Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis 2
1 Entstehung von Auktionen 3
2 Ablauf einer Auktion 4
2.1 Informationsphase 4
2.2 Verhandlungsphase 4
2.3 Abwicklungsphase 5
3 Auktionsformen 5
3.1 Englische Auktion 5
3.2 Holländische Auktion 6
3.3 Höchstpreisauktion 6
3.4 Vickrey-Auktion 6
4 Die Verdrängung der klassischen Auktion 7
4.1 Klassische Auktion vs. Online-Auktion 7
4.2 Neue Anbietergruppen 8
4.3 Online-Auktion als Marketing-Werkzeug 8
5 Probleme 9
5.1 Die Bezahlung bei Online-Auktionen 9
5.1.1 Zahlungssysteme 9
5.1.2 Spezielle Zahlungsmittel für den C2C-Bereich 9
5.1.3 Zahlungsbesonderheiten im B2C-Bereich 10
5.1.4 Zahlungsabwicklung im B2B-Bereich 10
5.2 Rechtliches 10
5.2.1 Die Gesetzeslücke 10
5.2.2 Betrug 12
5.2.3 Digitale Signatur 12
5.3 Sicherheit 13
5.3.1 Einschränkung von Sicherheitslücken 13
5.3.2 Verschlüsselungsverfahren 13
5.3.3 Auktionsviren 14
6 Fazit und Ausblick 14
Literaturverzeichnis 16
1
Abkürzungsverzeichnis
AGB.......................................... Allgemeine Geschäftsbedingungen AOA ......................................... Arbeitskreis Online-Auktionen AVS .......................................... Adressverifikationssystem BGB.......................................... Bürgerliches Gesetzbuch B2B........................................... Business to Business B2C........................................... Business to Consumer C2C........................................... Consumer to Consumer EDI ........................................... Electronic Data Interchange GewO........................................ Gewerbeordnung ID.............................................. Identifikation SSL ........................................... Secure Sockets Layer
2
1 Entstehung von Auktionen 1
Die Geschichte der Auktionen beginnt um 500 v. Chr. in Babylon. Dort wurden Frauen auf Heiratsmärkten versteigert. Etwas später gab es dann Sklavenauktionen in Griechenland und Römische Soldaten verkauften ihre Kriegsbeute über Auktionen an den Meistbietenden. Es kam sogar dazu, dass das komplette Römische Weltreich versteigert wurde. Der Erwerber war Didius Julianus und gilt heute noch als der Schutzpatron der Auktion.
In Frankreich kam es im Spätmittelalter zu Auktionen, in denen die Besitztümer von Verstorbenen versteigert wurden. Um 1712 fand die erste öffentliche Auktion, die nicht an bestimmte Güter gebunden war, statt. In Holland begannen sich Kunstauktionen zu etablieren. Im fernen Osten, in China wurden Auktionen zum Spendensammeln und in Form von Handschlagauktionen 2 durchgeführt. Seit Ende des 15. Jahrhunderts gibt es in Großbritannien die sogenannte Englische Auktion, auf die in dieser Arbeit kurz eingegangen wird. In der heutigen Zeit gibt es aber nicht nur die klassische Form der Auktionen, sondern auch die Online-Auktionen, die ihre Existenz der Entstehung Elektronischer Märkte 3 und der Entwicklung des Internethandels 4 verdanken. Dies führte dazu, dass das Internet auch als Medium für die Marketingabwicklung entdeckt wurde. Das Web dient aber auch als Informations- und Kommunikationsmedium, für E-Business-Transaktionen. Die ersten Online-Auktionen 5 gab es bereits 1979 im MicroNet. In den 90iger Jahren wurde der Handel mit Gegenständen durch Geheime und Englische Auktionen über Newsgroups ausgeweitet. Es gab auch die ersten Versteigerungen per E-Mail.
Für den Internethandel haben sich drei verschiedene Typen der Online-Auktionen herauskristallisiert. Es gibt Geschäftsabwicklungen zwischen Endverbrauchern, die als Consumer to Consumer (C2C) Auktionen bezeichnet werden. Die Verbindung zwischen Konsumenten und Firmen heißt Business to Consumer (B2C). In diesem Bereich werden vorwiegend Ladenhüter oder Auslaufmodelle versteigert 6 . Und natürlich gibt es auch B2B-Auktionen (Business to Business) bei denen Firmen untereinander Waren und Dienstleistungen versteigern. Sie werden vor allem genutzt, um überschüssige oder veraltete Waren anzubieten und sich gleichzei-
1 Vgl.Amor, D. (2000): Dynamic Commerce, S. 19-23.
2 Alle Teilnehmer fassen Hände mit dem Auktionator. Das Gebot wird über Finger unsichtbar abgegeben.
3 Vgl. Amor, D. (2000): Dynamic Commerce, S. 23.
4 Vgl. Amor, D. (2000): Dynamic Commerce, S. 24.
5 Vgl. Amor, D. (2000): Dynamic Commerce, S. 29f.
6 Vgl. Amor, D. (2000): Dynamic Commerce, S. 91.
3
tig neue Vertriebskanäle für die Zukunft zu erschließen, um die eigene Marktposition auszubauen 7 .
