II
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis. III
Abk ürzungsverzeichnis. IV
Symbolverzeichnis. V
1. Einleitung 1
2. Theoretische Betrachtungen 2
2.1. Die Qualität. 2
2.2. Die statischen Qualitätsmodelle. 2
2.3. Die produktionsmengenabhängigen Lernmodelle. 4
2.4. Das qualitätsbasierte Lernmodell. 5
3. strategische Implikationen des Modells von Fine 9
3.1. Die Kostenführerschaft. 9
3.2. Differenzierung und Qualitätsführerschaft. 10
3.3. Die Kombination von Kosten- und Qualitätsführerschaft. 11
4. Die Auswirkung von Lerneffekten auf qualitätsbezogene Kosten. 14
4.1. Die Qualitätskontrolle. 14
4.2. Die Fehlertypen 15
4.3. Die Kontrollmethoden. 16
4.4. Die Lerneffekte. 16
5. Schlussbetrachtung. 20
Anhang 21
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Das ECL Gleichgewicht
Abbildung 2: Die Quality is free’ Perspektive
Abbildung 3: „Die qualitätsabhängigen Kosten und Lernen in der
Qualit ätskontrolle“
Abbildung 4: Zusammenhang zwischen Produktqualitätsniveau und ROI bzw.
ROS
Abbildung 5: Abhängigkeit der Fehlerkosten vom Zeitpunkt der Aufdeckung
Abbildung 6: Fehlertypen
Abbildung 7: Auswirkung der Freiheitsgerade der Prüfplanung auf die Kosten.
Abbildung 8: Entwicklung qualitätsbezogener Gesamtkosten
IV
Abkürzungsverzeichnis
Deutsches Institut für Normung e.V. DIN
Economic Conformance Level ECL
Forschung und Entwicklung F&E
Information und Kommunikation IuK
Institut der deutschen Wirtschaft IDW
Qualitätsmanagement Qm
Quality Cost Conformance QCL
Return on Investment ROI
Return on Sale ROS
a(z) Lernerfolge im Kontrollbereich zur Erfahrung z
b Lernkoeffizient
C Kostenfunktion
c 1 (q) präventions- und Kontrollkosten zum Qualitätsniveau q
c 2 (q) Fehlerkosten zum Qualitätsniveau q
c 3 (z) Stückkosten zum Erfahrungswert z
q(t) Qualitätslevel zum Zeitpunkt t
P Preis
t Zeitpunkt
x(t) Menge zum Zeitpunkt t
X kumulierte Produktionsmenge
y(x) variable Produktionskosten der x -ten Einheit
z(t) Erfahrung zum Zeitpunkt t
Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Qualität und Kosten. Im immer härter werdenden Konkurrenzkampf sowie der zunehmenden Globalisierung müssen Unternehmen Möglichkeiten suchen, sich von den Wettbewerbern abzugrenzen und sich über z.B. Kostenführerschaft oder Qualitätsführerschaft Vorteile vor der Konkurrenz zu sichern.
Mangelnde Qualität kann für ein Unternehmen immense zusätzliche Kosten verursachen und bringt darüber hinaus oft auch einen kaum zu beziffernden Image-Verlust. Die gesetzlichen Gewährleistungspflichten für Unternehmen, welche z.B. durch die EU noch einmal ve rschärft und zeitlich von 6 Monaten auf 2 Jahre verlängert worden sind, erhöhen die Bedeutung der Qualität für die Unternehmen.
In den Theorien, welche vor dem Artikel von Charles H. Fine verfolgt wurden, ging man stets von der Gegenläufigkeit der Ziele Kosteneffizienz und hoher Qualität aus. Diese Theorien standen jedoch im Widerspruch zu empirischen Daten, vor allem aus Japan, welche diesen Unternehmen eine höhere Qualität bei gleichzeitig geringeren Kosten als ihre Konkurrenten aus den USA nachwiesen.
