Inhaltsverzeichnis
0 Einleitung 3
Teil A: Die emotionale Entwicklung 4
1 Definition für Emotionen 4
2 Die Entwicklung des kindlichen Emotionskonzeptes 6
2.1 Entwicklung des Emotionsausdrucks 7
2.1.1 Entwicklung primärer Emotionen 7
2.1.2 Entwicklung sekundärer Emotionen 8
2.2 Entwicklung des sprachlichen Emotionsausdrucks 10
2.3 Entwicklung des Emotionsverständnisses 12
2.3.1 Erkennen mimischen Emotionsausdrucks 13
2.3.2 Verständnis situativer Einflüsse auf das Emotionserleben 14
2.3.3 Verständnis kognitiver Einflüsse auf das Emotionserleben 15
2.3.4 Verständnis multipler Emotionen 15
2.3.5 Trennung von emotionalen Erleben und Ausdruck 16
2.4 Emotionsregulation 17
2.4.1 Kindliches Temperament 18
2.4.2 Inter- und intrapsychische Emotionsregulation 19
2.4.3 Emotionsregulationsstrategien in der frühen Kindheit 21
Teil B: Erziehung und emotionale Entwicklung 23
3 Definition für Erziehung 23
4 Einfluss der Erziehung auf die emotionale Entwicklung 23
4.1 Einfluss der Erziehung auf die Entwicklung des Emotionsausdrucks 24
4.2 Einfluss der Erziehung auf die Entwicklung des Emotionsverständnisses 25
4.3 Einfluss der Erziehung auf die Emotionsregulation 26
5 Resümee 28
Literaturverzeichnis 29
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0 Einleitung
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der emotionalen Entwicklung und den Einfluss der Erziehung auf diese. In unserer Gesellschaft rückt die Frage nach der emotionalen Intelligenz zunehmend in das öffentliche Bewusstsein. Verstärkt wurde dies durch die Veröffentlichung von Daniel Golemans Buch „Emotionale Intelligenz“. Dabei steht die Frage, was den Lebens- erfolg eines glücklichen Menschen ausmacht und welche Kompetenzen dazu notwendig sind im Vordergrund. Frühere Forschungsgebiete beschäftigten sich häufig nur mit der kognitiven Intelligenz.
Ein inzwischen eigenständiger Forschungszweig, der sich an der Schnittstelle zwischen Emo- tionsentwicklung und kognitiver Entwicklung befindet, befasst sich mit der Entwicklung des Emotionsverständnisses oder des naiven Wissens über Emotionen. Kernfragen sind bei- spielsweise: „Wann lernen Kinder Bezeichnungen für grundlegende Emotionen wie Freude, Ärger, Angst oder Trauer? Woran erkennen sie, ob eine Person oder sie selbst ärgerlich oder traurig sind? Wissen Kinder, dass ambivalente Gefühle entstehen können? Ist das Wissen über Emotionen für die sozialen Fähigkeiten von Bedeutung? (vgl. Janke 1999, S.71) Vertraute sowie relevante Probleme in unserer Gesellschaft sind Burn-out, Drogenmissbrauch oder Gewalttaten, welche sich auf viele Faktoren zurückführen lassen. Ein Faktor ist dabei ein Mangel an emotionaler Kompetenz. (vgl. Salisch 2002, S.IX) Welche Fertigkeiten hierzu ge- hören habe ich in dieser Arbeit aufgezählt.
Die vorliegende Arbeit ist in zwei Teile gegliedert. Teil A befasst sich mit der emotionalen Entwicklung. Nach einer Arbeitsdefinition von Emotionen gehe ich der Frage nach, welche Faktoren für die Entwicklung des kindlichen Emotionskonzepts relevant sind. Dazu führe ich die Entwicklung des Emotionsausdruck, des Emotionsverständnisses und der Emotionsregula- tion auf. Ich beschränke mich hauptsächlich auf die Entwicklung in den ersten Jahren der Kinder (0-6 Jahre), da hier das „Grundgerüst“ für den Erwerb emotionaler Kompetenz gelegt wird.
