Inhaltsverzeichnis
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1 Begründung für die Wahl des 1
Projektthemas, Situation der Praxis
2 Theoretische Auseinandersetzung 2
mit dem Projektthema, Hintergründe
2.1 Wahrnehmung, Was ist das 3
eigentlich?
2.2 Welc he Bereiche gehören zur 4
Wahrnehmung?
2.3 Wahrnehmungsstörungen 8
2.4 Welche 11
Förderungsmöglichkeiten gibt es ?
3 Ziele des naturnahen Erlebnisraum 15
Kräuterspirale
Weidentunnel mit Tastpfad
Spiegelgebüsch mit Zerrspiegel
Baumhaus
Pavillon
Allgemeine Ziele
4 Strukturplanung der praktischen 18
Vorgehensweise (Verlaufsplanung)
5 Reflexion 21
Literatur
II
1. Begründung für die Wahl des Projektthemas, Situation der Praxis
Im Kindergarten XXX richtet sich die pädagogische Arbeit nach dem
situationsorientierten Ansatz. Das bedeutet in Kurzform, dass das Kind im Mittelpunkt der Arbeit steht, genauso wie mit seinen Bedürfnissen, Wünschen und Interessen. Aus diesem Grund habe ich versucht die vielen kleinen Angebote im Alltag, die zum großen Projektthema gehören, dementsprechend der aktuellen Situation des Kindergartens XXX, angemessen umzusetzen.
Da bei Waldaktionen und bei Aktivitäten in der Natur die Erzieher feststellten, dass die Kinder intensives Interesse an Tieren und Pflanzen, sowie für die Umgebung in der Natur aufzeigten beschlossen sie diese naturnahe Umgebung im Rahmen des Außengeländes des Kindergartens zu schaffen.. Es waren nicht nur die auffällig häufigen Beobachtungen der Kinder ausschlaggebend und auch nicht nur d as Interesse an Eigenschaften und Herkünften der Lebewesen, sondern die ganzheitliche Förderung stand genauso wie die Schaffung von neuen Erlebnisräumen direkt vor Ort im Mittelpunkt. Das alte Kindergartengelände bot den Kindern diese Möglichkeit an Erfahr ungsraum nicht Aus diesem Grund entschloss sich das Kindergarten -Team, in Absprache mit dem Träger, zu einer Veränderung des Außengeländes.
Deshalb findet zur Zeit der Umbau und die Neugestaltung des Außengeländes statt. Er wird in drei Bereiche unterteilt:
Den Spielbereich für Fahrzeuge und der Spiellandschaft mit Sandbereich, die zu den aktiven Bewegungsbereichen gehören und zu dem naturnahen Spielbereich , der zu dem eher passiven Beobachtungsbereich zählt.
Ich habe mich aufgrund meiner Vorerfahrungen bei dem Umbau des Spielgeländes des Kindergartens YYY, dem naturnahen Bereich zugeordnet, um diesen mit den Kindern kreativ zu gestalten und aufzubauen.
Vgl. Von Grüneberg u. Hauser Erziehen als Beruf 2 Auflage ab Kap. C4./ Situationsorientierter Ansatz Vgl. Von Freya Pausewang Dem Spiel Raum geben 1 Auflage Kapitel 6.2./ Schaffung von neuen Erlebnisräumen
Vgl. Von Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes Nordrhein- Westfalen Broschüre Kinderträume-Erlebnisräume 1 Auflage 1998/ Aktive Bewegungsbereiche / Umbau des Spielgeländes
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Schwerpunkte des naturnahen Erlebnisraumes sind:
- Weidentunnel mit Tastpfad
- Kräuterspirale
- Spielgebüsch mit Zerrspiegel
- Baumhaus
- Pavillon der neu bepflanzt wird
- Weingewächs an der Hauswand
Ich übernahm vor allem den Aufgabenbereich, den Tastpfad mit den Kindern zu gestalten. Auch sollte gemeinsam ein Zerrspiegel errichtet werden. Im naturnahen Erlebnisraum finden die Kinder Zeit sich mit der Natur und ihren Tieren und Pflanzen auseinander zusetzen. Die Kinder können beobachten und Veränderungen auf sich wirken lassen. Da dieser Umbau bzw. die Neugestaltung des Außengeländes sich im Alltag und der Situationsanalyse wieder spiegelte, habe ich beschlossen, mich mit dem Thema Wahrnehmung intensiver auseinander zusetzen, da dies die aktuelle Situation des Kindergartens betrifft.
