Inhaltsverzeichnis I
Inhaltsverzeichnis
Seite
Inhaltsverzeichnis I I
Abkürzungsverzeichnis VIII
Abbildungsverzeichnis X
Tabellenverzeichnis XIV
A Einleitung
1 Einführung in das Thema 1
2 Brandschutz im Krankenhaus 4
3 Problemstellung 5
3.1 Ergebnisse vorangegangener Studien 5
3.2 Nationale und Internationale Studien 5
4 Gliederung 13
5 Anmerkungen zur Diplomarbeit 14
B Bestandsaufnahme 15
1 Objektbeschreibung 15
1.1 Vorhandene Planungsunterlagen 15
1.2 Standort und Abmessungen 15
1.3 Nutzung 17
2 Objektanalyse 18
2.1 Analyse des Gebäudetyps und dessen geltenden Normen 18
2.2 Brandgefährdungsanalyse 21
2.3 Klassifizierung des Gebäudes 26
Inhaltsverzeichnis II
___________________________________________________________________________ Seite C Brandschutzkonzept 27
1 Vorbeugender Baulicher Brandschutz 28
1.1 Baustoffe 28
1.2 Bauteile 28 1.2.1 Wände 31 1.2.1.1 Tragende Wände 31 1.2.1.2 Trennwände 32 1.2.1.3 Nichttragende Nichtraumabschließende Wände 33 1.2.1.4 Brandwände 34 1.2.1.5 Außenwände und Glasfassade 36 1.2.2 Decken 38 1.2.3 Türen und Fenster 40
1.3 Flucht- und Rettungswege 42 1.3.1 Anforderungen an Flucht- und Rettungswege 42 1.3.2 Notwendige Treppen bzw. Treppenräume 46 1.3.3 Aufzugsanlagen 48
1.4 Haustechnik 50 1.4.1 Installationsschächte und -kanäle 53 1.4.2 Unterdecken 54 1.4.3 Lüftungskanäle 55
2 Anlagentechnischer Brandschutz 57
2.1 Brandmeldeanlagen (BMA) 57 2.1.1 Brand- bzw. Rauchmelder 59 2.1.2 Brandmeldezentrale (BMZ) 64 2.1.3 Alarmierungseinrichtung 65 2.1.4 Sicherheitsbeleuchtung, Sicherheitsstromversorgung und Sicherheitsanlagen 66 2.1.5 Übertragungseinrichtungen für Brandmeldungen bzw. Störungen 67 2.1.6 Steuereinrichtungen für Brandschutzeinrichtungen 68 2.1.7 Schutzklassen 68
Inhaltsverzeichnis III
___________________________________________________________________________ Seite
2.2 Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) 69
2.3 Brandbekämpfungseinrichtungen 72 2.3.1 Selbsthilfeanlagen 72 2.3.1.1 Feuerlöscher 73 2.3.1.2 Wandhydranten 78 2.3.2 Löschhilfeanlagen 79 2.3.2.1 Sprinkleranlagen 79
2.4 Notstromversorgung 81
3 Abwehrender Brandschutz 82
3.1 Flächen für die Feuerwehr 82 3.1.1 Zugänge 83 3.1.2 Zufahrten 84 3.1.3 Aufstellflächen 86 3.1.4 Bewegungsflächen 86
3.2 Abstände zwischen Gebäuden 87
3.3 Löschwasserversorgung 87 3.3.1 Hydranten 90 3.3.2 Steigleitungen 92
3.4 Öffentliche Feuerwehr 92
3.5 Feuerwehrpläne nach DIN 14095 9 2
4 Betrieblicher bzw. organisatorischer Brandschutz 94 4.1 Brandschutzordnung nach DIN 14096 - 1 94 4.1.1 Bradschutzordnung Teil A 95 4.1.2 Bradschutzordnung Teil B 95 4.1.3 Bradschutzordnung Teil C 96 4.2 Flucht- und Rettungswegplan 97
5. Zusammenfassung und Kompensationsmaßnahmen 98 1 Zusammenfassung und Beurteilung 98 2 Kompensationsmaßnahmen 99
Inhaltsverzeichnis IV
___________________________________________________________________________ Seite
D Heiß- und Rauchgasentwicklung 101
1 Gefährdung durch Schadenfeuer 101 1.1 Wärmewirkung 101
1.2 Rauch 102
1.3 Schadstoffe 103
2 Schädigung von Personen 103
3 Ermittlung der Heiß- und Rauchgase 104 3.1 Grundlagen des Programms CFAST 106
3.2 Ansätze zur Festlegung von Brandszenarien 108 3.2.1 Einflüsse auf den zeitlichen Verlauf der Energiefreisetzungsrate 108 3.2.2 Brandlast 109
3.3 Eingaben in das Programm 112 3.3.1 Ergebnisse der Testsimulationen 115
3.4 Entwicklung realer Brandszenarien 117 3.4.1 Brand im Brandabschnitt 10 119 3.4.1.1 Ergebnisse der Berechnung 121 3.4.1.2 Beurteilung der Flucht- und Rettungswege im Brandabschnitt 10 123 3.4.2 Brand im Brandabschnitt 7 125 3.4.2.1 Ergebnisse der Berechnung 125 3.4.2.2 Beurteilung der Flucht- und Rettungswege im Brandabschnitt 7 128 3.4.3 Brand im Brandabschnitt 2, Büro im Kellergeschoss 129 3.4.3.1 Ergebnisse der Berechnung 130 3.4.3.2 Beurteilung der Flucht- und Rettungswege im Brandabschnitt 2 133 3.4.4 Brand im Brandabschnitt 4, Reinigung/Sterilisation im Kellergeschoss 133
Inhaltsverzeichnis V
___________________________________________________________________________ Seite 3.4.4.1 Ergebnisse der Berechnung 135 3.4.4.2 Beurteilung der Flucht- und Rettungswege im Brandabschnitt 4 138 3.4.5 Zusammenfassung der Flucht- und Rettungswegsituation 139
E Evakuierungssimulation 141
1 Allgemeines und Angaben aus der Literatur 141 1.1 Verhalten der Menschen in Brandfällen 141
1.2 Allgemeine Verhaltensweisen 142
1.3 Gehen durch Rauch 143
2 Das Programm EXODUS 144
3 Eingangsdaten für die Simulation 145 3.1 Eingaben der Raumgeometrien 145
3.2 Eingaben der betroffenen Personen 147 3.2.1 Körperliche Eigenschaften betroffener Personen 148 3.2.2 Geistige Eigenschaften betroffener Personen 151 3.2.3 Verhaltensanweisungen einzelner Personen 153 3.2.4 Zusammenfassung aller personenspezifischen Eingaben 156 3.2.4.1 Brandabschnitt 10; Pflegestation 156 3.2.4.2 Brandabschnitt 7; Intensivstation 158 3.2.4.3 Brandabschnitt 2; Büro im Kellergeschoss 161 3.2.4.4 Brandabschnitt 4; Reinigung im Kellergeschoss 162
3.3 Ergebnisse der EXODUS - Simulationen 162 3.3.1 Ergebnisse der Evakuierung im Brandabschnitt 10 166 3.3.2 Ergebnisse der Evakuierung im Brandabschnitt 7 174 3.3.3 Ergebnisse der Evakuierung im Brandabschnitt 2 176 3.3.4 Ergebnisse der Evakuierung im Brandabschnitt 4 179
3.4 Zusammenfassung der Evakuierungsergebnisse 183
Inhaltsverzeichnis VI
___________________________________________________________________________ Seite F Bewertung der Flucht- und Rettungswegsituation 184
1 Zusammenfassung der Ergebnisse aus CFAST und EXODUS 184 2 Überprüfung der Einhaltung von gesetzlichen Festlegungen 186 3 Bewertung der Flucht- und Rettungswegsituation 188 4 Verbesserungsvorschläge für das betrachtete Krankenhaus 190 5 Handlungsbedarf für die Überarbeitung der Bauordnungen und Richtlinien 191
G Zusammenfassung und Beurteilung 197 1 Zusammenfassung 197 2 Beurteilung 198 A n h a n g
Anhang C Exemplarische Brandschutzordnung Teil A 200