Im zweiten Teil B gehe ich der Frage nach, welchen Einfluss Eltern bzw. Bezugspersonen auf diese Entwicklung nehmen. Dabei gibt es Unterschiede im Kulturvergleich. Ich werde aber in der vorliegenden Arbeit nicht darauf eingehen, sondern mich ausschließlich auf den europäi- schen, amerikanischen Ra um beschränken.
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Teil A: Die emotionale Entwicklung
1 Definition für Emotionen
Um eine Definition für Emotionen zu finden, gilt es die Frage zu beantworten, ob es eine ein- heitliche Definition für Emotion in der aktuellen Forschung überhaupt gibt. Meyer, Reisen- zein und Schützenwohl beantworten diese Frage mit einem klaren „Nein!“. „Eine allgemein geteilte, exakte Definition von “Emotion“ existiert gegenwärtig nicht.“ (Meyer, Reisenzein, Schüt zwohl 2001, S.50) Sie führen aus, dass es einer einheitlichen Definition auch nicht bedarf, da „eine solche Defi- nition (...) nicht die Voraussetzung der wissenschaftlichen Emotionsforschung ist, sondern deren Resultat.“ (Meyer, Reisenzein, Schützwohl 2001, S.50) Das heißt die Frage „Was ist eine Emotion?“ ist selbst ein zentraler Forschungsgegenstand der Emotionspsychologie. Da- her ziehen sie eine Arbeitsdefinition von Emotion vor, um den Forschungsgegenstand klar abzugrenzen und die für die meisten Wissenschaftler akzeptabel erscheint. Demnach lautet ihre Arbeitsdefinition für Emotionen:
1. Emotionen sind zeitlich datierte, konkrete einzelne Vorkommnisse von zum Beispiel
Freude, Traurigkeit, Ärger, Angst, Eifersucht, Stolz, Überraschung, Mitleid, Scham, Schuld, Neid, Enttäuschung, Erleichterung sowie weiterer Arten von psychischen Zuständen, die den genannten genügend ähnlich sind.
2. Diese Phänomene haben folgende Merkmale gemeinsam:
(a) Sie sind aktuelle psychische Zustände von Personen (b) Sie haben eine bestimmte Qualität, Intensität und Dauer (c) Sie sind in der Regel objektgerichtet (d) Personen, die sich in einem dieser Zustände befinden, haben normalerweise ein cha- rakteristisches Erleben (Erlebensaspekt von Emotionen), und häufig treten auch be- stimmte physiologische Veränderungen (physiologischer Aspekt von Emotionen) und Verhaltensweisen (Verhaltensaspekt von Emotionen) auf.
Meyer, Reisenzein, Schützwohl 2001, S.24
Der erste Teil der Definition gibt Beispiele für Emotionen, die uns aus dem Alltag ve rtraut sind und uns daher einleuchten. Der zweite Teil der Definition zählt einige definierende Merkmale von Emotionen auf, die ich nun kurz näher erläutern werde:
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Ad (a): Im Gegensatz zu emotionalen Dispositionen befasst sich die Emotionspsychologie meist mit aktuellen emotionalen Zuständen.
Ein Beispiel zur Demonstrierung des Unterschiedes: „Peter ärgert sich über Susi“ kann eine r- seits bedeuten, dass Peter gerade eine Episode von Ärger durchmacht (z.B. schimpft er auf Susi), solche Episoden sind meist von relativ kurzer Dauer. Andererseits kann es aber auch bedeuten, wenn Peter gerade Fernsehen schaut und Susi ganz vergessen hat, in ihm aber eine erhöhte Bereitschaft besteht, eine Ärgerepisode zu haben, falls geeignete Umstände eintreten (z.B. wenn er Susi wiedersieht oder an sie erinnert wird). Letzteres wäre eine emotionale Dis- posit ion.
