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Kritische Alternativenanalyse bei der privatrechtlichen Finanzierung einer Existenzgründung

Title: Kritische Alternativenanalyse bei der privatrechtlichen Finanzierung einer Existenzgründung

Seminar Paper , 2002 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sascha Hoffmann (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Zwischen der Zahl von Existenzgründungen und dem wirtschaftlichen Wachstum eines Landes besteht ein signifikanter Zusammenhang. 1 Im Jahr 1999 wurden in Deutschland rund 430.000 Unternehmen gegründet. 2 Damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich zwar mit an der Spitze; noch immer scheitern jedoch viele Existenzgründungen neben externen Faktoren vor allem aufgrund mangelhafter Managementerfahrung sowie einer unzureichenden Finanzierung. 3

Die vorliegende Seminararbeit der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre beschäftigt sich daher mit der Frage, welche privatrechtlichen Finanzierungsalternativen für Existenzgründungen grundsätzlich vorhanden sind und welche davon für sie in der Praxis tatsächlich zur Verfügung stehen.

Unter Existenzgründungen werden in diesem Zusammenhang vor allem klein- und mittelständische Neugründungen von Unternehmen durch eine oder mehrere Privatpersonen verstanden. Die durchschnittlichen Kosten einer Existenzgründung belaufen sich auf 125.000 bis 150.000 Euro. Für eine Unternehmensgründung in der New Economy liegen die Startkosten sogar bei rund 1,5 Mio. Euro, wovon ca. die Hälfte allein für Forschungs- und Entwicklungsausgaben verwendet wird. 4 Als Unternehmen der New Economy seien dabei vor allem Betriebe der Wachstumsbranchen Telekommunikation/Medien, Software, Bio-, Informations- und Umwelttechnologie sowie innovative Dienstleister verstanden. Deren konstitutives Merkmal ist neben ihrer stark zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutung in den vergangenen Jahren vor allem ein überproportionales Wachstum, eine niedrige Relation von materiellem (liquidierbarem) Vermögen zum Gesamtvermögen sowie eine hohe Forschungs- und Entwicklungsintensität. 5

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klassische Finanzierung

2.1 Finanzierungsarten

2.1.1 Eigenkapitalfinanzierung

2.1.2 Fremdkapitalfinanzierung

2.2 Gegenüberstellung der Finanzierungsarten

3. Finanzierung der New Economy

3.1 Probleme der klassischen Finanzierung

3.2 Kapitalgeber in den einzelnen Gründungsphasen

3.2.1 Phasen der Existenzgründung

3.2.2 Typologie der Kapitalgeber

3.2.2.1 Inkubatoren

3.2.2.2 Business Angels

3.2.2.3 Venture Capital Gesellschaften

3.2.2.4 Investmentbanken

3.3 Beteiligungsfinanzierung am Beispiel von Venture Capital Gesellschaften

3.3.1 Auswahlphase

3.3.2 Beteiligungsphase

3.3.3 Desinvestitionsphase

3.4 Zwischenergebnis

4. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die privatrechtlichen Finanzierungsalternativen für Existenzgründungen unter Ausschluss staatlicher Förderprogramme. Das primäre Ziel ist es, den Unterschied zwischen klassischen Finanzierungsformen und speziellen Beteiligungsmodellen für junge Unternehmen, insbesondere im Bereich der New Economy, kritisch zu analysieren und deren Eignung für Existenzgründer zu bewerten.

  • Klassische Finanzierungsformen (Eigen- und Fremdkapital)
  • Finanzierungsspezifika und Kapitalbedarf von New Economy Unternehmen
  • Typologie der Beteiligungskapitalgeber (Inkubatoren, Business Angels, Venture Capital, Investmentbanken)
  • Struktur und Ablauf von Beteiligungsfinanzierungen
  • Principal-Agent-Problematik bei Beteiligungsverhältnissen

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Auswahlphase

Der erste Kontakt zwischen Existenzgründern und VC-Gesellschaften kommt in den meisten Fällen durch einen Direktkontakt oder über Berater (BA, Inkubatoren) und Banken zustande. Von welcher Seite dabei die Kontaktaufnahme erfolgt, hängt von der Reputation der VC-Gesellschaft bzw. von der Attraktivität der Geschäftsidee der Existenzgründung ab.

