Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
1. Einleitung 1
2. Begriffe 3
2.1 Private Equity versus Venture Capital 3
2.2 Abgrenzung der Sparkasse zur herkömmlichen Bank 3
2.3 Unabhängige und abhängige Venture Capital Gesellschaften. 4
3. Was macht eine Venture Capital Gesellschaft ? 5
4. Formulierung von Hypothesen 7
5. Empirische Untersuchung der Sparkassen-Beteiligungskapital-Gesellschaften 8
5.1 Art der betreuten Unternehmen. 8
5.2 Anzahl der betreuten Unternehmen. 8
5.3 Beteiligungsvolumen je betreutem Unternehmen. 9
5.4 Hands-off oder Hands-on Betreuung? 9
5.5 Betreuungsdauer 10
5.6 Mitarbeiterzahl. 10
5.7 Das Know How der Mitarbeiter 11
6. Zusammenfassung der Ergebnisse. 12
Anhang 15
Literaturverzeichnis 16
I
1. Einleitung
1. Einleitung
Venture Capital hat Ende der Neunzigerjahre viel Beachtung bekommen. Das Volumen ist stark gewachsen, vor allem in Verbindung mit der „New Economy“. Venture Capital spielte bei grossen Unternehmen wie Cisco, Oracle, Yahoo! und Ebay eine entscheidende Rolle. 1
Betrachtet man die Entwicklung des Marktes für Venture Capital in den vergangenen Jahren, kann man fast den Eindruck bekommen, dass er zum Sterben verurteilt ist. Von einer „Eiszeit“ am Markt ist die Rede. Einerseits können die Risikokapitalgeber kaum neue Gelder aufnehmen, andererseits werden die risikokapitalsuchenden Unternehmen nicht mehr unterstützt. Das gilt nicht nur für die Schweiz, sondern für Europa und die Welt schlechthin. 2 Weltweit ist im Jahr 2002 den Beteiligungsgesellschaften noch Ris ikokapital in der Höhe von 88 Mrd. US Dollar zugeflossen, und 102 Mrd. US Dollar sind in junge Firmen investiert worden. Im ersten Halbjahr 2003 ist das weltweit verwaltete Volumen an Risikokapital weiter gesunken. 3 Die Hoffnungen der Investoren auf einen späteren Börsengang, und damit hohen Profiten, haben in den letzten Jahren einen Dämpfer erlitten. 4
Während diese Einschätzung auf den ersten Blick durchaus richtig ist, trügt sie dennoch. Vor allem dann, wenn die langfristigen Perspektiven betrachtet werden. In einigen Jahren werden wir uns vielleicht wegen der heutigen Verzagtheit schämen. Venture Capital ist sehr wichtig für eine gesunde Volkswirtschaft. Und zwar nicht nur für die kapitals uchende Seite, sondern auch für die kapitala nlegende Seite, die dadurch das Risiko-Rendite-Profil ihrer Investition verbessern kann. So wächst die Zahl der Beschäftigten in Venture-Capital- finanzierten Unternehmen siebenmal so schnell wie in den etablierten Gesellschaften. Das wurde von der European Private Equity & Venture Capital Association (Evca), dem europäischen Verband der Kapitalbeteiligungsgesellschaften, nachge-
1 Vgl.Vogel (2001), S. 1049.
2 Vgl. Achleitner (2003), S. 56.
3 Vgl. Bloomberg (2003), S. 17.
4 Vgl. Rütti (2003), S. 65.
1
1. Einleitung
wiesen. 5 In einer amerikanischen Studie aus dem Jahr 2000 wurde zudem bewiesen, dass Venture Capital Innovationen dreimal so effizient zu fördern vermag wie herkömmliche Finanzmittel. 6 Angesichts der entscheidenden Auswirkung innovativer Gründungen auf die Volkswirtschaft ist es unerlässlich, dass Unternehmen nicht nur neu gegründet, sondern auch aus - und umgegründet werden. In den USA gibt es deswegen schon lange Institute für die Vermittlung von Risikokapital, sogenannte Venture Capital L.P.. In Europa sind sie erst in den Neunzigerjahren in grösserer Anzahl aufgetaucht. 7 In dieser Arbeit geht es um diese Venture Capital Gesellschaften. Neben den herkömmlichen unabhängigen Venture Capitalisten gibt es auch abhängige Venture Capitalisten, beispielsweise Sparkassen-Beteiligungskapitalgesellschaften. Die Problemstellung der Arbeit liegt in der Frage, ob Jungunternehmer bei Sparkassen-Beteiligungskapitalgesellschaften auch tatsächlich Unterstützung bekommen, oder ob sie nur gesondert verwahrt werden. Untersucht werden zudem die folgenden Frageste llungen:
können die Sparkassen-Beteiligungskapitalgesellschaften wirklich fundierte, vom •
Mutterhaus unabhängige Beratung und Betreuung anbieten ? Ist dafür genügend Know How, fachliche Kompetenz und ausreichend Erfahrung • vorhanden ?
