Gliederung
1. Exposé S.2
2. Einführung: zeitgeschichtliche Einordnung S.3
3. Leibniz Anregung einer Wissenschaftssprache S.4
3.1 Kognition und Bedeutungstheorie S.4
3.2 Leibniz Sprachtheorie S.5-6
4. Akademie der Wissenschaften S.7
4.1 Wörterbucharbeit nach Leibniz S.7
4.2 Sprachbegriff Leibniz S.7-8
5. Zusammenfassung der weiteren Sprachentwicklung S.9
Literatur S.10
1
1. Exposé
Geschichtliche Ausgangsposition:
• Latein ist als Universalsprache des Mittelalters erhalten geblieben
• Sprachentrennung zwischen Gelehrten und Laien
• Französisch ist die gehobene Sprache der Oberschicht
Leibniz Sprachbegriff:
• Sprache als Spiegel des Verstandes in geordneter Harmonie
• Semiotische Kognition: Zeichen haben praktischen Nutzen
• Analytik (ratio) und Rhetorik (Kombinatorik) erfassen die Sprache
Konzept ausgehend von den natürlichen Sprachen:
Sprache als Voraussetzung der Wissenschaft und Übersetzung soll Kriterien erfüllen:
• Reichtum = Differenziertheit des Ausdrucks
• Reinigkeit = korrekte Anwendung der Grammatik als Fundament der Sprache
• Glanz = Stil unter Einbeziehung von literarischen Vorbildern
Vorhaben einer nationalen Gesellschaft zur Pflege der Sprache nach dem Vorbild Frankreichs
• Wörterbucharbeit in drei Bereichen 1) Volks- und Alltagssprache: usage 2) Berufs- und Fachsprachen: internationale Fachtermini 3) Mundarten und historischer Wortschatz: Impulse für die Sprache
1700: Gründung der Berliner Akademie der Wissenschaften, an der Leibniz maßgeblich beteiligt war
2. Einführung : zeitgeschichtliche Einordnung
In der Zeit vor 1700 ist das Latein als Universalsprache des Mittelalters die Sprache der Kirche, des Rechts, der Dichtung und der Universität geblieben. Es existiert zudem eine Sprachentrennung zwischen Gelehrten und Laien und auf internationaler Ebene. Die Gelehrten waren eine internationale, insbesondere auch innereuropäische Gemeinschaft und durch sprachliche Grenzen getrennt. Kennzeichnend für die Situation war, dass ein Großteil der Veröffentlichungen in Latein abgefasst waren, 1518 waren in Deutschland nur 10% der Bücher deutsch, 1681 überragte zum ersten Mal die Zahl der deutschen Bücher die Lateinischen. Ende des 18. Jahrhunderts waren nur noch 5% der Buchproduktion lateinisch. (Daten nach Pörksen 1983)
Französisch hatte sich als Pendant zum Lateinischen etabliert, das Ideal des „honnete homme“ erfasste in der gewählten Sprache die Oberschicht und die Gelehrten. Der „bon usage “ als gesellschaftliche Sprachnorm wurde durch die Französische Akademie, gegründet im Jahre 1635 von Richelieu, gefördert. Im Gegensatz dazu gab es in Deutschland keine zentrale Instanz, durch den 30jährigen Krieg (1618-48) war eher eine Regionalisierung eingetreten, die sich auch in der Sprache niederschlug. Poesie galt als ein wesentliches Instrument zur Hebung der Sprache.
3
Arbeit zitieren:
Marbel John, 1999, Sprachkritik und Sprachreform in den Wissenschaften, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Heinrich Manns Drei-Minuten-Roman als Beispiel expressionistischer Wir...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 20 Seiten
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Seminararbeit, 8 Seiten
Wird die Gesamtschule ihrem Anspruch "eine Schule für alle" ...
Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
Hausarbeit, 25 Seiten
Goethe-Rezeption: Faust II und Werthers Leiden
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 35 Seiten
Die Kaiserkrönung Karls des Großen.Voraussetzungen und begünstigende F...
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Seminararbeit, 16 Seiten
Bedeutungsanalyse des Romans "Zvezdnij bilet" von V.P. Aksen...
Seminararbeit, 36 Seiten
Marbel John's Text Sprachkritik und Sprachreform in den Wissenschaften ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Marbel John hat den Text Sprachkritik und Sprachreform in den Wissenschaften veröffentlicht
Marbel John hat einen neuen Text hochgeladen
Wie die Menschheit zur Sprache fand
Mütter, Kinder und der Ursprun...
Dean Falk, Susanne Kuhlmann-Krieg
0 Kommentare