Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Seite 2
2. Begriffsklärungen Seite 2
2.1 Der Begriff „Komik“ Seite 2
2.1.1 „Freie Komik“ und „Komik der Befreiung“ Seite 4
2.2 Der Begriff „Humor“ Seite 5
2.3 Der Begriff „Lachen“ Seite 6
3. Darstellungsformen in „Moppel wär gern Romeo“ Seite 7
3.1 Formen der Komik in „Moppel wär gern Romeo“ Seite 7
3.2 Komik auf sprachlicher Ebene Seite 8
3.3 Komik auf inhaltlicher Ebene Seite 9
3.4 Komik auf Ebene der Figuren Seite 10
3.5 Liebe und Sexualität in komischer Darstellung Seite 12
4. Darstellungsformen in „Berts intime Katastrophen“ Seite 13
4.1 Formen der Komik in „Berts intime Katastrophen“ Seite 15
4.2 Komik auf sprachlicher Ebene Seite 15
4.3 Komik auf inhaltlicher Ebene Seite 16
4.4 Komik auf Ebene der Bilder Seite 17
4.5 Liebe und Sexualität in komischer Darstellung Seite 18
5. Vergleich zwischen „Moppel wär gern Romeo“
und „Berts intime Katastrophen“ Seite 19
6. Resümee Seite 22
7. Literaturverzeichnis Seite 23
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1. Einleitung
In folgender Hausarbeit analysiere ich das Komische in den Jugendbüchern „Moppel wär gern Romeo“ von Kirsten Boie und „Berts intime Katastrophen“ von A. Jacobsson und S. Olsson. Ich habe diese Bücher ausgewählt, um unterschiedliche Herangehensweisen von Autoren an das Thema „Liebe und Sexualität in komischer Darstellung“ aufzuzeigen . Auf die Frage nach der Geschlechtsspezifik gehe ic h dabei nicht ein. Um zu einem vertieften Verständnis für die weiteren Ausführungen zu gelangen, beginne ich mit einer Klärung der Begriffe „Komik“, „Humor“ und „Lachen“ und grenze sie voneinander ab. Dabei gehe ich ausführlich auf die Begriffe „freie Komik“ und „Komik der Befreiung“ ein, da sie wichtig für das Verständnis sind, worüber Kinder lachen. Es folgt eine kurze Erläuterung der Darstellungsformen, die die Autoren für ihre Bücher verwenden. Die weiteren Ausführungen konzentrieren sich auf die verschiedenen Formen von Komik, mit denen die Autoren arbeiten. Den Themen „Liebe“ und „Sexualität“ wird dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Was diese Themen mit Komik zu tun haben, werde ich in den Kapiteln 3.5 und 4.5 näher erläutern. Anschließend vergle iche ich die Komikformen der beiden Bücher miteinander und gehe auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede ein. Inwiefern die Autoren in ihren Texten Strukturen veränderter Kindheit berücksichtigen, wird kurz erwähnt. Abschließend gehe ich kurz darauf ein, was die Protagonisten aus ihren Erfahrungen gelernt haben.
2. Begriffsklärungen
2.1 Der Begriff „Komik“
Klaus Gerth fasst das Komische als Revolution gegen Zwänge jeglicher Form auf (vgl. Gerth 1994, 19). Komik ist nicht an eine bestimmte Gattung gebunden. Man findet sie im Witz, in der Anekdote, im Schwank, in der Erzählung, sowie im Roman als auch in der Lyrik. Auch das alltägliche Verhalten kann der Komik unterliegen (vgl. Gerth 1994, 20). Vorstellungen über das Komische sind abhängig von bestimmten Werteha ltungen und Lebensauffassungen eines Volkes bzw. einer Gesellschaft und damit national unterschiedlich. Auch Kinder und Erwachsene lachen über Verschiedenes. Warum das so ist, darauf gehe ich in Kapitel 2.1.1 ausführlicher ein.
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Für den Begriff „Komik“ oder „Das Komische“ findet man viele kontroverse Ansatzpunkte. Trotz verschiedener Definitionen lassen sich drei Strukturmerkmale des Komischen feststellen:
1. den Kontrast bzw. den Konflikt,
2. die Provokation und 3. die Replik.