Anhang D Programmierte Daten aus CFAST 201
Inhaltsverzeichnis VII
___________________________________________________________________________ S e i t e Quellverzeichnis 208
1. Literaturverzeichnis 208 2. Internet 210 3. befragte Personen 210 4. verwendete Normen und Richtlinien 210
Abkürzungsverzeichnis VIII
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AB-DVNBauO Ausführungsbestimmung zur DVNBauO
BA Brandabschnitt BbgKPBauV Brandenburgische Krankenhaus- und Pflegeheim-Bauverordnung BK Brückenklasse BMA Brandmeldeanlage BMZ Brandmeldezentrale BW Brandwände DVNBauO Durchführungsverordnung der NBauO F 90 Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten eines Standardbauteils FSD Feuerwehrschlüsseldepot IR-Strahlung Infrarotstrahlung LE Löscheinheiten KrBauR Richtlinie über den Bau und Betrieb von Krankenhäusern auf Grundlage der Muster-Krankenhausverordnung MBO Musterbauordnung MLAR Musterleitungsanlagenrichtlinie NBauO Niedersächsische Bauordnung NbrandSchG Niedersächsisches Brandschutzgesetz PUR Polyurethan REI 90 Tragfähigkeit, Raumabschluss, Wärmedämmung für 90 Minuten
Symbolverzeichnis
Lateinische Buchstaben
A maximaler Überwachungsbereich je Melder [m²]
m a x i m a l e B r a n d f l ä c h e [ m ² ] A Brand,max d D i c k e [ m m ]
größter horizontaler Abstand eines Deckenpunktes zum Melder [m] D
H
h/d Seitenverhältnis: Höhe / Breite H u H e i z w e r t [ k W h / k g ] FIC Summe der erlittenen Einwirkungen aus Reizgasen FIH Summe der erlittenen Einwirkungen aus Temperatur FIN Summe der erlittenen Einwirkungen aus Narkosegasen 30 % der vorhandenen Brandlastmasse M
30
80 % der vorhandenen Brandlastmasse M 80 Q(t) Energiefreisetzungsrate zum Zeitpunkt t [ M W ]
maximale Energiefreisetzungsrate für brandlastkontrollierte Brände [MW] Q fc
gesamte Brandlast in einem Brandraum [MJ] Q ges q Brandlastdichte [MJ/m²] R A (t) Abbrandrate zum Zeitpunkt t [kg/s]
spezifische Abbrandgeschwindigkeit [kg/m²min] R sp
Abkürzungsverzeichnis IX
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t Zeitdauer in Sekunden nach der Entzündung [s]
Zeitpunkt, an dem 70 % der Brandlasten verbraucht sind [s] t 70
Zeitpunkt, an dem 100 % der Brandlasten verbraucht sind [s] t 100
Zeitpunkt, ab dem der zeitliche Verlauf der Energiefreisetzungsrate t fc brandlastkontrolliert abläuft [s]
Brandentwicklungszeit in Sekunden [s] t g ¨T Temperaturveränderung [K] u Achsabstand der Bewehrung [mm]
Griechische Buchstaben
Winkel der Dachneigung oder Decke zur Horizontalen [°] .
= 1,0; Ausnutzungsfaktor bei Stützen, hier: 100 % . 1
= 1,0; Ausnutzungsfaktor bei Wänden, hier: 100 % . 2 c 0 < c < 1 Verbrennungseffektivität
Abbildungsverzeichnis X
___________________________________________________________________________ Seite
Abbildung 1: Zeitliche Verteilung von Bränden im Krankenhaus nach S c h ü t z 6 Abbildung 2: Brandausbruchsorte mit einem Anteil über 5% nach P o h l m ü l l e r 6 Abbildung 3: Ursachen von Krankenhausbränden nach Schütz 7 Abbildung 4: Brandursachen nach Pohlmüller 7 Abbildung 5: Zeitliche Verteilung von Großereignissen 8 Abbildung 6: Ausbruchsorte bei Großereignissen mit Tag/Nacht Unterscheidung 8 Abbildung 7: Brandursachen in Großbritannien 9 Abbildung 8: Zeitscheibe der Brandentstehung im Krankenhaus über 24 h 10 Abbildung 9: Brandverteilung über die einzelnen Wochentage 10 Abbildung 10: Krankenhausanlage, Ansicht Nord - Westseite 16 Abbildung 11: Krankenhausanlage, Ansicht Nord - Ostseite 16 Abbildung 12: Flur im Behandlungsbereich, Obergeschoss 17 Abbildung 13: Das Brandschutzkonzept 27 Abbildung 14: Dachhaut über dem Bettenhaus 40 Abbildung 15: Hinweisschild zur korrekten Benutzung der Türen, angebracht auf der Tür selbst in Augehöhe 42 Abbildung 16: Ausgang West-Ende 44 Abbildung 17: Ausgang Ost-Ende; 1. Obergeschoss 44 Abbildung 18: Ausgang Ost-Ende, Erdgeschoss 45 Abbildung 19: Außentreppe aus dem Lichtschacht 45 Abbildung 20: Kennzeichnung des Ausgangs 45 Abbildung 21: Kennzeichnung des Fluchtweges mit Richtungspfeil für Laufrichtung 45 Abbildung 22: Zugang zum Treppenraum 47 Abbildung 23: Rauchabzugsbedienung im Treppenraum 48 Abbildung 24: Aufzüge mit Warnhinweis 50 Abbildung 25: Hinweis zur Benutzung im Brandfall 50 Abbildung 26: nichtautomatischer Melder 59 Abbildung 27: automatischer Mel d e r 5 9 Abbildung 28: horizontale Abstände für punktförmige Rauchmelder nach DIN EN 54 T 7 62
Abbildungsverzeichnis XI
___________________________________________________________________________ Seite
Abbildung 29: horizontale Abstände für punktförmige Wärmemelder nach DIN EN 54 T 5 62 Abbildung 30: Brandmeldezentrale im Krankenhaus 65 Abbildung 31: Feuerwehrschlüsseldepot 65 Abbildung 32: Rauchabzug 70 Abbildung 33: Rauchabzug 70 Abbildung 34: Rauchabzug 70 Abbildung 35: Lüftungsanlage über dem OP 71 Abbildung 36: Feuerlöscher mit ABC - Löschpulver 78 Abbildung 37: Zugang entlang der Südseite 83 Abbildung 38: Zufahrt an der Nord- und Ostseite 85 Abbildung 39: Durchfahrt zu den Aufstell- und Bewegungsflächen an der Südseite 85 Abbildung 40: Hinweisschild „Feuerwehrzufahrt“ 85 Abbildung 41: Hinweisschild „Rettungsweg für Feuerwehr freihalten“ 85 Abbildung 42: Bewegungsfläche an der Südseite 87 Abbildung 43: Hinweisschild für einen Unterflurhydranten 91 Abbildung 44: Unterflurhydrant 91 Abbildung 45: Überflurhydrant mit zwei oberen Abgängen 91 Abbildung 46: Angabe des Nenndurchmessers; 100 mm 91 Abbildung 47: Beispiel Brandschutzordnung Teil A 95 Abbildung 48: Flucht- und Rettungswegplan 97 Abbildung 49: Flucht- und Rettungswegplan 97 Abbildung 50: Rauchpotenzial von 10 kg Probematerial [4] 102 Abbildung 51: Zeitlicher Verlauf der Energiefreisetzungsrate für den
