Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung (Einführung in die Problematik) 3
2. Praxisbeispiele 4
2.1 Die Ellen-Key-Grundschule 7
2.1.1 Das allgemeine Schulklima 7
2.1.2 Schule-Eltern-Beziehungen 9
2.1.3 Außerschulische Aktivitäten 9
2.1.4 Offenheit des Unterrichts 10
2.1.5 Der Umgang mit kultureller Differenz im Unterricht 10
2.2 Die Grundschule der Mittelpunktschule Hüttental 12
2.2.1 Das allgemeine Schulklima 13
2.2.2 Schule-Eltern-Beziehungen 13
2.2.3 Außerschulische Aktivitäten 14
2.2.4 Offenheit des Unterrichts 14
2.2.5 Der Umgang mit kultureller Differenz im Unterricht 15
3. Ursachen der „Ausländerproblematik“
(Integrationsproblematik) 16
3.1 „Deutsche Ausländer“ 17
3.2 „Seiteneinsteiger“ 18
4. Lösungsansätze zur Integration 18
4.1 Offener Unterricht 18
5. Abschließender Kommentar 20
6. Literaturverzeichnis 22
2
1. Einleitung
Einführung in die Problematik
„Für 1999 wird die Zahl der in Deutschland lebenden ‚Ausländer‘ mit deutlich über sieben Millione n angegeben.“ (Diehm/Radtke 1999, S. 9) Seitdem sind drei weitere Jahre vergangen, in denen keine Abschwächung der Zuwanderungswelle stattgefunden hat. Dadurch sind erhebliche Veränderungen in der Zusammensetzung der deutschen Bevölkerung entstanden. Die Verteilung der Einwanderer zentriert sich meist auf Großstädte. Obwohl die Einwanderer aus vielen unterschiedlichen Kulturkreisen stammen, werden sie meist nicht in „deutschen“ Wohngebieten integriert, sondern in „Ghettos“ und dort wieder innerhalb ihrer eigenen Bevölkerungsgruppe untergebracht.
Die hohe Einwanderungsrate verschiedener Kulturen in Deutschland hat gerade auf die Arbeit in der Grundschule große Auswirkungen. Durch die ungleiche Verteilung der Einwanderer variiert der Ausländeranteil an unterschiedlichen Schulen sehr stark. An Grundschulen reicht er bis zu 90 Prozent. Dadurch entstehen Probleme, die jedoch nicht auf „die Ausländer“ zurückzuführen sind, sondern auf die Unflexibilität der Institution Schule. In Schulen wird generell der Versuch unternommen, eine homogene Gruppe herzustellen, um auf einem einheitlichen Niveau unterrichten zu können. Dies ist jedoch weder in einer rein muttersprachlich deutschen Klasse, noch in einer Klasse mit Ausländern möglich, da die Leistung verschiedener Schüler immer differiert.
Im hessischen „Rahmenplan Grundschule“ wird die „Interkulturelle Erfahrung“ als „Übergreifende Orientierung“ angegeben. Das Zusammentreffen unterschiedlicher Kulturen wird als Normalität bezeichnet. Die „Grundschule hat ihre spezifischen Möglichkeiten, sich als Stätte der interkulturellen Begegnung zu entwickeln, als Ort, an dem Heterogenität, Vielseitigkeit und Individualität nicht nur geduldet, sondern als Selbstverständlichkeit erlebt werden können.“ (Hessisches Kultusministerium 1999, S. 16) Interkulturalität wird somit bewusst gefördert und als eine Bereicherung angesehen.
3
Allerdings hält auch der Rahmenplan die daraus resultierenden Schwierigkeiten fest: „Andererseits kann nicht übersehen werden, daß aufgrund unvereinbarer Widersprüche Konflikte entstehen müssen, die gelöst oder auf der Basis gegenseitiger Toleranz ausgehalten werden müssen.“ (Hessischer Rahmenplan Grundschule 1999, S. 16)
Es werden also hohe Erwartungen an die Grundschule und ihre Lehrkräfte gestellt. Es bleibt festzuhalten, dass ethnische, sprachliche und kulturelle Vielfalt kein marginales Phänomen mehr in deutschen Grundschulklassen ist; es gehört vielmehr zum alltäglichen Bild. Diese Veränderung der Schülerpopulation nimmt Einfluss auf die Heterogenität der Lernvoraussetzungen. Diese ist in der Grundschule besonders ausgeprägt, da in jedem Jahrgang Schüler des gesamten Begabungs- und Interessenspektrums sitzen: „Jeder einzelne besitzt unverwechselbare Voraussetzungen, Bedürfnisse, Erfahrungen, die ihn von den anderen in Nuancen oder meilenweit, unterscheiden, Faktoren, die er in den Unterricht einbringt. Sprache oder kulturelle Herkunft sind dabei wichtige Elemente“ (Kupfer-Schreiner 1994, S. 12) Die Grundschule, als Schule mit dem größten Integrationsanspruch, muss diese Entwicklungen berücksichtigen, wenn sie ihrem Anspruch, allen Schulpflichtigen gemeinsame grundlegende Bildung zu vermitteln, gerecht werden will.
