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Der Nahostkonflikt bis zur Staatengründung Israels aus konstuktivistischer Sicht - War diese Eskalation zu vermeiden?

Title: Der Nahostkonflikt bis zur Staatengründung Israels aus konstuktivistischer Sicht - War diese Eskalation zu vermeiden?

Seminar Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Janina Reiber (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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Seit Anbeginn der Welt gibt es Konflikte zwischen Menschen, ganz besonders wenn sie anderen Glaubensrichtungen angehören. Erheben diese Menschen auch noch Anspruch auf ein und dasselbe Land, so ist ein Konflikt kaum zu vermeiden. Genau diese Situation findet sich in der heutigen Zeit im Nahen Osten, um genau zu werden,in Israel und den an ihm grenzenden arabischen Staaten. Die Juden und Araber leben in einem Land, das einer tickenden Zeitbombe gleicht und keiner der beiden Parteien ist gewillt bzw. fähig diese anzuhalten. Dieser Konflikt kam jedoch nicht erst im 21. Jahrhundert zustanden, sondern die Anfänge reichen weit zurück bis in die Zeit vor Christus. Um das wahre Ausmaß dieser fortwährenden und kaum zu stoppenden Tragödie in ihrer vollen Tragweite erfassen zu können, bedarf es einer Magisterarbeit und würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Deshalb werde ich mich in dieser Arbeit mit einem zwar verhältnismäßig kleinen Ausschnitt des eben angesprochenen Konflikts beschäftigen, welcher mir persönlich aber sehr zentral erscheint. Der Nahostkonflikt ist ideologisch – fundamentalistisch aus religiöser Sicht geprägt. Deshalb wird diese Arbeit mit einer kurzen Einführung in den Konstruktivismus beginnen, indem die Annahmen und das Menschenbild kurz erläutert werden. Daraus wird die zentrale Bedeutung für den Nahostkonflikt erschlossen. Zentral in dieser Arbeit ist die Bildung des Staates Israel.Zunächst wird die zionistische Bewegung und ihre Auswirkungen dargelegt, sowohl für die Juden als auch für die Araber. Auch die Araber erheben Anspruch auf das ‚heilige Land‘, welchen sie nicht weniger überzeugt vertreten als die Juden. Deshalb ist es verständlich, dass die Staatenbildung Israels nicht ohne Probleme von statten ging. Zum Schluss dieser Arbeit ist zu überlegen, warum der Nahostkonflikt derart eskalieren konnte und in diesem Sinne wird auch kurz die wichtigsten Stationen des Konfliktes bis in die heutige Zeit skizziert werden, was aus Platzgründen wirklich nur minimal geschieht. Ob der Konflikt aus meiner und aus konstruktivistischer Sicht lösbar ist oder nicht, wird die zentrale Frage der Schlussdarstellung sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konstruktivismus

2.1 Annahmen/ Menschenbild

2.2 Bedeutung für den Nahostkonflikt

3. Israel – Palästina.

3.1 Zionistische Bewegung und ihre Auswirkungen

3.2 Staatenbildung Israels

4. Wie konnte der Konflikt derart eskalieren?

5. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Nahostkonflikt bis zur Staatsgründung Israels unter Anwendung konstruktivistischer Theorien. Das primäre Ziel besteht darin, die Eskalationsdynamik zwischen Juden und Arabern zu analysieren und zu klären, inwiefern die ideologische und identitätsstiftende Prägung der Akteure zu einer verhärteten Feindbildstruktur beitrug.

  • Anwendung des konstruktivistischen Ansatzes nach Alexander Wendt auf den Nahostkonflikt.
  • Analyse der zionistischen Bewegung und ihrer Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung.
  • Untersuchung der historischen Bedeutung des Jahres 1917 und der Balfour-Deklaration.
  • Darstellung der Staatenbildung Israels und des damit einhergehenden Sicherheitsdilemmas.
  • Erörterung der Eskalationsursachen und der Rolle des "Freund-Feind-Schemas".

