Gliederung
Inhalt Seite
1 Definition von legalen Drogen und dessen 1
Missbrauch
2 Möglichkeiten den Missbrauch von legalen 3
Drogen bei Jugendlichen einzuschränken
2.1 Möglichkeiten als Erzieher, den Missbrauch von 3
legalen Drogen einzuschränken
2.1.1 Eigene Vorbildfunktion 3
2.1.2 Alternative Möglichkeiten 4
2.1.3 Konsequentes Verhalten durch Gesetze 5
und Regeln
2.1.4 Defi zite und Bedürfnisse erkennen 6
2.1.4.1 Psychische Entwicklung 6
2.1.4.2 Soziale Entwicklung 7
2.2 Gesellschaftliche Möglichkeiten, um den 8
Missbrauch von legalen Drogen einzuschränken
2.2.1 Stellenwert in der Gesellschaft 8
2.2.1.1 Erschwerter Zugang und eingeschränkte 8
Erreichbarkeit
2.2.1.2 Erwachsene und Eltern als Vorbild 9
2.2.1.3 Änderung der Werbestrategie 10
2.2.1.4 Jugendschutzgesetz 11
3. Denkimpulse zur Veränderung des Stellenwertes 12
von legalen Drogen
Literatur
II
Argumentationstext
Thema:
Möglichkeiten den Missbrauch von legalen Drogen bei Jugendlichen einzuschränken.
1. Definition von legalen Drogen und dessen Missbrauch
Drogen sind natürliche oder künstliche Substanzen, die den Menschen in seinen Wahrnehmungen, Gefühlen, Stimmungen und Verhalten beeinflussen. Drogen können nach unterschiedlicher Dauer und Intensität der Einnahme, körperlich und/ oder psychisch abhängig machen. Sie werden in legale und illegale Substanzen unterteilt.
Illegaler Drogenkonsum, Besitz, Vertrieb, Anbau oder Handel ist nach dem deutschen Betäubungsmittelgesetz verboten.
Legale Drogen werden in der Gesellschaft als nicht gefährlich angesehen und sind gesellschaftlich toleriert und frei verfügbar. Zu ihnen gehören Alkohol (Bier, Wein, Sekt, Spirituosen), Nikotin (Zigaretten), Koffein (Tee, Kaffee) und Medikamente (Tabletten).
Aus legalen Drogen und sowohl durch illegale Drogen, kann eine Sucht entstehen. Der Grund für diese Sucht ist meist psychischer Art und/ oder sozialer Art. Daraus entsteht oft ein Missbrauch dieser Substanzen. Missbrauch findet statt, wenn aus anderen Gründen als z.b. der Krankheitssymptome, ein bestimmtes Mittel wie Medikamente auch nach der Krankheit weiter eingenommen werden, obwohl sie nicht mehr erforderlich wären. Missbrauch ist etwas, in diesem Kontext Substanzen, die man in einer Art und Weise gebraucht, so dass der eigentliche Sinn bzw. seine Bestimmung verfälscht wird. Man macht von einer Sache nicht den „richtigen“ Gebrauch. Das hat zur Folge das nach einer längeren Phase der Gewöhnung und regelmäßigem bzw. dauerndem Konsum eine physische oder/ und psychische Abhängigkeit (Sucht) entstehen kann.
Von psychischer Abhängigkeit spricht man, wenn das Verlangen, eine Substanz zu konsumieren sehr stark ist und nicht mehr zu steuern ist. Eine Absetzung der Substanz führt zu Unlustgefühlen oder zu Depressionen (kein Körperlicher Zwang).
1
Physische Abhängigkeit bedeutet das der Körper eine Substanz in seinen Stoffwechsel eingebaut hat. Ist dieses Mittel nun nicht mehr verfügbar kommt es zu körperlichen Entzugserscheinungen z.b. Muskelschmerzen, Erbrechen und Schweißausbrüchen.
In beiden Fällen bedeutet Sucht gleich Unfreiheit, dass heißt man kann nicht mehr mit einer Substanz frei umgehen.