Im folgenden soll der Ablauf einer Auktion erklärt werden und es wird auf die Unterschiede zwischen der klassischen und der Online-Auktion eingegangen. Anschließend werden Problemfelder im Bereich der Zahlungsabwicklung, der Sicherheit und der Rechtlichen Abwicklung behandelt, die in einem Resümee münden. 2 Ablauf einer Auktion 8
2.1 Informationsphase
Der Ablauf von Auktionen gestaltet sich im groben bei Online- und klassischen Auktionen gleich. Zunächst sollten die nötigen Informationen beschafft werden. Hier sollte man klären welche Güter und Dienstleistungen man eigentlich wünscht, dann sollte die Recherche erfolgen, um zu ermitteln, ob diese Wünsche überhaupt erfüllbar sind. Nach Auffinden der Objekte sollten die Produktspezifikationen, Herstellerangaben und Konditionen betrachtet werden und man sollte auch gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen, wie allgemeine und spezielle Brancheninformationen und Informationen zu Markttrends, sammeln. Durch das Internet bleiben die Transaktionskosten hinter denen einer normalen Auktion zurück, da der Suchauf-wand sich deutlich geringer gestaltet. Das Ergebnis dieses Informationsbeschaffungsganges sollte eine Liste von Namen der interessanten Marktpartner sein, einschließlich deren Angebote und den eigenen Vorstellungen. Bei der Erstellung dieses Elektronischen Kataloges spielt die Bildung von Kategorien und Unterkategorien eine besondere Rolle, da sie darüber entscheidet, wie gut sich der Nutzer später im System zurechtfindet.
2.2 Verhandlungsphase
Die Verhandlungsphase ist auch als Vereinbarungsphase 9 bekannt. Ihr sollte das größte Gewicht beigemessen werden. Hier wird der Begriff des Electronic Contracting geprägt. Das bedeutet, dass zunächst die Kontaktaufnahme mit den Transaktionspartnern zu erfolgen hat. Anschließend werden die Konditionen, wie z.B. Termine, Zahlungsbedingungen und Garantiebeschränkungen vereinbart. Hiernach sollte die Verhandlung über die konkrete Gestaltung der Geschäftsbeziehungen vorgenommen werden. So muss in dieser Phase auch der Preisbildungsprozess vollendet werden.
7 Vgl. Amor, D. (2000): Dynamic Commerce, S. 35.
8 Vgl. Amor, D. (2000): Dynamic Commerce, S. 41ff.
9 Vgl. Klein, S. (2000): Online-Auktionen, S. 445.
4
Es treten erneut Transaktionskosten auf, die jetzt jedoch als Kosten für die Vertragsaushandlung und Konfliktschlichtung und als Zeitkosten angesehen werden. Am Ende dieser Phase sollten die rechtlichen Voraussetzungen für die Transaktion geschaffen und alle anderen Grundlagen für die Geschäftsabwicklung gelegt sein 10 .
2.3 Abwicklungsphase
Der Verhandlungsphase folgt die eigentliche Transaktion. Diese ist stark vom Objekt und von den Teilnehmern abhängig. Bei der klassischen Auktion ist der Prozess einfach: Käufer und Verkäufer treffen sich bei dem Auktionator und tauschen das Geld und die Ware aus. Bei Online-Auktionen hingegen ist kein Treffen möglich, d.h. der Geldfluss und der Warenweg sollten vorher festgelegt werden. Vorteilhaft wäre der Einsatz eines Logistikpartners des Auktionsservices, der sich um den Transport kümmert. Außerdem kann durch einen Treuhand-Service der Geldfluss sichergestellt werden. Je weniger Kunden selbst für die Abwicklung tun müssen, umso öfter nehmen sie die Auktionen in Anspruch. 3 Auktionsformen 11
3.1 Englische Auktion
Die bekannteste Form der Auktion ist die Englische Auktion. Sie stellt ein offenes Auktionsverfahren dar, d.h. die Mitbieter sehen die Gebote der anderen Bieter. Der Mindestpreis wird vom Verkäufer festgelegt 12 , und von den Interessenten wird dieser Preis schrittweise erhöht. Der Bieter mit dem höchsten Preis erhält die Ware zum zuletzt gebotenen Preis. Während des Verfahrens ist jederzeit ein Überbieten möglich. Ein Bieter kann mehrfach Gebote abgeben. Außerdem kann man viel über seine Mitbieter erfahren und so die eigene Strategie ständig den aktuellen Gegebenheiten anpassen, d.h. die Englische Auktion ist ein dynamischer Prozess. Die räumliche und zeitliche Bindung spielen im Internet keine Rolle. Weiterhin ist diese Auktionsform unkompliziert und für alle Produkt- und Dienstleistungsgruppen einsetzbar. Natürlich wird bei dieser Vorgehensweise nicht immer der beste und günstigste Preis erzielt. Die Englische Auktion wird im C2C und B2B Bereich eingesetzt, da es viele Interessenten für ein und dasselbe Produkt gibt. Der Einstiegspreis spielt keine Rolle für die Weiterentwicklung der Gebote und hat keinen Einfluss auf das Endergebnis.
10 Für den Vertragsabschluß können in Zukunft Softwareagenten eingesetzt werden, die flexible und verdeckte Strategien der Verhandlungspartner voraussetzen.
11 Vgl. Amor, D. (2000): Dynamic Commerce, S. 47-56.
12 Vgl. Wolf, S. (1994): Auktionen, S. 99 / Beckmann et al. (1997): Auktionsmarkt, S. 43.
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Arbeit zitieren:
Nicole Blechschmidt, 2002, Online-Auktionen im Internet, München, GRIN Verlag GmbH
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