I. Inhaltsverzeichnis I
I. Inhaltsverzeichnis
I. Inhaltsverzeichnis I
II. Abbildungs- und Abkürzungsverzeichnis II
III. Managementzusammenfassung
1. Einleitung 1
2. Situationsanalyse. 2
2.1 Fernverkehr der Deutschen Bahn AG 2
2.2 Allgemeine Wettbewerbsvor- und -nachteile 3
3. Marktstrategien 4
3.1 Aufbau eines positiven Images. 4
3.2 Kundenorientierung / Kundenbindung 5
3.3 Erweiterung der Distributionswege. 8
4. Produktstrategien 11
4.1 Produktinnovationen 11
4.2 Konzentration auf Kernkompetenzen. 13
4.3 Neugründung einer „Billig-Tochter“ 14
5. Schlussbemerkung 15
IV. Anhang IV
V. Literaturverzeichnis VII
II. Abbildungs- und Abkürzungsverzeichnis II
II. Abbildungs- und Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abb. 2.2 / 1 Gegenüberstellung von Bahn und Billigfluggesellschaften 4
Abb. 3.2 / 1 Firmenrabattsystem 7 9 Abb. 3.2 / 2 Vertriebsmix
Abkürzungsverzeichnis
AG Aktiengesellschaft bzw. beziehungsweise DB Deutsche Bahn DB AG Deutsche Bahn Aktiengesellschaft dpa deutsche Presse Agentur ca. circa GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung HLX Hapag-Lloyd Express IC InterCity ICE InterCityExpress insb. insbesondere S. Seite USP unique selling point vgl. vergleiche vs. versus z.B. zum Beispiel
III. Managementzusammenfassung
III. Managementzusammenfassung
• Erschwerend für den Wettbewerb der Deutsche Bahn AG sind die schwache Konjunktur und die neue Konkurrenz durch Billigfluggesellschaften. Aufgrund der konjunkturellen Lage sind viele Geschäftskunden angehalten die günstigste Reiseart zu wählen. Eine große Anzahl an Billigfluggesellschaften erhöht den Preisverfall durch gegenseitige Konkurrenz, wodurch sich das Preisgefühl bei den Kunden sensibilisiert.
• Die Deutsche Bahn AG besitzt viele Wettbewerbsvorteile, wie das fast flächendeckende Streckennetz in Deutschland, die geringen Anfahrtswege und die hohe Flexibilität, kann diese jedoch aufgrund des Images, der Transportzeit und eines steuerpolitischen Ungleichgewichts zugunsten der Billigfluggesellschaften nicht ausspielen.
• Das negative Image der Deutschen Bahn AG, welches zum Großteil selbstverschuldet ist (Pannen, gescheiterte Tarifreform und Verspätungen) und gutes Image des Fliegens zu niedrigen Preisen wirken hemmend auf die Marktbearbeitung. Imageverbesserung der Deutschen Bahn AG muss durch Intensivierung von Kundenorientierung / Kundenbindung erfolgen. Kundenorientierung wird bei Billigfluggesellschaften durch niedrigen Preis und Befriedigung der Minimalbedürfnisse erzielt. Bei der Deutschen Bahn AG hingegen durch Service und Kundenbindungsprogramme (Firmenraten, BahnCard und „bahn.comfort“-Bonusprogramm).
• Vertrieb auf einer breiteren aber in Zukunft kostengünstigeren Ebene. Förderung von Internet- und Automatenabsatz durch Anreize (z.B. kostenlose Sitzplatzreservierung), Ausgliederung von Reisezentren.
• Deutsche Bahn AG passt teilweise ihre Produkte durch kontingentierte Angebote mit niedrigen Preisen (z.B. Surf&Rail, Europa-Spezial) an die der Billigfluggesellschaften an. Jedoch auch eigene, neue Produkte sowie ein Ausbau internationaler Kooperationen (City-NightLine, SparNight, Thalys, Berlin-Warszaw-Express, City-Ticket).
• Konzentration der Deutschen Bahn AG auf die Kernkompetenzen zur Fokussierung auf Hauptbereich durch Verkauf der Tochtergesellschaften Ameropa, Deutsche Touring, Bayern Express & P. Kühn Berlin (BEX) und Mitropa. Pressemeldungen über Gründung einer kostenoptimierten Tochterfirma für Billig-Fernzüge nach dem Konzept der Billigfluggesellschaften werden bis jetzt von Seiten der Bahn nicht bestätigt.
• Schlussbemerkung: Billigfluggesellschaften sind für die Deutsche Bahn AG eine ernstzunehmende Konkurrenz, weshalb diese aufgrund der Brisanz nicht bereit war Informationen herauszugeben. Eine langfristige Verkehrsverlagerung zu Billigfluggesellschaften ist auf innerdeutschen Strecken unwahrscheinlich, da deren Zeitvorteil auf kurzen Strecken durch lange Anfahrtswege, Gepäckauf- und Gepäckausgabe verloren geht.