2. Theoretische Auseinandersetzung mit dem Projektthema /Hintergründe
Wie schon im Punkt eins erwähnt, habe ich mit dem gewählten Thema an die aktuelle Situation des Kindergartens angeknüpft und deshalb den Themenkomplex Wahrnehmung gewählt.
Ich möchte näher darauf eingehen, was überhaupt Wahrnehmung bedeutet, welche Bereiche dazu gehören und anreißen, welche Störungen und
Förderungsmöglichkeiten es zu diesem Themenkomplex gibt.
Vgl. Von Freya Pausewang Dem Spiel Raum geben 1 Auflage Kapitel 6.2/ naturnahe Erlebnisräume Vgl. Von Hermann Hobmair Fachbuch Psychologie 2 Auflage ab Kapitel 3/ Wahrnehmung und Verhalten
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2.1 Wahrnehmung; Was ist das eigentlich?
„Wahrnehmung ist die Funktion, die es dem Organismus mit Hilfe seiner Sinnesorgane ermöglicht, Informationen aus der Innen - und Außenwelt aufzunehmen und zu verarbeiten. Die Wahrnehmung steht unter dem Einfluss von Gedächtnis, Denken, Gefühlen und Erwartungen.“ Vgl. www.supplement.de/3dwahrnehmung
Vereinfacht bedeutet es, dass die Wahrnehmung durch Reize (Informationen) entsteht. Ein Reiz trifft auf ein Sinnesorgan. Es ist notwendig, dass dieser Reiz eine bestimmte Stärke aufweist, damit wir diesen überhaupt wahrnehmen können. Hierbei spielt der Prozess der Aufmerksamkeit eine große Rolle. Würden wir alle Reize wahrnehmen, wäre es uns nicht möglich, von wichtigen Informationen und unwichtigen zu trennen, deshalb hat die Aufmerksamkeit die Aufgabe, solche Unterscheidungen vorzunehmen. Ansonsten wäre es für uns eine reine Reizüberflutung von unterschiedlichsten Informationen. Dieser Prozess des selektieren der Aufmerksamkeit besteht aus den Allohationsfaktoren. Dazu gehören die Intension des Wahrnehmenden, Merkmale der Situation und Bewertung der Anforderungen. Wir nehmen in erster Linie Dinge wahr, die uns interessieren, die in Farbe, Form oder Größe auffallen oder die uns zu anstrengend erscheinen. Bei der Aufmerksamkeit handelt es sich um einen Prozess der mitbestimmt, welche Infos zur Verarbeitung ausgewählt werden und so zu unseren Brennpunkt unserer Aufmerksamkeit, als Reiz, werden. Vgl. www.psychologiekurs.de von Gerd Mietzel Vgl. supplement.de Vgl. www.kindergarten-workshop.de Tabelle
Wahrnehmung ist die Aufnahme unterschiedlicher Reize durch die Sinnesorgane:
- Die Weiterleitung der Reize an das Gehirn
- Speicherung des Wahrgenommenen in entsprechende sensorische Zentren
- Vergleiche der reize mit bisher Wahrgenommenem
- Koordination der Einzelreize mit sensorischen Zentren (Organen)
- Verarbeitung der Reize, das richtige Einordnen in bisherigen Handlungen und Erfahrungen
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- Reaktion auf Reize, die Reizbeantwortung/Wiedergabe eines Reizes