Zielsetzung ist es denn auch, eine Antwort auf diese Fragen zu finden. Der Aufbau sieht folgendermassen aus: Nach dieser Einleitung werden die relevanten Begriffe kurz definiert. Danach wird gezeigt, wie eine unabhängige Venture Capital Gesellschaft arbeitet. Im vierten Kapitel werden theoretisch die zu erwarteten Unterschiede zwischen abhä ngigen und unabhängigen Beteiligungsgesellschaften mittels Hypothesen formuliert. Kapitel fünf befasst sich dann praktisch mit der empirischen Untersuchung und Überprüfung der Hypothesen. Als Abschluss erfolgt die Zusammenfassung der Ergebnisse mit der Beantwortung der Fragestellungen.
5 Vgl. Achleitner (2003), S. 56.
6 Vgl. Achleitner (2003), S. 56.
7 Vgl. Meier (2003), S. 58.
2
2. Begriffe
2. Begriffe
2.1 Private Equity versus Venture Capital
Private Equity ist eine Finanzierungsart, bei welcher Unternehmen in einer wichtigen Phase ihrer Entwicklung - ohne ausreichende Sicherheiten - Risikokapital und Managementunterstützung zur Verfügung gestellt wird. 8 Es kann sich beispielsweise um die Bereitstellung von Gelder zur Finanzierung eines Management Buy-Out, einer Aquisition, oder um eine Kapitalbeteiligung im Rahmen der Vorbereitung eines Börsengangs (IPO) handeln. Im Venture Capital Lexikon ist von einer „Beteiligung eines privaten Investors an einem nicht börsen-notierten Unternehmen“ 9 die Rede. Es beinhaltet alle Finanzierungsaktivitäten ausserhalb der öffentlichen Märkte. Als Oberbegriff umfasst Private Equity auch alle Venture-Capital-Formen. 10 Venture Capital ist strenggenommen also ein Bestandteil davon. 11 Von Venture Capital spricht man in den frühen Finanzierungsphasen („early stage“ und „expansion stage“), wo es um die eigentliche Gründung einer neuen Unternehmung mit all ihren Risiken und Chancen geht. Die Begriffe werden je nach Land unterschiedlich ausgelegt. In Europa werden die Begriffe in der Regel aber synonym verwendet. 12 Auch in Bezug auf diese Arbeit kö nnen die beiden Begriffe synonym verwendet werden.
2.2 Abgrenzung der Sparkasse zur herkömmlichen Bank
In der Schweiz gibt es fünf Bankengruppen: Grossbanken, Kantonalbanken, Regiona lbanken und Sparkassen, Raiffeisenkassen sowie übrige Banken. 13 Die Sparkassen unter-
8 Vgl.Huber / Mondello / Keller (2000), S. 637.
9 Dirk (2003), Venture Capital Lexicon, Private Equity.
10 Vgl. Barthold (2001), S. 879.
11 Vgl. Vogel (2001), S. 1050.
12 Vgl. Huber / Mondello / Keller (2000), S. 637.
13 Vgl. SNB (2003), S. 22.
3
2. Begriffe
scheiden sich von den Kantonalbanken in ihrer Rechtsform der Genossenschaft. Im Gegensatz zu den ebenfalls genossenschaftlich organisierten Raiffeisenbanken agieren sie nicht nur lokal, sondern auch regional.