Alles Komische beruht z unächst einmal auf einem Kontrast und wird gemeinhin „als Widersinniges, als Paradoxie, als Konflikt widersprüchlicher Prinzipien z. B. zwischen Normvorstellung und -abweichung, Schein und Sein, zwischen dem Erstrebten und dem Erreichten begriffen.“ (Czech 2000, 864). Alles Komische geht aus einem Konflikt zweier im Gegensatz stehenden Vorstellungen hervor, die eine Diskrepanz entstehen lassen. Diese Diskrepanz wird dann zur Quelle des Lachens über sich selbst, die Natur oder über gesellschaftliche Normen und Regeln.
Wenn wir über das Komische lachen, versuchen wir einen häufig sehr plötzlich auftretenden Widersinn zu verarbeiten. Am deutlichsten zeigen das Lachsalven, die einem guten Witz folgen (vgl. Gerth 1994, 20). Das funktioniert aber nur, wenn die Menschen dieselben oder ähnliche Maßstäbe teilen, was Normen und Regeln sind, denn sonst könnte ihnen das, was davon abweicht, nicht komisch erscheinen (vgl. Gerth 1994, 22). Im komischen Konflikt geht vom unterlegenen Partner eine Provokation aus. Wer dabei unterlegen bzw. überlegen ist, steht nicht von vorneherein fest. Damit eine Provokation auch komisch wirkt, gibt es zwei Bedingungen, die erfüllt sein müssen: Sie muss immer unfreiwillig erfolgen (denn alle wirkliche Komik ist unfreiwillig) und unangemessen sein. Der „Überlegene“ beantwortet die Herausforderung mit einer Replik. Diese muss der Herausforderung angemessen und unschädlich sein und vor allem unerwartet kommen. Mit unschädlich ist gemeint, dass sich nicht z.B. jemand aus einem Hochhaus stürzt, sich das Genick bricht und unversehrt wieder aufsteht und weiter seine Abenteuer erlebt, denn dies würde unter die Kategorie Slapstick-Komik fallen (vgl. Gerth 1994, 22).
K. H. Stierle 1 hat den Konflikt, der allem Komischen vorausgeht, noch weiter ausgeführt. Für ihn rührt der Konflikt aus der Ursache, dass im Komischen immer eine besondere Form des
1 Stierle, Karlheinz: Komik der Handlung, Komik der Sprachhandlung, Komik der Komödie. In: Preisendanz/
Warning 1976, 237-268.
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Zwangs steckt, nämlich die Fremdbestimmtheit. Wenn sich beispielsweise Teile des menschlichen Körpers selbständig machen und dem gesamten Körper ihren Willen aufzwingen, so nennt Stierle das „Komik der Fremdbestimmtheit“. Kennzeichnend für diese Komik ist, dass in einer Subjekt-Objekt-Relation das Objekt herrscht und wir mit Lachen darauf reagieren. Durch unser Lachen bringen wir die Welt wieder ins Lot (vgl. Gerth 1994, 20).
2.1.1 „Freie Komik“ und „Komik der Befreiung“
Henrich setzt Stierles Theorie der Fremdbestimmtheit die These der freien Komik entgegen. Gegenüber den verschiedenen Erscheinungsformen des Komischen geht Henrich von einer ursprünglichen Form des Komischen aus, auf der alle „höhere Komik“ aufbaut und die in aller Komik stets vorausgesetzt ist. Er entwickelt die „freie Komik“ im Rückgang auf das, was Kinder komisch finden (vgl. Henrich in Czech 2000, 865).