1. Einleitung 1
1. Einleitung
Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit den neuen Wettbewerbstrategien der Deutschen Bahn AG. Das Ziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, welche Wege die Deutsche Bahn Aktiengesellschaft (DB AG), besonders mit ihrer Tochter der DB Fernverkehr, einschlägt, um die Gefahr des Kundenschwundes durch die Billigfluggesellschaften zu reduzieren. Geklärt werden muss hierfür in welcher Position sich die Deutsche Bahn AG befindet und welche Wettbewerbsvor- und Nachteile sie gegenüber der neuen Konkurrenz hat.
Um eine genaue Betrachtung der Wettbewerbstrategien zu ermöglichen, wird nach der Situationsanalyse eine getrennte Betrachtung von Markt- und Produktstrategien vorgenommen. Bei der Untersuchung der Marktstrategien wird das Zusammenspiel der DB AG, der Billigfluggesellschaften und der Kunden betrachtet. Im Fokus liegen das Image, die Kundenorientierung und die Distributionskanäle der jeweiligen Unternehmen. Unter Produktstrategien werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die direkt mit den Produkten in Verbindung gebracht werden können. In dieser Arbeit wird besonders auf Produktinnovationen, die Konzentration auf Kernkompetenzen und auf die Produkterweiterung durch eine „Billig-Tochter“ eingegangen. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine umfassende Betrachtung aller wettbewerbsrelevanten Faktoren in Bezug auf die zunehmende Konkurrenz durch Billigfluglinien.
2. Situationsanalyse 2
2. Situationsanalyse
2.1 Fernverkehr der Deutschen Bahn AG
Wie viele Betriebe, hat auch die DB AG die schlechte wirtschaftliche Situation 2002/2003 in Deutschland zu spüren bekommen. Viele Unternehmen verzichten seitdem aufgrund strengerer Budgetvorgaben auf Geschäftsreisen oder die Reisenden werden angehalten, zweiter Klasse zu reisen, um die Kosten so gering wie möglich zu halten. 1
Erschwerend kommt hinzu, dass nach den sichtbaren Erfolgen von Ryanair weitere Fluggesellschaften das bewährte Konzept übernommen haben und sich auf dem Markt der Billigfluggesellschaften etablieren möchten. Nicht nur die Anzahl der Fluglinien hat sich erhöht, mit der steigenden Konkurrenz und der Suche nach neuen Märkten haben sich auch die Flugziele geändert, beziehungsweise um neue Destinationen erweitert. So fliegen die Billigfluggesellschaften nicht mehr nur das europäische Ausland an, sondern entdecken für sich zunehmend profitable innerdeutsche Strecken. Da die lukrative innerdeutschen Strecken jedoch begrenzt sind, herrscht für diese ein Überangebot an Billigflugverbindungen, was zu einem massiven Preisverfall führt. 2 Die ansteigende Konkurrenz durch Billigflieger, mit attraktiven Preisen auf den innerdeutschen Verbindungen, macht besonders der DB Fernverkehr AG zu schaffen. 3 Die DB Fernverkehr AG (ehemals Reise & Touristik AG) unterliegt zu 100 Prozent der DB Personenverkehr GmbH Holding, welche wiederum eine 100 prozentige Tochter der DB AG ist. 4 Für das Jahr 2003 stellte das statistische Bundesamt eine Belebung des öffentlichen Verkehrs fest. Aus dieser Studie gehen die Fluglinien eindeutig als Gewinner hervor. Mit einem Beförderungsvolumen von 121 Millionen Fluggästen liegt die Zahl vier Prozent höher als im Vorjahr. Die Eisenbahnen kamen im Fernverkehr auf 115 Millionen Kunden, dies entspricht einer zehn Prozent niedrigeren Auslastung im Vergleich zum Jahr 2002. 5 Der schwindende Absatz im Schienenfernverkehr wurde nach über einem halben Jahr erstmals im Februar 2004 gestoppt und erreichte somit fast den gleichen Umsatz wie im Februar 2003. 6
1 vgl. zu diesen Absatz o.V., Auf die Konkurrenz vorbereitet in: FVW Nr. 4, 21.02.2003, S. 75
2 vgl. Rogl, Dirk, Jetzt ist die breite Masse gefragt in: FVW Nr. 17, 18.07.2003, S. 59
3 vgl. dpa/vwd, Bahn verringert Verlust und plant Gewinn in: Handelsblatt Nr. 52, 15.03.2004, S. 14
4 vgl. DB, DB Konzern behauptet sich gut in: schwierigem Marktumfeld, Pressemeldung DB 100/2003, 3.07.2003
5 vgl. zu diesen Absatz o.V., DB-Fernverkehr verliert Marktanteile in: FVW Nr. 3, 06.02.2004, S. 89
6 vgl. o.V., Bahn stoppt Abwärtstrend im Fernverkehr in: Handelsblatt Nr. 50, 11.03.2004, S. 12
2. Situationsanalyse 3
2.2 Allgemeine Wettbewerbsvor- und -nachteile
Beide Sparten, sowohl die Billigfluggesellschaften als auch die DB AG ist, besitzen im gegenseitigen Wettbewerb verschiedene Vor- und Nachteile.
