Inhaltsverzeichnis
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1. Funktionsweise und Aufbau 2
2. Anwendung
2.1. Kommunikation 4
2.2. Information 5
2.3. Kooperation 6
2.4. Sonstige Anwendungen 7
3. Auswirkungen
3.1. Nutzen und Vorteile 8
3.2. Risiken und Sicherheitsmaßnahmen 9
3.3. Kosten 11
4. Konsequenzen und Zukunftsperspektiven 12
Literaturverzeichnis 14
1
1. Funktionsweise und Aufbau
Immer mehr Unternehmen erkennen die großen Chancen einer Präsenz im Internet. So nutzt man das Internet z.B. zur Informationsbeschaffung, als Marketingmedium oder als Vertriebskanal über sog. Online -Shops.
In dieser Arbeit sind d ie Anwendungsmöglichkeiten der Internet-Technologie in firmeninternen Netzwerken näher zu beleuchten. „In diesem Zusammenhang wird häufig der Begriff „Intranet“ verwendet.“ 1 Ein Intranet ist ein Firmennetzwerk, das auf Internet-Protokollen und -Standards basiert. Um ein Intranet verstehen zu können, sind Grundlagen dieser Technologie anhand Funktionsweise und Aufbau kurz zu erläutern:
Funktionsweise
Nach Fischer/Müller 2 ist ein einheitliches Transportsystem die Grundlage des Internet. Es beruht auf den Protokollen (1) TCP (Transmission Control Protocol) (2) IP (Internet-Protocol).
Zu (1): Das IP -Protokoll ist für die Übertragung von Daten zwischen Computern im Internet zuständig. Die IP -Adresse (z.B. 164.111.112.44) ist eine den Rechner eindeutig bestimmender Name. Im Internet übersetzt der Domain Name Service (DNS) logische Rechnernamen wie „www.hotwired.com“ in die numerische IP -Adresse. So werden die IP -Datenpakete zu ihrem Ziel geführt.
Zu (2): TCP dagegen ermöglicht die Kommunikation zwischen Prozessen auf diesen Computern. IP überträgt kleine Datenpakete auf unterschiedlichen Wegen in ungeordneter Reihenfolge, die TCP kontrolliert und ordnet.
Weitere, auf TCP/IP aufbauende, Protokolle bieten dem Nutzer zusätzliche Dienste:
§ FTP (File Transfer Protocol) zum Transport von Dateien
§ SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) zum Versenden und Empfangen von E-Mails
§ HTTP (Hyper Text Transfer Protocol) zur Übertragung von Hypertextdokumenten.
Insbesondere HTTP besitzt große Bedeutung, da es im World Wide Web (WWW) die Übertragung von HTML (Hypertext Markup Language) Seiten vom Client zum Server
1 Hoppe/Kracke (1998), S. 391.
2 Die Ausführungen dieses Kapitels orientieren sich an Fischer/Müller (1997), S. 3 - 8.
2
ermöglicht. Die Skriptsprache HTML beschreibt Websites. Spezielle Programme, sog. Web-Browser, wandeln HTML in die bekannte graphische Oberfläche des WWW um.
Aufbau
Ein Intranet besteht aus einer Vielzahl von Computern aller Art, die oft über mehrere Netze im Server-Client-Prinzip 3 miteinander verbunden sind. Mehrere lokale Subnetze sind über einen sogenannten Backbone (dt.: Rückgrat) gekoppelt. Die Rechner kommunizieren mit Hilfe von TCP/IP. Verschiedene Rechner dienen als Server und übernehmen dabei wichtige Aufgaben:
§ Schutz vor unberechtigtem Zugriff (Firewall-Server)
§ Einwahl externer Mitarbeiter (Modem-Server)
§ Verwaltung der Hypertextdokumente (Abteilungs-Server)
§ Ablage anderer Dokumente (Abteilungs-Server).
Auf Client-Rechnern verrichten die Benutzer lokale Arbeiten (z.B. Textverarbeitung und Tabellenkalkulation). Über Web-Browser rufen sie daneben Informationen von Servern und dem globalen Internet ab.
In Abbildung 1 ist der typische Aufbau eines Intranets dargestellt:
3 Früher waren alle Rechner an einen zentralen Großrechner gekoppelt. Heutzutage sind sie mit einem System
verbunden, indem verschiedene Rechner (Server) „Dienstleistungen“ für mehrere andere (Clients) erbringen.
Vorteile sind die geringere Anfälligkeit für Ausfälle und problemlose Erweiterbarkeit.
4 Fischer/Müller (1997), S. 7.
3
Die Anwendung der oben kurz angedeuteten Technologie in einem geschlossenen Netzwerk, zugänglich nur für Firmenangehörige, ist sozusagen „privat“. Eine mögliche Verbindung des privaten Netzwerks zum öffentlichen Internet wird durch elektronische Schutzwälle (sogenannte Firewalls) geregelt. Sie schützt vor unberechtigtem Zugriff von außen. Das Kapitel 3.2. geht näher auf die Risiken und Sicherheitsmaßnahmen ein.
Im folgenden sind verschiedene Stufen der Anwendungsmöglichkeiten von Intranets zu beschreiben.
2. Anwendung
2.1. Kommunikation
Die Kommunikation, also der Austausch von Informationen zwischen Personen, ist unverzichtbar für einen funktionierenden Produk tionsprozess. Intranets unterstützen dabei auf medialem Wege die Vollkommunikation im Unternehmen. Alle nehmen gleichberechtigt am Kommunikationsprozess teil. Eine direkte Verständigung vermeidet Informationsverluste. 5
Der hohe Kommunikationsbedarf in Unternehmen erfordert eine möglichst effiziente Gestaltung der Kommunikationsvorgänge. Schätzler/Eilingsfeld 6 sprechen bei der unternehmensinternen elektronischen Kommunikation des Intranets zwei wesentliche Anwendungen an: (1) E-Mail (2) File Transfer Protocol (FTP).
Zu (1): Mit Electronic Mail werden Textnachrichten oder auch Multimedia-Dokumente übermittelt. Die Übertragung erfolgt an einen oder mehrere Empfänger. Internet E-Mail mit TCP/IP als Basis und dem SMTP-Protokoll ist heute De-facto-Standard 7 . Beliebt sind auch sogenannte Mailinglists. Hierbei existieren Listen auf einem Server zu einem bestimmten Thema. Sendet ein Mitglied dieser Liste eine Mail an den Server, leitet dieser die Nachricht an die übrigen Mitglieder weiter. Antworten sind direkt an den Versender oder über den Server möglich. Die Information erreicht ebenfalls die anderen Mitglieder. Allerdings erzeugt die hohe Datenreplikation eine hohe Redundanz 8 .
5 Vgl. Kropp (1997), S. 224 - 226.
6 Vgl. Schätzler/Eilingsfeld (1997), S. 21 - 26.
7 Ein Produkt hat sich am Markt etabliert. Konkurrenzprodukte besetzen nur Nischen.
8 Überflüssige, nicht mehr benötigte Daten.
4
Arbeit zitieren:
Sebastian Lüttig, 2001, Anwendungsperspektiven des Intranets, München, GRIN Verlag GmbH
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