Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Motivation 1
2.1 Motiv, Motivation, Motivierung - Definition 1
2.2 Motivation im Unterricht 2
3. Bewegte Schule 5
3.1 Kurze Geschichte 5
3.2 Was ist eine „Bewegte Schule“? 5
4. Was motiviert die Schüler einer „Bewegten Schule“? 10
5. Zusammenfassung 14
Literaturverzeichnis
II
1. Einleitung
In dem Seminar „Unterrichtsprinzipien“, welches im Sommersemester 2004 unter der Leitung von Frau Iris Höltje stattfand, wurde eine Reihe von Unterrichtsprinzipien anhand von Referaten dargestellt.
Als Ergebnis und zur Erreichung eines zensierten Leistungsnachweises wurde mir die Aufgabe gestellt das Thema „Das Unterrichtsprinzip der Motivation am Beispiel der Bewegten Schule“ in einer Hausarbeit zu bearbeiten.
Am Anfang werde ich eine reine Begriffsklärung der Motivierung zu Grunde legen. Auch der Begriff der bewegten Schule wird erst sachlich geklärt, indem geschichtliche Hintergründe, Bedeutung und Aufgaben erläutert werden. Im Anschluss werde ich der Fragestellung, welche Motivationsprinzipien den Schülern in einer bewegten Schule geboten werden, nachgehen. Abschließend wird eine kurze Zusammenfassung die gewonnen Ergebnisse zusammentragen.
2. Motivation
2.1 Motiv, Motivation, Motivierung - Definition
Ein Motiv bezeichnet in der klassischen Definition der Psychologie den Beweggrund (Antrieb) für ein Verhalten, besonders hinsichtlich Ablauf, Ziel und Intensität des Handelns, der bewusst oder unbewusst wirken kann.
Der Pädagoge Prof. Dr. Dr. Werner Wiater erklärt den Begriff für das Unterrichtsprinzip Motivierung folgendermaßen: Ein Motiv ist eine angeborene oder erworbene Einstellung, ein überdauerndes individuelles Anliegen, die als Antriebfeder oder Beweggründe dienen und das Agieren und Reagieren des Menschen steuern.
Die Motivation, die in der Psychologie als die hypothetische Summe jener Motive bezeichnet wird, die bestimmten Verhaltensweisen oder Handlungen vorausgehen und sie leitend beeinflussen, wird von Wiater in verschiedene Bereiche unterteilt. Ausgehend von einer Gesamtheit von Motiven, die den Menschen steuern und von einem Prozess, bei dem Situationsreize beim Menschen ein bestimmtes Handlungsmotiv aktivieren, unterscheidet er weiterhin die primäre und sekundäre Motivation sowie die intrinsische und extrinsische Motivation. Zwischen der primären und sekundären Motivation, wird unterschieden, wenn physiologisch bedingte Bedürfnisse, Tätigkeiten um ihrer selbst willen, sich von psychosozialen Bedürfnissen, Tätigkeiten als Mittel zum Zweck, unterscheiden. Die
1
intrinsische Motivation erfolgt aus eigenem Interesse, Neugier oder Freude an einer Lernsituation wobei die die extrinsische Motivation durch einen äußeren Impuls veranlasst wird.
Als zusammenfassender Begriff umfasst die Motivierung alle Maßnahmen, die jemand ergreift, um bei einem andren Individuum eine Motivation herbeizuführen. 1
2.2 Motivation im Unterricht
„Das U nterrichtprinzip Motivierung besagt, dass im Unterricht die Lern- und Leistungsbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler geweckt, erhalten und berücksichtigt werden sollen.“ 2
Beim Unterricht in der Schule geht es um das Zusammenwirken einer motivierenden Lernsituation und eines motivierten Schülers. Dieses Zusammenwirken erleichtert den Schülerinnen und Schülern das Lernen und fördert somit ihre Leistungsfähigkeit. Die Motivation darf hierbei aber nicht ausschließlich auf den Lerninhalt und die Lernziele gerichtet sein, sondern muss auch zielunabhängig erfolgen. Diese zielunabhängigen Motivationsformen müssen während des gesamten Lernvorgangs und in jedem einzelnen Lernschritt eingeplant werden, damit die Schülerinnen und Schüler während der gesamten Stunde lernbereit arbeiten.
