Inhaltsverzeichnis
1.1 Zieldefinition 3
1.2 Motivation 3
1.3 Einleitung 4
2.1 Grundlagen 5
3.1 Das Biologische Grundsystem 6
3.2 Das Stichphänomen 7
3.3 Funktionelle Einheit von Zelle und Extrazellulärraum 8
3.4 Störfelder und Herde 10
3.5 Das Sekundenphänomen 11
4.1 Zähne und ihre Zugehörigkeit zum Organismus 13
4.2 Der Ober- und Unterkiefer 14
4.2 Schneidezahn 1.1 2.1 im Oberkiefer 15
4.3 Schneidezahn 1.2 2.2 im Oberkiefer 17
4.4 Eckzahn 1.3 2.3 im Oberkiefer 19
4.6 Backenzahn 1.4 2.4 im Oberkiefer 21
4.7 Backenzahn 1.5 2.5 im Oberkiefer 23
4.8 Mahlzahn 1.6 2.6 im Oberkiefer 25
4.9 Mahlzahn 1.7 2.7 im Oberkiefer 28
4.10 Weisheitszahn 1.8 2.8 im Oberkiefer 30
4.11 Schneidezahn 3.1 und 4.1 im Unterkiefer 32
4.12 Schneidezahn 3.2 4.2 im Unterkiefer 34
4.13 Eckzahn 3.3 4.3 im Unterkiefer 36
4.14 Backenzahn 3.4 4.4 im Unterkiefer 37
4.15 Backenzahn 3.5 4.5 im Unterkiefer 39
4.16 Mahlzahn 3.6 4.6 im Unterkiefer 40
4.17 Mahlzahn 3.7 4.7 im Unterkiefer 42
4.18 Weisheitszahn 3.8 4.8 im Unterkiefer 44
5.1 Testverfahren 46
5.1.1 - Neuralkinesiologie 46
5.1.2 - EAV Testung 46
5.1.3 - Neuraltherapie 46
6.1 Schlussfolgerung 47
7.1 Literaturverzeichnis 48
7.2 Intenetverzeichnis 49
Diplomarbeit von Oliver Nyaguy 2/50
1.1 Zieldefinition
Das Zähne, Emotionen und der Organismus als kybernetisches System soll den gesundheitlichen Zusammenhang zwischen den Zähnen und der Erkrankungen seelischer sowie körperlicher Natur aufzeigen. Im weiteren möchte ich versuchen Teile des Wissens aus der östlichen und westlichen Naturheilkunde zu vereinen. Meiner Meinung nach sollte das Wissen beider Richtungen transparent und übergreifend -im Sinne des ganzheitlichen Gesundheitsgedanken- eingesetzt werden können, da beide Richtungen sehr gute Ansätze und Lösungen zur Heilung haben. Der menschliche Organismus ist ein in sich geschlossenes und voll umfänglich verbundenes System, das sowohl auf äussere wie auch innere Reize zu reagieren vermag. Aus dieser Tatsache erscheint die Gesundheit der Zähne von sehr grosser Bedeutung.
1.2 Motivation
Immer schon haben mich kybernetische Systeme und ihre Zusammenhänge interessiert. Dabei faszinieren mich vor allem Abhängigkeiten, Reaktionen und Einflüsse eines gesamten Systems. Der menschliche Organismus ist dabei wohl das grösste kybernetische System, einerseits durch seine Komplexität und anderseits durch seine ständige Wandlungsfähigkeit. Durch meine Tätigkeit mit Neuralkinesiologie spielen gesunde Zähne sowie die Regulationsfähigkeit des menschlichen Körpers eine zentrale Rolle. Immer wieder stelle ich fest, wenn Patienten mit einer Krankheit in unsere Praxis kommen und z.B. ein Zahnherd haben, wie schnell sie genesen, wenn der Herd behoben werden kann. Interessant dabei ist vor allem die Suche nach möglichen Zusammenhängen zu einer Störung oder Erkrankung.
An dieser Stelle möchte ich ein Beispiel aus der Praxis beschreiben, dass sich im Januar 2001 in unserer Praxis zugetragen hat. Eine Frau Anfang 60 mit folgenden Symptomen: Abgeschlagenheit mit extremer Antriebslosig- und Müdigkeit
Labor Leberwerte GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase, leberspezifisches Enzym) Wert bei 76 U/L Starke rheumatische Schmerzen in den Armen sowie in den Händen die auch angeschwollen waren.
