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Lukas oder schon die ihm vorliegende Tradition ergänzt V 36-38 mit der komplementären Perikope der Segnung durch Hanna (hebräisch „die Begnadete“). Die Prophetin ist 84 Jahre alt und Witwe seit vielen Jahren. Sie verbrachte ihr Leben damit, Tag und Nacht Gott mit Fasten und Beten zu dienen. Sie kam dazu, als Simeon im Tempel Gott für die Ankunft Jesu in der Welt dankte. Auch Hanna dankte Gott und übernahm als erste die Aufgabe, in ganz Jerusalem die gute Nachricht von der Erlösung der Menschen zu verbreiten. Veronika Prüller-Jagenteufel sieht in der Beschreibung Hannas, symbolische Anspielungen: Sie war sieben Jahre verheiratet: sieben ist die Zahl der Fülle; sie lebte als Witwe im Tempel: also ganz auf Gott ausgerichtet, und das 84 = 7 x 12 Jahre lang: sozusagen 7 Jahre für jeden der 12 Stämme Israels. So wird sie zur Repräsentantin Israels und seiner Geschichte. Hanna wird als Tochter Penuels bezeichnet. Penuel bedeutet: Ich habe Gott gesehen, und es ist die Bezeichnung, die Jakob dem Ort gibt, an dem er im Fluss mit Gott gerungen und Gottes Segen erhalten hat. Hanna trägt also ein Erbe: Sie weiß gewiss, dass Gott sich zeigt, und wenn das auch einmal ein Ringen bedeutet, so bringt es doch letztendlich Segen. Über Hanna ist außer dem Bericht des Lukas nichts bekannt, es gibt auch keine Legenden. Die Schüler und die Sache
Mit dieser Unterrichtseinheit endet das Thema „Menschen warten auf den, der Frieden bringt“. Die Schüler erlebten Jesu Kommen auf die Erde vom Wunsch Israels nach Rettung ab bis hin zu Hannas und Simeons Erfahrung von Weihnachten. Auf Grund dieses roten Fadens wird den Schülern bewusst, was das weltbewegende Ereignis bedeutet und die Geschichte wird nicht „nur“ auf das „Ereignis im Stall“ reduziert. Hanna und Simeon sprechen deutlich das aus, was die Kinder fasziniert und bewegt beziehungsweise in ihrem Glauben stärkt: Jesus ist der Retter! Beide machen den Schülern Mut, Weihnachten nicht im Trubel und in der Hektik zu suchen. Die Schüler erkennen, dass Stärke manchmal ganz klein beginnt, nicht in Macht und Ruhm besteht. Simeon und Hanna machen Mut, offen zu sein für eine Begegnung mit dem Neugeborenen. Die Schüler sehen Weihnachten somit nicht nur als Fest für einen Tag, sondern als eines, das Auswirkungen auf ihr ganzes Leben hat, weil dieses neugeborene Kind nicht nur ein Geschenk in der Krippe ist, sondern „das Licht der Welt“. Licht, ein Symbol, das beruhigt, nachdenklich stimmt und besinnlich macht. Es ermöglicht, die neben der fotografie rbaren Wirklichkeit noch existierende andere Wirklichkeit abzubilden. Den Kindern wird durch die Ausbildung des „dritten Auges“ möglich, sich durch tieferes Sehen in der Welt zu orientieren. Von Simeon und Hanna können die Schüler lernen, auf Gottes Verheißungen zu vertrauen und auf die Erfüllung von Frieden und Gerechtigkeit auch dann zu warten, wenn die äußeren Umstände das Gegenteil ansagen (siehe auch das Thema „Josef und seine Brüder“).
2. Die Sequenz - zeitliche Abfolge
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3. Die Lernziele
3.1 Verankerung im Lehrplan
3.2 Grobziel
3.3 Feinziele
4. Verwendete Materialien / Medien
Bücher:
Arbeit zitieren:
Sam Körber, 2004, Hanna und Simeon sagen: Jesus ist das Licht für alle Völker - Besondere Unterrichtsvorbereitung - Religion , 2. Klasse, München, GRIN Verlag GmbH
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