Abbildung 52: Energiefreisetzungsrate für ein Patientenzimmer (leicht verzerrte Darstellung) 115 Abbildung 53: Heißgastemperaturen der Testszenarien 116 Abbildung 54: Kaltgastemperaturen der Testszenarien 116 Abbildung 55: Höhe der Rauchgase der Testszenarien 117 Abbildung 56: Energiefreisetzungsrate für ein Patientenzimmer (leicht verzerrte Darstellung) 120
Abbildungsverzeichnis XII
___________________________________________________________________________ Seite Abbildung 57: Raummodell des Brandabschnittes BA10 120 Abbildung 58: eingegebene und errechnete Energiefreisetzungsrate 121 Abbildung 59: Heißgastemperaturen; Berechnung mit CFAST 122 Abbildung 60: Kaltgastemperaturen; Berechnung mit CFAST 122 Abbildung 61: Rauchgashöhe; Berechnung mit CFAST 123 Abbildung 62: Raummodell des Brandabschnittes BA 7 125 Abbildung 63: eingegebene und errechnete Energiefreisetzungsrate 126 Abbildung 64: Heißgastemperaturen; Berechnung mit CFAST 126 Abbildung 65: Kaltgastemperaturen; Berechnung mit CFAST 127 Abbildung 66: Rauchgashöhe; Berechnung mit CFAST 127 Abbildung 67: Energiefreisetzungsrate in einem Bürozimmer (leicht verzerrte Darstellung) 129 Abbildung 68: Raummodell des Brandabschnittes BA 2; Brand im Büro im Kellergeschoss 130 Abbildung 69: eingegebene und errechnete Energiefreisetzungsrate 130 Abbildung 70: Heißgastemperaturen; Berechnung mit CFAST 131 Abbildung 71: Kaltgastemperaturen; Berechnung mit CFAST 132 Abbildung 72: Rauchgashöhe; Berechnung mit CFAST 132 Abbildung 73: Energiefreisetzungsrate in der Reinigung/Sterilisation (leicht verzerrte Darstellung) 134 Abbildung 74: Raummodell des Brandabschnittes BA 4; Brand in der Reinigung/Sterilisation im Kellergeschoss 135 Abbildung 75: eingegebene und errechnete Energiefreisetzungsrate 135 Abbildung 76: Heißgastemperaturen; Berechnung mit CFAST 136 Abbildung 77: Kaltgastemperaturen; Berechnung mit CFAST 137 Abbildung 78: Rauchgashöhe; Berechnung mit CFAST 138 Abbildung 79: Rasterausschnitt für einen Bereich von 1 x 1 m Raumfläche 146 Abbildung 80: Bewegungsrichtungen in buildingEXODUS 146 Abbildung 81: Ausgang mit seinen Verbindungen aus dem Evakuierungsbereich 147 Abbildung 82: Konflikt zwischen 3 fliehenden Personen 152 Abbildung 83: Verhalten einer Person aufgrund der Geduld 152 Abbildung 84: Personen mit zugewiesenen Ausgängen 154
Abbildungsverzeichnis XIII
___________________________________________________________________________ Seite Abbildung 85: Darstellung möglicher Anlaufpunkte in einem Fluchtweg 154 Abbildung 86: Sichtbare Ausgänge für die fliehende Person 155 Abbildung 87: Beispiele für den Einfluss der Rauchintensität auf das Fluchtverhalten 155 Abbildung 88: Schematischer Ablauf der Evakuierung auf der Intensivstation 160 Abbildung 89: Einstellungen der Brandfall - Optionen 163 Abbildung 90: Einstellungen der Verhaltens - Optionen 163 Abbildung 91: Einfluss des FIC - Wertes auf die Mobilität 165 Abbildung 92: Einfluss der Rauchgasschicht auf die Bewegungsart 166 Abbildung 93: BA 10 mit den sich dort aufhaltenden Personen 167 Abbildung 94: Verteilung der Personen auf die benutzten Ausgänge 168 Abbildung 95: FIH - und FIN - Werte des Brandopfers beider Simulationen im Vergleich 170 Abbildung 96: zurückgelegte Wegstrecke, benötigte Zeit und Lungenaktivität des Brandopfers im Vergleich 170 Abbildung 97: BA 10 mit den dort zur Nachtzeit befindlichen Personen 171 Abbildung 98: BA 7 mit den sich dort aufhaltenden Personen 174 Abbildung 99: BA 2 mit den sich dort aufhaltenden Personen 176 Abbildung 100: Vergleich der FIH - und FIN - Werte der drei Simulationen 177 Abbildung 101: Vergleich der zurückgelegten Wegstrecke, der benötigten Zeit und der Lungenaktivität 177 Abbildung 102: BA 4 mit den sich dort aufhaltenden Personen 179 Abbildung 103: Vergleich der Mittelwerte aller Personen mit den Maximalwerten einer Person 180 Abbildung 104: Vergleich der zurückgelegten Wegstrecke, der benötigten Zeit und der Lungenaktivität des Todesopfers 181 Abbildung 105: Vergleich der FIH - und FIN - Werte aus beiden Simulationen für das Todesopfer 181 Abbildung 106: Vorschlag einer Brandschutzverordnung Teil A aus DIN 14096-1 200
Tabellenverzeichnis XIV
___________________________________________________________________________ Seite Tabelle 1: Brandeintrittswahrscheinlichkeit in der BRD 3 Tabelle 2: Wahrscheinlichkeit der Fortentwicklung eines Brandes 3 Tabelle 3: Brandentstehungsorte im Tag/Nacht Vergleich 11 Tabelle 4: Ursachen und mittlere Schadenshöhe im Kreuzvergleich 11 Tabelle 5: Zündquelle und Schadenshöhe im Vergleich 12 Tabelle 6: Personengruppen die sich im Gebäude zeitunabhängig und zeitabhängig aufhalten (ohne Besucher) 20 Tabelle 7: Nutzungseinheiten und deren Brandgefährdungsklassen 22 Tabelle 8: Baustoffklassen 29 Tabelle 9: Bedeutung der Buchstaben bei Feuerwiderstandsklassen 30
Tabelle 10: Prüfung der Anforderungen an die Tragenden Wände 32
Tabelle 11: Prüfung der nichttragenden Wände 33
Tabelle 12: Brandabschnitte mit maximalen Abmessungen und Flächen 36
Tabelle 13: vorhandene Außenwandausführungen 37
Tabelle 14: Überprüfung der Stahlbetondecken 39 Tabelle 15: Arten von Türen 41
Tabelle 16: Arten von Verglasungen 41
Tabelle 17: Überwachungsbereiche von Rauch- und Wärmemeldern 61
Tabelle 18: Anzahl der Rauchmelder 63
Tabelle 19: Anzahl der Wärmemelder 64
Tabelle 20: Eignung von Feuerlöschern 74
Tabelle 21: Löschmitteleinheiten nach ZH 1/201 75
Tabelle 22: Aufteilung der Feuerlöscher auf die einzelnen Bereiche 76
Tabelle 23: Löschwasserbedarf für den Objektschutz 89
Tabelle 24: Wasserlieferung verschiedener Hydrantentypen 90
Tabelle 25: Im Brandfall auftretende Wirkstoffe und toxische Wirkbereiche 104
Tabelle 26: Eingangswerte zur Ermittlung der jeweiligen Energiefreisetzungsraten 119
Tabelle 27: Personenaufkommen in den einzelnen Brandabschnitten 147
Tabelle 28: Lungenaktivität eines erwachsenen Menschen 149
Tabelle 29: Einflussparameter auf die körperlichen Eigenschaften eines Menschen 150
Tabellenverzeichnis XV
