Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung Seite 2
2 Gegenwärtige Lebensverhältnisse Seite 3
3 Zukunftsperspektiven Seite 6
3.1 Einschätzung der persönlichen Zukunft Seite 7
3.1.1 Allgemeine Einschätzung Seite 7
3.1.2 Persönliche Zukunftserwartungen bei den Seite 8
Geschlechtern und nach Bildung
3.1.3 Persönliche Zukunftssicht und soziale Seite 8
Einbindung
3.2 Einschätzung der gesellschaftlichen Zukunft Seite 10
3.2.1 Allgemeine Einschätzung Seite 10
3.2.2 Gesellschaftliche Zukunftssicht bei den Seite 10
Geschlechtern
3.2.3 Gesellschaftliche Zukunftssicht, Bildungsstatus Seite 11
und soziale Einbindung
4 Lebensziele Seite 11
4.1 Familie als Zielvorstellung Seite 11
4.2 Karriere als Zielvorstellung Seite 14
5 Lebensängste Seite 16
6 Zusammenfassung und Ausblick Seite 17
Literaturverzeichnis Seite 18
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1 Einleitung
Die Entwicklung im Jugendalter ist eine Phase innerhalb des Lebenszyklus, die durch das Zusammenspiel biologischer, intellektueller und sozialer Veränderungen zur Quelle vielfältiger Erfahrungen wird. Diese Entwicklung bedeutet- anderen Lebensabschnitten durchaus vergleichbar- für manche eine positive Zeit, für manche ist sie mit Problemen in persönlichen, familiären oder außerfamiliären Bereichen verbunden. Im Alltag wird die Lebensphase Jugend oft mit Erwachsenwerden gleichgesetzt. Es ist damit eine Übergangsperiode gemeint, die zwischen der Kindheit und dem Erwachsenenalter angesiedelt wird.
Indem ein Jugendlicher kein Kind mehr ist jedoch auch noch kein Erwachsener, wird eine Position beschrieben, in der man typische Verhaltensformen und Privilegien der Kindheit aufgibt und sich Merkmale beziehungsweise Kompetenzen aneignet, die den Aufgaben, Rollen und auch dem Status eines Erwachsenen entsprechen. Klar ist auch, dass Jugend eine eigenständige Entwicklungsphase darstellt. Des weiteren gibt es viele „Bedeutungsfacetten“, die den Begriff Jugend spezifizieren. Dies weist auch darauf hin, dass es keine einheitliche Definition der Jugendphase gibt. Einige der „Bedeutungsfacetten“ sind z.B.:
- Jugend als Entwicklungsstadium im individuellen Lebenslauf
- Jugend als Altersgenossen der Gesamtbevölkerung einer Gesellschaft und Kultur
- Jugend als Kohorten im zeitgeschichtlichen Wandel
- Jugend als Ideal bzw. Idol der „Jugendlichkeit“
Wie bereits schon erwähnt, stellt die Jugendphase einen Lebensabschnitt dar, der sowohl positiv als auch negativ empfunden werden kann.
Jugendliche werden nun mit brenzligen Situation konfrontiert, in denen sie zum ersten Mal Entscheidungen treffen müssen, welche den Verlauf ihres späteren Lebens wesentlich mitbestimmen.
Welche Perspektiven junge Menschen bezüglich ihrer Zukunft haben und welche Ziele sie in ihrem weiteren Leben verfolgen, sollen nun im Laufe dieser Hausarbeit näher betrachtet werden. Zudem möchte ich abschließend noch kurz auf verschiedene Lebensängste der Jugendlichen zu sprechen kommen.
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2 Gegenwärtige Lebensverhältnisse
Allgemein ist zu sagen, dass die Zufriedenheit der gegenwärtigen Lebensumständen stark mit dem Bildungsgrad zusammenhängt. Im Gegensatz zu vorindustriellen Gesellschaften, in denen im Wesentlichen die familiale Herkunft ausschlaggebend für die Positionierung innerhalb des Sozialgefüges war, sind in den modernen Gesellschaften Ausbildung und Berufsstatus bestimmend für die soziale Stellung. Im Zusammenhang hierzu wurde ein Index der sozialen Schicht entworfen, der die soziale Herkunft der Jugendlichen abbildet. Dieser basiert vorrangig auf dem Schulabschluss des Vaters. Weitere Kriterien bilden die Wohnform der Eltern (eigenes Haus oder zur Miete) - diegeschätzte Anzahl der Bücher im Elternhaus - diefinanzielle Lage - Grundverteilungder Jugendlichen bezogen auf die soziale Herkunft (Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren)
Wie aus der Tabelle ersichtlich wird, ist nach Berücksichtigung der zuvor genannten Kriterien eine Einteilung der sozialen Herkunft in Unterschicht, untere Mittelschicht, Mittelschicht, obere Mittelschicht und Oberschicht, möglich.
Des weiteren geht aus der Graphik hervor, dass sich die meisten Jugendlichen auf die untere Mittelschicht, Mittelschicht und obere Mittelschicht verteilen.