Kinder lachen über Dinge, die mit überraschenden Verwandlungen zu tun haben, „mit Verrückungen von Vertrautem in Überraschendes und wieder zu Vertrautem zurück, solange das Überraschende nicht auch bedrohlich ist.“ (Henrich in Czech 2000, 865). Kinder lachen erst dann, wenn eine Situation auf eine andere mit voller Prägnanz erfolgt, d. h. wenn ein Kontext plötzlich in einen anderen umschlägt und der erste Kontext gegenwärtig bleibt. Henrich nennt das Kontextverschiebung. „Das Beispiel des Löwen, der sich, um durch eine Röhre zu kommen, nicht nur in eine Maus, sondern in eine Maus mit Löwenmähne verwandelt, ein Held also, der „über seine Verwandlungen hinweg immer ein Zeichen seiner Identität behält“, verdeutlicht diesen Gedanken.“ (Henrich in Czech 2000, 865). Entscheidend bei der „freien Komik“ ist, dass dieselben Sachen in einem anderen Zusammenhang erscheinen. Aus diesem Grund sind auch Wortspiele und Verwandlungsbilderbücher Quellen des Lachens für Kinder. Lachen aufgrund von „freier Komik“ ist kein Auslachen, sondern Lachen durch Wahrnehmung der Alternativbewegung wie bei Verwandlungsbilderbüchern. Diese Bücher ermöglichen es, durch Umblättern eines Seitendrittels Köpfe, Körper und Beine von Figuren zu vertauschen, wobei der ursprüngliche Zusammenhang bewusst bleibt. Die „freie Komik“ belebt die Vorstellungskraft, sie befreit sie vom Gewohnten und bereichert sie um unvorhergesehene Möglichkeiten. „Auf dieser Grundlage kann sich die Komik der Befreiung entfalten. Zur ersten, ursprünglichen Lust an der bloßen Kontextverschiebung tritt die Lust an der Befreiung von einer Norm, die als Last
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empfunden wird, hinzu.“ (Lypp 2000, 90). Die Komik der Befreiung setzt die Lust an der Kontextverschiebung und die Erfahrung der Fremdbestimmung voraus. Unterschiedliche Erfahrungen und Vorschriften machen den Unterschied darüber aus, worüber Kinder und worüber Erwachsene lachen. „Nicht ein Mangel an Kompetenz des Komischen, sondern unterschiedliche Erfahrungen mit der Normenwelt liegen der divergierenden Auffassung des Komischen bei Kindern und Erwachsenen zugrunde.“ (Lypp 2000, 90f.). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das, worüber Kinder lachen, grundsätzlich nichts anderes ist als das, worüber auch Erwachsene lachen. Der Unterschied liegt im Inhalt, und nicht in der Qualität der Komik.
2.2 Der Begriff „Humor“
„Humor im Sinne Sigmund Freuds ist im Kontext psychischer Abwehrvorgänge als „die höchststehende dieser Abwehrleistungen“ aufzufassen.“ (Freud in Czech 2000, 863). Freud hat Humor als eine Bewältigungsstrategie von Kindern aufgefasst und den Begriff daher auf Psychologisches und Metapsychologisches reduziert. Diese Sichtweise sowie die kognitivistische Sicht nach Jean Piaget, der Humor vor allem mit kognitiver Erfahrung erklärt hat, wird dem Individuum nicht gerecht. Sie vernachlässigen den gesellschaftlich-sozialen Kontext und erklären nicht den Bezug von Humor zur Literatur. Im Humor äußert sich der Sinn für Komik. Wenn jemand Humor hat, so begegnet er dem Komischen reflexiv und mit Bewusstsein (vgl. Czech 2000, 864). Klaus Gerth führt in seinem Basisartikel „Das Komische“ (1994) eine Definition von Nicolai Hartmann an, der Humor und Komik folgendermaßen voneinander unterscheidet:
„man hat Humor, und etwas (oder jemand) ist komisch. Humor ist Sinn für Komik
(ohne selbst komisch zu sein): „Das Komische ist eine Sache des Gegenstandes (…),
der Humor dagegen ist Sache des Betrachters oder des Schaffenden.“ (Gerth 1994, 19).
Des Weiteren unterscheidet Gerth zwischen Humor im weiteren Sinne und Humor im engeren Sinne. Im ersten Fall bezeichnet es die allgemeine Fähigkeit des Menschen, Komisches wahrzunehmen (und darzustellen). Es bleibt offen, wie derjenige, der Komisches wahrnimmt, zu dieser Komik steht. Beim Humor im engeren Sinne dagegen „erkennt der Humorvolle in den komischen Ungereimtheiten und Widersprüchen die Bedingtheit alles Menschlichen und versteht und verzeiht sie…“(Gerth 1994, 19). Der Humor im weiteren Sinne bleibt empfindungslos. Darum kann er auch bloßstellen und ausgrenzen. Humor im engeren Sinne dagegen verbindet sich mit Sympathie und Verständnis (vgl. Gerth 1994, 19).
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Arbeit zitieren:
Janine Hertlein, 2003, Vergleich der Komikformen in "Moppel wär´gern Romeo" von Kirsten Boie und "Berts intime Katastrophen" von A. Jacobsson/ S. Olsson, München, GRIN Verlag GmbH
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oguz
fragen???.
ich habe hier einpaar fragen
was ist moppels vor und nachname?
was ist moppels hobby?
im welchen kapitel fliegt moppel in den urlaub und am flughafen ist?
wie nennt moppel das mädchen, in den er sich im Urlaub verliebt hat?
könnten sie mir bitte die 4 fragen beantworten?
am Sunday, March 30, 2008-