Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung.......................................................................................................................................... 4 4
2. Das Hamburger Modell als Weiterentwicklung des Berliner Modells 4
3. Die Leitgedanken des Hamburger Modells 5
4. Voraussetzungen für das Modell 5
5. Der strukturelle Aufbau des Hamburger Modells 6
6. Die vier Planungsebene n 8
6.1 Die Perspektivplanung 9
6.2 Die Umrissplanung 10
6.3 Die Prozessplanung 11
6.4 Die Planungskorrektur 12
7. Meine Umsetzung des Hamburger Modells im Praxisversuch 12
8. Schlussbemerkung 13
Literaturverzeichnis 14
3 NA
1.Einleitung
Am 16. und 17. Mai 2003 führte unsere WiPäd-Gruppe eine Blockübung zum Thema „Didaktische Modelle der Unterrichtsplanung und –analyse“ durch. Ziel dieser Übung war es, verschiedene didaktische Theorien und Modelle der Unterrichtsplanung kennen zulernen und beurteilen zu können. Auch wurden einzelne Modelle in einem Praxisversuch veranschaulicht. In meinen anschließenden Ausführungen möchte ich ein didaktisches Modell vorstellen, welches sich aus früheren Theorien herausbildete und eigene weiterentwickelte Ansätze verarbeitet. Es ist das so genannte „Hamburger Modell“, welches von Wolfgang Schulz, einem Professor der Erziehungswissenschaften, in den späten 1960er Jahren formuliert wurde. Dieses Modell gibt den Lehrkräften Empfehlungen, wie ihr Unterricht geplant und aufgebaut werden kann, um vorgegebene Leitziele zu erreichen.
Bei der Beschreibung des Modells habe ich mich auf die Recherche verschiedener Literatur zu den Themen Didaktische Modelle und Theorien konzentriert und werde mein Ergebnisse im folgendem vorstellen. Beginnen werde ich die Ausführungen mit der Weiterentwicklung des Hamburger Modells aus dem Berliner Modell und werde die neu formulierten Leitgedanken von Wolfgang Schulz vorstellen. Anschließend zeige ich die Voraussetzungen in der Gesellschaft für die Anwendbarkeit Schulz’ Modells auf. Des weiteren zeige ich den strukturellen Aufbau des Hamburger Modells und gehe auf die einzelnen Phasen der Planungen ein. Hier kann entnommen werden, wie und auf welche Art und Weise dieses didaktische Modell laut Wolfgang Schulz angewandt werden sollte. Diese praktische Anwendung habe ich in unserer Blockübung versucht. Ich werde desha lb im letzten Punkt meiner Niederschrift auf meinen Unterrichtsversuch eingehen und versuchen, Schulz’ theoretische Ansätze anhand meiner durchgeführten Unterrichtseinheit praktisch erkennbar werden zu lassen. Hier zeige ich dann Stärken und Schwächen des Hamburger Modells auf.
2. Das Hamburger Modell als Weiterentwicklung des Berliner
Modells
Seit den späten 1960er Jahren hat Schulz immer intensiver an einer Fortführung bzw. Neufassung der Berliner Didaktik gearbeitet. Auslöser für dieses Bestreben waren hauptsächlich zum einen Kritiken von Erziehungswissenschaftlern, welche die behauptete „Wertfreiheit“ des Berliner Modells in Frage stellten. Zum anderen wurden Forderungen in der Studentenbewegung von 1968
4
offenbar, die Schulz aufnahm. Die Studenten forderten die Emanzipation des einzelnen Menschen von Fremdbestimmung und kritisierten die vom System vorgegebenen Herrschaftsstrukturen. 1 Schulz nahm diese Gedanken auf und entwickelte eine neue Modellvorstellung als Weiterentwicklung des Berliner Modells. Diese bezeichnete er als „Hamburger Modell“, um eine Abgrenzung zu dem in Berlin entwickeltem Entwurf zu erreichen. 2
3. Die Leitgedanken des Hamburger Modells
Bei der Entwicklung seines didaktischen Modells ging es Schulz im Wesentlichen darum, die Teilnehmer der Lehr- Lerngruppe zur eigenverantwortlichen Lebensführung zu befähigen, also eine Art Emanzipation des Schülers zu erreichen. Dies beinhaltet einen ständigen Dialog zwischen den Subjekten der Lehr-Lerngruppe, um eine Verständigung beim gemeinsamen Erreichen der Lehr- und Lernziele zu gewährleisten.
Auch fordert Schulz durch sein Modell die Professionalisierung der Lehrerschaft, indem in Lehrerausbildung, - fortbildung und -weiterbildung auf die Realisierung seines geforderten optimalen Unterrichts hingearbeitet wird. 3 Dieser optimale Unterricht soll „der Qualifizierung und Sozialisierung handlungsfähiger Subjekte“ 4 dienen. Dabei sollen die sozialen Beziehungen der Lehr- Lerngruppenteilnehmer durch die gemeinsame Themenbearbeitung gefördert werden, eine Entfaltung des jeweiligen „Ich“ in thematischen und sozialen Bezügen soll erreicht werden. 5
4. Voraussetzungen für das Modell
Schulz betrachtet die vorherrschenden gesellschaftlichen Gegebenheiten, um zu zeigen, wann sein Modell didaktischen Handelns nur einsetzbar ist.
Und zwar ist ein solches Modell, wie er es beschreibt, in einer solch komplexen Gesellschaft anwendbar, in der ein Lernen und Entwickeln nicht mehr alleine aufgrund vom „Mitleben des Erwachsenenalltags“ erreicht werden kann, sondern durch die Institution Schule hauptsächlich passiert.
1
Vgl. Jank, W. / Meyer, H.: Didaktische Modelle. Berlin 1994, S. 217
2
Vgl. Adl-Amini, B. / Künzli, R.: Didaktische Modelle und Unterrichtsplanung. München 1991, S. 49
3
Vgl. Adl-Amini, B. / Künzli, R., a.a.O., S. 52-54
4
Adl-Amini, B. / Künzli, R., a.a.O., S. 53
5
Vgl. Adl-Amini, B. / Künzli, R., a.a.O., S. 53
5
Arbeit zitieren:
Falk Edner, 2003, Das Hamburger Modell, München, GRIN Verlag GmbH
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