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I
Inhalt: Seite:
1. Einleitung
1.1 Fragestellung 3
1.2 Forschungsstand 3
1.3 Abgrenzung 4
2. Hauptteil
2.1 Popper und die Geschichte als Geisteswissenschaft 5
2.2 Popper und der Historizismus 7
2.3 Kritik an der Sichtweise Poppers 10
3. Schluß
3.1 Zusammenfassung 14
3.2 Literaturangaben 15
II
1. Einleitung
1.1 Fragestellung
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage der Wissenschaftstheorie der Geisteswissenschaften aus Sicht Sir Karl Raimund Poppers. Hier wird die spezielle Sicht Poppers zur Geschichtswissenschaft untersucht und dargestellt. Es wird die Frage zu stellen sein, wie Popper für sich „Wissenschaftlichkeit“ definiert und wie er in diesem Rahmen die Geschichtswissenschaft einordnet, welchen Stellenwert er Geschichte als Wissenschaft einräumt. Darüber hinaus wird zu klären sein, ob für ihn die Aufarbeitung und Beschäftigung mit Geschichte überhaupt wissenschaftlich sein kein.
1.2 Forschungsstand
Dieser Arbeit liegen hauptsächlich Werke Poppers zugrunde. 1 Wobei in „Alles Leben ist
Problemlösung“ Aufsätze und Reden Poppers von ihm selbst herausgegeben sind, die
durchaus älter sind. 2 Demgegenüber schreibt er in „Objektive Erkenntnis“ unabhängig von
seinen älteren Werken, bezieht sich aber durchaus auf diese. Diese beiden Werke benutzt die Hausarbeit im Schwerpunkt des ersten Kapitels im Hauptteil. Der zweite Teil des Hauptteiles stützt sich weitestgehend auf sein Werk „Das Elend des Historizismus“. Der letzte Punkt des Hauptteils, die Kritik an Poppers Aussagen also, bezieht sich in erster
Linie auf einen Aufsatz neueren Datums. 3 Zudem liegt hier ein Beitrag zu den Basisüberlegungen der Geschichtswissenschaften zugrunde. 4
1 Hier vor allem: Alles Leben ist Problemlösen. Über Erkenntnis, Geschichte und Politik. 6. Auflage. München und Zürich, 1995. Objektive Erkenntnis. Ein evolutionärer Entwurf. 3. Auflage. Hamburg, 1995.
Das Elend des Historizismus. 3., verbesserte Auflage. Tübingen, 1971. (=Die Einheit der
Gesellschaftswissenschaften. Studien in den Grenzbereichen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften;
Band 3).
2 So ist sein Aufsatz „Über die Geschichtsschreibung und über den Sinn der Geschichte“ im zweiten Kapitel von 1962.
3 Rozov, Nikolai: An apologia for theoretical history, in memory of Sir Karl Reimund Popper. In: History and Theory. Bd. 36 (1997), H. 3, S. 336 bis 352.
3
1.3 Abgrenzung
Es ist nicht die Absicht dieser Hausarbeit, die grundlegenden Theorien und Überlegungen Poppers in Bezug auf Wissenschaft darzulegen, noch sein Gedankengebäude nachzuzeichnen. An dieser Stelle soll in kurzer Weise auf Poppers Verhältnis zur Geschichte eingegangen werden. Die Hausarbeit zeigt Poppers Ansichten über das, was Geschichtswissenschaft sein kann und sein soll. Im speziellen geht sie auf Poppers Kritik an einer Gesetzmäßigkeiten suchenden Geschichtswissenschaft ein und auf die kritische Antwort eines Geisteswissenschaftlers auf eben jene Vorstellungen Poppers.
Hauptteil
2.1 Popper und die Geschichte als Geisteswissenschaft
Sir Karl Raimund Popper vergleicht die Methoden der Geschichtswissenschaft mit jenen der Naturwissenschaften. Er vergleicht beide ständig miteinander und legt sowohl für die Geisteswissenschaften als auch für die Naturwissenschaften die selben Maßstäbe an.5 Für Popper ist die Wissenschaftlichkeit einer Theorie durch die Möglichkeit ihrer Widerlegung, ihrer Falsifizierbarkeit oder die Möglichkeit der Überprüfung gegeben. Somit ist die Tatsache, daß alle Prüfungen der Widerlegung einer Theorie dienen, und somit gleichzeitig ihrer Voraussage, ist dies der Schlüssel zur wissenschaftlichen Methode.6 Zu dieser Frage der historischen Gesetzmäßigkeiten nimmt diese Hausarbeit weiter unten nochmals Stellung.
Für ihn ist es in erster Linie „nicht möglich, Geschichte zu schreiben, ohne Stellung zu nehmen zu den Grundproblemen der Gesellschaft, der Politik und der Sitten. Eine solche Stellungnahme wird immer ein stark persönliches Element enthalten.“7 Dies widerspricht seiner Ansicht nach der Tatsache, daß ein Historiker vor allem wahr und objektiv
4 Hübner, Kurt: Grundlagen einer Theorie der Geschichtswissenschaften. In: Schaefer, Roland Simon und Zimmerli Walther Ch. (Hrsg.): Wissenschaftstheorie der Geisteswissenschaften. Konzeptionen, Vorschläge, Entwürfe. Hamburg, 1975. S. 101 bis 131. (=Hoffmann und Campe. Kritische Wissenschaft).
5 Hier vor allem in „Alles Leben ist Problemlösen“. S. 173 bis 205.
6 Popper, Karl Raimund: (Problemlösen). S. 174 f.
4
Quote paper:
Axel Möhring, 1999, Sir Karl Raimund Popper und die Geschichtswissenschaft, Munich, GRIN Publishing GmbH
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