I. Abbildungsverzeichnis I
II. Abkürzungsverzeichnis I
1. Einleitung 1
2. Definitionen und Erklärungen 2
3. Besonderheiten des Internets 3
3.1. Kundenverhalten im Internet 4
3.2. Vor- und Nachteile für den Kunden 5
3.3. Vor- und Nachteile für den Anbieter 7
4. Nutzungsmöglichkeiten von Onlineportalen als CR-MInstrument 7
4.1. Den Kunden informieren 8
4.1.1. Mehrwertnutzen 9
4.1.2. Möglichkeit der „Frequently asked Questions“ 10
4.2. Kommunikation mit dem Kunden 11
4.2.1. Newsletter bzw. Online-Mailings 12
4.2.2. Gewinnung von Kundendaten 12
4.2.3. Problem- und Beschwerdemanagement Online 14
4.3. Online-Services 15
4.3.1. Personalisierter Kundenservice durch Kundenprofile 16
4.3.2. Vertrauensaufbau 17
4.3.3. Aufbau von Cross-Selling Potentialen 18
4.4. Onlineshops 18
4.4.1. Informations- und Serviceangebot vor dem Kauf 19
4.4.2. Zusatzservices und Hilfen während dem Einkauf 20
4.4.3. Betreuung nach dem Einkauf 21
4.4.4. Bonus- und Anreizsysteme 21
4.4.5. Partnerprogramme 21
4.5. Online-Communities 22
4.5.1. Weiterempfehlung 22
4.5.2. Kommunikation unter den Kunden 22
4.5.3. Erfahrungsaustausch unter Kunden 23
4.5.4. Produkthilfe von Kunden für Kunden 23
4.6. Grenzen von Onlineportalen 24
5. Zusammenfassung 25
6. Fazit 27
III. Literatur und Quellenverzeichnis II
Potentiale und Grenzen von Internetportalen als Beitrag
für das Customer Relationship Management I
I. Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 - S. 6: www.kelkoo.de - Preisvergleich für ein Sony Notebook Abb. 2 - S. 9: www.miele.de - Rezepttips als Mehrwertnutzen für den Kunden Abb. 3 - S. 11: www.eplus.de - FAQs
Abb. 4 - S. 14: www.eplus.de - Kundendatengewinnung über ein Gewinnspiel Abb. 5 - S. 16: www.amazon.de - persönliche Empfehlungen auf benutzerdef. Startseite
Abb. 6 - S. 24: www.pytha.de - Produkthilfe im Forum
Potentiale und Grenzen von Internetportalen als Beitrag
für das Customer Relationship Management I
II. Abkürzungsverzeichnis AGB Allgemeine Geschäfts Bedingungen CRM Customer Relationship Management, Kundenbindungsmanagement E-Mail Elektronische Form der herkömmlichen Post FAQ Frequently asked Questions - häufig gestellte Fragen Homepage Internetauftritt eines Anbieters Newsletter Informations E-Mail Online-Community Gemeinschaft im Internet Onlinehandel Handel im Internet, siehe Onlineshop Onlinekunde Kunde im Internet Onlineportal siehe Homepage Online-Service Im Internet angebotener Dienst Onlineshop Verkaufsplattform im Internet www World Wide Web - der am häufigsten genutzte Internetdienst
Potentiale und Grenzen von Internetportalen als Beitrag
für das Customer Relationship Management 1
1 Einleitung
Viele deutsche Unternehmen verlieren nach eigener Ansicht die Fähigkeit, Kunden an sich zu binden. Die verbesserten Informationsmöglichkeiten durch die neuen Medien und eine damit verbundene steigende Markttransparenz führen zu einer Abnahme der Kundenloyalität. Es war nie so einfach für den Kunden sich über Konkurrenzprodukte und Preise zu informieren und diese Produkte dann auch direkt zu kaufen. Durch die Informationsflut im Internet verliert eine individuelle Beratung bei vielen Produkten an Bedeutung und viele bisherige Stammkunden bestellen nun ihre Ware immer häufiger zu einem meist besseren Preis im Internet anstatt diese im örtlichen Fachhandel zu beziehen. Der Kunde kauft nun nicht immer nur treu bei einem Händler seine Waren, sondern er sucht vor jedem Kauf mit wenig Aufwand den besten Preis oder den besten Service zu dem jeweiligen Produkt bei einer Vielzahl von Anbietern.