In Deutschland stellen die Landesbanken und Sparkassen - neben den kotierten Grossbanken und dem genossenschaftlich organisierten Segment - den dritten tragenden Pfe iler der Bankenlandschaft dar. 14 Das Unterscheidungsmerkmal ist ihre Rechtsform der öffentlichrechtlichen Körperschaft. Träger sind Gemeinden, Städte oder Länder. Dadurch können sie auf staatliche Garantien zurückgreifen. 15 Eine Sparkasse ist demnach eine Sonderform einer herkömmlichen Bank. Es handelt sich dabei in der Regel um eine genossenschaftlich oder öffent lichrechtlich organisierte Institution, welche vor allem im Spar- und Hypothekargeschäft tätig ist, und nur eine bestimmte geographische Region abdeckt. 16
2.3 Unabhängige und abhängige Venture Capital Gesellschaften
Unabhängige Venture Capitalisten nehmen Geld bei Personen oder Institutionen auf, um es dann in Unternehmen zu investieren, die sich in der Gründung oder in einer frühen Lebensphase befinden. Diese werden danach mit Hilfe des eigenen Know-Hows aufgebaut. 17 Ziel ist der Weiterverkauf mit hohen Erträgen an der Börse oder an eine andere Unternehmung. Sie sind eine völlig unabhängige und selbsttändige Unternehmung. Daneben gibt es abhängige Venture Capitalisten. Ihre Geschäftstätigkeit ist genau di eselbe, nur sind sie von einem Mutterunternehmen abhängig. In unserem Fall bedeutet dies, dass eine normale Sparkasse (Mutter) eine Sparkassen-Beteiligungskapitalgesellschaft (Tochter) hat, welche eben diese Venture Capital Geschäfte tätigt.
14 Vgl. Blum / Heumann (2003), S. 33.
15 Vgl. Müller (2003), S. 33.
16 Vgl. Spreiter (2003), Forum.
17 Vgl. Sahlman (1990), S. 473.
4
Arbeit zitieren:
lic.oec.publ. Andrea Florinett, 2004, Sparkassen-Beteiligungskapitalgesellschaften: Können Jungunternehmer auf Unterstützung hoffen, oder werden sie nur 'gesondert verwahrt'?, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Venture Capital zur Finanzierung von technologieorientierten Unternehm...
BWL - Investition und Finanzierung
Seminararbeit, 17 Seiten
Equity Gap - Komplementäre Beteiligungsfinanzierung durch Privat Equi...
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Seminararbeit, 56 Seiten
Gedanken über den Existenzialismus
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
Seminararbeit, 14 Seiten
Die Bedeutung des Private Equity und Venture Capital Konzepts in den P...
Seminararbeit, 31 Seiten
Venture Capital als Form der Beteiligungsfinanzierung
BWL - Investition und Finanzierung
Hausarbeit, 15 Seiten
Sartre, Jean-Paul - Die schmutzigen Hände
Referat / Aufsatz (Schule), 8 Seiten
Finanzierungsmöglichkeiten für Start-Ups
BWL - Investition und Finanzierung
Hausarbeit (Hauptseminar), 30 Seiten
Auswahl von Beteiligungsunternehmen aus Sicht eines Risikokapitalgeber...
BWL - Investition und Finanzierung
Hausarbeit, 15 Seiten
Chances and Risks for Venture Capital and Private Equity in Europe
BWL - Investition und Finanzierung
Wissenschaftliche Studie, 18 Seiten
Beurteilungskriterien von Venture Capital Gebern
BWL - Investition und Finanzierung
Seminararbeit, 34 Seiten
Jean Paul Sartre 'Das Sein und das Nichts' - Selbstkonstitutio...
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Seminararbeit, 13 Seiten
Erfolgsfaktoren bei Unternehmensgründungen
BWL - Unternehmensgründung, Start-ups, Businesspläne
Hausarbeit, 36 Seiten
Jean Paul Sartre und der Existenzialismus
Theologie - Religion als Schulfach
Referat / Aufsatz (Schule), 4 Seiten
Venture Capital als Form der Beteiligungsfinanzierung
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Hausarbeit, 12 Seiten
Möglichkeiten zur Unterstützung von Existenzgründern
BWL - Investition und Finanzierung
Hausarbeit, 22 Seiten
Andrea Florinett's Text Sparkassen-Beteiligungskapitalgesellschaften: Können Jungunternehmer auf Unterstützung hoffen, oder werden sie nur 'gesondert verwahrt'? ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Andrea Florinett hat den Text Sparkassen-Beteiligungskapitalgesellschaften: Können Jungunternehmer auf Unterstützung hoffen, oder werden sie nur 'gesondert verwahrt'? veröffentlicht
Andrea Florinett hat einen neuen Text hochgeladen
Auswirkungen des Strukturwandels auf die Personalentwicklung in Sparka...
Eine theoretische und empirisc...
Bernd Nolte
Die 50 miesesten Fallstricke für Existenzgründer und Jungunternehmer
Nur wer sie kennt, kann sie ve...
Andreas Hardt, Ralf Trosien
Wachstum technologieorientierter Jungunternehmen
Erfolgswirksame Gestaltung dur...
Folkert Schmidt
0 Kommentare