem Gymnasium Collegium Fridericanum eingeschult, wo ihm eine strenge, pietistische 3 Erziehung zuteil wird, die bis 1740, das Jahr seiner Entlassung, andauert 4 . Im gleichen Jahr wird Kant Student an der Universität in Königsberg und studiert zunächst Theologie, dann aber schon bald Naturwissenschaft, Mathematik und Philosophie 5 (letzteres beim Wolff-Schüler Knutzen).
Am 17. April 1755 promoviert er zum Doktor der Philosophie mit einer naturwissenschaftlichen Abhandlung „über das Feuer“ und habilitiert am 27. September mit der Arbeit „Eine neue Beleuchtung der ersten Prinzipien der metaphysischen Erkenntnis“ 6 . In den darauf folgenden 15 Jahren ist er als Hauslehrer, Unter-Bibliothekar und Schriftsteller t ätig. Kant bewirbt sich in dieser Zeit mehrmals vergeblich um eine Professur an der Königsberger Universität. Er hegt die Hoffnung, doch eines Tages dort eine Anstellung zu b ekommen, weshalb er auch Angebote bezüglich einer Professur aus Erlangen und Jena ausschlägt. Im Jahre 1770 schließlich wird seine Geduld belohnt und er erhält eine ordentliche Professur für Logik und Metaphysik an der Königsberger Universität. Neben Philosophie lehrt er zudem erfolgreich in Geographie und philosophisch-psychologischer Anthropologie.
Kant verlässt seine Heimatstadt Königsberg nur allzu selten, die Provinz Königsberg zu Lebzeiten niemals. Seine Kenntnisse schöpft Kant aus
1 Vgl. Vorländer, Karl, „Immanuel Kant. Der Mann und das Werk“, Fourier Verlag, Wiesbaden 2003, S. 16.
2 Vgl. Schischkoff, Georgi, „Philosophisches Wörterbuch“, 22. Auflage, Alfred Körner Verlag, Stuttgart 1991, S. 368.
3 Pietismus: protestantische Glaubensbewegung. »[Man misstraut] dem Wissen und setzt dafür auf das Herz, das Gemüt, den inneren Menschen, die Gnade und sieht nur darin die echte Religion«.Siehe: Hirschberger, Johann, „Geschichte der Philosophie“, Band II, Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 1980, S. 258.
4 Vgl. Vorländer, Karl, S. 32.
5 Vgl. Friedlein, Curt, „Geschichte der Philosophie“, Erich Schmidt Verlag, Berlin 1992, S. 223.
6 Vgl. Vorländer, Karl, S. 75 f.
4
intensiver Lektüre und genauester Beobachtungsgabe über Inhalt und Hi ntergründe der Werke. Die Schriften von Hume und Rousseau wirken nachhaltig auf seine Denkweise. Kant bleibt unverheiratet, pflegt doch aber einen regen geselligen Verkehr mit zahlreichen Personen aus verschiedenen Kreisen, vor allem aber aus dem Umfeld der Universität. Kants zunehmende kritische Haltung zur Religion, die in der Veröffentlichung des Werkes „Die Rel igion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft“ gipfelt, stößt beim Preußenkönig Friedrich Wilhelm II. auf wenig Gegenliebe. So wird Kant 1794 durch eine königliche Kabinettsorder wegen „Einstellung und Herabwürdigung mancher Haupt- und Grundlehren der Heiligen Schrift und des Christentums“ verwarnt 7 . Kant will provozieren, riskiert aber mit seinen Äußerungen diesbezüglich in dieser Zeit seinen Lehrstuhl.
Er schafft mit seinen Werken die Voraussetzung für den Deutschen Idealismus und ist zudem Begründer des Kritizismus und der Transzendentalphilosophie. Man unterscheidet gemeinhin den „vorkritischen“ vom „kritischen“ Kant 8 .
Nachfolgende Werke werden der vorkritischen Periode zugerechnet: 9 1. Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels (1755) 2. Der einzig mögliche Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes (1762) 3. Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen (1764) 4. Träume eines Geistersehers, erläutert durch Träume der Metaphysik (1766) 5. De mundi sensibilis atque intelligibilis forma et principiis (1770)
Zu der kritischen Periode Kants zählt man hingegen folgende Werke: 10 1. Kritik der reinen Vernunft (1781, umgearbeitete 2. Auflage 1787) 2. Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wi ssenschaft wird auftreten können (1783) 3. Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (1785)
7 Vgl. Schischkoff, Georgi, S. 368.
8 Ebda.
9 Vgl. Friedlein, Curt, S. 223 f.
10 Ebda.
5
4. Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft (1786) 5. Kritik der praktischen Vernunft (1788) 6. Kritik der Urteilskraft (1790)
7. Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (1793) 8. Zum ewigen Frieden (1795) 9. Metaphysik der Sitten (1797) 10. Der Streit der Fakultäten (1798)
Weitere Veröffentlichungen Kants aus der nachkritischen Zeit: 11
In der vorkritischen Zeit hält Kant an der Wissenschaft und Philosophie der Aufklärung fest. Die Schriften und Lehren von Newton, Leibniz, Wolff beeinflussen ihn sehr, stehen sie doch für die rationalistische Denkweise. Nicht zuletzt durch Rousseau lernt er zwar die irrationale Seite der Philosophie kennen und schätzen, bleibt aber doch vornehmlich in seinen Schriften der rationalistischen Auffassung treu 12 .
