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Soziale Arbeit mit Jugendlichen Fussballfans

Título: Soziale Arbeit mit Jugendlichen Fussballfans

Tesis , 2004 , 87 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: André Winkemann (Autor)

Trabajo social
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Bevor ich auf die eigentliche Fragestellung und Anlage dieser Arbeit eingehe, möchte ich zunächst die berechtigte Frage „Was ist Fußball?“ beantworten, indem ich eine knappe Darstellung des Spieles und seiner Bedeutung in der heutigen Gesellschaft liefere: Fußball ist ein Ballspiel für zwei Mannschaften zu je elf Spielern. Jedes Team hat einen Torhüter und zehn Feldspieler. Es gewinnt die Mannschaft, die mehr Tore erzielt als das gegnerische Team. Torgleichheit wird mit einem „Unentschieden“ gewertet. Wie man schon in jedem gängigen Nachschlagewerk erfahren kann, ist „(Fußball) das beliebteste und am weitesten verbreitete Mannschaftsspiel der Welt“ (Microsoft Encarta 1998, „Fußball“). Obwohl die Menschen heutzutage über ein immer größeres Freizeitangebot verfügen können und obwohl immer mehr neue Trendsportarten entstehen, nehmen die Euphorie und die Begeisterung rund um den Fußball immer mehr zu. Zuletzt konnte man das bei der Europameisterschaft in Portugal beobachten. Die Fernseheinschaltquoten während der EM 2004 waren die höchsten in der Geschichte dieses Fußball-Spektakels. Wie die Europäische Fußball- Union (UEFA) in Lissabon mitteilte, haben rund 854 Millionen Menschen die 24 Vorrundenspiele der Europameisterschaft in Portugal im Fernsehen gesehen (Chaplin 2004, S. 1).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Zielsetzung

1.1 Eine kurze Geschichte des Fußballsports

1.2 Die Entwicklung zum Massenphänomen

1.3 Daten zur Entwicklung des Fußballs in Deutschland

2. Wer ist was? Die unterschiedlichen Fangruppen

2.1 Der Fanblock

2.2 Jugendliche Fußballfans

2.2.1 Normalos

2.2.2 Kutten

2.2.3 Hooligans

2.2.3.1 Begriffsbildung mit unterschiedlicher Herkunft

2.2.3.2 Hooliganismus in Deutschland

2.2.3.3 Die soziale Herkunft der Hooligans

2.2.3.4 Gewalt als Ereignis

2.2.4 Ultras

2.3 Fußball und Rassismus

2.4 Mädchen und junge Frauen in der Fußballszene

3. Soziale Arbeit mit Jugendlichen Fußballfans

3.1 Fanprojekte

3.1.1 Zur Entstehung der Fanprojekte

3.1.2 Das nationale Konzept Sport und Sicherheit

3.1.3 Die Bundesarbeitsgemeinschaft Fanprojekte (BAG)

3.1.4 Die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS)

3.1.5 Das Schalker Fanprojekt

3.2 Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

3.2.1 Ordnerdienste

3.2.1.1 Aufgaben der Ordner

3.2.2 Polizei

3.2.2.1 Maßnahmen

3.2.2.1.1 Stadionverbote

3.2.2.1.2 Datei Gewalttäter Sport

3.3 Eine Auswahl von Fan-Initiativen

3.3.1 Die Schalker Fan-Initiative

3.3.1.1 Flugblatt

3.3.2 Das Bündnis Aktiver Fußballfans (BAFF)

4. Zusammenfassung und Ausblick

4.1 40 Jahre Bundesliga

4.2 Fußball in den Medien

4.3 Ausblicke auf die SA mit Fußballfans

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Fußballfans in der heutigen Gesellschaft, insbesondere den Umgang mit gewaltbereiten Gruppierungen, und analysiert die Möglichkeiten und Ziele der Sozialen Arbeit in diesem speziellen Handlungsfeld.

  • Historische Entwicklung des Fußballs zum Massenphänomen
  • Typologie der Fußballfans: Von Normalos über Kutten und Ultras bis hin zu Hooligans
  • Problematiken wie Rassismus und Gewalt im Fußballkontext
  • Strukturen und Arbeitsansätze der professionellen Fanbetreuung (Fanprojekte)
  • Rolle der Medien und Zukunftsperspektiven der Sozialen Arbeit mit Fußballfans

Auszug aus dem Buch

Die soziale Herkunft der Hooligans

Wie Pilz entgegen den allgemeinen Vorurteilen bezüglich der sozialen Herkunft und schulischen bzw. beruflichen Situation der Hooligans feststellt, sind unter ihnen kaum, zumindest nicht überrepräsentiert, Arbeitslose zu finden (Pilz 2002, S. 6). Hooligans rekrutieren sich aus allen Sozialschichten. Unter ihnen befinden sich auch Abiturienten, Studenten, Menschen in guten beruflichen Positionen und Akademiker. Hooligans haben entsprechend meist zwei Identitäten. Eine bürgerliche Alltagsidentität und eben ihre sub- bzw. jugendkulturelle Hooliganidentität.

Pilz begreift den Hooliganismus im Fußballsport auch als eine Folge der Modernisierungsprozesse unserer Gesellschaft: „Hooligans verkörpern in exakter Spiegelung die einseitigen Werte und Verhaltensmodelle des verbreiteten Zeitgeistes: Elitäre Abgrenzung, Wettbewerbs-, Risiko- und Statusorientierung, Kampfdisziplin, Coolness, Flexibilitäts- und Mobilitätsbereitschaft, Aktionismus, Aggressionslust, Aufputschung und atmosphärischer Rausch“ (S. 7).

