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Inhaltsverzeichnis
0 Allgemeines. 4
0.1 Vorwort 4
0.2 Lebensdaten Möhlers 5
1 Die Einheit in der Kirche 7
1.1 Erste Abteilung: Einheit des Geistes der Kirche 7
1.1.1 Die mystische Einheit 7
1.1.2 Die verständige Einheit 9
1.1.3 Die Vielheit ohne Einheit. 10
1.1.4 Die Einheit in der Vielheit. 11
1.2 Zweite Abteilung: Einheit des Körpers der Kirche. 12
1.2.1 Die Einheit im Bischof 12
1.2.2 Die Einheit im Metropoliten. 13
1.2.3 Die Einheit des gesamten Episkopats 13
1.2.4 Die Einheit des Primas. 14
2 Symbolik 15
3 Vergleichender Schluß 17
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0 Allgemeines
0.1 Vorwort
„Die Kirche bekennt ihren Glauben an den Heiligen Geist als den, „der Herr ist und lebendig macht.„ So spricht sie im sogenannten nizäno-konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnis, das nach den beiden Konzilien - dem von Nizäa (325) und dem von Konstantinopel (381) - benannt ist, auf denen es formuliert oder verkündet worden ist. Darin fügt man noch hinzu, daß der Heilige Geist „durch die Propheten gesprochen hat„. 1
Mit diesen Worten beginnt die Enzyklika „Dominum et vivificantem„, die Johannes Paul II. am Pfingstfest 1986 veröffentlichte. In einem eigenen Kapitel befaßt sie sich mit dem Thema „Der Heilige Geist und die Zeit der Kirche„. In diesem Kapitel zeigt der Heilige Vater die Abhängigkeit der Kirche vom Heiligen Geist, der die Kirche in alle Wahrheit einführen wird. 2
Diese Abhängigkeit strahlt auch auf in den Schriften J. A. Möhlers, die sich mit der Kirche beschäftigen. Hier soll nun der Versuch gemacht werden diese Verbindung von Kirche und göttlichem Pneuma herauszuarbeiten, anhand von zwei ausgewählten Schriften - zum einen „Die Einheit der Kirche“, zum anderen die „Symbolik“, wobei dort insbesondere das fünfte Kapitel des ersten Buches, das sich mit der Kirche beschäftigt, behandelt wird.
1 Johannes Paul II., Enzyklika „Dominum et vivificantem“, Stein am Rhein, 1 1986, 3.
2 Vgl. Joh 16,13.
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0.2 Lebensdaten Möhlers 3
Johann Adam Möhler war neben Johann Sebastian Drey der Hauptbegründer der sogenannten Tübinger katholischen Theologenschule. Er wurde am 6.5.1796 zu Igersheim bei Mergentheim geboren, studierte 1815-17 Theologie an der Universität von Ellwangen, 1817-18 studierte er in Tübingen. 1819 empfing Möhler die Priesterweihe und machte von Herbst 1822 bis Frühjahr 1823 eine Studienreise an andere Universitäten und Bildungseinrichtungen. Von 1823-26 war er Privatdozent, 1826/28 außerordentlicher, 1828-35 ordentlicher Professor der Kirchengeschichte an der Tübinger Universität und 1835-38 an der Münchener Universität. Am 22.3.1838 wurde er zum Domdekan in Würzburg ernannt. Bereits am 12.4.1838 starb er mit noch nicht einmal 42 Jahren in München.
„Unter den Einflüssen seines Lehrer Drey wußte Möhler Bibel und Kirchenväter, Dogma und Leben, Kritik und Spekulation in seltenstem Ebenmaß zu vereinigen. Als Hauptvertreter einer pragmatischen Behandlung der geschichtsbildenden Gedanken ist er über Döllinger und Hefele zu stellen. Nachhaltig blieb seine Wirkung auf die Kirchengeschichtsschreibung und die dogmengeschichtliche Forschung des 19. Jh. Seine Erstlingsschrift „Die Einheit in der Kirche oder das Prinzip des Katholizismus dargestellt im Geiste der Kirchenväter der 3 ersten Jahrhunderte“ (1825, 2 1843; Neuausgabe 1925 v. E. Vierneisel, (1957 von J. R. Geiselmann, Anm. des Verf.)) erweckte, unter den Einflüssen des Romantik freilich nicht ohne Hang zum Mystizismus, das Studium der Kirchenidee und der altchristlichen Literatur zu neuem Leben. Bedeutend abgeklärter ist sein in manchem noch heute wertvoller Versuch einer dogmengeschichtl. Monographie: „Athanasius der Große und die Kirche seiner Zeit“ (1827, 2 1844). Die beharrliche innere Auseinandersetzung mit der Theologie Schleiermachers bzw. der Philosophie Hegels wurde offenbar in Möhlers Lebenswerk „Symbolik oder Darstellung der dogmatischen Gegensätze der Katholiken und Protestanten nach ihren öffentlichen Bekenntnisschriften“ (1832; 10 1921 v. F.X.Kiefl (ebenfalls 1957 von J.R. Geiselmann neu aufgelegt, Anm. d. Verf.)). In dieser Verteidigung des kath. Lehrsystems, der geistesmächtigsten seit Bellarmin und Bossuet, verfolgt Möhler die religiöse Gedankenwelt des Katholizismus wie die des Alt- u. Neuprotestantismus auf ihre letzten dogmatischen und biblischen Grundlagen hinab.
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Die „Neuen Untersuchungen der Lehrgegensätze zwischen Katholiken und Protestanten“ (1834, 5 1900 v. P. Schanz) standen an Grundsatzfestigkeit und Schlagkraft nicht zurück; sie boten eine eindrucksvolle Abwehr gegen zahlreiche zur Symbolik erschienene Gegenschriften (Ferd. Chr. Baur, Marheinecke, Nitzsch u.a.). Die beiden letztgenannten Werke Möhlers regten nicht bloß die katholischen Gebildeten, sondern auch die Andersgläubigen zum Studium der Eigenart des Katholizismus an, wie auch die Erneuerung des katholischen Lebens in Deutschland aus ihnen immer neue Kraft empfing. „Gesammelte Schriften und Aufsätze“ (nach Möhlers Tod aus TheolQschr. u. Katholik hrsg. v. I. Döllinger, 2 Bde, 1839/40) und ebenso nicht wenige seiner Briefe enthalten Musterstücke voll tiefsinniger Geschichtsbetrachtung, genialer Gedanken u. sprachlicher Schönheit. Gleich einem Meteor ist der Name Möhlers, dieses Theologen des Geistes u. des Herzens, über Deutschland dahingegangen: Defensor fidei, Literam decus, Ecclesiae Solamen (Inschrift auf Möhlers Grab in München). Weitere Werke: Patrologie oder christliche Literärgeschichte (hrsg. v. F.X.Reithmayr, 1840); Commentar zum Briefe an die Römer (hrsg. v. dems.; 1845); Kirchengeschichte (3 Bde, hrsg. v. P.B. Gams, 1867/ 70).“ 4
3 Mit leichten Umstellungen übernommen aus LThK 1 VII, Sp. 255.
4 Aufgrund der kompakten Zusammenfassung wörtlich übernommen aus LThK 1 VII, Sp. 255-256
Arbeit zitieren:
Dr. theol. Peter H. Görg, 1999, Kirche und göttliches Pneuma in der Theologie Johann Adam Möhlers, München, GRIN Verlag GmbH
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Die Beiträge der kleinen EU-Staaten zu einer europäischen Identität
Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union
Hausarbeit (Hauptseminar), 35 Seiten
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