Diese nachfolgende Arbeit ist in Zusammenarbeit mit Frau Claudia Regenstein entstanden. Daher ähneln sich Aufbau und Inhalt der schriftlichen Ausarbeitung für die Durchführung der Ausbildungseinheit.
- III -
INHALTSVERZEICHNIS
Vorbemerkung II
I. Einleitung 1
II. Anthropogene und sozial-kulturelle Vorausset-
zungen 1
1. Angaben zur Person der Auszubildenden
(Ausbildungsberuf) 1
1.1. Persönliche Angaben zur Auszubildenden 2
1.2. Charakterisierung der Auszubildenden 2
1.3. Angaben zur Ausbilderin 2
1.4. Betriebliche Voraussetzungen der Ausbildung 3
III. Zielfragen der Unterweisung 3
1. Stellung der Unterweisungsstunde in der Unterweisungs-
einheit 3
2. Stoffauswahl 4
2.1. Positive Stoffanalyse 5
2.2. Negative Stoffanalysel 5
3. Stoffanordnung 6
3.1. Wissensfeststellung 6
3.2. Informieren - Leitfragen (Was soll getan werden?) 7
3.3. Planen - Arbeitsplan (Wie geht man vor?) 7
3.4. Entscheiden - Fachgespräch mit der Ausbilderin 7
3.5. Ausführen - Auftragsbearbeitung 8
3.6. Kontrollieren (Ist der Auftrag fachgerecht erledigt?) 8
3.7. Bewertung (Was muss beim nächsten Mal besser gemacht
werden ?) 8
4. Lernziele 9
4.1. Lernziel(ebenen) 9
4.2. Lernzielbereiche 10
5. Lernzielkontrolle 11
IV. Wegfragen der Unterweisung 11 1. Methode und Lehrform 11 2. Sozialform 12 3. Medien 13 V. Geplanter Unterweisungsverlauf (in tabellarischer Form) 14 VI. Literatur -Grundlagen der Unterweisungsvorbereitung 16 VII. Anlagen 16
- 1 - I.Einleitung
In der vorliegenden Arbeit soll eine Möglichkeit zur Durchführung einer Ausbildungseinheit schriftlich dargestellt werden. Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Beschreibung einer detaillierten Planung, wie eine Ausbilderin einer Auszubildenden das Anlegen einer Kundenmappe nach betriebsinternen Richtlinien beibringt.
Es handelt sich bei dieser Unterweisung um eine planmäßige und systematische Anleitung zum praktischen Tun. Im Vordergrund steht die unmittelbare praktische Ausführung, ohne dabei gänzlich auf theoretische Aspekte zu verzichten. Eine Unterweisung erfolgt methodisch und bringt den unmittelbaren Lernerfolg, durch das Lösen von Situationsaufgaben, zum Vorschein.
II. Anthropogene und sozial-kulturelle Vorausset-
zungen
1. Angaben zur Person der Auszubildenden (Ausbildungsberuf)
Die Auszubildende, Frau Claudia M., wurde 1984 in Berlin geboren und erlernt den staatlich anerkannten Ausbildungsberuf des Industriekaufmanns / der Industriekauffrau (nach dem Bundesgesetzblatt, Jahrgang 2002, Teil 1, Nr. 51, ausgegeben zu Bonn am 26. Juli 2002) in der Firma Papier, Druck & Versand GmbH. Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre, wobei nach dem § 4 Absatz 1 Nr. 3.1 der AO auch Kenntnisse über die Informationsbeschaffung und -verarbeitung zu vermitteln sind.
- 2 - 1.1 Persönliche Angaben zur Auszubildenden
Die Auszubildende, Frau M., absolvierte in Berlin die Walter-Gropius-Schule, welche sie im Alter von 17 Jahren mit einem Realschulabschluss verließ. Für Frau M. stand bereits beim Besuch des Berufsberaters fest, dass sie den Beruf zum Industriekaufmann / zur Industriekauffrau ergreifen wollte. Ihre Leistungen bei Klassenarbeiten in der Berufsschule sind überwiegend gut. Mit ihren 18 Jahren ist Frau M. bereits der pubertären Phase entwachsen und zeigt nur noch gelegentlich ein pubertäres Verhalten.
1.2. Charakterisierung der Auszubildenden
Frau M. befindet sich zur Zeit im ersten Ausbildungsjahr. Sie hat sich aufgrund ihres großen Interesses am gewählten Ausbildungsberuf bereits umfangreiche Kenntnisse und Fertigkeiten angeeignet. Ihre überdurchschnittliche Lernbereitschaft bildet eine gute Voraussetzung für eine schnelle Aufnahme und Verarbeitung des zu vermittelnden Lernstoffes. Bei innerbetrieblichen Ausbildungserfolgskontrollen erreicht sie stets gute Ergebnisse. Ihr Umgang mit anderen Kollegen ist gut. Sie integriert sich schnell in eine neue Arbeitsgruppe, folgt Anweisungen ohne Diskussionen, gibt positive Anstöße und trägt somit viel zur Teamarbeit bei. Kritik gegenüber ist sie aufgeschlossen, wodurch sie ein großes Ansehen bei ihren Kollegen genießt.
1.3. Angaben zur Ausbilderin
Die Ausbildungseinheit übernimmt die Ausbilderin, Frau Karola Schmelzer. Sie ist seit drei Jahren bei der Firma Papier, Druck & Versand GmbH beschäftigt und wird dort als hauptamtliche Ausbilderin im kaufmännischen Bereich eingesetzt. Frau Schmelzer hat ihre Ausbildereignungsprüfung an der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin erworben. Sie wurde ihr in Form des Ausbilderscheins durch die Industrie- und
- 3 - Handelskammerzu Berlin beurkundet. Frau M. ist ihre erste Auszu-bildende.
