Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
70 Jahre alte Texte voller Aktualität. 4
2. Ausgangspunkt 5
Die realistische Möglichkeit der Menschheit Frieden konkret zu leben. 5
3. Auseinandersetzung 6
Die Realität des Krieges. 6
4. Forderung 8
Nach einer Wissenschaft des Friedens. 8
5. Entdeckung 9
Des neuen Menschen und des Kindes. 9
6. Entwicklung 10
Des Kindes als Schlüssel, Dreh- und Angelpunkt. 10
7. Erziehung 12
Zum Frieden. 12
8. Soziale Frage 15
Des Kindes. 15
9. Schlussgedanke. 15
Zum Blockseminar. 15
10. Literaturangaben 16
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1. Einleitung
70 Jahre alte Texte voller Aktualität.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Herangehensweise an Maria Montessoris Gedanken zu einer Friedenserziehung.
Eine davon ist, ihre Gedanken und Schriftstücke innerhalb ihrer Zeit und ihrer Entstehungsgeschichte und Reihenfolge zu interpretieren. Eine andere ist, sie in dem Zusammenhang eingeordnet zu sehen, in welchen Mon-tessori ihre Gedanken zur Friedenserziehung im Rückblick auf ihr Leben und Wirken eingeordnet hat. Hier wäre die Frage zu stellen, welche Funktion und Bedeutung die Friedenserziehung im Werk Montessoris hat und damit auch in der Montessoripädagogik haben müsste.
Hier in der gebotenen Kürze, ist es mir nur möglich, grob die Grundpfeiler der Friedenserziehung Marias Montessoris darzustellen, allerdings im Sinne der letztaufgeführten Herangehensweise, einer groben Einordnung in den Gesamtzusammenhang ihrer Pädagogik, soweit mir das an Hand des kleinen Einblickes möglich ist. Natürlich wäre eine weitere höchst aufschlussreiche und interessante Möglichkeit, Montessoris Gedanken zur Friedenserziehung in Hinblick auf unsere Gegenwart nach ihrer Aktualität zu untersuchen.
Als ich die Texte las, die beinahe 70 Jahre alt sind, fand ich deren Inhalt teilweise hochaktuell.
Die prophetische Rede und Aufforderung Montessoris, doch endlich umzukehren, lässt sich immer noch durch die gleiche, immer noch bestehende, vielleicht noch verschärfte Notsituation in welcher wir uns befinden, den momentanen Verhältnissen und Zuständen auf diesem Planeten, begründen. Maria Montessori warnte eindringlich, wenn wir nicht umkehren werden, „wird uns der <
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2. Ausgangspunkt
Die realistische Möglichkeit der Menschheit Frieden konkret zu leben. Ausgangspunkt und Grundlage aller Überlegungen Maria Montessoris scheint ihr kosmisches Weltbild, ihr Glaube an Gott als Schöpfer, die Natur als Geschöpf Gottes und der Mensch als das Geschöpf Gottes, von welchem Gott selbst aussagte, dass er ihn nach seinem Ebenbilde schuf. Innerhalb dieses Kontextes beschäftigte sich Maria Montessori mit der „kosmischen Theorie“.
„Diese erkennt in der ganzen Schöpfung einen einheitlichen Plan, von dem nicht nur die verschiedenen Formen der Lebewesen, sondern auch die Entwicklung der Erde selbst abhängt.“ ( S.19, Freiburg, 1988)
Mit Hilfe zahlreicher Beispiele aus der Geologie und den offensichtlichen ökologischen Zusammenhängen innerhalb der Entstehungsgeschichte der Erde und der Natur, versuchte Montessori diese These zu belegen. Sie folgerte daraus, dass jedes Lebewesen eine „kosmische“ Aufgabe habe und nicht nur für sich selbst leben würde. Im Gegenteil, jedes Lebewesen würde durch seine Tätigkeit beitragen, „die Natur in einem harmonischen Zustand der Reinheit zu erhalten“. (S.21, Freiburg, 1988) Der Mensch, als Kind Gottes, habe dabei eine besondere Berufung. Die Erschaffung einer „Supra-Natur“.