Aus diesen Gründen gewinnt auch das Kundenbindungsmanagement, das Customer Relationship Management, im Internet an Bedeutung. Es zielt darauf ab, Informationen über die Kunden zu sammeln, den Kunden zusätzlichen Service und Nutzen zu bieten, ihn vor, während und nach dem Kauf zu unterstützen, dadurch den Kunden längerfristig an das Unternehmen zu binden und durch Mehrfachkäufe die Kosten der teuren Neukundengewinnung zu decken. Dabei kann das Internet als einziger Absatzweg genutzt werden, den stationären Handel durch Multi-Channel-Strategien wie einem Onlineshop ergänzen oder durch ein Zusatzangebot an Informationen und Service das Internet nur als weitere Möglichkeit zum Kundenbindungsmanagement nutzen. Einige Anbieter haben es durch ganze Online-Communities sogar geschafft, dass in Forensystemen die eigenen Kunden Antworten und Hilfestellung für andere Kunden übernehmen, also einen für den Anbieter nahezu kostenlosen zusätzlichen Kundenservice bieten. Das wichtigste und auch schwierigste bei der Kundenbindung im Internet ist es wohl, ein Vertrauensverhältnis zum Kunden aufzubauen. Durch die Anonymität des Internets muss sowohl der Kunde als auch der Anbieter noch mehr auf eventuelle Betrüger achten als im klassischen Handel. Dazu kommt, dass die technischen Möglichkeiten durch
Potentiale und Grenzen von Internetportalen als Beitrag
für das Customer Relationship Management 2
gesetzliche Rahmenbedingungen zum Datenschutz und zur Wahrung der Privatsphäre eingegrenzt werden.
Trotz allem ist auch im Internet die Kundenbindung wertvoller und mit einem guten System kostengünstiger und ertragreicher als die aufwendige und in der Regel überverhältnismäßig teure Neukundengewinnung.
2 Definition und Erklärungen
Das Customer Relationship Management (Abgekürzt CRM), im Deutschen Kundenbindungsmanagement, bezeichnet den gezielten Umgang mit Kundeninformationen und ein darauf ausgerichtetes Informations- und Servicesystem um dem Kunden einen Zusatznutzen zu bieten, eine Vertrauensbasis aufzubauen und somit einen Kunden längerfristig an ein Unternehmen zu binden. Das Customer Relationship Management befasst sich also mit dem Aufbau von Barrieren, die den Kunden an das Unternehmen binden und somit den Ertragswert des einzelnen Kunden erhöhen. Diese Barrieren können zum Beispiel individualisierte und intensive Kundenbeziehungen sein. In der Literatur wird es z.B. definiert als:
„Kundenbindungsmanagement ist die systematische Analyse, Planung, Durchführung sowie Kontrolle sämtlicher auf den aktuellen Kundenstamm gerichteten Maßnahmen mit dem Ziel, dass diese Kunden auch in Zukunft die Geschäftsbeziehung aufrechterhalten oder intensiv pflegen.“ 1 Zum Kundenbindungsmanagement gehört auch der Begriff der Kundenbindung. „Kundenbindung umfasst sämtliche Maßnahmen eines Unternehmens, die darauf abzielen, sowohl die bisherigen Verhaltensweisen als auch die zukünftigen Verhaltensabsichten eines Kunden gegenüber einem Anbieter oder dessen Leistungen positiv zu gestalten, um die Beziehung zu diesem Kunden für die Zukunft zu stabilisieren beziehungsweise auszuweiten.“ 2 Somit beschreibt die Kundenbindung die Wechselbarrieren, die einen Kunden daran hindern zur Konkurrenz zu wechseln. Diese Wechselbarrieren können z.B. Vertragslaufzeiten oder ein besonderer Service sein.
1 Brunh/Homburg, Handbuch Kundenbindungsmanagement, Gabler, 2. Aufl., S. 8
2 Brunh/Homburg, Handbuch Kundenbindungsmanagement, Gabler, 2. Aufl., S. 8
Potentiale und Grenzen von Internetportalen als Beitrag
für das Customer Relationship Management 3
Ein eigener Bestandteil der Kundenbindung ist der Begriff der Kundenloyalität. Die Kundenloyalität beschreibt die Bindung auf der Nachfragerseite zum Unternehmen. Je höher die Kundenloyalität zum Unternehmen ist, desto geringer ist die Wechselbereitschaft des Kunden. 3 Die Kundenloyalität geht aber über die Kundenbindung noch weiter hinaus. Sie berücksichtigt nicht nur, dass der Kunde nicht wechselt, sondern auch, dass er das Unternehmen weiter empfiehlt, verteidigt oder gar zur Produktverbesserung beiträgt. 4 Werkzeuge des Customer Relationship Managements im Internet sind Onlineportale, Online-Services, Onlineshops und auch Online-Communities. Unter einem Onlineportal fasst man alle Arten von Homepages zusammen. Das kann eine kleine Homepage zur Vorstellung der Unternehmung sein oder gar ein kompletter Onlineshop mit weiteren Service Angeboten. Online-Services sind Dienstleistungen und zusätzliche Service Leistungen, die der Anbieter dem Nachfrager im Internet anbietet. Das bezieht von einfachen Produktinformationen bis hin zu einem Online-Beschwerdemanagement alles ein. Ein Onlineshop bezeichnet eine Handelsplattform im Internet, über die Handel jeglicher Art betrieben wird. Eine Online-Community trifft man in der Regel nur bei sehr großen und auf das Internet spezialisierten Anbietern an. Hier entsteht eine Kundengemeinschaft, die sich im Onlineportal des Anbieters über Produkte des Anbieters z.B. in Form von Produktbewertungen austauscht und anderen Kunden Fragen stellen und beantworten. Hier übernehmen also Kunden einen Online-Service für den Anbieter.
