Gliederung
1. Einleitung
2. Stratigraphie
a) Definition und Ziele
b) Zeitliche Einteilung mit Hilfe natürlicher Erscheinungen
2.1. Lithostratigraphie
a) Erklärung
b) Grundlagen
c) Grundprinzipien der Lithostratigraphie
d) Anwendung
e) Problematik
2.2. Biostratigraphie
a) Erklärung
b) Grundlagen
2.2.1. Leitfossilien
Kennzeichnung
c) Anwendung der Biostratigraphie
d) Problematik
3. Fazit
4. Literaturhinweise
1. Einleitung
In der Anthropologie verwendet man zur Altersbestimmung verschiedene Methoden. Viele liefern nur Aussagen über das zeitliche Zueinander, also die zeitliche Abfolge. Dazu zählen die relativen Datierungsmethoden. Sie liefern keine absoluten Zeitangaben, sondern nur eine relative Zeitabfolge von Gesteinen, Floren, Faunen und Arten. Für viele historische Fragestellungen, vor allem bei engräumigen Untersuchungen, genügen zeitliche Einordnungen des „vorher“ und „nachher“.
Manche Datierungen setzten am Fossil selbst an, man bezeichnet sie dann als direkte Datierungen. Andere datieren dagegen nur die Fundschicht, aus der das Fossil stammt, diese nennt man dann indirekte Datierungen.
Es existieren einige relative Datierungsmethoden, von denen hier exemplarisch im folgenden näher auf die Stratigraphie eingegangen wird.
2. Stratigraphie
a) Definition und Ziele Definition:
„Die Stratigraphie [von lat. „stratum“: Schicht, Decke] ist derjenige Zweig der historischen Geologie, der die Gesteine nach ihrer zeitlichen Bildungsfolge zu ordnen und eine Zeitskala zur Datierung der geologischen Vorgänge und Ereignisse aufzustellen hat“ (Schindewolf, 1969).
Während der Erdgeschichte entstehen durch Ablagerungen geologische Schichten, welche einzelne Zeitabschnitte wiederspiegeln. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es aus der Mächtigkeit einer Schicht nicht möglich ist, auf die genaue Dauer des Zeitabschnittes zu schließen. Denn die Ablagerungen sind in den einzelnen geographischen Räumen, gemäß ihres Klimas sehr verschieden.
Ziele:
Mit Hilfe der Stratigraphie werden zwei Hauptziele verfolgt. Dazu zählt die räumlich – zeitliche Einstufung, d.h. die Einordnung eines geologischen Abschnitts zu einem bestimmten Zeitabschnitt, um als mögliches Endziel die Rekonstruktion der Erdgeschichte zu erlangen.
Ein weiteres Ziel ist die Korrelation, mit der die Beziehung zwischen den sedimentologischen Einheiten und den geologischen Abläufen versucht wird zu erklären.
b) Zeitliche Einteilung mit Hilfe natürlicher Erscheinungen Mit verschiedenen natürlichen Erscheinungen der Natur versucht man, in der Stratigraphie, Bezüge herzustellen und zeitliche Rückschlüsse zu ziehen.
Als Hauptpunkt ist die biologische Entwicklung zu erwähnen. Die Natur verändert sich stetig und zwar nur in eine fortschrittliche Richtung. Die Entwicklungsgeschwindigkeit der Evolution ist bei den verschiedenen Organismusgruppen nie gleich. Weiterhin zeichnet sich die Evolution durch die zunehmende Komplexität der Organismen aus, auf dessen Grundlage hin man versucht, die Veränderung der Makro- und Mikrofauna als Datierung zu nutzen.
Einige Prozesse der Natur laufen rhythmisch, d.h. wiederholt ab, dazu zählen Klimaschwankungen. Im Verlauf geologischer Zeiträume kam es immer wieder zu wechselnden Klimabedingungen. Dadurch kam es zu weltweit auftretenden Wechsel von Flora und Fauna. Manche Klimaveränderungen wurden regional begrenzt durch die Kontinentalverschiebungen, da die Erdteile im Laufe der Zeit verschiedene Klimazonen durchwanderten.
Andere natürliche Erscheinungen sind die Meeresspiegelschwankungen und die Änderung der magnetischen Polarität.
Kommt es während der Erdgeschichte zu Vulkanausbrüchen, dann ist dieses sehr gut in den stratigraphischen Abfolgen zu erkennen, da Vulkanausbrüche meist sehr große Flächen bedecken und vulkanische Produkte in einzelnen Straten hinterlassen.
Die Stratigraphie setzt sich aus zwei Teilbereichen zusammen: die Lithostratigraphie und die Biostratigraphie.
2.1. Lithostratigraphie
a) Erklärung Die Ablagerungen der Erdgeschichte bilden geologische Schichten (Sedimente), diese wiederum spiegeln Zeitabschnitte wieder. Die Lithostratigraphie basiert auf der Untersuchung von mineralogischen Eigenschaften geologischer Abfolgen.
Die zeitliche Einordnung ist abgeleitet aus dem Studium der Gesteine und ihrer Lagerungsbeziehung. Jüngere Schichten sind über den Älteren abgelagert, so sind einzelne Angaben über das relative Alter möglich. Vergleichbar mit der biologischen Entwicklung, verläuft auch die Erdgeschichte einsinnig und nicht zyklisch. Aufgetretene Zustände können sich im einzelnen nicht exakt wiederholen. Gesteine sind, sozusagen, das sichtbare Ergebnis dieser geologischen Prozesse.
Abb. 1:
Zepp, H.: Geomorphologie: eine Einführung. S. 51.
b) Grundlagen
Arbeit zitieren:
Ursula Wittlich, 2002, Allgemeiner Überblick - Relative Datierungsmethoden (Stratigraphie, Geomorphologie, Leitfossilien), München, GRIN Verlag GmbH
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