Hypertonie die Werte lagen Durchschnittlich bei 180/140mmHg Verdauungsbeschwerden chronische Obstipation
Geschwollene Füsse durch Wassereinlagerung allerdings leidet die Patientin an einer
Gedächtnisschwierigkeiten, Vergesslichkeit Erhöhter Blutzuckerspiegel
Kurzatmigkeit war schon bei der kleinsten Anstrengung erschöpft Die Frau konnte zu diesem Zeitpunkt kaum noch den Haushalt erledigen geschweige denn im eigenen Garten arbeiten. Sie war psychisch und körperlich nicht in einer guten Verfassung und hatte starke, chronische Gelenkschmerzen.
Der Grund für ihren schlechten Zustand waren ihre Zähne. Von den zehn Zähnen im Oberkiefer waren vier wurzelbehandelt und die anderen sechs eiterbeherdet, demzufolge ebenfalls devital (wurzeltot). Dieses ausgesprochen starke Störfeld musste als erstes saniert werden bevor überhaupt eine andere Therapie greifen würde. Der erste Schritt war der Gang zum Kieferchirurgen, der alle zehn devitalen Zähne extrahierte und durch eine Oberkieferprotese ersetzte. Nach der Zahnbehandlung haben wir die Frau auf dem Akupunkturpunkt Dü 16 mit einer Schmerzableitung mittels der Bioresonanz gegen die
Schmerzen behandelt. Die Patientin konnte bereits in der ersten Nacht ohne Schmerzen durchschlafen. -Bioresonanz wirkt auf das Grundsystem des Körpers ein und kann so mit der richtigen Schwingungsinformation ein blockiertes Areal entblockieren und wieder in Regulation bringen- Die Tage darauf haben wir bei der Patientin mit der Amalgamausleitung begonnen, die mit Chlorella pyrenoidosa sowie der Koriandertinktur gemäs dem Ausleitungsverfahren nach Prof. Dr. med Omura und Dr. med. D. Klinghardt ohne Komplikationen von statten ging. Im weiteren haben wir den Organismus der Patientin mittels der Bioresonanz angeregt die Eiterrückstände auszuscheiden, was rund drei Wochen dauerte. Die Patientin berichtete, dass sie mehrmals täglich zähen gelblichen Eiterschleim ausge-worfen hatte. In der Zwischenzeit wurde die Patientin organstärkend behandelt. Die Patientin bekam Mariendistelkapseln sowie eine Tinktur zur Leberentgiftung und Anregung der Nierentätigkeit (Inhalt: Löwenzahnwurzel Taraxacum radix, Schöllkraut, Solidago etc.). Gleichzeitig wurden zweimal wöchentlich Leberwickel durchgeführt und Scharfgarbentee verordnet. Im weiteren haben wir 3 Sitzungen mit psychischer Arbeit durchgeführt (Psychokinesiologie nach Dr. med. D. Klinghardt), was der Patientin sehr gut getan hatte, da noch einige emotionale Blockaden aus der Kindheit hängengeblieben waren. Nach rund sechs Wochen konnten wir die Behandlungen einstellen und die Patientin in einen sehr guten körperlichen und psychischen Zustand entlassen. Die Gelenkschmerzen waren im Laufe der Behandlungen bis zur Entlassung vollständig verschwunden. Ihre Vitalität und Lebenskraft war wieder hergestellt und die Müdigkeit vollständig verschwunden. Später haben wir dann von der Patientin erfahren, dass auch die Leberwerte, die Werte des Pankreas wieder normal waren und sogar der Blutdruck sich wieder nach unten korrigierte. Die Patientin fühlt sich heute zwei Jahre danach sehr wohl geht viel mit ihren Hunden spazieren arbeitet wieder mit ihrem Mann im Garten und freut sich bester Gesundheit.
1.3 Einleitung
Durch meine Tätigkeit erkenne ich immer wieder die Zusammenhänge zwischen dem Zu-
2.1 Grundlagen
“...im Körper ist alles mit allem vernetzt.”
