Software und Projektmanagement In einem Projekt, welches gegenüber anderen betrieblichen Vorhaben abgegrenzt ist und einer vorgegebenen zeitlichen, finanziellen sowie personellen Begrenzung unterliegt, müssen die durch die Geschäftsleitung vorgegebenen Ziele durch die spezifische Organisation erreicht werden [HAYE93 S.6]. Die Aufgabe des Projektmanagements umfasst daher die Planung und Steuerung der Aufgaben und Prozesse, sowie die Kontrolle der erreichten Ziele in bestimmten zeitlichen Abständen bei der Abwicklung eines Projektes. Somit ist „ Projektmanagement die Gesamtheit von Führungsaufgaben, -organisation, -techniken und –mittel für die Abwicklung eines Projektes“ [HAYE93 S.10]. Das Projektmanagement darf also nicht als abgegrenzter Teil betrachtet werden, sondern es erfordert eine wirkungsvolle Koordination über die Abteilungs- und Unternehmensgrenzen hinaus. Das bedeutet, operative Planungs-, Steuerungs- und Kontrollmechanismen werden zu eigenständigen Führungskonzeptionen gewandelt mit dem Ziel problemspezifische Faktoren und deren funktionale Relationen einzubeziehen, um sie somit zeit- und kostenoptimiert zu lösen. Durch den Einsatz von EDV-gestützten Projektinformationssystemen wird die Erreichung der Ziele gesichert, indem die aktuell benötigten Informationen schnell und zielgerichtet bereitgestellt werden [HAYE93 S.2f].
Die Software, die in System- und Anwendersoftware untergliedert wird, stellt den immateriellen Bereich des Computersystems dar. Die Software beinhaltet sämtliche notwenigen Programme (z.B. Betriebssystem) um die Datenverarbeitungsanlage starten und nutzen zu können [HAYE93 S.13]. In der jüngeren Vergangenheit waren jedoch Software (EDV) und Projektmanagement aufgrund einer fehlenden Akzeptanz zwei unvereinbare Begriffe. Diese Haltung wurde mit der Individualität der einzelnen Projekte, mit komplexen Sachverhalten und sich ändernden Unwägbarkeiten begründet und dadurch bedingt die Leistungsfähigkeit der EDV-Programme bemängelt, da entweder die Informationen unvollständig, zu alt oder falsch interpretiert wurden. Heutzutage wird jedoch vermehrt Projektmanagementsoftware (PMSW) gekauft und betrieblich genutzt, da die fortgeschrittenen Entwicklungen auf diesem Gebiet den Kauf und die Nutzung wirtschaftlich vertretbar machen und technische und organisatorische Änderungen und Anpassungen nicht mehr notwendig sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Allgemeines zu Projektmanagementsoftware
2.1 Aufgaben und Ziele von PMSW in der Projektarbeit
2.2 Systemanforderungen an PMSW
3. PMSW-Anbieter und Ihre individuellen Programme
3.1 MS Project von Microsoft
3.1.1 Projektunterstützung mit MS Project
3.2 SAP R/3 Projektsystem (PS) von SAP AG
3.2.1 Projektunterstützung mit SAP R/3 PS
3.3 Übersicht über sonstige Anbieter
4. Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit untersucht den Einsatz und die Möglichkeiten von Projektmanagementsoftware (PMSW) zur Unterstützung komplexer betrieblicher Projektabläufe. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie moderne Softwarelösungen zur Optimierung von Planung, Steuerung und Kontrolle beitragen und welche Anforderungen Unternehmen bei der Auswahl dieser Systeme berücksichtigen müssen.
- Grundlagen des Projektmanagements und Bedeutung der Softwareunterstützung
- Anforderungen an moderne Projektmanagement-Informationssysteme (PMIS)
- Detaillierte Analyse von MS Project als eigenständige Lösung
- Untersuchung des SAP R/3 Projektsystems als integriertes ERP-Modul
- Marktübersicht weiterer Anbieter und deren spezifische Lösungsansätze
Auszug aus dem Buch
2.1 Aufgaben und Ziele von PMSW in der Projektarbeit
Die Aufgaben und Ziele der PMSW bestehen in der unterstützenden Funktion für die Projektteilnehmer. Die PMSW dient dabei als wesentliches Werkzeug, mit dessen Hilfe Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle der Projekte praxisgerecht, sowie zeit- und kostenoptimiert durchgeführt wird.
Die PMSW kann sowohl als Planungsinstrument für die verschiedenen Teilbereiche des Projektes oder auch als Steuerungsinstrument genutzt werden. Mit Hilfe der PMSW als Planungsinstrument kann die Struktur des Projektes und die daraus resultierenden Zustände und Vorgänge unter Beachtung der zur Verfügung stehenden Zeiträume geplant werden. Eine höhere Planungsgenauigkeit, eine verbesserte Struktur des Projektes und wohl definierte Vorgaben und daraus resultierende Ziele sind das Ergebnis. Mit Hilfe von einer realistischen Erfassung und schneller Verfügbarkeit der benötigten Daten lässt sich das Projekt straffen und der Aufwand reduzieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die begrifflichen Grundlagen des Projektmanagements ein und erläutert die wachsende Bedeutung von Software zur Bewältigung komplexer Projekte.
2. Allgemeines zu Projektmanagementsoftware: Dieses Kapitel beschreibt die Einordnung von Projektmanagementsoftware in Management-Informationssysteme und definiert die wesentlichen Systemanforderungen.
3. PMSW-Anbieter und Ihre individuellen Programme: Das Hauptkapitel gibt einen Überblick über den Softwaremarkt mit Fokus auf Microsoft Project und SAP R/3 sowie weiteren Anbietern.
4. Schlussbemerkung: Der abschließende Teil fasst die Vorteile und Herausforderungen der Softwarenutzung zusammen und betont die Notwendigkeit einer unternehmensspezifischen Abwägung.
Schlüsselwörter
Projektmanagementsoftware, PMSW, Projektplanung, Projektsteuerung, Netzplantechnik, ERP-System, MS Project, SAP R/3 PS, Prozessoptimierung, Kapazitätsplanung, Kostenmanagement, Dokumentation, Softwareauswahl, Projektfortschritt, Integrationsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und den Einsatzmöglichkeiten von Projektmanagementsoftware (PMSW) in modernen Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Anforderungen an PM-Systeme, der Vergleich zwischen eigenständigen Lösungen und ERP-integrierten Modulen sowie die praktische Anwendung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Charakterisierung der Möglichkeiten, die Software zur Optimierung von Projektstrukturen, Terminen und Kosten bietet.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um den Stand der Technik und die Funktionalitäten marktführender PMSW-Lösungen darzustellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Basis für PMSW sowie detaillierte Darstellungen von MS Project und SAP R/3 als konkrete Anwendungsbeispiele.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Projektplanung, PMSW, Netzplantechnik, Kapazitätsabgleich und Systemanforderungen.
Welche Rolle spielt die Netzplantechnik bei der Softwarenutzung?
Sie bildet laut Arbeit die Grundlage der PMSW, um Zeit- und Kostenstrukturen durch mathematische Planungsmodelle zu optimieren.
Warum wird zwischen MS Project und SAP R/3 unterschieden?
Die Arbeit unterscheidet zwischen eigenständigen Programmen (wie MS Project) und integrierten Modulen in ERP-Systemen (wie SAP R/3), da diese unterschiedliche Anforderungen an die IT-Architektur stellen.
- Quote paper
- Daniel Schmitt (Author), Sebastian Rose (Author), 2004, Möglichkeiten der Softwareunterstützung in der Projektarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32865