Universität Rostock
Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften Sommersemester 1999
Veranstaltung: Vergleichende Regierungslehre - Politik in Mecklenburg - Vorpommern
Matthias Endlich
Lehramt Gymnasium Sport 3. Sem. / Sozialwissenschaften 3. Sem.
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Titelblatt Seite 1
Inhaltsverzeichnis Seite 2
1. Einleitung Seite 3
2. Die Geschichte der Universität Rostock Seite 4
2.1. Die Gründung der Universität Rostock Seite 4
2.2. Die Universität nach dem 30jährigen Krieg (1618 - 1648) Seite 4
2.3. Die Universität nach 1933 Seite 5
3. Hochschulerneuerung und Hochschulgesetz Seite 7
4. Die Universität Rostock auf dem Weg in die BRD Seite 9
4.1. Das erste Jahr Oktober 1989 bis Oktober 1990 Seite 9
4.2. Machterhaltung durch Reform von oben Seite 9
4.3. Erneuerung durch Reform von unten Seite 10
4.4. Eingeschränkte Autonomie Oktober 1990 bis heute Seite 11
4.5. Strukturelle Neuordnungen Seite 12
4.6. Personelle Überprüfung Seite 13
5. Schlußbemerkung Seite 14
Literaturliste Seite 16
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Die Universität Rostock ist eine der beiden Volluniversitäten im Bundesland Mecklenburg -Vorpommern. Die Tatsache, daß es zwei Volluniversitäten in Mecklenburg - Vorpommern gibt, ist für die Entwicklung des Bundeslandes auf Seiten der Forschung, der Entwicklung von neuen Industriezweigen, der Arbeitsplatzbeschaffung und nicht zuletzt der Bildungspolitik von entscheidender Bedeutung. Daß die Universität nicht nur finanziell zu unterhalten ist, sondern auch dem Anspruch gerecht wird, Forschung und Lehre in gesundem Maß zu beinhalten, Rechte und Pflichten seitens der Lehrenden und Lernenden zu regeln und zu organisieren, ist sowohl Aufgabe des Landes als auch der Universität selbst. Wie im Laufe der Transformation an der Universität Rostock versucht wurde, diese Aufgaben zu lösen, und ob dies auch mit Erfolg geschah, möchte ich nun nachstehen beschreiben. Anfangs möchte ich aber auf die Geschichte der Universität aufmerksam machen, um den Werdegang der Volluniversität und dessen Einfluß auf die Gegenwart deutlich zu machen. Dem folgend beschreibe ich die Ereignisse zur Zeit der sogenannten „Wende“, die sich an der Universität abgespielt haben. Desweiteren möchte ich im kurzen die Aufgaben und Ziele der Hochschulerneuerung erläutern, die ebenfalls entscheidenen Einfluß auf die Hochschulen gehabt haben und noch weiter haben werden.
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Seit 1218 besitzt Rostock das Stadtrecht. 199 Jahre später wurde die Universität gegründet. Zur Vorgeschichte muß man sagen, daß die drei spätfeudalen Institutionen Landesfürsten, Stadt und Kirche an der Gründung beteiligt waren, da keine Institution alleine dazu in der Lage gewesen wäre. Die erste deutlich erkennbare Aktion zur Gründung der Universität Rostock, war das Schreiben von den Herzögen Albrecht V., Johann IV. und Bischof Heinrich v. Schwerin an Papst Martin V. am 8. September 1418, in dem sie ihm die Absicht mitteilten, ein Universität gründen zu wollen. Erst nachdem der Papst Martin V. dem zustimmte, war die
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Gründung besiegelt (Stiftungsurkunde am 13. Februar 1419). Am Rande kann man nur erwähnen, daß die Bürgerschaft erst am 29. Juli 1419 von der Gründungsabsicht unterrichtet wurde. Am 12. November 1419 fand dann die feierliche Einführung des Rektors der „Alma mater Rostochiensis“ in der St. Marienkirche statt. Die Besonderheit der Universität Rostock war, daß sie aufgrund der päpstlichen Anordnung nur drei anstelle der üblichen vier Fakultäten ( Facultas artium; Facultas medicorum; Facultas jurum ) besaß. Erst 1432 gestattete Papst Eugen IV. die Errichtung der theologischen Fakultät. Im nördlichen Ostseeraum war die Universität Rostock zu diesem Zeitpunkt die einzige Hochschule, somit verfügte sie über einen großen Einzugsbereich, der sich von Skandinavien bis hin zum mitteldeutschen Bereich erstreckte. Die Bedeutung der Universität Rostock im Norden konnte auch nicht durch die Gründungen der Universitäten in Kopenhagen (1478) und Uppsala (1477) gemindert werden. Bis ins 16. Jahrhundert hinein schrieben sich pro Semester 100 - 250 Studenten neu ein. Die Epoche des Rennaiscancehumanismus in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts spielte für die Entwicklung der Wissenschaften eine sehr große Rolle.
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Nach 1650 nahm die Bedeutung und der Einfluß der Universität Rostock ab. Bezeichnend war der dramatische Rückgang der Immatrikulationen aufgrund der wirtschaftlichen Zerrüttung Deutschlands und der hohen Verluste an Menschen als Folge des Krieges. Ein weiterer Einschnitt in der Geschichte der Universität und deren Bedeutung war der Niedergang der Hanse in Rostock im Jahre 1669.
Ständige kriegerische Auseinandersetzungen im Ostseeraum führten zum Sinken des wissenschaftlichen Niveaus an der Universität, dieses führte u.a. zur Zersplitterung der Universität. Als Konsequenz der andauernden Streitigkeiten um die theologische Fakultät, wurde am 20. Oktober 1760 eine Universität in Bützow eröffnet, in der u.a. eine theologische Fakultät untergebracht wurde. Das arme Land Mecklenburg besaß keine ausreichenden finanziellen Mittel, um beide Universitäten aufrechtzuerhalten. Im 18. Jahrhundert werden also negative Beispiele erbracht, die sich ironischer Weise noch im 20. Jahrhundert wiederspiegeln.
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Arbeit zitieren:
Matthias Endlich, 1999, Der Transformationsprozess an den Hochschulen am Beispiel der Universität Rostock, München, GRIN Verlag GmbH
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