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Sprachkritik und Sprachreform in den Wissenschaften

Title: Sprachkritik und Sprachreform in den Wissenschaften

Seminar Paper , 1999 , 11 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Marbel John (Author)

Speech Science / Linguistics
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Ausgehend vom 17.Jahrhundert wird die Sprachreform vorgestellt bis zur Gründung der Akademie der Wissenschaften auf Basis der von Leibniz verfassten Schrift: "Unvorgreifliche Gedanken, betreffend die Ausübung und Verbesserung der deutschen Sprache" in der Zeit der Aufklärung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Exposé

2. Einführung: zeitgeschichtliche Einordnung

3. Leibniz Anregung einer Wissenschaftssprache

3.1 Kognition und Bedeutungstheorie

3.2 Leibniz Sprachtheorie

4. Akademie der Wissenschaften

4.1 Wörterbucharbeit nach Leibniz

4.2 Sprachbegriff Leibniz

5. Zusammenfassung der weiteren Sprachentwicklung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachkritischen und sprachreformerischen Ansätze von Gottfried Wilhelm Leibniz im 17. Jahrhundert mit dem Ziel, die Etablierung einer funktionalen deutschen Wissenschaftssprache nachzuvollziehen. Dabei wird analysiert, wie Leibniz die Sprache als Instrument der Erkenntnis und als Spiegel des Verstandes begriff und welche strukturellen Maßnahmen, etwa durch die Gründung einer Akademie, er für deren Professionalisierung vorschlug.

  • Die zeitgeschichtliche Ausgangslage der Wissenschaftssprache im 17. Jahrhundert.
  • Leibniz’ theoretische Grundlagen zu Kognition, Bedeutungstheorie und Sprachtheorie.
  • Konzepte zur Wörterbucharbeit in Volks-, Fach- und historischer Sprache.
  • Die Rolle der Gründung wissenschaftlicher Akademien für die Sprachpflege.
  • Der Übergang vom Gelehrtenlatein zur volkssprachlichen Wissenschaftsvermittlung.

Auszug aus dem Buch

3. Leibniz Anregung einer deutschen Wissenschaftssprache

Leibniz denkt in der Tradition der gesamten Philosophie des 17. Jahrhunderts, es kommen bei ihm alle wichtigen sprachphilosophischen Themen wie die Kritik der natürlichen Sprachen, die Zeichentheorie, die Beziehung zwischen Sprache, Verstand, Natur vor. Von Haus aus Jurist, hat er sich mit allen Bereichen des Wissens beschäftigt: Mathematik, Geschichte, Jura, Philologie.

Die Sprache soll für die Wissenschaft ein transparentes Darstellungsmittel sein. Da die Wissenschaft sich als Abbildung der Welt, der Dinge versteht, sollte die Sprache, die sozusagen die Abbildung einer Abbildung ist, die Ordnung der Dinge widerspiegeln bzw. die Ordnung der ratio, die den Dingen zugrunde liegt. Leibniz geht von der Übereinstimmung von Zeichen und Denken aus (nach Ulrich Ricken, 1982).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Exposé: Einleitende Übersicht über die geschichtliche Ausgangslage, Leibniz’ Sprachverständnis und das Konzept zur Gründung einer nationalen Sprachgesellschaft.

2. Einführung: zeitgeschichtliche Einordnung: Analyse der Dominanz des Lateinischen und der Bedeutung des Französischen als gesellschaftliche Sprachnorm im Vergleich zur Situation in Deutschland.

3. Leibniz Anregung einer Wissenschaftssprache: Darstellung von Leibniz’ philosophischem Ansatz, der Sprache als transparentes Darstellungsmittel und Abbild der Vernunft betrachtet.

4. Akademie der Wissenschaften: Untersuchung der konkreten Reformvorschläge, insbesondere der dreigliedrigen Wörterbucharbeit und der institutionellen Förderung durch Akademien.

5. Zusammenfassung der weiteren Sprachentwicklung: Ausblick auf die Auswirkungen der Leibniz’schen Impulse auf nachfolgende Generationen und den vollzogenen Übergang zur deutschsprachigen Wissenschaft.

Schlüsselwörter

Leibniz, Wissenschaftssprache, Sprachreform, Sprachkritik, Kognition, Bedeutungstheorie, Akademie der Wissenschaften, Gelehrtenlatein, Volkssprache, Lexikographie, Sprachpflege, Aufklärung, Rationalismus, Sprachtheorie, Wissensvermittlung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den sprachphilosophischen Überlegungen von G.W. Leibniz und seinem Bemühen, das Deutsche als präzise und fachlich fundierte Wissenschaftssprache im 17. Jahrhundert zu etablieren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Kritik am lateinischen Monopol in der Wissenschaft, der Entwicklung eines nationalen Sprachbewusstseins und der institutionellen Rolle von Akademien bei der Wörterbucharbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Leibniz durch theoretische Konzepte und organisatorische Vorhaben die Transformation des Deutschen von einer Alltagssprache zu einem Instrument wissenschaftlicher Erkenntnis vorangetrieben hat.

Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?

Es handelt sich um eine geistesgeschichtliche und sprachwissenschaftliche Analyse, die primär auf den Schriften von Leibniz sowie zeitgenössischer Sekundärliteratur basiert.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Im Hauptteil werden Leibniz’ Kognitionstheorie, sein Verständnis von Zeichen und Bedeutung sowie sein praktischer Plan zur Erstellung von Wörterbüchern für Fachsprachen und Dialekte detailliert erläutert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wesentliche Begriffe sind Sprachreinigung, Wissenschaftssprache, Akademiegründung, Kognition, Wissensvermittlung und der Übergang vom Latein zum Deutschen.

Warum hielt Leibniz die Gründung von Akademien für so wichtig?

Nach seinem Vorbild der französischen Akademie sah Leibniz in einer nationalen Gesellschaft die notwendige Instanz, um Sprachnormen festzulegen, Wortschätze zu pflegen und eine einheitliche, wissenschaftlich nutzbare Sprache zu kultivieren.

Welche Rolle spielte der „praktische Nutzen“ bei Leibniz?

Leibniz betonte, dass eine Sprache dort am stärksten ausgebildet ist, wo ein praktischer Bedarf besteht, etwa in den Fachsprachen von Handwerk oder Jagdwesen, die er als Ankerpunkte für eine genauere Ausdrucksweise nutzte.

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Details

Title
Sprachkritik und Sprachreform in den Wissenschaften
College
University of Vienna  (Institut für Linguistik)
Course
Sprache und wissenschaftliche Erkenntnis
Grade
sehr gut
Author
Marbel John (Author)
Publication Year
1999
Pages
11
Catalog Number
V32243
ISBN (eBook)
9783638330138
ISBN (Book)
9783638772150
Language
German
Tags
Sprachkritik Sprachreform Wissenschaften Sprache Erkenntnis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marbel John (Author), 1999, Sprachkritik und Sprachreform in den Wissenschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32243
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