Ein großer Pluspunkt der DB AG gegenüber ihren Mitbewerbern aus der Luft ist das dichte Liniennetz. Besonders außerhalb von Ballungsgebieten mit Flughäfen ist die Bahn im Vorteil 7 , da eine weite Anreise zum Abfahrtspunkt meist entfällt. Ein weiterer USP der Bahn ist die zentrumsnahe Lage der Bahnhöfe in den Städten. Hier fallen bei den Billigfluggesellschaften meist zusätzliche Transportkosten an, um das Stadtzentrum zu erreichen. Zudem nutzen die Billigfluggesellschaften nur einige wenige bestimmte Flughäfen in Deutschland. Des Weiteren ist die Flexibilität der Bahn hinsichtlich der Nutzung hervorzuheben: Spontanes Reisen mit der Bahn ist aufgrund der unbegrenzten Anzahl von Fahrscheinen, auf nahezu allen Strecken unhabhängig von verfügbaren Sitzplätzen, jederzeit gewährleistet.
Bei den Vorteilen der Billigfluglinien hingegen ist an erster Stelle die hohe Geschwindigkeit und damit die schnelle Überwindung größerer Distanzen zu nennen. So dauert eine Fahrt von Nürnberg nach Berlin mit dem Zug fast 5 Stunden, mit Air Berlin hingegen ist die gleiche Strecke per Flugzeug in ca. 55 Minuten bewältigt. Ebenfalls ein sehr großer Pluspunkt ist das Image (siehe Kap. 3.1) und der damit verbundene hohe Stellenwert in der Gesellschaft. Aber auch die Politik trägt in erheblichem Maße zu dem großen Wettbewerbsvorteil der Fluglinien bei. So sind alle Luftfahrtbetriebsstoffe, die für die gewerbsmäßige Beförderung von Personen genutzt werden, von der Steuer befreit. Dies trifft auf die Betriebsstoffe der Bahn nicht zu. Für den Luftverkehr macht die Steuerbefreiung im Jahr 2004 eine staatliche Subvention von 373 Mio. Euro aus. 8 Durch die Koppelung der Ökosteuer an die Energiesteuer sind Fluggesellschaften von dieser ebenfalls befreit. Modellrechnungen haben ergeben, dass sich pro Fluggast für einen Hin- und Rückflug auf der Strecke Berlin - München Subventionen von 50 Euro ergeben. 9 An dieser Stelle wäre noch die Mehrwertsteuer im internationalen Verkehr zu erwähnen. Grenzüberschreitender Flugverkehr ist von der Mehrwertsteuer ausgenommen. Für den Bahnverkehr gilt es auf den deutschen Streckenteil 16 Prozent Mehrwertsteuer aufzuschlagen. 10
7 vgl. o.V., Billigfliegern die Stirn bieten in: FVW Nr. 4, 20.02.2004, S. 99
8 vgl. zu diesen Absatz Bundesministerium der Finanzen in: Neunzehnter Subventionsbericht, Berlin, Oktober 2003, S. 101
9 vgl. Harmonisieren der Wettbewerbsbedingungen im Verkehrsmarkt in DB Positionierungspapier, Sep. 2003, 01.04.2004, S. 3 http://www.bahn-net.de/presse/download/verkehrspolitik/DB_Positionspapier_ harmonisieren_der_wettbewerbsbedingungen_sep_2003.pdf [Stand 25.4.2004]
10 vgl. DB AG, ebenda, S. 4
Arbeit zitieren:
Matthias Heller, 2004, Neue Wettbewerbsstrategien der Deutschen Bahn (insb. vs.Billigfluggesellschaften), München, GRIN Verlag GmbH
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Danke.
Hey Matthias,
bin grad auf der Suche nach paar Beispielen für Aktiengesellschaften (muss einen Vortrag halten) und da bin ich ganz zufällig auf deine Arbeit gestoßen. Wird mir vielleicht nützlich sein - danke schön!
Geht´s euch allen gut? Was macht ihr so?
LG Elisa
am Tuesday, May 17, 2005-