Möglichkeiten für die Motivation und deren strategische Anwendung sollte stets mit pädagogischen und didaktischen Maßnahmen bedacht werden. Die Selbständigkeit des Lernenden soll hierbei im Fordergrund stehen. Um dies jedem Schüler im Unterricht zu gewährleisten sollten die individuellen Stärken, Neigungen und Interessen der Schülerinnen und Schüler wahrgenommen und didaktisch genutzt werden. Um die Neugier für einen Lerngegenstand zu erwecken ist es wichtig für eine offene, akzeptierende Lern- und Gesamtatmosphäre zu sorgen. Der Lerngegenstand sollte so gewählt sein, dass er in seinem Schwierigkeitsgrad den Lernenden weder über-, noch unterfordert. Durch eine i ndividuelle Aufgabenstellung kann dem Kind geholfen werden, ein positives Le istungsbild aufzubauen. 3
1 Vgl. Wiater 2001, S. 48f.
2 Wiater 2001, S. 49
3 Ebd. S. 57ff.
2
Zur Förderung der Lern- und Leistungsmotivation sollte man unterschiedliche Strategien anwenden und diese abwechselnd darbieten. Schlag hat eine Liste von sechzehn Motivationsstrategien erstellt in der er folgende anbietet:
- Zieltransparenz und Zielaktivierung - Lehrverhalten als Modellverhalten
- Beziehung zwischen Schüler und Lehrer als Motivationspotential - Interesse wecken - Eigenständige Problemlösung anregen - Handlungsorientiertes Lernen - Gespräche führen - u.a. 4
Natürlich sind der Motivation in seiner Ausführung auch Grenzen gesetzt die es zu beachten gilt. Wiater führt in seinen Ausführungen über das Unterrichtsprinzip der Motivation sechs verschiedene Grenzbereiche auf. Für die Planung von Motivationseinheiten sollte man vor allem d ie „Institutionellen Grenzen“ berücksichtigen. Hiermit sind vor allem die verpflichtenden und künstlichen Lernumgebungen und das vorgeschriebene Lernpensum, sowie vorgeschriebene Lernzeiten gemeint. Als zweiten Grenzbereich führt er die „organisatorischen Grenzen“ auf, welcher die 45-Minuten Lerneinheiten, Raumverhältnisse, Abfolge der Fächer auf dem Stundenplan und das unterschiedliche Engagement und Berufsverständnis der Lehrerinnen und Lehrer beinhaltet. „Individuelle Grenzen“ sind dem Motivierenden durch generelles Desinteresse und Lernunlust der Schülerinnen und Schüler, durch Über- und Unterforderung und durch eine negative Lernatmosphäre in der Klasse gesetzt. Der Unterricht in der Schule soll eigentätiges und selbstverantwortliches Lernen ermögliche n, um einen mündigen Schüler zu formen. Der Lehrer darf kein Animateur oder Entertainer sein, damit der Schüler zum Lernen bewegt wird. Dies sind die „prinzipiellen Grenzen der Motivation“. Motivation darf in keinem Fall so erfolgen, dass die Lerninhalte in ihrem Anspruch gesengt werden müssen. Vielmehr müssen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Sachanspruch und den sachgerechten Lerninhalten auseinandersetzten. Diese „Lerninhaltsbezogenen Grenzen“ stellen in den Ausführungen von Wiater möglicherweise den wichtigsten Grund für das Unterrichtsprinzip der Motivation dar. Als letzte Grenze führt
4 Vgl. Schlag 1995, S. 129ff.
3
Arbeit zitieren:
Annika Kageler, 2004, Das Unterrichtsprinzip Motivation am Beispiel der bewegten Schule, München, GRIN Verlag GmbH
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Theorien der Leistungsmotivation: Förderung von misserfolgsmotivierten...
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