Betrachtet man die Angaben in der Mittelschicht genauer, so scheinen die Jugendlichen aus den neuen Bundesländern eher aus besseren Familien zu kommen (39%). Dies liegt hauptsächlich daran, dass die Zahl der einfachen Schulabschlüsse in der ehemaligen DDR eher gering war. Somit können die Väter dieser Jugendlichen im Vergleich zu den Vätern der alten Bundesländer deutlich höherwertige Schulabschlüsse vorweisen. Während die Prozentzahlen in den übrigen Schichten nicht weit voneinander differieren, so zeigt sich in der unteren Mittelschicht ein deutlicher Unterschicht zwischen der sozialen Herkunft von Jugendlichen aus West- und Ostdeutschland. Hier stehen 29% im Westen gegenüber 19% im Osten. Betrachtet man in diesem Zusammenhang die Zahlen der Mittelschicht, 27% im Westen gegenüber 39% im Osten, so lässt sich auch dieser Unterschied mit den deutlich höherwertigen Schulabschlüssen der Väter der ehemaligen DDR erklären.
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Weiterhin zeigt sich, dass die soziale Herkunft (Schicht) deutliche Auswirkungen auf die Zugehörigkeit zu bestimmten Statusgruppen hat.
Dies wird auch bei der Betrachtung der Bildungsabschlüsse des Vaters und der Jugendlichen deutlich.
Erreichter/ angestrebter Schulabschluss der Jugendlichen und Schulabschluss des Vaters (Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren)
Aus dieser Tabelle wird ersichtlich, dass der Schulabschluss des Vaters maßgebend für den erreichten bzw. angestrebten Schulabschluss der Jugendlichen ist. So sind Jugendliche aus einer einfacheren Herkunft sehr häufig dann bei den Hauptschülern und Hauptschülerinnen zu finden (33%), oder besuchen allenfalls dann die Realschule (39%), wenn der Vater keinen oder einen einfachen Schulabschluss vorweisen kann. Nur etwa 26% der Jugendlichen streben hier das Abitur oder die Fachhochschulreife an. Weiterhin erwerben ¾ (74%) der Jugendlichen genau dann das Abitur oder die Fachhochschulreife, wenn auch der Vater einen höheren Schulabschluss hat. Lediglich 25 % der Jugendlichen streben einen Hauptschul- oder Realschulabschluss an. Aufgrund dieser Tabelle kann allgemein gesagt werden, dass sich die Bildungschancen nicht unabhängig vom Bildungshintergrund der Eltern verteilen.
Trotzdem beurteilen laut forsa- Jugendbefragung 82% der Ost- und 83% der westdeutschen Jugendlichen ihre gegenwärtigen Lebensverhältnisse- und Umstände im Alter von 14 bis 25 Jahren als gut oder sogar sehr gut.
Lediglich 4% der Jugendlichen in den alten und 5% der Jugendlichen in den neuen Bundesländern bezeichnen ihre Lebensumstände als weniger gut oder schlecht.
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Betrachtet man nun den Auszug aus dem Elternhaus nach dem sozialen Status, so ist festzuhalten, dass es auch hier deutliche Unterschiede gibt, wie folgende Graphik verdeutlicht:
Auszug aus dem Elternhaus nach dem sozialen Status- bei den Eltern wohnen (Jugendliche im Alter zwischen 12 und 25 Jahren, Angaben in %)
Erst ¼ aller Jugendlichen haben die Ablösung vom Elternhaus vollzogen. Da sich die räumliche Ablösung von den Eltern meistens erst nach dem Abschluss der schulischen Ausbildung vollzieht, gibt es zwischen den Schülerinnen und Schülern der verschiedenen Schulformen keine gravierenden Unterschiede (Hauptschüler 96%, Realschüler 98%, Gymnasiasten 97%).
Auch Jugendliche, die sich gegenwärtig in einer Berufsausbildung befinden, sowie die Mehrheit der nicht erwerbstätigen Jugendlichen wohnen mit 70% bzw. 69% sehr häufig noch zu Hause.
Dies ist auch bei den erwerbstätigen Jugendlichen mit 48% die häufigste Wohnform. Eine Ausnahme allerdings bilden die Studenten.
Nur etwa 31% wohnen noch bei den Eltern, während 34% alleine wohnen und 22% in einer Wohngemeinschaft. Vor allem für Studenten spielen Wohngemeinschaften eine große Rolle, haben jedoch keine zentrale Bedeutung mehr.
Insgesamt kann man sagen, dass die Ablösung vom Elternhaus ein langwieriger Prozess ist. Es ist zudem fraglich, inwieweit die Jugendlichen, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, bereits eigenständig für sich sorgen können.
Des weiteren erhöht sich mit zunehmendem Alter der Anteil der außerhalb des Elternhauses lebenden Jugendliche. Außerdem werden weibliche Jugendliche eher „flügge“. Nur noch 71% von den 18- bis 21- jährigen Jugendlichen leben weiterhin bei den Eltern, während es bei den männlichen Jugendlichen immerhin noch 81% sind.
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Arbeit zitieren:
Stefanie Bschirrer, 2003, Lebensziele und Lebensängste von Jugendlichen, München, GRIN Verlag GmbH
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