Scheidle veröffentlichte Auszüge aus einem Interview mit dem freien Journalisten und Fernsehautoren Jochen Bank, der eine Reportage unter dem Titel „Hooligans der andere Kick“ für das ZDF gedreht hat. In dem 35- minütigen Film sprechen die fünf Protagonisten über ihr Hooligan-Dasein. Das Interview sollte Scheidle zur Klärung der Frage „Wer ist der Hooligan?“ dienen und zeigt dabei interessante Aspekte auf: Bank sagt, für ihn sei der Hooligan eine „(...) Charaktermaske gesellschaftlicher Prägung. Er wird in seiner Persönlichkeit darauf reduziert, was ihn nur zeitweise ausmacht“ (S. 215). Auch Scheidle stellt aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen mit der Bochumer Hooligan-Szene fest, dass diese nicht anders sind als Jugendliche aus vergleichbaren Jugendszenen. Für ihn unterscheiden sie sich ebenfalls letztendlich nur in dem, „(...) was sie in einem kleinen Ausschnitt ihres Lebens gerade tun oder über welche Interessen oder Gemeinsamkeiten sie sich definieren, mit der Ausnahme, dass der Heavy Metallfan oder der Skater im Gegensatz zum Hooligan keine ‚gesellschaftliche Bedrohung’ darstellt“ (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Zielsetzung: Darstellung des Fußballs als gesellschaftliches Phänomen und Skizzierung des Untersuchungsgegenstandes sowie der persönlichen Motivation des Autors.

2. Wer ist was? Die unterschiedlichen Fangruppen: Detaillierte Analyse der verschiedenen Fankulturen, ihrer Merkmale, Motivationsstrukturen und Abgrenzungsmechanismen.

3. Soziale Arbeit mit Jugendlichen Fußballfans: Untersuchung der institutionellen Fanbetreuung, der Rolle von Fanprojekten sowie der Zusammenarbeit mit Polizei und anderen Akteuren.

4. Zusammenfassung und Ausblick: Kritische Reflexion der bisherigen Arbeit der Fanprojekte, Analyse aktueller Trends wie Medialisierung und Kommerzialisierung sowie Einschätzung zukünftiger Anforderungen.

Schlüsselwörter

Fußball, Fußballfans, Fanprojekte, Hooligans, Ultras, Soziale Arbeit, Fanbetreuung, Gewaltprävention, Stadionverbot, Fan-Initiativen, Rassismus, Jugendkultur, Stadion, Fankultur, Nationales Konzept Sport und Sicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der sozialen Arbeit mit jugendlichen Fußballfans und untersucht, wie professionelle Unterstützungsangebote dazu beitragen können, gewaltpräventiv zu wirken und ein friedlicheres Stadionumfeld zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung des Fußballs zum Massenphänomen, die Differenzierung der verschiedenen Fangruppen, der Umgang mit Gewalt, Rassismus und Rechtsextremismus im Stadion sowie die institutionalisierte Fanbetreuung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Aufgaben und Ziele der Sozialen Arbeit im Kontext des Fußballs zu definieren und den Beitrag der Fanprojekte zur Gewaltprävention und zur Förderung positiver Fankulturen herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Auswertung bestehender Konzepte (wie dem NKSS) und der Einbeziehung persönlicher Erfahrungen des Autors aus seiner Tätigkeit im Schalker Fanprojekt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die verschiedenen Fangruppen (Normalos, Kutten, Hooligans, Ultras) charakterisiert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Fanprojektarbeit, der Zusammenarbeit mit Polizei und Ordnern sowie spezifischen Fan-Initiativen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Fanarbeit, Gewaltprävention, Hooliganismus, Ultras, Fankultur und gesellschaftliche Partizipation.

Wie bewertet der Autor den Einsatz der "Datei Gewalttäter Sport"?

Der Autor äußert sich kritisch zur „Datei Gewalttäter Sport“. Er bemängelt die mangelnde Transparenz, die fehlende Möglichkeit zur Stellungnahme für Betroffene sowie die Tatsache, dass bereits die polizeiliche Erfassung ohne gerichtliche Verurteilung zu erheblichen Einschränkungen führen kann.

Welche Rolle spielen Mädchen und junge Frauen in der Fanszene?

Die Arbeit verdeutlicht, dass auch Mädchen und junge Frauen Teil der Fanszene sind. Sie werden nicht mehr nur als Anhängsel gesehen, sondern zunehmend als Akteurinnen, wobei die Arbeit fordert, ihnen parteiliche Angebote zu machen, um sie in ihren Identitätsfindungen zu unterstützen und von Gewaltformen zu distanzieren.

Final del extracto de 87 páginas  - subir

Detalles

Título
Soziale Arbeit mit Jugendlichen Fussballfans
Universidad
University of Applied Sciences Fulda
Calificación
1,5
Autor
André Winkemann (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
87
No. de catálogo
V32782
ISBN (Ebook)
9783638334112
ISBN (Libro)
9783640934287
Idioma
Alemán
Etiqueta
Soziale Arbeit Jugendlichen Fussballfans
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
André Winkemann (Autor), 2004, Soziale Arbeit mit Jugendlichen Fussballfans, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32782
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