Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 2
1. Einleitung 3
2. Definition Chart 3
3. Die Dow-Theorie 4
3.1. Die Indizes diskontieren alles 4
3.2. Der Markt hat drei Trends 4
3.3. Primäre Trends verlaufen in drei Phasen 5
3.4. Die Indizes müssen einander bestätigen 5
3.5. Das Volumen muss des Trend bestätigen 6
3.6. Ein Trend besteht solange bis es definitive Signale gibt
dass er sich umkehrt 6
4. Verschiedene Arten von Charts 6
4.1. Linienchart 7
4.2. Balkenchart 8
4.3. Point Figure Chart 9
4.4. Candlestick Chart 10
5. Trend und Formationen 11
5.1. Unterstützung und Widerstand 12
5.2 Trendlinie 12
5.3 Trendkanal 13
5.4 Umkehrformationen 13
5.5 Bestätigungsformationen 15
6. Fazit 18
Literaturverzeichnis 19
2
Abbildungsverzeichnis
Abbildung Seite
1 Linienchart 5
2 Balkenchart 6
3 Point Figure Chart 7
4 Candlestick Chart 8
5 Kopf-Schulter Umkehrformation 12
6 Symmetrisches Dreieck 13
7 Aufsteigendes Dreieck 13
8 Absteigendes Dreieck 14
9 Flagge 14
10 Wimpel 15
11 Keil 15
2
3
1. Einleitung
Das ständig wachsende Interesse der Privatanleger an Aktien wurde auch durch die jahrelang steigenden Kurse ausgelöst, die im Boomjahr 2000 gipfelten. Doch die anschließenden Kursstürze zerstörten das Vertrauen in die Börse und die Annahme ständig steigender Kurse.
Gerade dieser Börsensturz und das Ende des Neuen Marktes, wodurch riesiges Vermögen vernichtet wurde, wirft die Frage auf, in welche Aktien man investieren soll. Weiterhin hat jeder Anleger das Problem, den richtigen Zeitpunkt für Kauf und Verkauf der Aktie herauszufinden. Es bedarf also eines geeigneten Mittels der Aktienanalyse. Weitestgehend dienen dem Anleger zur Einschätzung seiner Aktienanlage Daten und Erfahrungen der Vergangenheit als Grundlage. Die sogenannte Fundamentalanalyse berücksichtigt volkswirtschaftliche oder firmenbezogene Daten und Fakten. In Zeiten schlechter Börsenlage, in denen die Analyse mittels fundamentaler Daten jedoch häufig versagt, scheint die nähere Betrachtung der Charttechnik sinnvoll.
Die Charttechnik ist in Europa und somit auch in Deutschland noch relativ unbekannt. Während diese Art der Aktienanalyse in den USA schon lange eine anerkannt Methode ist, fristete sie bei uns lange Zeit ein Schattendasein und wurde fast ausschließlich von Experten angewandt. Aus diesem Grund habe ich mich mit dem Thema der Charttechnik beschäftigt.
In dieser Arbeit wird zunächst die Charttechnik und sein Werkzeug – der Chart - kurz definiert. Anschließend wird die Dow-Theorie – die Grundlage der Charttechnik
- vorgestellt. Weiterhin die verschiedenen Charttypen beschrieben bevor ich zum Abschluss auf die Analysemöglichkeiten näher eingehe.