___________________________________________________________________________ Seite
Tabelle 30: Übersicht über Abweichungen der gewählten Einstellungen von den Voreinstellungen 151
Tabelle 31: körperliche Einflussparameter für BA 10 156
Tabelle 32: geistige Einflussparameter und Verhaltensweisen für BA 10 157
Tabelle 33: körperliche Einflussparameter für BA 7 158
Tabelle 34: geistige Einflussparameter und Verhaltensweisen für BA 7 159
Tabelle 35: körperliche Einflussparameter für BA 2 161
Tabelle 36: geistige Einflussparameter und Verhaltensweisen für BA 2 161
Tabelle 37: körperliche Einflussparameter für BA 4 162
Tabelle 38: geistige Einflussparameter und Verhaltensweisen für BA 4 162
Tabelle 39: Todeswahrscheinlichkeit bei 20 % verbrannter Hautoberfläche 164
Tabelle 40: Evakuierungsdauern mit den dazugehörigen Startzeitpunkten 185
Tabelle 41: verwendete Normen und Richtlinien 210
A Einleitung 1
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A Einleitung
1 Einführung in das Thema
Der Brandschutz ist ein Fachgebiet, das von der Seite der Bauherren oft in den Hintergrund gedrängt wird. In erster Linie hat dies finanzielle Gründe. In vielen Fällen werden die Gefahren und die Risiken eines Brandes auch unterschätzt oder sogar fahrlässig heruntergespielt.
In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Brandkatastrophen, bei denen viele Menschen verletzt oder gar getötet wurden.
Beispiele für Brandkatastrophen mit unzureichendem Brandschutz:
November 2000 - Brand der Bergbahn in Kitzsteinhorn, Österreich
Ursache: 600 m nach dem Tunnelanfang gerät die Bahn in Brand und bleibt stehen Folge: 155 Menschen sterben an Sauerstoffmangel [a]
Januar 2002 - Explosion in einem Munitionsdepot in Lagos, Nigeria
Ursache: Ein Feuer kann sich durch Fahrlässigkeit entzünden und führt zur Explosion der gelagerten Munition. Folge: mehr als 700 Menschen sterben, die meisten werden in einer Massenpanik zu Tode getreten oder ertrinken bei dem Versuch, sich durch einen Sprung in benachbarte Kanäle vor dem Feuer zu retten [a]
Juni 2002 - Brand in einem Internet - Café in Peking, China
Ursache: Kabelbrand Folge: 24 Menschen starben in den Flammen Besonderheiten: Das Internet - Café war eines von über 1000 illegal in Peking betriebenen
November 2002 - Brand im Londoner U-Bahnhof „ King’s Cross“, Großbritannien Ursache: eine weggeworfene Zigarette entzündete eine Rolltreppe Folge: 31 Menschen sterben durch starke Hitzeentwicklung [a]
A Einleitung 2
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Januar 2004 - Hotelbrand in Greenville (South Carolina), USA
Ursache: Kurzschluss in der elektrischen Anlage im 3. Obergeschoss Folge: 6 Menschen sterben im Schlafen, darunter ein kleiner Junge [a]
Durch die tragischen Brandkatastrophen der letzten Jahre, bei denen viele Menschen ums Leben kamen, lässt sich erkennen, dass der Brandschutz trotz vieler gesetzlichen Normen und Richtlinien in der Vergangenheit nicht die Aufmerksamkeit bekam, die ihm eigentlich zustünde.
Die erschreckenden Todeszahlen bei Tunnelkatastrophen und anderen Großbränden führten dazu, dass die Nutzer solcher Anlagen sich zunehmend für deren Sicherheitsstandard interessieren. Der
1 hat diesem Interesse Rechnung getragen und testet seit einigen Jahren die wichtigsten ADAC
Tunnelbauwerke auf Europas Urlaubsstraßen.
Ein Test von 30 Tunnelanlagen in 11 europäischen Ländern im April 2002 brachte zum Teil erschreckende Ergebnisse. So bestand erstmals ein Tunnel aus Deutschland diesen Test nicht. Es handelt sich um den Kappelbergtunnel an der Bundesstraße 14 bei Stuttgart. Dagegen wurde der damals gerade neu eröffnete Montblanc-Tunnel (Frankreich) nach seiner Komplettsanierung mit der Note „sehr gut“ ausgezeichnet. [a]
(Anmerkung: März 1999 - 34 Tote bei Tunnelkatastrophe im Montblanc-Tunnel, nachdem eine Zigarette den Anhänger eines Lkws in Brand setzte und dieser im Tunnel als Todesfalle liegen blieb.)
Alleine in der Bundesrepublik werden jährlich über 5000 Menschen verletzt und mehr als 600 Menschen bei Haus- und Wohnungsbränden getötet. [b]
Um dem Thema Brandschutz von Seiten der Bauherren und Planer mehr Bedeutung zukommen zu lassen, hat es vor kurzem einige bedeutende Gerichtsentscheidungen gegeben.
So hat das Oberlandesgericht in Düsseldorf wegen des Brandes im April 1996 im Rhein - Ruhr -Flughafen Düsseldorf entschieden, dass neben der Flughafengesellschaft und der Baufirma auch eine Schweißerei und der Architekt für die Schäden in Millionenhöhe haftbar sind. Es gab damals 17 Tote durch Raucheinwirkungen aufgrund eines durch Schweißarbeiten verursachten Brandes. [a]
Auch aus anderen Länder, besonders den USA, werden zunehmend Gerichtsurteile gegen Betreiber, Planer, Baufirmen und Verursacher solcher Katastrophen bekannt, die erhebliche Schadensersatzansprüche zur Folge haben. [a]
1 ADAC - Allgemeiner Deutscher Automobilclub
A Einleitung 3
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In der Regel lässt sich die Auslösung eines Brandes auf drei mögliche Ursachen zurückführen:
• Natürliche Brandursache (Blitzschlag, Selbstentzündung usw.)
• Technische Brandursache (Elektrizität, Überhitzung, Feuerstätten usw.)
• Brandstiftung
Folgende Tabellen zeigen die Brandeintritts- und Brandausbreitungswahrscheinlichkeit in der Bundesrepublik Deutschland:
Aus Tabelle 1 lässt sich erkennen, dass das Entstehungsrisiko eines Brandes bei Industriegebäuden in etwa doppelt so hoch ist, wie bei Büro- oder Wohnungsgebäuden. Dies ist dadurch bedingt, dass hier vermehrt Gefahrenstoffe gelagert, bearbeitet und produziert werden. Tabelle 2 zeigt, dass die wahrscheinliche Effektivität einer Brandbekämpfung stark durch den Einsatz von Anlagentechnik, wie z.B. Sprinkleranlagen, steigt, bzw. die Entwicklungswahrscheinlichkeit vom Entstehungsbrand zum Vollbrand sinkt. Die Kopplung von Anlagentechnik und einer Werkfeuerwehr drückt das Brandentwicklungsrisiko auf ein Minimum.