In meiner Hausarbeit möchte ich auf die Probleme, vor die Schulen gestellt werden, deren Ursachen und mögliche Lösungsansätze eingehen. Ich beginne mit Praxisbeispielen zweier Grundschulen, deren Ausländeranteil überdurchschnittlich hoch ist. Die Vorstellung der Grundschulen bildet einen idealen Einstieg in die Problematik und bietet bereits einige Lösungsansätze.
2. Praxisbeispiele
Angelehnt an die Studien von Georg Auernheimer, Viktor von Blumenthal, Heinz Stübig und Bodo Willmann möchte ich hier Beispiele vorstellen, wie Schulen mit multikulturellen Situationen umgehen.
4
Die Autoren veröffentlichten 1996 ihre Ergebnisse zu Fallstudien an drei Schulen. Aufgrund meines Themas gehe ich hier nur auf die Untersuchungen an Grundschulen ein. Dabei habe ich zwei Grundschulen ausgewählt, da die dritte Schule keine neuen Gesichtspunkte aufweist. Die Schulen haben im Schnitt einen Ausländeranteil von etwa 20%. Im Vergleich dazu hatte die Schule, an der ich mein Praktikum durchführte einen Ausländeranteil von 80-90%.
Die bearbeiteten Untersuchungsdimensionen und -aspekte können folgendermaßen dargestellt werden:
(vgl. Auernheimer/von Blumenthal/Stübig/Willmann 1996, S. 11)
5
Arbeit zitieren:
Fee Krausse, 2002, Integration von ausländischen Kindern in der Grundschule, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Integration von Migrantenkindern in deutsche Grundschulen
Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik
Hausarbeit (Hauptseminar), 22 Seiten
Steuerung durch Rechtsprechung? Perspektiven einer Weiterentwicklung d...
Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
Seminararbeit, 34 Seiten
Motorisches Lernen - Neuronale Netze
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Hausarbeit (Hauptseminar), 29 Seiten
Mentoring - bedeutendes Instrument der Personalentwicklung
BWL - Personal und Organisation
Studienarbeit, 21 Seiten
Vergleich der Ansätze Piagets und Kohlbergs zur Moralentwicklung
Psychologie - Entwicklungspsychologie
Seminararbeit, 22 Seiten
Eine Untersuchung zur Thematik des Todes in der neueren Kinder- und Ju...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 21 Seiten
Formen der Schnelligkeit und Schnelligkeitstraining im Fussball
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Hausarbeit, 20 Seiten
Die Bedeutung des Kohlbergschen Stufenmodells für die pädagogische Pra...
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Hausarbeit, 23 Seiten
Mentoring - Ein Erfolgskonzept der Personalentwicklung
BWL - Personal und Organisation
Seminararbeit, 20 Seiten
The Great Gatsby and the American Dream
Hausarbeit (Hauptseminar), 14 Seiten
Die Todesthematik in der Kinder- und Jugendliteratur
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Seminararbeit, 23 Seiten
Bewegte Grundschule als Antwort auf die veränderte Kindheit
Examensarbeit, 123 Seiten
Lawrence Kohlbergs Stufentheorie des moralischen Verhaltens
Psychologie - Sozialpsychologie
Hausarbeit (Hauptseminar), 28 Seiten
Rechtsetzung des UN-Sicherheitsrates
Jura - Öffentliches Recht / VerwaltungsR
Seminararbeit, 31 Seiten
Mentoring - Ursprünge, Aufgaben und Formen des Mentoring
BWL - Personal und Organisation
Studienarbeit, 25 Seiten
Fee Krausse's Text Integration von ausländischen Kindern in der Grundschule ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Fee Krausse hat den Text Integration von ausländischen Kindern in der Grundschule veröffentlicht
Fee Krausse hat einen neuen Text hochgeladen
Kleine Philosophen-grosse Denker. Philosophieren mit Kindern in der Gr...
Arbeitsmaterialien mit Kopierv...
Norbert Berens, Marguerite Koob
Tod und Leben - Mit Kindern in der Grundschule Hoffnung gestalten
Martina Plieth, Ulrike Itze
Wörterbuch für die Grundschule. Allgemeine Ausgabe. Neubearbeitung. Re...
Gisela Winter, Anja Rieger
Wörterbuch für die Grundschule
mit Englischteil (flexibler Ka...
Jan Debbrecht, Peter Wachendorf
0 Kommentare