Im zweiten Kapitel dieser Seminararbeit wird ein Artikel von Charles H. Fine vorgestellt. Er entwickelte eine Theorie welche zeigt, dass es durchaus möglich ist Qualität und niedrige Kosten gleichzeitig zu erreichen. Somit könnte ein Unternehmen sowohl durch geringere Kosten als auch durch höhere Qualität Wettbewerbsvorteile erlangen. Dieser Abschnitt stellt sowohl die Theorien vor, auf die Fine seine Arbeit aufbaut, als auch das Konzept der qualitätsbasierten Lernkurve selbst.
Im dritten Kapitel werden dann vorrangig die strategischen Implikationen dieser Theorie dargestellt. Dabei werden die Implikationen aus Fines Modell mit den Strategien von Porter verglichen. Es werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Betrachtungsweisen aufgezeigt.
Im vierten Kapitel wird auf die Umsetzung der Qualitätskontrolle im Unternehmen eingegangen und es werden mögliche Gründe für die Effekte des qualitätsbasierten Le r- nens aufgezeigt.
In diesem Kapitel sollen grundlegende Begriffe und Gegebenheiten definiert und dargestellt werden. Ziel ist es den Qualitätsbegriff abzugrenzen, den Zusammenhang zw ischen Qualität und Kosten, den Zusammenhang zwischen Produktionsmenge und Kosten, sowie das Konzept des qualitätsbasierten Lernens darzustellen.
2.1. Die Qualität
Nach DIN EN ISO 8402 („Qualitätsmanagement“) wird Qualität folgendermaßen definiert: „Die Gesamtheit von Merkmalen einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen.“ Dabei kann man zwei grundsätzliche Ausprägungen von Qualität unterscheiden. Die Qualität des Design bewertet ein Produkt nach seiner Konzipierung, also nach dem was es darstellen soll. Die funktionale Qualität bewertet dagegen ein Produkt dahingehend, ob es die Anforderungen für einen gewissen Zeitraum erfüllen kann. 1 In dieser Arbeit soll die funktionale Qualität eines Produktes betrachtet werden. Es wird außerdem angenommen, dass die Qualität eine komplett kontrollierbare Variable des Entscheidungsträgers ist.
2.2. Die statischen Qualitätsmodelle Das „Quality Cost Conformance“ Modell
Das von Juran entwickelte QCL Modell beschreibt den Zusammenhang zwischen den Produktionskosten pro Stück und dem Qualitätsniveau. Die Gesamtkosten setzen sich dabei aus Präventions- und Kontrollkosten (z.B. Kosten für die Qualitätskontrolle, Schulungen oder bessere Ausrüstung) und internen und externen Fehlerkosten (z.B. Kosten durch Ausschuss, Nachbesserungen oder Garantiefälle) zusammen. 2 Die Präve ntions- und Kontrollkosten sind bei einem Qualitätsniveau von Null ebenfalls Null. Sie steigen jedoch progressiv mit dem Qualitätsniveau und gehen schließlich gegen unendlich. Die Fehlerkosten gehen bei einem Qualitätsniveau von Null gegen unendlich, fa llen jedoch degressiv mit steigendem Qualitätsniveau und sind schließlich bei einem maximalen Qualitätsniveau gleich Null. Auf Grund dieser Gegebenheiten befindet sich das Minimum der Gesamtkosten nicht in einem der beiden Extreme (0 oder ∞), sondern im Schnittpunkt der beiden Kostenfunktionen. Dieser Schnittpunkt, in dem die Präve ntions- und Überwachungskosten gleich den Fehlerkosten sind, wird als ECL-Punkt bezeichnet. 3 Dieser Zusammenhang ist in Abbildung 1 dargestellt.
1 Vgl. Fine, 1986, S. 1304
2 Vgl. Dury, 2001 S. 901f
3 Vgl. Fine, 1986, S. 1304f
Arbeit zitieren:
Dipl. Wirtschaftsing. Guido Krebs, Stefan Thalmann, Martin Ludwig, 2004, Der Einfluss der produzierten Menge auf die Produktqualität, München, GRIN Verlag GmbH
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