Beide Tabellen zeigen, dass eine Brandentstehung nicht auszuschließen ist.
A Einleitung 4
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2 Brandschutz im Krankenhaus
Brandschutz im Krankenhaus ist ein besonders sensibles Thema. Im Gegensatz zu sonstigen Gebäuden besteht hier im Brandfall auch beim Verlassen der Anlage für viele Patienten eine Gefahr. Eine eventuell lebensnotwendige Behandlung muss unterbrochen werden bzw. wird verzögert. Hinzu kommt, dass sich in einem Krankenhaus Patienten aufhalten, die in ihrer Wahrnehmung und ihrer Mobilität aufgrund ihrer Krankheit oder einer medikamentösen Behandlung beeinträchtigt sind. [4]
Deshalb kommt dem Personal im Brandfall eine besondere Aufgabe zu. Sie müssen mögliche Brandrisiken beurteilen und Kenntnisse über das Verhalten im Brandfall besitzen. [4]
Der Brandschutz im Krankenhaus ist eine anspruchsvolle Aufgabe, der sich der Krankenhausbetreiber stellen muss. Bereits in der Planungsphase eines Krankenhauses sollten geeignete Brandschutzkonzepte erstellt werden, um eine hohe Wirksamkeit zu garantieren und die Kosten von nachträglichen Brandschutzmaßnahmen zu minimieren. [4]
Besonders zu beachten ist dabei dass in den letzten Jahren zunehmend Kunststoffe als Bau- und Verbrauchsmaterialien im Krankenhaus Verwendung finden, von denen man weiß, dass diese im Brandfall eine hohe Rauchbelastung mit sich bringen. [4]
Aufgrund der unterschiedlichen medizinischen Ausrichtung der Krankenhäuser ist zudem der Brandschutz nicht standardisierbar. Desto wichtiger ist es, Risikoschwerpunkte und Fehlerquellen kenntlich zu machen, um einen optimalen Brandschutz im Hinblick auf Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu realisieren. [4] Ist dies der Fall, lassen sich effektive Möglichkeiten und Maßnahmen ableiten, um den Brandschutz wirtschaftlich zu gestalten.
A Einleitung 5
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3 Problemstellung
In der Bundesrepublik Deutschland ist der Brandschutz von Krankenhäusern nicht einheitlich geregelt. Das Baurecht und somit auch der Brandschutz obliegen der Verantwortung eines jeweiligen Bundeslandes. Dies hat zur Folge, dass in Deutschland regional unterschiedliche Anforderungen an den Brandschutz für Krankenhäuser existieren. [4]
Dem entgegen ist jedoch die Verantwortung des Krankenhausbetreibers hinsichtlich des Schutzes von Personal, Patienten und Umgebung eindeutig geregelt. [4]
Als Beispiel: „Aus dem Einsatz modernster Baumaterialien resultieren zwangsläufig auch Veränderungen hinsichtlich Brandentwicklung und Brandausbreitung. Der hohe Anteil an Kunststoffen in den Gebäuden in Form von Isoliermaterial, Möbelteilen, medizinischen Einmalartikeln, Verpackungen etc. führt zum Beispiel zu einer wesentlich stärkeren Rauchgefährdung als in der Vergangenheit. Mit der Aufnahme der Rauchgefährdung im Paragraph 17 Barndschutz in der Musterbauverordnung vom Juli 1996 wurde der Tatsache Rechnung getragen, dass Gebäudebrände heute zu einer wesentlich stärkeren Rauchgefährdung als in der Vergangenheit führen. In der Musterbauverordnung fehlen allerdings konkrete Hinweise und Durchführungsanweisungen.“ [4, S. 19]
„Der Betreiber eines Krankenhauses ist jedoch verpflichtet, den Brandschutz in seiner Einrichtung optimal zu gestalten und auf dem neusten Stand der Technik zu halten.“ [4, Seite 19]
3.1 Ergebnisse vorangegangener Studien
In der Vergangenheit sind bereits statistische Untersuchungen von Krankenhausbränden durchgeführt und veröffentlicht worden. Im Folgenden werden statistische Ergebnisse dargestellt, um die Brisanz des Themas Brandschutz im Bau und Betrieb von Krankenhäusern hervorzuheben.
3.2 Nationale und Internationale Studien
Die Ergebnisse der aktuellen Studien beziehen sich im Wesentlichen auf Material von Versicherungen.
Aus nationalen Studien ergeben sich die in Abbildung 1 dargestellten Verhältnisse bezüglich des Zeitpunktes der Brandentstehung in Krankenhäusern. Es wird eine Häufigkeit von Bränden in den Nachtstunden deutlich. Eine genauere zeitliche Zuordnung erfolgt nicht.
A Einleitung 6
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Untersuchungen zu den Brandausbruchsorten im Krankenhaus finden sind bei Schütz in [5] und in einer Diplomarbeit der Bergischen Universität - Gesamthochschule Wuppertal von Pohlmüller in [6] dargestellt. Pohlmüller hat in seiner Arbeit die Daten der Versicherer durch eigene Erhebungen ergänzt. Danach ergeben sich Aufenthaltsräume und Wartezimmer als häufigste Ausbruchsorte für Brände im Krankenhaus. [6]
Abbildung 2: Brandausbruchsorte mit einem Anteil über 5% nach Pohlmüller [6]
In der Literatur sind ebenfalls Angaben zur Brandursache zu finden. Nach Schütz sind die häufigsten Ursachen technische Defekte und vorsätzliche Brandstiftung. Nach Pohlmüller stellen sie ebenfalls die häufigsten Brandursachen dar, jedoch in einer anderen Verteilung, wie aus den Abbildungen 3 und 4 ersichtlich wird.
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Abbildung 4: Brandursachen nach Pohlmüller [6]
Aus den nationalen Studien geht hervor, dass es ganz unterschiedliche Brandursachen und Ausbruchsorte gibt.
„Die Statistiken von Pohlmüller und Schütz wiesen nicht die gewünschte Datentiefe für eine Gesamtdarstellung auf, da vorwiegend Versicherungsdaten ausgewertet wurden. Kleinere Entstehungsbrände wurden demzufolge nicht mit aufgenommen.“ [4, S. 33]
„Internationale Studien unterscheiden sich in Umfang und Qualität erheblich. Sehr detailliert und umfangreich sind die Erhebungen der Fire Statistics United Kingdom, London, die der Fire Prevention entnommen wurden. [4, S. 23]
A Einleitung 8
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Aus diesen Studien ergibt sich eine zeitliche Verteilung von Großbränden in Krankenhäusern, wie sie in Abbildung 5 dargestellt ist. „Bei den Ausbruchsorten dominieren im Gegensatz zu den vorher genannten nationalen Studien aus Deutschland die Patientenzimmer.“ [4, S. 23] Dies ist in Abbildung 6 verdeutlicht.