Der Menschheit stehe die größte Möglichkeit offen, sie könne die Natur und Umgebung durch ihre Arbeit und Intelligenz verändern, sogar vervollkommnen. Montessori griff hier auf die uralte Hoffnung zurück, dass es der Menschheit gelingen könnte, mit steter Arbeit und Anstrengungsbereitschaft, selbst aus Wüsten wieder Paradiese zu machen.
Heutzutage wä re es Dank der Errungenschaften einzelner Menschen, der Kultur und Technik, welche Montessori als „Supra-Natur“ bezeichnete möglich, die gesamte Erdbevölkerung gut zu ernähren, die Wüste zu bewässern und vieles mehr. Viele Krankheiten und Schicksalsschlägen der Natur, wie Missernten und anderen Katastrophen könnte die Menschheit mit vereinten Kräften entgegentreten und versuchen die Folgen zu lindern oder einzugrenzen.
Doch die Geschichte der Menschheit ist verglichen mit der Geschichte der Entstehung der Erde noch sehr jung. Die Menschheit befindet sich laut Montessori erst am Beginn ihrer kosmischen Aufgabe.
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Zunächst waren die Menschen noch in Gruppen zerstreut, und erschufen verschiedene Kulturen (Kosmische Aufgabe).
Doch Montessori ist der Meinung, dass gegenwärtig in unserer Zeit ein Ziel des kosmischen Plans erreicht worden ist. Dies ist die Möglichkeit und Notwendigkeit der Einen- Welt, die Menschheit als eine Nation.
„Denn heute tauschen die Menschen nicht nur das Produkt ihrer materiellen Aktivität, sondern auch ihre Gedanken aus, die Entdeckungen und alle Erzeugnisse aus reiner Geistesarbeit. Eines ist ganz klar heute, (damals 1945, Anmerkung des Verfassers) dass die Menschheit wirklich vereinigt ist. Diese Union war noch keine bewusste Leistung, kein bewusstes Ziel. Im Gegenteil, die Menschen sind dieser Tatsache so unbewusst geblieben, dass die Evidenz der Vereinigung sich ihnen mehr in der Form der Vernichtungsdrohungen als in der Erscheinung eines herrlichen Schöpfungssieges dargestellt hat.“ (S.24, Freiburg, 1988)
Grundlage der problematischen Entwicklung der Menschheit mit all ihren negativen Konsequenzen für Mensch und Natur und auch der Kriege war u. a. für Montessori die Blindheit der Menschheit ihrer kosmischen Aufgabe gegenüber, welche der Menschheit noch kaum bewusst wäre und welche die Menschheit somit bisher auch noch nicht bewusst wahrgenommen habe. Die Möglichkeit, dieses „universale Bewusstsein“ entwickeln zu können, will Montessori durch ihre Pädagogik für die zukünftigen Generationen schaffen.
3. Auseinandersetzung
Die Realität des Krieges.
Gegenwärtig nehmen wir laut Montessori noch ein Bild der im Bewusstsein gespaltenen Menschheit war. Es herrscht keine Stimmung der universalen Harmonie, sondern im Gegenteil dazu die Furcht vor dem Schreckgespenst, den anderen Menschen, heute nennen wir es Globalisierung. Doch weil alles zusammenhängt, ist auch der Krieg nicht mehr das, was er einmal war, eine Methode fremde Gebiete zu erobern und sich einzuverleiben und den Verlierer des Krieges auszubeuten. Montes-soris Meinung nach mache Krieg in diesem Sinne heute keinen Sinn mehr.
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Arbeit zitieren:
Gesamtschullehrer Tobias Baron, 2003, Friedenserziehung nach Maria Montessori, München, GRIN Verlag GmbH
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