Es gibt keine isolierten Körperteile oder Zellen im menschlichen Organismus. Das bedeutet, dass zwangsläufig alle Störungen z.B. der Zähne, elektrisch aktive Narben oder chronische Entzündungen auch Auswirkungen in anderen Bereichen des Organismus haben können und umgekehrt. Wenn wir dabei den menschlichen Organismus betrachten, so erkennen wir drei Hauptbereiche:
Bio-physikalische-Ebene
Hierzu gehören alle Organe mit ihren materiellen Eigenschaften inkl. Haut, Knochen, Nervensystem etc. Bio-chemische-Ebene
Wie der Name schon sagt, finden wir hier vor allem die Körpersäfte, Hormone, Zwischenzellflüssigkeit, alle flüssigen Stoffe, die vom Körper hergestellt werden und alle chemischen Prozesse etc. Bio-enegetische-Ebene
In dieser Ebene spielt vor allem die Elektrizität, der Elektromangetismus sowie die daraus resultierenden Energiefelder eine wichtige Rolle. Hier werden über elektrische Impulse Funktionen ausgelöst und es findet über elektromagnetische Impulse die Kommunikation unterhalb der Zellen statt. Durch neuste Forschungen konnte dargelegt werden, dass jede Zelle sogenannte Photonen (kleinste Lichtblitze die heute über die Quantenphysik nachgewiesen werden können) über das Grundsystem (Extrazellulärraum) aussendet. Diese Tatsache lässt uns ein komplettes und komplexes Kommunikationssystem auch ausserhalb der Zellen erahnen. Wahrscheinlich ist es sogar möglich dass jede einzelne Zelle vom Gehirn adressiert werden kann.
Man kann davon ausgehen, dass die drei beschriebenen Ebenen ebenfalls miteinander verbunden sind und sich sowohl unterstützen als auch hemmen. Nehmen wir das Beispiel eines Zahnes. Ein Zahn gehört ganz klar zur Bio-physikalischen Ebene, da er aus einer festen materiellen Struktur besteht. Gleichzeitig weist er aber auch eine Bio-chemische Ebene auf, welche den Zahn über die zuführenden und abführenden Gefässe versorgt. Daraus resultiert, das ein Zahn über die zuführenden Arterieolen versorgt und über die abführenden Venolen entsorgt wird. Gleichzeitig werden elektrische Impulse über die Nerven zum Zahn geleitet, indem z.B. Gefässe weiter oder enger gestellt werden. Aus dieser Tatsache wird klar, dass jeder Zahn mit dem gesamten restlichen Organismus über ein Rohleitungssystem von Gefässsystem wie Arterien, Venen und Nerven verbunden ist. Somit scheint es auch klar zu sein, dass Giftstoffe -ob eigene wie z.B. Eiter oder fremde wie z.B. Zahnfüllungen- in den Organismus gelangen können und zu Ansammlungen oder Schädigungen im Grundsystem (Extrazellulärraum) führen können, wenn der Körper diese nicht selber ausscheiden kann.
Nun dürfen wir eine sehr wichtige Ebene, nämlich die der Energie nicht vergessen. Ist es schliesslich diejenige welche die gesamte Steuerung der Funktionen eines Organs wie z.B eines Zahnes bewerkstelligen. So werden über die Nerven die Gefässe gesteuert und da-
bei je nach Bedarf enger oder weiter gestellt, was die Blutzufuhr steigert oder drosselt. Jedoch kennen wir auf der Ebene der Energie noch ein weiteres System. Die Meridiane aus der **TCM spielen aus meiner persönlichen Sicht auf der emotionalen Ebene eine sehr wichtige Rolle. Psychisch und/oder emotionale Themen oder Lebensmomente breiten sich über die Meridiane auf den Körper als elektrische Impulse aus und können so ebenfalls die Gesundheit eines Zahnes sowie die eines Organes positiv oder negativ beeinflussen. Versuche haben gezeigt, dass wenn das lymbische System (der Sitz unserer Gefühle und Emotionen) im Gehirn verletzt oder durch Medikamente lahmgelegt wird, dass die Meridiane an Körper nicht mehr nachweisbar sind. Diese Tatsache lässt klar werden, dass die Gefühle und die Meridiane in einen engen Zusammenhang stehen. Aus diesen Überlegung erscheint die Gesundheit der Zähne in einem ganz neuen Licht und von zentraler Bedeutung. Dass kranke Zähne einen ganzen Menschen krank machen können, ist dabei eine seit langem bekannte Tatsache. Seit Studien die Auswirkung von Zahnfleischerkrankungen auf den Gesundheitszustand untersucht haben, und dabei festgestellt wurde, dass z.B. Parodontitis, das Risiko von koronaren Herzerkrankungen, Schlaganfall und Frühgeburt drastisch erhöhen, ist die Wichtigkeit gesunder Zähne in der ganzheitlichen Medizin von enormer Tragweite. Dabei dürfen die emotionalen Gegebenheiten eines Menschen niemals ausser Acht gelassen werden. NHK (Naturheilkunde), ** TCM (traditionelle chinesische Medizin) 3.1 Biologisches Grundsystem