Abbildung 5: Zeitliche Verteilung von Großereignissen (Großbritannien 1992 - 1996) [4]
Abbildung 6: Ausbruchsorte bei Großereignissen mit Tag/Nacht Unterscheidung (1992 - 1996) [4]
In Abbildung sind die demnach häufigsten in Großbritannien ermittelten Brandursachen. Raucher und Brandstiftung standen hier an den ersten Stellen bei den Brandursachen. [4]
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Ganz andere Daten zur zeitlichen Verteilung ergeben sich, wenn neben den Daten der Versicherer auch Daten der Krankenhausbetreiber, Berufsfeuerwehren und Zeitungsberichten mit einfließen. [4]
„Von besonderem Interesse ist die Ermittlung des Zeitpunktes von Krankenhausbränden. Nach den zuvor aufgeführten Daten entsteht die Mehrzahl der Brände nachts, in einem Zeitraum, […] in dem aber erfahrungsgemäß mit wenig Personal für sofortige Maßnahmen zu rechnen ist.“ [4, S. 34]
In einer Zeitscheibe in Abbildung 8 wird Brandentstehung im Krankenhaus über 24 Stunden gezeigt. „Der Informationsverlust durch Vernachlässigung der exakten Uhrzeit ist in diesem Fall akzeptabel, da in den meisten Fällen nur die Zeit der Brandmeldung bekannt ist und nicht der konkrete Zeitpunkt der Brandentstehung.“ [4, S. 34]
Neben der Tageszeit ist auch der Wochentag eines Brandes bedeutsam. Denn auch hier sind an unterschiedlichen Tagen unterschiedliche Personalstärken vorhanden. Des Weiteren ist an bestimmten Tagen die Anzahl der Besucher höher, so zum Beispiel am Wochenende. Die Anzahl der Patienten nimmt hingegen zum Wochenende ab, da Patienten üblicherweise vor einem Wochenende entlassen werden oder vorübergehend nach hause dürfen. Die Verteilung der Brände auf die einzelnen Wochentage konnte erfolgen, indem nachträglich aus dem Datum eines Brandes der Wochentag bestimmt wurde. [4, S. 36] In Abbildung 9 wird dies anhand einer weiteren Zeitscheibe dargestellt.
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Aus den gesammelten Daten konnten auch Informationen abgeleitet werden, die eine Aussage zu den Entstehungsorten von Bränden und den entstandenen Schäden treffen.
In der folgenden Tabelle 3 werden Brandentstehungsorte im Tag/Nacht Vergleich aufgeführt.
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Ein Kreuzvergleich zwischen den Ursachen eines Brandes und der zugehörigen Schadenshöhe ist von besonderer Bedeutung, da sich hieraus Ansatzpunkte zur Minimierung des wirtschaftlichen Schadens ableiten lassen. [4, S. 43] In der Tabelle 4 wird dieser Kreuzvergleich dargestellt.
Ein Kreuzvergleich von Zündquelle und dazugehöriger Schadenshöhe dient zur Darstellung des finanziellen Schadens, welcher bei der Zündung unterschiedlicher Materialien entsteht. [4, S. 43] Die Tabelle 5 zeigt einige ausgewählte Zündquellen entsprechend ihres Anteils an der Gesamtschadenshöhe.
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Aus den ausgewerteten Daten lässt sich also erkennen, dass die meisten Brände in Krankenhäusern am Tage und vor dem Wochenende, besonders Donnerstags, entstehen. Sie entstehen durch unsachgemäße Handhabung, Defekte, Brandstiftung und Fahrlässigkeit. Die dadurch entstandenen Schäden sind allein materiell sehr hoch. Eine Aussage über den Verlust von Menschenleben ist bis dahin noch gar nicht erfolgt.
Die genannten Ursachen und Verteilungen müssen bei der Erstellung eines Brandschutzkonzeptes bedacht und berücksichtigt werden. Nur dann sind sinnvolle Maßnahmenkombinationen für eine wirksame Risikominimierung wirtschaftlich und effektiv möglich.
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4 Gliederung
Die vorliegende Diplomarbeit umfasst sechs Teile. Die Teile A und B stellen die Grundlagen dieser Arbeit. Sie dienen dem inhaltlichen Verständnis des eigentlichen Brandschutzkonzeptes im Teil C und der folgenden Teile D und E, die sich mit der Ermöglichung von Flucht und Rettung aus dem Krankenhaus befassen. Abschließend folgt der Teil F. Dieser bildet eine Zusammenfassung der wesentlichen Aspekte dieser Arbeit und beinhaltet zudem Verbesserungsvorschläge. Teil A: Einleitung
Die Einleitung stellt die Aufgabenstellung vor und dient der Einführung in das Thema Brandschutz und die führt spezielle Aspekte für den Brandschutz in Krankenhäusern auf. Dadurch werden die Grundlagen geschaffen, damit auch der fachfremde Leser den weiteren Ausführungen folgen kann. Teil B: Bestandsaufnahme
Es wird das Gebäude beschrieben. Die Randbedingungen und die betreffenden Normen für das zu betrachtende Objekt werden herausgearbeitet. Teil C: Brandschutzkonzept
Im Teil C wird das ausgewählte Gebäude analysiert. Er befasst sich mit den baulichen, anlagentechnischen, abwehrenden und betrieblichen bzw. organisatorischen Maßnahmen als Inhalt des eigentlichen Brandschutzkonzeptes. Teil D: Rauchgasentwicklung
Mit Hilfe rechnerischer Ingenieurmethoden werden in diesem Teil die Rettungswege näher untersucht. Dafür wird ein reales Brandszenarium entworfen und die in diesem Zusammenhang entstehenden Heiß- und Rauchgase mit dem Wärmebilanzmodell CFAST berechnet. Teil E: Evakuierungssimulation
Mit den Informationen des Wärmebilanzmodells soll im Teil F die Flucht- und Rettungswegsimulation mit Hilfe des Computerprogramms EXODUS erfolgen. Teil F: Bewertung der Ergebnisse
Im Teil F werden die Ergebnisse der rechnerischen Untersuchungen mit den Festlegungen der Niedersächsischen Bauordnung und der Muster-Verordnung über den Bau und Betrieb von
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Krankenhäusern verglichen. Es erfolgt eine kritische Bewertung, die über das betrachtete Beispiel hinaus, grundsätzliche Aussagen zur Flucht- und Rettungswegsituation in Krankenhäusern beinhaltet.
Teil G: Schluss
Der Schlussteil dient der Zusammenfassung der vorliegenden Ausführungen. Es werden zudem Angaben zu Informationsquellen wie Internetadressen, Literatur und Normen angegeben.
5 Anmerkungen zur Diplomarbeit
In der vorliegenden Diplomarbeit werden folgende Grundüberlegungen getroffen:
• Die Bestandsanalyse wird auf Basis des vorliegenden Planmaterials durchgeführt. Dabei ist anzumerken, dass Detailpläne im größeren Maße auf Anfrage nicht durch das zuständige Architekturbüro ausgehändigt wurden und eine Bauteilprüfung nicht möglich war. In solchen Fällen werden Standardausführungen angenommen.
• Die vorliegenden Pläne stammen aus dem Jahr 2002. Eine von den Plänen abweichende Ausführung der bereits gebauten Anlage konnte nicht überprüft werden.
• Den einzelnen Betrachtungen sind teilweise Erläuterungen angefügt, die dem Umfang eines „realen“ Brandschutzkonzeptes nicht entsprechen, jedoch dem fachfremden Leser eine Verständnishilfe darstellen.
• Als geltende Gesetze, Richtlinien und Verordnungen kommen die Musterbauordnung [8] und die Niedersächsische Bauordnung [9] zur Anwendung.