1.4. Betriebliche Voraussetzungen der Ausbildung
Der Betrieb, in dem die Ausbildungseinheit stattfindet, ist die Papier, Druck & Versand GmbH in Berlin-Neukölln. Es handelt sich um eine Druckerei, die sich auf den Druck von Briefbögen, Visitenkarten und Formularen spezialisiert hat.
Die Papier, Druck & Versand GmbH hat 45 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, wobei neben der Ausbilderin Frau Schmelzer im kaufmännischverwaltenden Bereich 14 und im produktionstechnischen Bereich 30 Personen tätig sind.
Frau M. ist derzeit die einzige Auszubildende im kaufmännischverwaltenden Bereich des Unternehmens.
III. Zielfragen der Unterweisung
1. Stellung der Unterweisungsstunde in der Unterweisungseinheit
Gemäß der Ausbildungsverordnung zum Industriekaufmann / zur Industriekauffrau befindet sich Frau M. zur Zeit bei dem § 4 Abs. 1, Satz 3.1 b der AO “Daten und Informationen erfassen, ordnen, verwalten und auswerten”.
Frau M. wurden in den vorangegangenen Unterweisungsstunden die allgemeinen Aufgaben und Probleme der Schriftgutverwaltung erläutert, die gebräuchlichen Registraturmittel benannt, beschrieben und ihre Einsatzmöglichkeiten vorgestellt und beurteilt. Des weiteren lernte sie, warum und wie lange Schriftgut aufbewahrt werden muss, und welche Ordnungsmöglichkeiten es gibt und wie und wo diese angewendet wer- den.
- 4 - Indieser Einheit wird Frau M. das bisher erlernte Wissen anwenden, indem sie eine Kundenmappe nach betriebsinternen Richtlinien anlegt. In den darauf folgenden Unterweisungsstunden werden mit ihr die or-ganisatorischen Anforderungen an die Ablage erörtert und es wird fest-gehalten, welche Standorte dafür im Betrieb am geeignetsten sind.
Die folgende Gliederung soll einen Überblick über die jeweiligen Unter-weisungsstunden geben:
Vorangegangene Unterweisungen sind:
1. Allgemeine Aufgaben und Probleme der Schriftgutverwaltung erläutert.
2. Die gebräuchlichsten Registraturmittel benannt, beschrieben und ihre Einsatzmöglichkeiten vorgestellt und beurteilt. 3. Erläutert und begründet, warum und wie lange Schriftgut aufbewahrt werden muss.
4. Die verschiedenen Ordnungsmöglichkeiten benannt, erläutert und ihre Einsatzmöglichkeiten vorgestellt.
Thema dieser Unterweisung ist:
5. Anlegen einer Kundenmappe nach betriebsinternen Richtlinien.
Nachfolgende Unterweisungen sind:
6. Organisatorische Anforderungen einer Ablage erläutern. 7. Standortwahl der Ablage erläutern.
2. Stoffauswahl
Es gibt ungefähr vier große Ordnungssysteme, um Akten oder Schriftgut abzulegen. Das Ordnen nach Buchstaben, Nummern, der Zeit und nach der Mnemotechnik. Diese Ordnungen kann man noch unterteilen, in alphabetisch, nach Namen, geographischen Gesichtspunkten, Sachgebieten, rein numerisch, wie z. B. voll- und halbdekadisch, sowie alpha-numerisch. Die häufigste Ordnung für Schriftgut erfolgt nach der Zeit (chronologisch).
- 5 - Desweiteren kann man drei größere Ablagesysteme unterscheiden, und zwar die Flachablage, die bibliothekarische Ablage und die Hängeregist-ratur, wobei man bei letzterer noch eine Unterscheidung nach Vertikale-, Laterale- und Diagonale-Sichtregistratur vornehmen kann.
2.1. Positive Stoffanalyse
Da in unserem Betrieb nur die nachfolgend erläuterten Ablagesysteme, Schriftgutbehälter usw. verwendet werden, wird die Unterweisung von Frau M. nur mit diesen vorgenommen.
In unserem Betrieb werden die für die Auftragsbearbeitung benötigten Daten und Unterlagen der Kunden als sogenannte Einzelakten angelegt. Bei diesem System wird für jeden Vorgang / Kunden eine separate Akte (meistens Hefter) angelegt und geführt. Um beim Heraussuchen einer Unterlage Zeit zu sparen, wird bei der Kundenmappe die geheftete Ablage verwendet. Bei diesem System liegen alle Blätter in chronologischer Reihenfolge festgeheftet hintereinander in der Mappe. Für die Aufbewahrung der Kundenunterlagen werden die Schriftgutbehälter der vertikalen Hängeregistratur verwendet. Die angelegten Hängemappen werden in unserem Ablagesystem nach Buchstaben bzw. Namen ge-ordnet. Bei häufig vorkommenden Namen, wie z. B. Müller, Schulze, Lehmann usw., wird eine zusätzliche Sortierung auch nach geographischen Gesichtspunkten, wie nach Ort, Ländern oder Bezirken vorgenommen.
2.2. Negative Stoffanalyse
In der Unterweisungseinheit wird darauf verzichtet, Frau M. mit der Flachablage, der lateralen Hängeregistratur und der Diagonale-Sichtregistratur und deren Schriftgutbehältern vertraut zu machen, so- wie näher auf die Ordnungssysteme, wie Mnemotechnik und alpha-
Arbeit zitieren:
Karola Schmelzer, 2003, Anlegen einer Kundenmappe nach betriebsinternen Richtlinien (Unterweisung Industriekauffrau / -mann), München, GRIN Verlag GmbH
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