Neben dem zentralen Nervensystem gibt es eine zweite Steuerungsebene für alle unbewußt (vegetativ) ablaufenden Prozesse im Organismus. Dieses wird als Grundsystem bezeichnet. Es besteht aus weichem retikulärem (vernetztem) Bindegewebe dem Mesenchym und durchzieht den gesamten Körper jedes Menschen, mit all seinen Organen, Muskeln, Nerven, Knochen etc. In diesem lockeren Bindegewebe existiert im Molekularbereich ein Gitterwerk von Zucker - Eiweissmolekülen, das infolge seiner elektrischen Polaritäten das Grundwasser bindet und in seiner Dipolstruktur ausrichtet. Dieses sogenannte kristalloide Wasser wiederum hat sowohl piezo- (elektrische Aufladung durch Druckeinwirkung) als auch thermoelektrische Eigenschaften. Dieses System bildet ein Molekularsieb für die Ernährung der Zellen, ist über Nervenendigungen, Kapillaren und Lymphsystem mit allen grossen Regelbereichen des Körpers im Schnittbereich verbunden, kann gesund im Solzustand, (im Sinne einer Solelösung) aber auch gestört im Gelzustand vorliegen und schwingt elektrisch. Es ist infolge dieser Eigenschaften zur Informationsaufnahme, Informationsspeicherung und -übermittlung sowie zur Informationsverarbeitung in hohem Mass fähig. Selbst elektromagnetische Schwingungen oder informiertes Wasser wie bei Hochpotenzen in der Homöopathie teilen sich diesem Grundsystem mit. Lokale Reize, wie der Stich einer Nadel oder eine Blutentnahme aus der Vene, teilen sich schlagartig dem gesamten Körper mit und versuchen aufgrund der milliardenfachen Vernetzung sofort eine Reaktion des gesamten Organismus, der entsprechend seiner Regulationsfähigkeit im selben Augenblick versucht, das Gleichgewicht wieder herzustellen. Das Grundsystem ist ein einziges zusammenhängendes “Organ”, das zu einheitlichen Reaktionen im ganzen Organismus fähig ist. Dieses System regelt alle zur Lebenserhaltung notwendigen Grundfunktionen und allgemeinen Abwehrleistungen. So reagiert es auf alle Reize wie Infektionen, Verletzungen, Intoxikationen, Stress, Verbrennungen, Überanstrengung, etc. mit einer entsprechenden Anwort, die - wenn das System funktionsfähig istden Ausgangszustand (Gesundheit) wieder herzustellen vermag. Durch chronische Reize
(z.B. Narben, anhaltende Vergiftung, Dauerreize, Überbeanspruchung, Stress, Gifte, Schwermetalle, Lösungsmittel, Impfstoffe, Nahrungsmittel, Verdauungsgifte etc.) wird das Grundsystem überfordert und es reagiert entweder überschiessend oder aber es kann nicht mehr reagieren und ist in seiner Regulationsfähigkeit eingeschränkt. Es entsteht eine chronische Erkrankung, was auch als Regulationsblockade angesehen werden kann. Wenn das Grundsystem in einem Bereich (zum Beispiel im Kiefer) dauerhaft belastet ist, kann seine Funktionsfähigkeit insgesamt eingeschränkt werden. Das bedeutet, es kann in ganz anderen Bereichen des Körpers nicht mehr richtig funktionieren oder ausstrahlen und es kann zu Schmerzen oder Erkrankungen sowie Symptomen führen. Störungen im Grundsystem sind immer lange Zeit vor Ausbruch einer Erkrankung vorhanden. Erst wenn das Grundsystem nicht mehr fähig ist regulationseinschränkende Belastungen auszugleichen, kann eine Erkrankung klinisch sichtbar werden. Die Beseitigung von Störungen ist Voraussetzung zur Wiederherstellung der Regulationsfähigkeit und damit der Wiederherstellung der Gesundheit. Im System der Grundregulation findet sich die erweiterte wissenschaftliche Erklärung für die therapeutischen Phänomene