• Als Sonderverordnung kommt die Richtlinie über den Bau und Betrieb von Krankenhäusern (KrBauR) [12] auf Grundlage der Muster-Krankenhausbauverordnung aus dem Jahr 1976 zur Anwendung. Zusätzlich wird in Punkten, zu denen die Aussagen der KrBauR zu allgemein oder unzureichend sind, auf die Brandenburgische Krankenhaus- und Pflegeheim - Bauverordnung (BbgKPBauV) [13] Bezug genommen. Diese ist in ihrer Fassung vom 21. Februar 2003 sehr aktuell und wird auch in anderen Bundesländern, die keinen eigene oder aktuelle Richtlinie zum Bau und Betrieb von Krankenhäusern eingeführt haben, ergänzend verwendet.
B Bestandsaufnahme 15
___________________________________________________________________________ B Bestandsaufnahme 1 Objektbeschreibung 1.1 Vorhandene Planungsunterlagen
Das Bauplanungsbüro Michael Wege stellte mir zur Bearbeitung folgende Pläne zur Verfügung:
1.2 Standort und Abmessungen
Das Krankenhaus befindet sich in einer niedersächsischen Großstadt im innerstädtischen Bereich. In unmittelbarer Umgebung befinden sich südlich vom Krankenhaus die örtliche Polizeistation, der Dom mit Pfarrhaus und die örtlichen Stadtwerke sowie einige Wohngebäude auf der entgegengesetzten Straßenseite nach Norden.
Die maximalen Abmessungen betragen in der Breite ca. 14 m, in der Länge ca. 97 m und in der Höhe ca. 13 m.
siehe die folgenden Abbildungen 10 und 11:
B Bestandsaufnahme 17
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1.3 Nutzung
Das vorliegende Krankenhaus wird zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung im Bereich der inneren und chirurgischen Medizin genutzt. Zu diesem Zweck besteht es aus einem Bettenhaus im Westflügel und einem Behandlungsbereich mit Operationssaal im Ostflügel. Das Bettenhaus besitzt drei Bettenstationen: Innere Medizin, Chirurgie I und Chirurgie II. Im Behandlungsbereich sind im Erdgeschoss die ambulanten Untersuchungsräume und die Räume zur Diagnostik untergebracht. Im Obergeschoss ist die Röntgenabteilung und der OP - Bereich mit seinen Nebenräumen eingerichtet.
Der Behandlungsbereich wird durch ein durchgehendes Treppenhaus vom Bettenhaus abgetrennt. In diesem Treppenhaus befindet sich auch eine Aufzugsanlage.
Im Kellergeschoss befinden sich ein Aufenthaltsraum für Konferenzen, Lagerräume, Räume für Physiotherapie, das medizinische Labor, eine Kühlzelle und die Sterilisation. Im Tiefgeschoss befinden sich die Technikräume, Archive und weitere Lagerräume.
Die Abbildung 12 zeigt den Flur im Obergeschoss des Behandlungsbereiches vor dem OP - Bereich und der Röntgenabteilung.
B Bestandsaufnahme 18
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2 Objektanalyse
2.1 Analyse des Gebäudetyps und dessen geltenden Normen
In Niedersachsen sind die grundlegenden Gesetze und Regelungen im Baubereich in der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) [9] zusammengestellt. Sie ist auf Basis der Musterbauordnung (MBO) [8] erstellt worden.
Nach § 2 (4) der Niedersächsischen Bauordnung handelt es sich bei dem betrachteten Krankenhaus um ein Gebäude mit vier Vollgeschossen, da alle Geschosse über ihre gesamte Grundfläche eine Höhe von mindestens 2,20 m aufweisen.
Mit zunehmender Gebäudehöhe gestalten sich die Lösch- und Rettungsmaßnahmen entsprechend schwieriger. Deshalb werden nach § 2 (9) NBauO [9] Gebäude in Abhängigkeit ihrer Höhe der oberirdischen Geschosse typisiert. Bezugsgröße ist hier der Höhenunterschied der oberirdischen Geschosse über der Geländeoberfläche. Es muss der größte Höhenunterschied zwischen der Oberkante des fertigen Fußbodens des höchsten Geschosses, hier ein Vollgeschoss, über der tiefstgelegenen an das Gebäude angrenzenden Geländeoberfläche ermittelt werden. Dabei wird die tiefstgelegene Geländeoberkante gewählt, von der aus eine Rettung über die Geräte der Feuerwehr erfolgen kann. Der maximale Höhenunterschied beträgt 7,25 m. Somit handelt es sich um ein Gebäude mittlerer Höhe, da der Maximalwert für Gebäude mit geringer Höhe von 7,00 m Höhenunterschied überschritten wird.
Des Weiteren handelt es sich laut § 51 (2) NBauO um eine Bauliche Anlage besonderer Art und Nutzung. Dort sind Beispiele für Bauliche Anlagen und Räume besonderer Art und Nutzung aufgeführt, unter anderen Krankenanstalten.
In § 3 „Allgemeine Anforderungen“ und § 17 „Anforderungen an den Brandschutz“ der MBO, entsprechend § 1 und § 20 der NBauO, werden die elementaren Grundanforderungen im Brandschutz geregelt.
Aus § 17 MBO bzw. § 20 NBauO lassen sich folgende Schutzziele ableiten:
• Der Entstehung und Ausbreitung von Feuer und Rauch ist vorzubeugen.
• Die Rettung von Mensch und Tier ist zu ermöglichen.
• Wirksame Löscharbeiten sind zu ermöglichen.
Zur praktischen Anwendung der in der NBauO beschriebenen Anforderungen wurde eine Durchführungsvorschrift (DVNBauO) [10] erarbeitet, die durch Ausführungsbestimmungen (AB-
B Bestandsaufnahme 19
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DVNBauO) [11] in speziellen Bereichen detailliert wird. Zu unterschiedlichen Anforderungen bestehen zusätzlich technische Regeln, die standardisierte technische Verfahrensformen vorschreiben. Technische Regeln können Verordnungen, Richtlinien oder auch Normen sein.
Laut der NBauO gelten zusätzliche Anforderungen für bauliche Anlagen besonderer Art und Nutzung.
In § 1 der Richtlinie über den Bau und Betrieb von Krankenhäusern (Kr Bau R) [12] ist der Anwendungsbereich dieser Verordnung geregelt. Die Vorschriften dieser Verordnung gelten für den Bau und Betrieb von:
• Die Vorschriften dieser Richtlinie gelten für den Bau und Betrieb von Krankenhäusern und anderen baulichen Anlagen mit entsprechender Zweckbestimmung. Sie gelten sinngemäß für Polikliniken, soweit die Zweckbestimmung es erfordert.
In Abhängigkeit von Auslastung und Tageszeit ergeben sich unterschiedliche Zahlen von Personen, die sich im Gebäude aufhalten können. Die Zahl der bettlägerigen Patienten ist über die Tageszeit gesehen konstant. Die ambulanten Patienten hingegen sind nur am Tage vorhanden, da sie nach der Behandlung wieder nach hause entlassen werden. Die Personalstärke schwankt ebenfalls aufgrund des krankenhausüblichen Schichtsystems. So wird während der Nacht mit einer geringeren Anzahl an Pflegepersonen und Ärzten/innen gearbeitet. Das Personal des Labors und zur Bedienung anderer technischen Einrichtungen wie Röntgenanlagen und Sterilisation oder Desinfektion für medizinische Bestecke und Kleinteile ist während der Nacht komplett außer Haus, ebenso das Personal für Reinigung und Wäscherei.