Ad (b):
Qualität: hervorstechendstes Gruppierungsmerkmal, „Ärger“, „Angst“ sind z.B. Namen für solche Qualitätstypen. Im Alltag unterscheiden wir 50 bis 100 Qualitätstypen, wobei sich ei- nige sehr ähnlich sind.
Intensität: Man unterscheidet z.B. starke und schwache Emotionen. Diese Charakterisierung verwendet man meist um Emotionen näher zu beschreiben, die man bereits ihrer Qualität nach gekennzeichnet hat.
Dauer: Gruppierung der Emotionsvorkommnissen nach ihrer zeitlichen Dauer, z.B. ob sie langsam oder schnell zu einem Intensitätsmaximum ansteigen.
Ad (c):
Man freut sich über etwas, ist stolz auf etwas oder hat Angst vor etwas. Dieses „etwas“ ist das Objekt der Emotionen. Dabei muss man beachten, dass dieses Objekt nicht unbedingt real zu existieren brauc ht. Wenn man sich z.B. vor dem Versagen bei einer Prüfung fürchtet, handelt es sich nur um eine Möglichkeit, die vie lleicht niemals eintritt. Somit sind die Überzeugung und die Sichtweise einer Person über Ereignisse genauso entscheidend für Emotionen wie die Ereignisse selbst.
Ad (d):
Erlebensaspekt: Dies ist die subjektive Komponente von Emotion, das Empfinden eines Ge- fühls. Das Gefühl einer Emotion ist anders als das eines Gedankens oder einer Vorstellung. Was diesem Gefühl nun seine charakteristische, spezifische Qualität verleiht, versucht die Emotionspsychologie zu beantworten.
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Physiologischer Aspekt: Dieser bezieht sich einerseits auf körperliche Veränderungen, die
durch das autonome Nervensystem ausgelöst werden (z.B. Erröten, Veränderungen der Herz- rate, der Atmung, Schwitzen der Hände...), andererseits auf Vorgänge im ZNS, im Gehirn. Verhaltensaspekt: Dieser umfasst den Gesichtsausdruck, die Gestik, die Körperha ltung, die
Körperorientierung (in Bezug auf einen Interaktionspartner), Körperbewegunge n (z.B. plötz- liches Zusammenzucken), sowie Merkmale der Sprechstimme. Auch beobachtbare, zielge- richtete Handlungen wie Flucht- oder Angriffsverhalten kann man hierzu zählen. (vgl. Meyer, Reisenzein, Schützwohl 2001, S.26ff.)
Eine zusammenfassende Definition stellt Zimbardo vor: „Emotion ist ein komplexes Muster von Veränderungen, das physiologische Erregung, Gefühle, kognitive Prozesse und Verha l- tensweisen einschließt, die in Reaktion auf eine Situation auftreten, welche ein Individuum als persönlich bedeutsam wahrgenommen hat.“ (Zimbardo 1995, S.442)
In der nun folgenden Arbeit stütze ich mich auf dieses oben erläuterte Verständnis von Emo- tionen. Zimbardos Definition schließt kognitive Prozesse mit ein, auf die ich im weiteren Ver- lauf zurückkommen werde.