der Akupunktur, der Neuraltherapie, der Homöopathie, aber auch der Schröpfbehandlung oder des von Hildegart v. Bingen angewandten Aderlass oder der Therapie mit den Cantharidenpflaster. Das bedeutet, dass jedes Durchstechen, Durchschneiden oder gar eine Verbrennung das Grundsystem veranlasst, eine Neuregulation vorzunehmen, welches sich auf den gesamten Organismus auswirken kann und so einen Versuch des Organismus darstellt in Richtung Heilung. Diese Heilung betrifft immer den gesamten Organismus. Hierbei möchte ich im nächsten Abschnitt auf das Stichphänomen von Prof. Dr. A. Pischinger eingehen. 3.2 Das Stichphänomen (nach Prof. Pischinger und Prof. Kellner)
Der Einstich durch die Haut oder das Anstechen einer Vene mit einer geringen Blutentnahme bewirken im menschlichen Organismus eine Gesamtreaktion, die in verschiedenen Parametern messbar zu erfassen ist. Diese Reaktion erfolgt im Normalfall nach dem Stress - Reaktionsmuster, wie es von Prof. Selye beschrieben ist. Am Beispiel des nach dem Einstich festgestellten Jodverbrauchswertes sieht dies so aus, dass ein Absinken desselben nach einer Stunde und eine Rückregulation auf den Ausgangswert innerhalb der nächsten 2-3 Stunden zu messen ist. Abhängig von der Ausgangslage des jeweiligen Organismus kann es dann zu kaum messbaren Reaktionen bei chronisch konsumierenden Erkrankungen wie beispielsweise Leukosen, zu Reaktionen im Sinne einer übermäßigen Absenkung mit ungenügender Gegenreaktion bei diversen chronisch - entzündlichen Erkrankungen oder aber zu überschießenden Reaktionen bei bestehenden akuten entzündlichen Erkrankungen kommen.
Die Merkmale im humoral-vegetativen Bereich, die Prof. Pischinger 1983 bereits als für den Stichreiz bezeichnend beschrieben hat, betreffen die bereits erwähnten Jodverbrauchswerte, das Differentialblutbild, die Leukozytenzahlabsenkung (-mit gleichsinnigem Anstieg der Immunglobuline), die Absenkung des Sauerstoffverbrauchs in der Peripherie (- was als Zeichen einer Gesamtreaktion des Organismus rasch zu einem Hellerwerden des Venenblutes bei einer Venaepunctio führt), die Änderung des elektrischen Hautwiderstands und das Verhalten des Grundsystems in der Kapillarmikroskopie. Anhand der Ergebnisse der Untersuchungen nach den angeführten Parametern ist klar, dass ein so relativ schwacher Reiz wie der Einstich in der Haut mit einer Nadel eine komplexe Gesamtreaktion des ganzen Organismus im Sinne der "Lebenserhaltung" in der Zwischenzell - Grundsubstanz des Körpers auslöst und über die engen Verbindungen dieser Grundsubstanz zu den Lymphwegen, den Kapillaren und den
vegetativen Nervenendigungen, also über Anschlüsse an die wesentlichen Regulationssysteme eine "Erschütterung" des gesamten Organismus bewirkt.
Beim Punktieren einer Vene durchdringt die Nadelspitze das Epithel der Haut, das weiche, dann das straffe Bindegewebe, das nervenfaserreiche perivaskuläre Gewebe, die muskuläre und die innere Venenwand und ragt zuletzt in das Blut. Der Stich der Nadel wirkt in dreifacher Weise: Erstens wird rein durch die mechanische Kleinstverletzung bereits eine Kaskade von Reaktionen in Gang gesetzt, welche die am längsten dauernde Reaktion hervorruft (mindestens 5 Tage), zweitens wird durch einen messbaren elektrischen Potentialsprung zwischen Nadel und Gewebe ein wirksamer Reiz hervorgerufen und drittens bewirkt die Temperaturdifferenz zwischen Nadel und Gewebe ebenfalls eine Reaktion. Genau diese Eigenschaften macht man sich in der Akupunktur zum Nutzen. Möglicherweise wusste man schon seit Jahrhunderten von entsprechenden Wirkungen. Dies lässt der Umstand vermuten, dass es im Mittelalter genaue Anweisungen über die Metallzusammensetzung beim Schmieden von Aderlassnadeln gegeben hat. Diese Nadeln waren freilich nicht röhrenförmig, sondern im Querschnitt V-förmig und vorne scharf spitz zugeschliffen. Durch die so vorhandene Rinne konnte das Blut in ein Auffanggefäß rinnen und beurteilt werden.