Bedingt durch den regelmäßig extrem hohen Innovationsgrad der Geschäftsideen bzw. Produkte von Jungunternehmern der New Economy besteht bei der Erfolgsentwicklung ein großes Maß an Unsicherheit. Dies bezieht sich sowohl auf exogene Risiken, wie das allgemeine Marktrisiko, als auch auf Risiken innerhalb der Existenzgründung, in Gestalt von Informations- und Verhaltensrisiken. Das Verhältnis zwischen Beteiligungsunternehmen und VC-Gesellschaft stellt dabei eine Principal-Agent-Beziehung dar. Die Unternehmensgründer (Agenten) besitzen im Allgemeinen einen Informationsvorsprung gegenüber der VC-Gesellschaft (Principal), wodurch sie grundsätzlich in der Lage sind, durch verfälschte bzw. unvollständige Informationen über die Risiken der Geschäftsidee bzw. über ihre eigenen Fähigkeiten, das Entscheidungsverhalten der VC-Gesellschaft zu ihren Gunsten zu manipulieren. Um dieser Informationsasymmetrie zu begegnen, spezialisieren VC-Gesellschaften ihr Engagement i.d.R. auf ausgewählte Branchen und unterziehen potentielle Beteiligungsunternehmen einer genauen Überprüfung. Dabei werden vor allem das Marktpotential des Geschäftsmodells analysiert, die Ideen bzw. Produkte hinsichtlich ihres Problemlösungsaspektes beurteilt sowie das Management auf sein vorhandenes unternehmerisches und technisches Know-how überprüft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Existenzgründungen für das Wirtschaftswachstum ein und definiert die Problemstellung sowie die methodische Zweiteilung der Arbeit in klassische und moderne Finanzierungsformen.

2. Klassische Finanzierung: Es werden Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierungen sowie das Leasing als klassische Instrumente erläutert und hinsichtlich ihrer Eignung für existenzgründende Unternehmen gegenübergestellt.

3. Finanzierung der New Economy: Dieses Kapitel adressiert die spezifischen Herausforderungen von Unternehmen der New Economy und analysiert den Einsatz von Beteiligungskapital als notwendige Alternative zur klassischen Finanzierung.

4. Zusammenfassung und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse resümiert und die Erkenntnis festgehalten, dass die theoretische Finanzierungsvielfalt in der Praxis für viele Gründer begrenzt bleibt, während sich der Investitionsfokus der VC-Geber zunehmend diversifiziert.

Schlüsselwörter

Existenzgründung, Finanzierung, New Economy, Eigenkapital, Fremdkapital, Venture Capital, Beteiligungsfinanzierung, Business Angels, Inkubatoren, Business Plan, Risikokapital, Due Diligence, Desinvestition, Principal-Agent-Beziehung, Startup

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von privatrechtlichen Finanzierungsmöglichkeiten für Existenzgründungen, ohne dabei staatliche Förderungen zu betrachten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen klassische Finanzierungsmethoden für traditionelle Unternehmen sowie spezialisierte Beteiligungsmodelle für innovative Wachstumsunternehmen der New Economy.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Finanzierungsalternativen existieren und welche dieser Modelle für Gründer in der praktischen Anwendung tatsächlich zur Verfügung stehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine strukturierte Alternativenanalyse und wertet einschlägige Fachliteratur aus, um den idealtypischen Ablauf von Beteiligungsfinanzierungen darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst klassische Finanzierungsformen erörtert, bevor eine vertiefte Analyse von Risikokapitalgebern (Business Angels, Venture Capital) und deren Prozessen folgt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Existenzgründung, New Economy, Venture Capital, Beteiligungsfinanzierung und die verschiedenen Phasen (Seed, Startup, Expansion) der Unternehmensentwicklung.

Warum ist die Finanzierung in der New Economy für Banken problematisch?

Banken scheuen das Engagement, da diese Unternehmen meist nur geringe materielle Sicherheiten bieten und die Geschäftsideen mit hohen Unsicherheitsfaktoren behaftet sind.

Was genau versteht man unter dem Begriff "Smart Money"?

Damit ist Venture Capital gemeint, bei dem der Investor den Gründern neben dem reinen Kapital auch wertvolles Know-how und Dienstleistungen zur Verfügung stellt.

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Details

Title
Kritische Alternativenanalyse bei der privatrechtlichen Finanzierung einer Existenzgründung
College
University of Hamburg  (Institut für Steuerlehre)
Course
Betriebswirtschaftliche und rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Existenzgründung
Grade
1,7
Author
Sascha Hoffmann (Author)
Publication Year
2002
Pages
21
Catalog Number
V33408
ISBN (eBook)
9783638338936
Language
German
Tags
Kritische Alternativenanalyse Finanzierung Existenzgründung Betriebswirtschaftliche Fragen Zusammenhang Existenzgründung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Hoffmann (Author), 2002, Kritische Alternativenanalyse bei der privatrechtlichen Finanzierung einer Existenzgründung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33408
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