Biochemisch gesehen ist es darauf zurück zu führen, dass der Mensch positive Emotionen bei dem Konsum der Substanz empfindet. Diese positiven Emotionen werden von der Hirnanhangdrüse verursacht, in Form von „Glückshormonen“ die auch Endorphine genannt werden.
Physisch abhängig machende Substanzen sind meistens diesen Endorphinen ähnlich. Das hat beim Konsum die Folge, dass der Organismus mehr Endorphine bekommt, als er ursprünglich selbst produziert. Nach regelmäßigem Gebrauch produziert die Hirnanhangdrüse immer weniger Endorphine, da er ja mehr hat, als er eigentlich braucht. Das hat zur Folge das beim Absetzen der Substanz, der Mensch unter Entzugserscheinungen leidet, die mit Depressionen oder Unlustgefühlen verbunden sind. Es entsteht ein Teufelskreis.
Da legale Drogen in unserer Gesellschaft toleriert werden, selbst der Staat durch die Steuern von ihnen profitiert und sie fast überall für Jugendliche erhältlich sind, stellt sich mir die Frage was ich als Erzieherin tun kann, um den Missbrauch von legalen Drogen bei Jugendlichen einzuschränken.
Gerade Jugendliche sind am gefährdetesten, da sie durch verschiedene Entwicklungsstufen, versuchen sich selbst und ihren neuen Standpunkt innerhalb der Gesellschaft zu finden. Ich denke deshalb das gerade der Umgang und die Arbeit mit Jugendlichen an mich als Erzieherin ein hohes Maß an Verantwortung und Vorbildfunktion entscheidend ist, den Missbrauch einzuschränken. 1
1 Vgl. www.drogeninfos.de / Was ist Sucht ?
Vgl. www.Glueckauf-Apotheke.de / Was sind Drogen?
Vgl. www.Drogeninfos.de / Legale Drogen
Vgl. Dudenverlag: Der Große Duden Band 8 -sinnverwandte Wörter- Bibliographisches Institut Mannheim.
2
2. Möglichkeiten den Missbrauch von legalen Drogen bei Jugendlichen einzuschränken
2.1 Möglichkeiten als Erzieher, den Missbrauch von legalen Drogen einzuschränken
2.1.1 Eigene Vorbildfunktion
Zunächst ist es wichtig seine eigene Vorbildfunktion, als Erzieher zu überprüfen. Es ist bedeutsam seinen eigenen Standpunkt zu kennen und somit auch sich bewusst zu sein wie der eigene Umgang mit legalen Drogen ist.
Legale Drogen gehören zum Alltag, sie sind für uns zu einem wichtigen Genussmittel geworden. Die Gewöhnung von ihnen beginnt oft schon im Grundschulalter durch die Erziehungsberechtigten. Das hat zur Folge das Kinder und Jugendliche durch Beobachtungen den Umgang mit solchen Substanzen in ihrer Sozialisation als „normal“ erleben.
Nur wenn der Erzieher sich dessen bewusst ist, kann er an sich selber arbeiten und sich verändern. Dies hat zur Folge das der Erzieher den Jugendlichen aufzeigen kann, dass der Missbrauch in unserem Alltag nicht die Normalität ist (durch anderes Verhalten).
Der Erzieher kennt seine eigenen Schwächen aus Selbstreflexionen mit dem Thema und kann dadurch Jugendlichen helfen, einen anderen und angemessenen Umgang mit legalen Drogen zu finden. Durch diese Bewusstseinsänderung kann er den Jugendlichen vorleben, wie der angemessene Umgang statt finden kann und hat die Möglichkeit die Jugendlichen zu anderen Verhaltensweisen zu inspirieren, positiv zu beeinflussen und sie in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken.
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Arbeit zitieren:
Sonja Schlüter, 2001, Möglichkeiten, den Missbrauch von legalen Drogen bei Jugendlichen einzuschränken, München, GRIN Verlag GmbH
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