Kant erlebt seine Kopernikanische Wende, als die Lehre David Humes über den Kausalsatz 13 ihn aus seinen dogmatischen Schlummer befreit 14 . Die Wandlung zum kritischen Kant mündet schließlich mit der Veröffentl ichung der „Kritik der reinen Vernunft“ im Jahre 1781.
11 Vgl. Schischkoff, Georgi, S. 368.
12 Vgl. Hirschberger, Johann, S. 271.
13 „Es ist keine Notwendigkeit zu sehen, wenn zwei Geschehnisse mit der Relation Ursache - Wirkung verbunden werden. Nur aus dem Begriff einer Ursache kann die Wirkung nicht abgeleitet werden“. Vgl. Hirschberger, Johann, S. 232 f.
14 Vgl. Hirschberger, Johann, S. 272.
6
Arbeit zitieren:
B.A. Guido Üffing, 2004, Die Darstellung des kategorischen Imperativs Immanuel Kants, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Der kategorische Imperativ nach Kants Grundlegung zur Metaphysik der S...
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Referat (Ausarbeitung), 13 Seiten
Zwischenprüfungsarbeit im Anschluss an das Seminar: Immanuel Kant, Gru...
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Zwischenprüfungsarbeit, 22 Seiten
Der Freie Geist in Nietzsches »Also sprach Zarathustra«
Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts
Seminararbeit, 17 Seiten
Kreativer Umgang mit lyrischen Texten: Zielsetzungen und methodische M...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit, 16 Seiten
Selbstgesteuertes Lernen: Ein Unterrichtsbeispiel im Mathematikunterri...
Unterrichtsentwurf, 39 Seiten
Kindergarten und Grundschule – Gemeinsamkeiten und Unterschiede, mögli...
Hausarbeit, 21 Seiten
Der Glaube an die Auferstehung Jesu - Der Gehalt der Auferstehungsbots...
Theologie - Biblische Theologie
Hausarbeit, 12 Seiten
Altruismus, Fairness und Eigennutz - Welche Faktoren bestimmen das Han...
Hausarbeit, 21 Seiten
Welche Formen des Konfliktes sowie des Friedens differenziert Georg Si...
Soziologie - Methodologie und Methoden
Hausarbeit, 10 Seiten
Janusz Korczak - ist seine Pädagogik heute noch anwendbar?
Hausarbeit, 23 Seiten
'Wahrlich, dieser Mensch war Gottes Sohn'. Die Darstellung des...
Theologie - Biblische Theologie
Seminararbeit, 20 Seiten
Deontologische und teleologische Ethik
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Referat (Ausarbeitung), 11 Seiten
Der Gott der Liebe und das Leid seiner Geschöpfe - Das Problem der T...
Versuch einer Darstellung
Theologie - Systematische Theologie
Hausarbeit, 27 Seiten
Die dritte These des Theaitet - und was dann?
Philosophie - Philosophie der Antike
Hausarbeit (Hauptseminar), 20 Seiten
Schreibprozess und Schreiben als Prozess
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Seminararbeit, 19 Seiten
Der kategorische Imperativ in Kants "Grundlegung zur Metaphysik d...
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
Hausarbeit (Hauptseminar), 20 Seiten
Guido Üffing's Text Die Darstellung des kategorischen Imperativs Immanuel Kants ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Guido Üffing hat den Text Die Darstellung des kategorischen Imperativs Immanuel Kants veröffentlicht
Guido Üffing hat einen neuen Text hochgeladen
Immanuel Kant: Prolegomena to Any Future Metaphysics: That Will Be Abl...
Immanuel Kant, Gary Hatfield, Kant Immanuel
Immanuel Kant: Foundations of the Metaphysics of Morals
Immanuel Kant, Lewis White Beck, Lewis W. Beck
Immanuel Kant: Prolegomena to Any Future Metaphysics: That Will Be Abl...
Immanuel Kant, Gary Hatfield, Desmond M. Clarke
Unnecessary Evil: History and Moral Progress in the Philosophy of Imma...
Sharon Anderson-Gold
0 Kommentare