3.3 Funktionelle Einheit von Zelle und Extrazellulärraum
Zellen stehen mit ihrer Umgebung in wechselseitiger Beziehung. Das Meerwasser ist das primäre Regulationssystem des Einzellers; dem entspricht die ionale Zusammensetzung des strukturierten Extrazellulärraumes mehrzelliger Organismen. Das eine Zelle umgebene Milieu bildet beim Mehrzeller eine strukturierte Grundsubstanz (extrazelluläre Matrix), die wesentlich die genetische Expressivität (Ausprägungsgrad einer Erbanlage) einer Zelle bestimmt. Makroskopisch ist die Organisation der Grundsubstanz durch Binde- und Stützgewebe sowie das Blut zu veranschaulichen. Molekularbiologisch handelt es sich dabei um Zuckerpolymeren (Verbindung aus Riesenmolekülen), die frei oder in verschiedenen Protein- und Lipidbindungsformen Zwischenzellsubstanz und den jeweiligen individuellen Zuckeroberflächenfilm
einer Zelle bilden. Die Zellen Grundgewebes, Fibrozyten und die Makrophagen, phylogenetisch Stammesgeschichte von Lebewesen betreffend) die ältesten Zellen. Die Fibrozyten bilden die strukturierte Grundsubstanz während die Makrophagen
in der Lage sind, die Grundsubstanz wieder abzubauen. Neben den Fibrozyten sind die Makrophagen die wichtigsten Zellen des Grundsystem. Sie können einerseits Grundsubstanz abbauen und andererseits phagozytierend und warnend Informationen aufnehmen und weitertragen zu gegenseitiger Beeinflussung von Zellen, Enzymen und Botenstoffen. Durch diese Vernetzung entsteht eine vielfältige Reaktions-, Anpassungs- und Leistungsfähigkeit des Systems und des gesamten Organismus. Psyche und Immunsystem sind in
diese Komplexität mit einbezogen. So sind beide Zellarten befähigt, sehr schnell und effektiv auf Veränderungen zu reagieren und ein physiologisches Gleichgewicht herzustellen. Aufgrund der Rückkopplung ist es einerseits möglich, besonders effektiv auf kleinste Reize zu reagieren und andererseits können ausgefallene Teile des Systems durch andere Komponenten teilweise oder ganz, zeitlich begrenzt oder dauerhaft ersetzt werden. Die von den Fibrozyten gebildete Grundsubstanz ist ein Maschenwerk aus hochpolymeren (Verbindung aus Riesenmolekülen) Zucker-Protein Komplexen. Diese Komplexe bestehen überwiegend aus Glucosaminoglykanen/Proteoglykanen (Komplexe Polysaccharide, die
sogenannten Glycosaminoglycane
tiger Bestandteil der gallertartigen Grundsubstanz, die den Raum zwischen den Zellen des
Bindegewebes füllt. Die Glycosaminoglycane
nischen Eigenschaften verleihen) und Strukturglykoproteinen (Zuckerverbindungen), zu denen das Kollagen, das Elastin, Laminin und Fibronektin gehören. Durch dieses Maschenwerk müssen alle Stoffe und Informationen geleitet werden, welche die Zellen erreichen oder sie verlassen sollen. Von der Konzentration der Proteoglykane und ihrer molekularen Grösse hängt es ab, welche Stoffe das Filterwerk passieren können und welche nicht.
Die Kombination der negativ geladenen Zuckerpolymere (Zuckermoleküle) mit Wasser ist ideal zur Leitung von Informationen, zum Abfangen von Radikalen, die bei chemischer Umsetzung in der Grundsubstanz entstehen und zum Transport von Materie durch den Extrazellulärraum. Gleichzeitig dienen diese Strukturen als Speicherorgane für Nährstoffe. Alle Nährstoffe können in der Grundsubstanz gespeichert werden und zwar speziell durch die Proteoglykane. Kohlenhydrate werden im Körper in Form von Glukose und Galaktose gespeichert, Fette als Fettsäuren (Kohlenhydratketten mit Säureresten) und Eiweiss als NH-Gruppen. Bekanntermassen werden überschüssige Kohlenhydrate in Muskel- und Leberzellen in Form von Glykogen gespeichert. Allerdings findet auch eine verstärkte Einlagerung von Kohlenhydraten in der Grundsubstanz statt, wenn der Zuckerhaushalt gestört ist wie zum Beispiel bei Diabetikern. Dieser überschüssige Zucker wird in der Basalmembrane der Gefässe, speziell der Kapillaren und der Grundsubstanz eingelagert. Neben den Kohlenhydraten können auch Speichereiweisse an andere Proteine und Moleküle
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Oliver Nyaguy, 2003, Zähne und Emotionen und der Organismus als kybernetisches System, München, GRIN Verlag GmbH
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