3 Besonderheiten des Internets
„Seit 2000 hat sich die Zahl der Internet-Nutzer in Deutschland verdoppelt: 35,7 Millionen Erwachsene, das sind 55,3 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren, sind online. Besonders hohe Zuwachsraten sind in den neuen Bundesländern festzustellen. Mit einer Internetverbreitung von 52,3 Prozent hat sich die Nutzung dort nahezu an das Niveau der alten Bundesländer (56,1 %) angeglichen. Nach wie vor wird das Internet am häufigsten von 14- bis 19-
3 Vergl.:Brunh/Homburg, Handbuch Kundenbindungsmanagement, Gabler, 2. Aufl., S. 8
4 Vergl: Dirk Ploss, Das Loyalitätsnetzwerk, Galileo Business, S. 31-33
Potentiale und Grenzen von Internetportalen als Beitrag
für das Customer Relationship Management 4
Jährigen (94,7 %) und Berufstätigen ( 73,4 %) genutzt, am wenigsten von Über-60-Jährigen (14,5 %) und Nicht-Berufstätigen (22,9 %).“ 5 Wie diese Zahlen zeigen, sind fast alle 14- bis 19-jährigen und immerhin fast vier drittel der berufstätigen Bevölkerung im Internet aktiv. Somit ergibt sich für einen Anbieter ein gewaltiger Markt.
Das Internet hat im Vergleich zum stationären Handel einige Besonderheiten sowie Vor- und Nachteile für den Anbieter als auch für den Nachfrager in Bezug auf die Informationsgewinnung, das Kundenverhalten und das Persönlichkeitsverhältnis. Diese werde ich in den nächsten Unterpunkten im einzelnen vorstellen und erläutern.
3.1 Kundenverhalten im Internet
Es gibt einige grundsätzliche Unterschiede im Kundenverhalten zwischen dem stationären und dem Onlinehandel, die für die Ausrichtung des Internetangebotes durchaus relevant sind. Der Onlinekunde sucht in der Regel ganz gezielt nach Informationen oder Produkten und besucht dafür auch ganz gezielt bestimmte Websites. Ein Unternehmen muss es also dem Kunden möglichst einfach machen, die eigene Website überhaupt zu finden und dann auch noch möglichst übersichtlich die Informationen zur Verfügung stellen, die der Kunde letztendlich sucht.
Da dem Onlinekunden das Anfassen und Erleben der Ware nicht möglich ist, sind auch Spontankäufe seltener als im stationären Handel. Kunden, die im Internet einkaufen oder nach Informationen suchen sind auch nicht an einer persönlichen Beratung interessiert, sondern sie suchen nach bestimmten Informationen. Deshalb wird das Internet auch als „Pull-Medium“ bezeichnet, da der Kunde selbst genau entscheiden kann, auf welche Informationen er wann und wie zugreift. Diese Informationen werden in der Regel auch von einer Vielzahl von Anbietern in ähnlicher Art und Weise zur Verfügung gestellt und der Kunde kann sehr einfach darauf zugreifen. Der Kunde ist also weniger abhängig vom einzelnen Anbieter und durch die hohe Wettbewerbsintensität und die enorme Markttransparenz auch leichter flüchtig als im stationären Handel. Das Kundenbindungsmanagement ist also im Onlinehandel wesentlich
5 ARD/ZDF Online-Studie 2004, http://www.ard-werbung.de/dokument/2783.phtml
Arbeit zitieren:
Sebastian Jandrey, 2004, Potentiale und Grenzen von Internetportalen als Beitrag für das Customer Relationship Management (CRM), München, GRIN Verlag GmbH
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