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2.1. Territorialkonflikt Palästina
2.2. Interessen - und Wertekonflikt
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3.1. Flüchtlingsproblematik
3.2. Palästinenser in Libanon
3.3. Situation auf heutigem palästinensischen Territorium
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Literaturverzeichnis
Anmerkungen
III
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Heutzutage gibt es kaum ein historisches Ereignis, welches sich nachhaltig über nun schon mehr als 52 Jahre auswirkt und dermaßen kontrovers diskutiert wird. Beide Seiten dieses Ereignisses vertreten glaubhaft und nachvollziehbar ihre Standpunkte, welche gegensätzlicher kaum sein können und bewirken, dass ein unvorstellbarer Krisenherd die gesamte Region Nahost verunsichert. Dieser Krisenherd ist begründet in mehreren zusammenhängenden Konflikten, in dessen Zentrum der israelisch- palästinensische, sprich jüdisch - arabische Grundkonflikt seht. Dieser Grundkonflikt ist zum einen ein Territorialkonflikt zwischen Israel und den Palästinensern, der sich auch auf die arabischen Nachbar ausweitete. Zum anderen stellt dieser Konflikt einen Interessen- und Wertekonflikt zwischen beiden Völkern dar 1 .
Mit der Gründung Israels im Jahre 1948 brach dieser Konflikt offen aus und begründete die „NAKBA“ der Palästinenser. Für Israel ist das nächste Jubiläum seiner Gründung wieder ein glücklicher Tag, für die palästinensische Bevölkerung jährt sich dagegen die „NAKBA“, die Katastrophe von 1948. Hinter dem Begriff „NAKBA“ versteckt sich die Vertreibung großer Teile des palästinensischen Volkes und ist zu definieren als³7KHFDWDVWURSKHZKLFKEHIHOO WKH3DOHVWLQLDQSHRSOHLQDV=LRQLVWJDQJVPDVVDFUHGLQQRFHQWPHQZRPHQ DQGFKLOGUHQSLOODJHGWKHLUKRPHVDQGGHVWUR\HGWKHLUYLOODJHVDQGWRZQV7KXV WKH FUHDWLRQ RI WKH 6WDWH RI ,VUDHO RYHU XVXUSHG 3DOHVWLQLDQ ODQG OHG WR WKH GXDO LQMXVWLFH RI WKH GLVSRVVHVVLRQ DQG H[LOH RI WKH PDMRULW\ RI WKH 3DOHVWLQLDQ SHRSOH 2 . Diese Definition entspricht DQGWKHODQJXLVKLQJ RIWKHUHVWXQGHURFFXSDWLRQ´
nicht dem israelischen Standpunkt, beschreibt aber treffend ein Ereignis in der Wahrnehmung eines Außenstehenden.
Als Palästinenser werden heute gewöhnlich die Arabisch sprechenden Bewohner des ehemaligen britischen Mandatsgebietes Palästina und ihre Nachkommen, die nach Gründung Israels zum größten Teil das Land als Flüchtlinge verlassen haben, bezeichnet. Die Palästinenser sind Nachkommen arabischer Eroberer, die ab 637 ins Land kamen und sich über die Zeit mit der ansässigen Bevölkerung der Philister, Amoriter und Kanaaniter vermischt haben 3 . Somit ist festzustellen, dass die Palästinenser ähnlichen wie die Israelis Nachkommen von Eroberern sind, welche das Land gewaltsam unter ihren Besitz nahmen und somit einen
IV
vergleichbaren Ausgangspunkt im Anspruch auf einen eigenen Staat im Rahmen des Territorialkonfliktes einnehmen. Beide Völker können auf Zeiträume zurückblicken, in denen sie Besitzer des Landes waren. Einziger Unterschied sind die Zeitpunkte der territorialen Inbesitznahme. Somit kann die wechselvolle Geschichte des Landes keinen Alleinanspruch eines Volkes begründen 4 . Im Rahmen dieser Seminararbeit sollen soziale Auswirkungen der „NAKBA“ für die Palästinenser anhand ausgewählter, vergleichbarer Beispiele aufgezeigt werden. Diese Beispiele beruhen im wesentlichen auf Daten der Vereinten Nationen. Es kann jedoch gelegentlich nicht auf Beispiele der jeweiligen, meist palästinensischen Seite verzichtet werden. Nicht betrachtet und analysiert wird die Situation der 1948 in Israel verbliebenen Palästinenser, da dies in einer separaten Arbeit behandelt wird.
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2.1. Territorialkonflikt Palästina
Der Grundkonflikt ist etwas älter als 100 Jahre und begann als Konflikt der arabischen Palästinenser und der zionistischen Bewegung um den Besitz Palästinas. Anstoß war das Streben nach einem eigenen jüdischen Gemeinwesen und verbunden mit einer jüdischen Einwanderung nach Palästina, in ein angeblich menschenleeres Gebiet. Dieses Streben traf auf die Realitäten des Landes, welches entsprechend der damaligen Wirtschaftsweise dicht mit Arabern besiedelt war. Begonnen wurde mit der Verwirklichung dieser zionistischen Ziele gegen 1880, als Palästina Teil des Osmanischen Reiches war und dieses eine ablehnende Haltung gegen diese Ziele bezog. Im Zuge des ersten Weltkrieges und der Kontrolle Palästinas durch die Briten verbesserten sich die politischen Rahmenbedingungen. Dies kam insbesondere in der BALFOR - Erklärung 1917 zum Ausdruck, in welcher sich die britische Regierung für ein jüdisches Nationalheim in Palästina aussprach und dieses unterstützen wollte. In der gesamten Mandatszeit der Briten wurden die entscheidenden Schritte zum Aufbau eines jüdischen Nationalheims getan, welches die Gründung Israels 1948 ermöglichte. Festzustellen ist, dass die Verwirklichung dieser zionistischen Ideen durch vorherrschende antisemitische Rahmenbedingungen in Europa begünstigt
Arbeit zitieren:
Ralf Mayer, 2001, Gründung Israels - ´NAKBA´ der Palästinenser. Die Auswirkungen der ´NAKBA´ für die Palästinenser, München, GRIN Verlag GmbH
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