Es ergeben sich aus der folgenden Tabelle 6 die maßgebenden Personenzahlen:
B Bestandsaufnahme 20
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Tabelle 6: Personengruppen die sich im Gebäude zeitunabhängig und zeitabhängig aufhalten (ohne Besucher)
Die Zahl der Planbetten betrug für den stationären Betrieb 71 Betten. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit kam es aber vor, dass die maximale Anzahl von Betten und somit die Anzahl der stationären Patienten im Bedarfsfall deutlich höher lag. Sodass eine insgesamt hohe durchschnittliche Auslastung über einen Abrechnungszeitraum erreicht wurde, obwohl an einigen Tagen die Auslastung gerade einmal 50 % betrug. Zu diesem Zweck wurden im Tiefgeschoss zusätzliche Betten gelagert. Die Zahl der stationären Betten wird somit mit 80 Betten angenommen. Bei den in Tabelle 6 angegebenen Zahlen handelt es sich um Maximalwerte, um die tatsächliche Zahl von Personen zu erfassen, die sich im Krankenhaus zeitgleich aufhalten kann. Die Angaben zum Personal entsprachen dem Stand vom 31.12.2003. Sie ergaben sich aus den Unterlagen der Buchhaltung. Die Kopien der Unterlagen sind als statistische Auswertungsblätter in den Anlagen enthalten.
Zur Anzahl der Patienten und Angestellten kommen zusätzliche Besucher hinzu, die üblicherweise am Nachmittag Patientenbesuche durchführen. Die genaue Zahl der Besucher lässt sich nicht erfassen. Sie kann nur sinnvoll abgeschätzt werden. Mit einem Schätzwert von 2 Besuchern für die Hälfte der Patienten ergäbe sich eine Anzahl von 80 Besuchern. Dieser Wert kann als Maximum oberhalb des realen Besucherstroms angenommen werden, da nie alle Besucher gleichzeitig im Gebäude sind.
B Bestandsaufnahme 21
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Die Maximale Zahl an Personen im Krankenhaus ist um 14.00 Uhr zu erwarten. Dies ist die Zeit, in der die meisten Angestellten gerade noch im Haus sind und die Besuchszeit beginnt.
So ergibt sich aus den Zahlen der Tabelle 6 und den Schätzungen für Besucher folgendes maximales Personenaufkommen:
Personenzahl: 110 Patienten + 80 Angestellte + 80 Besucher = 270 Personen (ca. 14.00 Uhr)
2.2 Brandgefährdungsanalyse
Zur Bestandsaufnahme der vorhandenen Bebauung wird jeder Raum der baulichen Anlage auf seine Nutzung und den damit verbundenen brandschutztechnischen Gefahrenquellen untersucht. Durch diese Betrachtung lassen sich Nutzungsabschnitte mit ähnlichen brandschutztechnischen Vorraussetzungen bilden.
Die Brandgefährdung eines Gebäudes wird durch Brandgefährdungsklassen bestimmt. Die folgende Einstufung ist nach DIN EN 2 [26] anzuwenden:
Geringe Brandgefährdung: Stoffe mit geringer Entzündbarkeit liegen vor. Örtliche und •
betriebliche Verhältnisse bieten nur eine geringe Brandentstehungsmöglichkeit. Im Brandfall ist mit einer geringen Brandausbreitung zu rechnen.
Mittlere Brandgefährdung: Stoffe mit hoher Entzündbarkeit liegen vor. Örtliche und betriebliche •
Verhältnisse sind für die Brandentstehungsmöglichkeit günstig. Es ist im Brandfall keine große Brandausbreitung in der Anfangsphase zu erwarten.
Große Brandgefährdung: Stoffe mit hoher Entzündbarkeit liegen vor. Örtliche und betriebliche •
Verhältnisse bieten eine große Brandentstehungsmöglichkeit. Im Brandfall ist mit einer großen Brandausbreitung in der Anfangsphase zu rechnen.
Oder: Eine Zuordnung in mittlere oder geringe Brandgefährdung ist nicht möglich. Die DIN EN 2 unterscheidet zusätzlich vier Brandklassen der zu löschenden Stoffe, die wie folgt definiert sind:
B Bestandsaufnahme 22
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Das Gebäude wird in drei wesentliche Abschnitte, den Brandabschnitten unterteilt. Die drei Abschnitte sind das Bettenhaus, das Treppenhaus und der Behandlungsbereich. Das Bettenhaus und der Behandlungsbereich kann weiter in seine einzelnen Geschosse unterteilt werden. Jedes Geschoss beinhaltet eine oder mehrere Nutzungseinheiten. Die Unterteilung ist der nachstehenden Tabelle 7 zu entnehmen. Gleichzeitig erfolgt eine Einstufung in die jeweilige Brandgefährdungsklasse und eine Zuordnung der jeweiligen Brandklassen.
Tabelle 7: Nutzungseinheiten und deren Brandgefährdungsklassen
B Bestandsaufnahme 23
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Erläuterungen zu den gewählten Brandgefährdungs- und Brandklassen:
Treppenhaus:
Im Treppenhaus befinden sich der Empfang und die Patientenanmeldung. Dort sind besonders Schreibwaren und eine Konzentration an Computertechnik und anderer Steuerungstechnik untergebracht. Aufgrund der hohen Dichte der technologischen Gegenstände liegt eine hohe Entzündbarkeit vor. Eine schnelle Brandausbreitung ist jedoch nicht zu erwarten.
Somit wird das Treppenhaus als „mittel“ brandgefährdend eingestuft.
Die brennbaren Stoffe sind hauptsächlich Feststoffe der Einrichtung und der Technik. Es liegt also die Brandklasse A vor.
Behandlungsbereich:
Tiefgeschoss:
Im Tiefgeschoss befinden sich hauptsächlich Lager und Abstellräume. Da die hier gelagerten Materialien nicht bekannt sind, kann die Brandgefährdung nur abgeschätzt werden. In Krankenhäusern lagern hauptsächlich Textilien, Matratzen und medizinische Artikel aus Kunststoffen oder Metallen. Es werden aber auch Flüssigkeiten und Gase in entsprechenden Behältern gelagert, um im Labor oder zur Sterilisation/Desinfektion verwendet zu werden. Im Wesentlichen liegt also eine hohe Entzündbarkeit vor. Eine schnelle Brandausbreitung kann nicht zu ausgeschlossen werden.
Das Tiefgeschoss wird deshalb als „hoch“ brandgefährdend eingestuft.
Die Brandlasten sind im Wesentlichen feste und zum Teil glutbildende brennbare Stoffe aber auch Flüssigkeiten und Gase. Somit liegen die Brandklassen A, B und C vor.
Kellergeschoss:
Das Kellergeschoss im Behandlungsteil des Krankenhauses wird in zwei Nutzungseinheiten unterschiedlicher Brandgefährdung unterteilt.
1. Der Bereich des Labors und der Sterilisation/Desinfektion von medizinischen Kleinteilen ,Bestecken und Textilien.
Hier werden neben den Einrichtungsgegenständen Stoffe mit hoher Entzündbarkeit lagert und genutzt. Es handelt sich dabei um brennbare Flüssigkeiten und Gase, die
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Sebastian Müller, 2004, Brandschutz im Krankenhaus, Munich, GRIN Publishing GmbH
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