An dieser Stelle taucht die Frage auf, womit sich Emotionspsychologie beschäftigt. Ganz all- gemein kann man sagen, dass sich die Emotionspsychologie mit der Frage beschäftigt, „was Emotionen sind, wie sie zustande kommen und welche Rolle sie im Gesamtzusammenhang des Erlebens und Verhaltens spielen.“ (Meyer, Re isenzein; Schützwohl 2001, S.40)
2 Die Entwicklung des kindlichen Emotionskonzeptes
Im Verlauf der emotionalen Entwicklung in der frühen Kindheit (in den ersten sechs Jahren), erwerben Kinder bestimmte Fähigkeiten, die es ihnen ermöglichen mit den eigenen und den Gefühlen anderer umzugehen. Zu den Bereichen, in denen Kinder emotionale Fertigkeiten entwickeln, zählen die Entwicklung von eigenen mimischen und sprachlichen Emotionsaus- druck, das Erkennen vo n mimischen Emotionsausdruck anderer Menschen, das zunehmende Emotionswissen und -verständnis und schließlich die Entwicklung der Emotionsregulation. Zusammengefasst könnte man diese einzelnen Fähigkeiten unter dem Begriff emotionale Kompetenz fassen. (vgl. Petermann, Wiedebusch 2003, S.11 ff.) Die Verläufe dieser Entwick- lungen von emotionalen Fertigkeiten beginnen auf unterschiedlichen Altersstufen, verlaufen dann größtenteils parallel und beeinflussen sich gegenseitig. (vgl. ebd. S.27) Saarni fasst diese
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Fertigkeiten zu acht Schlüsselfertigkeiten zusammen. Sie zählt „diejenigen Verhaltensweisen, Fähigkeiten und Erkenntnisse, die gebraucht werden, um selbstwirksam zu handeln, vor allem in emotionsauslösenden sozialen Transaktionen“ hierzu. (Saarni 2002, S.12) Im folgenden werde ich näher auf die von Petermann und Wiedebusch beschriebenen einzelnen Bereiche eingehen und in diesem Zusammenhang ebenfalls die Schlüsselfertigkeiten von Saarni disku- tieren. Dabei gehe ich nur auf die ersten sechs Schlüsselfertigkeiten ein, da die letzten zwei sich auf die Entwicklung im Jugendalter beziehen.
2.1 Entwicklung des Emotionsausdrucks
Bei der Entwicklung des Emotionsausdrucks unterscheidet man zwei Gruppen von Emotio- nen: zum einen die primären Emotionen (Basisemotionen), die sich im ersten Lebensjahr ent- wickeln und zum anderen die sekundären Emotionen (selbstbezogene, soziale Emotionen), die komplexer sind und sich erst allmählich gegen Ende des zweiten Lebensjahres ausbilden. Im folgenden gehe ich auf die Entwicklung dieser beiden Emotionstypen ein.
2.1.1 Entwicklung primärer Emotionen
Ein bipolares emotionales Erleben weisen Neugeborene auf, d.h. sie erleben zum einen Zu- friedenheit, dem gegenüber steht das Erleben von Distress. Dieses bipolare Erleben differen- ziert sich zunehmend aus, und es entwickeln sich hieraus primäre Emotionen. Emotionen, die ein universelles Auftreten in verschiedenen Kulturen aufweisen, bezeichnet man auch als Ba- sisemotionen. Dazu zählen: Freude, Ärger, Traurigkeit, Angst, Überraschung und Interesse. In der Zeitspanne zwischen dem dritten bis vierten und zwölften Lebensmonat treten die ersten unterscheidbaren Emotionen auf. Diese werden von spezifischen vokalen Mustern und typ i- schen Bewegungsmustern der Gesichtsmuskulatur begleitet. Mimisch ausdrücken könne n die Säuglinge ab dem dritten bis vierten Monat Emotionen wie Interesse, Überraschung, Freude, Ärger, Traurigkeit/Distress sowie Unbehagen/Schmerz. (vgl. Kahana-Kalman & Walker- Andrews 2001 aus: Petermann, Wiedebusch 2003, S.30) Säuglinge zeigen Ärgerreaktionen, wenn sie aufgrund ihrer kognitiven Entwicklung in der Lage sind, Erwartungen in bezug auf Handlungsziele auszubilden und sich diese dann nicht erfüllen. Dies zeigt, dass der Ausdruck von Entwicklungsfortschritten in anderen Bereichen abhängig ist. Durch sogenannte Face-to-face Interaktionen können Säuglinge im Alter von drei Monaten verschiedene emotionale Ausdrücke ze igen, vor allen Dingen positive Gefühle werden so ausgedrückt. Hierbei besteht ein wechselseitiger Blickkontakt zu engen Bezugsper- sonen und ein wechselseitiges Lächeln wird gezeigt. Sogenannte Still- face-Situationen, in