2. Definition Charttechnik
Bei einem Chart handelt es sich um eine graphische Darstellung von Kursverläufen, die vor allem auf dem Aktienmarkt zur Gewinnung von Kursprognosen verwendet wird. Für die Prognose orientiert sich die Charttechnik – auch als technische Analyse
3
4
bezeichnet - ausschließlich an der vergangen Kursentwicklung, da sie von einem Zusammenhang zwischen vergangenen und zukünftigen Kursen ausgeht. 1 Fundamentale Daten einer Aktie – Grundlage der Fundamentalanalyse - berücksichtigt die Charttechnik nicht, Kosten- und Gewinnentwicklung eines Unternehmens bleiben ebenso unbeachtet wie volkswirtschaftliche Daten. 2
3. Die Dow-Theorie
Grundlage der heutigen Charttechnik sind die Ideen von Charles Dow, die er in Artikeln für das Wall Street Journal Ende des 19. Jahrhunderts veröffentlichte. Dow wendete seine Theorien auf zwei von ihm geschaffenen Aktienindizes an, den Eisenbahn-Index und den Industrie-Index. Seine Ideen lassen sich jedoch auf alle Aktienindizes anwenden. 3 Die Dow-Theorie enthält folgende sechs Kernaussagen:
3.1 Die Indizes diskontieren alles
Damit wollte Dow ausdrücken, dass im Kurs bereits alle relevanten Informationen enthalten sind. Alle Faktoren, die Einfluss auf Angebot und Nachfrage haben, werden von den Märkten reflektiert. 4
3.2 Der Markt hat drei Trends
Gemäß Dow zeichnet sich ein Aufwärtstrend durch steigende Gipfel und Täler aus, jeder Hochpunkt liegt also höher als der vorherige Hochpunkt und jeder Tiefpunkt liegt höher als der vorherige Tiefpunkt. Analog dazu liegen in einem Abwärtstrend alle Hochpunkte und Tiefpunkte tiefer als ihre Vorgänger. Er unterteilte die Trends in drei Arten, den primären Trend, den sekundären Trend und den tertiären Trend. Dow verglich die Trends mit Ebbe und Flut, Wogen und kleineren Wellen. 5
1 vgl. Grill, W./Gramlich, L./Eller, R. (1996) S. 354
2 vgl. Möller, H. W. (1998) S. 146 3 vgl. Edwads, R.D./Magee, J. (1976) S. 13 4 vgl. Sambul, N.J. (1995) S. 41 5 vgl. Murphy, J.J. (2000) S. 43
4
5
Beim primären Trend handelt es sich um eine langanhaltende Aufwärtsbewegung oder Abwärtsbewegung. Er repräsentiert Ebbe und Flut und weist eine Dauer von einem Jahr oder länger auf.
Der sekundäre Trend ist eine Korrekturphase des primären Trends, vergleichbar mit Wogen. Er erstreckt sich über einen Zeitraum von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten und korrigiert die Kurse um bis zu 2/3 der vorangegangen Trendbewegung. Die kleineren Wellen werden durch den tertiären Trend ausgedrückt. Hierbei handelt es sich um kurzfristige Kursbewegungen innerhalb des sekundären Trends. Der tertiäre Trend dauert maximal drei Wochen. 6
3.3 Primäre Trends verlaufen in drei Phasen
Das Hauptaugenmerk legte Dow auf den primären Trend, den er in drei Phasen unterteilte:
Die erste Phase wird als Akkumulationsphase bezeichnet, in der die cleveren und informierten Investoren trotz abwärtsgerichtetem Trend kaufen. Obwohl schlechte Stimmung unter den Marktteilnehmern herrscht, gehen sie davon aus, dass der Markt die schlechten Daten bereits verarbeitet hat und spüren einen Aufschwung . Es folgt die Phase der öffentlichen Beteiligung, zu deren Beginn die Kurse schnell steigen und sich die Wirtschaftsdaten verbessern. Immer mehr trendorientierte Anleger beteiligen sich am Kauf.
Als Distributionsphase wird die letzte Phase bezeichnet. Sie zeichnet sich durch großes Interesse der Öffentlichkeit aus, geprägt von positiven Nachrichten und Fakten. Während nun auch Kleinanleger investieren, beginnen die cleveren Investoren ihre Anteile zu verkaufen. Die Distributionsphase leitet das Ende eines aufwärtsgerichteten primären Trends ein. 7
3.4 Die Indizes müssen einander bestätigen
Bezogen auf den Industrie- und den Eisenbahnindex ging Dow davon aus, dass das Signal eines Bullen- oder Bärenmarktes nur dann gültig ist, wenn beide Indizes
6 vgl. Goldberg, J. (1990) S. 48
7 vgl. Murphy, J.J. (2000) S. 44
5
Arbeit zitieren:
Florian Sandrock, 2003, Charttechnik, München, GRIN Verlag GmbH
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