Auszug aus dem Buch

3.1 zionistische Bewegung und ihre Auswirkungen

Den Auftakt zu der zionistischen Bewegung gibt das 1896 veröffentlichte Buch von Theodor Herzl „Der Judenstaat“. Um zu erklären was die zionistische Bewegung aus der Sicht der Juden der damaligen Zeit darstellt, lege ich hier einen kurzen Ausschnitt aus seinem Buch vor: „Der Gedanke, den ich in diesem Blatt entwickelt habe, ist ein uralter: es ist die Wiederherstellung eines Judenstaates .. Man soll uns die souveräne Herrschaft über einen Teil der Erde geben, der groß genug ist, um die berechtigten Voraussetzungen für eine Nation zu schaffen, den Rest werden wir dann schon selber tun.“

Die Reaktionen auf Herzls Judenstaat fielen nicht so aus wie er sich das gewünscht hätte. Nach den immer größer werdenden antisemitischen Strömungen des 19. Jahrhunderts rechnete er mit Zuspruch oder sogar Begeisterung von dem jüdischen Volk. Stattdessen standen die meisten Juden dieser für sie revolutionären und anstößigen Idee ablehnend gegenüber. War das Schicksal und die Einzigartigkeit der Juden nicht gerade dadurch geprägt, dass sie seit gut zweitausend Jahren keinen Staat ihr eigen nennen können und nur durch ihren Glauben zusammengehören? Doch Herzl verstand das Schicksal der Juden anders, für ihn sollte der jüdische Staat zum Wendepunkt der jüdischen Geschichte werden. Der Judenstaat hat die Aufgabe drei Zwecke zu erfüllen: Zur Erhaltung des jüdischen Volkes, zur Schaffung eines Staatsvolkes, dem Gleichberechtigung und Sicherheit garantiert wird und zur Entfaltung jüdischer Kultur und Lebensformen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die historische Tiefe des Konflikts und führt in die konstruktivistische Fragestellung ein.

2. Konstruktivismus: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, insbesondere das Menschenbild und die Akteur-Struktur-Beziehung nach Wendt.

3. Israel – Palästina.: Der Abschnitt behandelt die Ursprünge der zionistischen Bewegung und die Auswirkungen auf die Staatenbildung.

4. Wie konnte der Konflikt derart eskalieren?: Hier werden die ideologischen Faktoren und die Eskalationsprozesse zwischen Juden und Arabern analysiert.

5. Schlussteil: Das abschließende Kapitel reflektiert die historischen Entwicklungen und bewertet die Möglichkeiten einer friedlichen Lösung.

Schlüsselwörter

Nahostkonflikt, Konstruktivismus, Zionismus, Staatsgründung Israel, Balfour-Deklaration, Identitätsbildung, Sicherheitsdilemma, Freund-Feind-Schema, Intersubjektivität, Palästina, Mandatszeit, Ideologie, Nationalismus, Naher Osten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Nahostkonflikt bis zur Staatsgründung Israels unter Anwendung einer konstruktivistischen Sichtweise, um die Eskalation zwischen den beteiligten Bevölkerungsgruppen besser zu verstehen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie des Konstruktivismus, der historischen zionistischen Bewegung, der britischen Mandatszeit sowie der Eskalation von Rivalität zum Feindbild.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Eskalationsdynamik des Konflikts vor dem Hintergrund konstruktivistischer Annahmen über soziale Identitäten und Interessenbildung zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt einen konstruktivistischen Theorieansatz, insbesondere basierend auf den Modellen von Alexander Wendt und Ernst von Glaserfeld.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die zionistische Bewegung, den Einfluss der Balfour-Deklaration, die wachsende arabische Nationalbewegung und den Weg hin zur Ausrufung des Staates Israel 1948.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Nahostkonflikt, Konstruktivismus, Sicherheitsdilemma, Identitätsbildung und die zionistische Bewegung.

Warum wird das "Freund-Feind-Schema" in dieser Arbeit hervorgehoben?

Das Schema ist zentral, da Konstruktivisten argumentieren, dass Akteure durch die Interaktion Identitäten zuschreiben, wodurch aus anfänglicher Rivalität im Nahostkonflikt eine existenzielle Feindschaft erwuchs.

Welche Rolle spielt die Balfour-Deklaration in der Argumentation?

Die Deklaration wird als zentraler Vorläufer für die Staatsgründung gesehen, da sie trotz ihrer vagen Formulierung die Einwanderung unterstützte und zu tiefem Misstrauen bei der arabischen Bevölkerung führte.

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Details

Title
Der Nahostkonflikt bis zur Staatengründung Israels aus konstuktivistischer Sicht - War diese Eskalation zu vermeiden?
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Insitut für Politikwissenschaft)
Course
Internationale Beziehungen
Grade
2,7
Author
Janina Reiber (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V32784
ISBN (eBook)
9783638334136
ISBN (Book)
9783638772211
Language
German
Tags
Nahostkonflikt Staatengründung Israels Sicht Eskalation Internationale Beziehungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janina Reiber (Author), 2003, Der Nahostkonflikt bis zur Staatengründung Israels aus konstuktivistischer Sicht - War diese Eskalation zu vermeiden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32784
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