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denen die Bezugspersonen einen teilnahmslosen und unbewegten Gesichtsausdruck zeigen, lösen bei Säuglingen häufig negative Emotionen aus. (vgl. Petermann, Wiedebusch 2003, S.31) Es lässt sich beobachten, dass Kinder vom Säuglings- bis zum Vorschulalter ihren Gefühlen einen intensiven Ausdruck verleihen, der ihrem subjektiven Erleben entspricht und zwar un- abhängig vom Kontext. Des Weiteren entwickeln sie einen eigenen Stil des emotionalen Aus- drucksverhaltens. Hierbei lassen sich stabile interindividuelle Unterschiede im Emotionsaus- druck und typische Verhaltenstendenzen bei verschiedenen Gefühlen nachweisen. Der kindli- che Emotionsstil reflektiert das emotionale Ausdrucksverhalten der Eltern, d.h. die Auftre- tenshäufigkeit von Gefühlen wie Freude, Traurigkeit oder Ärger. Das Ausdrucksverhalten von den Kindern und Müttern gleicht sich mit der Zeit immer mehr an. (vgl. ebd., S.32) Nun kommen wir zu der Funktion des Emotionsausdruck. Oerter und Montada deuten den kindlichen emotionalen Ausdruck als ein Signal, welches dem Säugling dazu dient, die Auf- merksamkeit von seinen Bezugspersonen zu erhalten, um eine Befriedigung der eigenen Mo- tive zu erreichen, d.h. der Säugling signalisiert seine Bedür ftigkeit durch seinen emotionalen Ausdruck. Bsp: Der Säugling schreit, als Ausdruck seines Distresses, ausgelöst durch das Al- lein-Gelassen-Werden im Kinderbett. Die Mutter fasst dies als Appell auf Trost zu geben und das Kind auf den Arm zu nehmen. Somit reguliert der Säugling die Handlung der Mutter durch seinen emotionalen Ausdruck und dieser bekommt einen Appellcharakter. (vgl. Oerter, Montada 2002, S.574)
2.1.2 Entwicklung sekundärer Emotionen
Wenn ein Kind sich seiner selbst bewusst und zur Selbstreflexion fähig ist, dann kann es selbstbezogene und soziale Emotionen wie Stolz, Scham, Schuld, Neid oder Verlegenheit erleben. Diese bezeichnet man als sogenannte sekundäre Emotionen. Das Erleben der Emoti- onen Stolz, Scham und Schuld setzt jedoch die Kenntnis von sozial anerkannten Verhaltens- standards und -regeln voraus. Weiterhin müssen diese in Beziehung mit dem eigenen Verha l- ten gesetzt werden, und das Kind muss sich selbst die Verantwortung für das erfolgreiche oder fehlende Einhalten dieser Rege ln zuschreiben können. Die Entstehung dieser Emotionen wird entscheidend durch die Reaktionen der Eltern auf das kindliche Verhalten und weitere Sozialisationseinflüsse geprägt.
Bereits im Alter von zwei Jahren zeigen Kinder, in einer Studie von Kochanska, Gross, Lin und Nichols typische Reaktionen, die für das Erleben von Schuld sprechen. Dazu gehören: Vermeidung von Blickkontakt, körperliche Anspannung und der Ausdruck von negativen Gefühlen. Zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr nimmt der offene negative Emoti-
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Hoa Phuong Ngo, 2004, Die emotionale Entwicklung und der Einfluss der Erziehung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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