- Kontrolle über erfolgende Rückmeldungen der eigenen Reaktion
Vgl. www.kindergarten-workshop.de /entwicklung/wahrnehmung
2.2 Welche Bereiche gehören zur Wahrnehmung?
Wahrnehmungsmodalitäten/Organe:
- Visuelle Wahrnehmung (Augen)
- Auditive Wahrnehmung (Ohren)
- Vestibuläre Wahrnehmung (Ohren/Gleichgewicht)
- Olfaktorische Wahrnehmung (Nase)
- Geschmackswahrnehmung (Zunge)
- Haptisch-taktile Wahrnehmung (Tastsinn)
- Propriozetive Wahrnehmung (Muskeln/Sehnen)
- Taktile Wahrnehmung (Schmerz/Temperaturwahrnehmung, Berührungsempfinden)
Vgl. www.supplement.de
Die Aufschlüsselung der oben genannten Wahrnehmungsorgane bzw. Bereiche werde ich nun aufführen.
Visuelle Wahrnehmung (Augen)
Grundlage für die visuelle Wahrnehmung ist elektromagnetische Energie, die man als Licht bezeichnet. Es gibt unterschiedliche elektromagnetische Wellen, die nicht alle vom Menschen bzw. vom Auge wahrnehmbar sind. Die Wellenlänge des für den Menschen sichtbaren Lichts liegt zwischen 380 und 760 nm (Nanometer = milliardstell Meter).
Jede Farbe die wahrnehmbar ist, entspricht einer bestimmten Wellenlänge. Farbe und Gestalt eines Gegenstandes geben mehr Auskunft, als z.b. der Geschmackssinn, indem wir nur etwas über die Eigenschaft des Stoffes erfahren. Vgl. www.regiosurf.net/3dwahrnehmung/index.htm Unterpunkt: Visuelle Wahrnehmung
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Auditive Wahrnehmung (Ohren)
Die Grundlage des Hören sind Veränderungen des Luftdrucks (Schallwellen). Diese Schallwellen sind für uns Menschen nicht sichtbar. Sie entstehen, wenn Objekte sich bewegen und dadurch eine Veränderung der Luftmoleküle hervorrufen z. B. Lautsprechermembran, die durch Bewegung Luftmoleküle bewegt. Schallwellen haben unterschiedliche Formen, die man Frequenzen nennt. Eine Frequenz ist die Schwingung eines Tons, die danach bestimmt wird, wie oft sie pro Sekunde auftritt.
Das Ohr besteht aus dem äußeren Ohr, dem Mittelohr und dem Innenohr. Im Gehörorgan des Innenohres befinden sich die Sinneszellen, die durch den Hörnerv mit dem Gehirn verbunden sind. Ähnlich wie beim Farbfernsehen, durch bestimmte Neuronen im visuellen System, wird unsere Wahrnehmung durch Geräusche, auch durch das Ausschütten von Neuronen im auditiven System (Ohren) bestimmt. Durch diesen Ablauf kann der Mensch Geräusche, Töne, Laute und Worte wahrnehmen. Durch die Möglichkeit des Sprechens und Hörens kommt ein soziales Element in die Kultur.
Durch den Ton tritt die Eigennatur, das Individuelle des Körpers nach Außen und teilt sich anderen mit.
Vgl. www.regiosurf.net/supplement/hoeren/hoeren.htm
Vestibuläre Wahrnehmung (Ohren/Gleichgewicht)
Das Gleichgewichtsorgan befindet sich im I nnenohr. Es balanciert Bewegungen aus und gibt Informationen über Stellung und Bewegung des Körpers im Raum. Mit dem Gleichgewichtssinn versetzt man sich in ein bestimmtes Verhältnis zum Raum. Außer dem Menschen gibt es kein anderes Lebewesen, welches sich aufrecht fortbewegt. Die eigene Standpunktbestimmung fordert Rücksichtnahme mit anderen Menschen in seiner Umwelt.
Vgl. www.regiosurf.net/supplement/hoeren/hoeren.htm
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Arbeit zitieren:
Sonja Schlüter, 2002, Wahrnehmung im Kindergarten , München, GRIN Verlag GmbH
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