Robert Wilson wird am 4. Oktober 1941 in Waco (Texas) geborgen. Er studiert Architektur und Malerei am New Yorker Pratt Institute. Nach seinem Abschluss 1965 arbeitet er zunächst als Assistent bei dem Architekten Paolo Soleri in Arizona, wird dann aber Bühnenbildner. Gemeinsam mit Künstlern aus unterschiedlichen Bereichen, darunter der Komponist Philip Glass und die Tänzerin Lucinda Childs, entwickelt er eine experimentelle Form des Theaters, „welche klare Handlungsstrukturen aufgibt, um stattdessen visuelle Effekte in den Vordergrund treten zu lassen, in denen choreographische Stilisierungen sowie Licht- und Tontechniken zum Tragen kommen.“ (Microsoft 2004). 1968 gründet er die Byrd Hoffman School of Byrds in New York City. Außerdem adoptiert er in diesem Jahr einen taubstummen schwarzen Jungen und versucht die Lebenseindrücke dieses Jungen, der weder sprechen noch hören kann, in seinem Stück Deafman Glance (1970) zu verarbeiten.
Zu seinen meistgespielten Werken gehört die Oper „Einstein on the Beach“, die erstmals 1976 am Schauspielhaus in Hamburg und anschließend in Venedig, sowie an der Metropolitan Opera in New York inszeniert wurde. Zu seinen aufwendigsten Stücken gehört ganz sicher „The CIVIL warS“, das aus einzelnen Stücken, die in verschiedenen Ländern produziert wurden, besteht.
Inhaltsverzeichnis
1. Biografie Robert Wilson
2. The CIVIL warS
3. Die Knee – Plays
4. Literaturliste
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, das komplexe und ehrgeizige Theaterprojekt „The CIVIL warS“ des Regisseurs Robert Wilson zu analysieren, seine Entstehungsgeschichte zu beleuchten und die symbolische Bedeutung der sogenannten „Knee-plays“ zu interpretieren.
- Biografische Hintergründe von Robert Wilson
- Strukturelle und inhaltliche Analyse des Projekts „The CIVIL warS“
- Die Funktion und Erzählweise der „Knee-plays“
- Die philosophische Auseinandersetzung mit dem Begriff des „Zivilkampfes“
Auszug aus dem Buch
Die Knee – Plays
„The CIVIL warS“ ist unterteilt in fünf Akte und fünfzehn Szenen. Zwischen jeder einzelnen Szene, gibt es Zwischenstücke, die „knee plays“, die eine eigene Geschichte erzählen. Wilson nannte sie „Knie Spiele“, da sie das Stück zusammenhalten sollen wie das Knie den Ober- und Unterschenkel des Beines. Diese Geschichte hat Wilson am Guthrie Theatre in Minneapolis produziert und jedes der vierzehn Verbindungsstücke dauert in etwa fünf bis sechs Minuten.
Die Geschichte erzählt den Kreislauf eines Baumes. „Dieser Baum wird gefällt, damit aus ihm eine Kiste entsteht, die eine Hütte wird, dann ein Boot, sodann ein Buch, woraus ein Strauch wächst, aus dem schließlich wieder ein Baum wird“ (Wilson 66). Auf diese Erzählung bezieht sich auch der Untertitel des Stückes: „a tree is best measured when it is down“, also ein Baum ist am besten zu vermessen, wenn er gefällt ist.
Die Knee-plays beginnen mit einem Mann der auf einen Baum geflüchtet ist und dort ein Buch öffnet. Dieses Buch soll die Geschichte der Welt beinhalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Biografie Robert Wilson: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Werdegang von Robert Wilson, seine Ausbildung und seine künstlerische Entwicklung als Bühnenbildner und Theatermacher.
2. The CIVIL warS: Hier wird das groß angelegte, multinationale Theaterprojekt von Wilson vorgestellt, dessen Entstehung, die gescheiterte Finanzierung und die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Zivilkampf thematisiert werden.
3. Die Knee – Plays: Dieser Abschnitt widmet sich den verbindenden Zwischensequenzen des Stücks, deren erzählerischem Aufbau und ihrer symbolischen Bedeutung als stabilisierendes Element des Werks.
4. Literaturliste: Das letzte Kapitel listet die verwendeten Quellen, Sekundärliteratur und Internetressourcen auf, die zur Erstellung der Arbeit herangezogen wurden.
Schlüsselwörter
Robert Wilson, The CIVIL warS, Knee-plays, experimentelles Theater, Biografie, Bühnenbild, Zivilkampf, Theaterprojekt, Aufführung, Geschichte der Welt, Philip Glass, Inszenierung, Oper, Epos, Multikulturalität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine Übersicht über das künstlerische Schaffen von Robert Wilson mit einem speziellen Fokus auf sein aufwendiges Projekt „The CIVIL warS“.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die Biografie des Regisseurs, die konzeptionelle Planung und Teilumsetzung seines „CIVIL warS“-Epos sowie die spezielle Form der „Knee-plays“.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Hausarbeit?
Das Ziel ist es, den Aufbau und die Intention hinter Wilsons ehrgeizigstem Projekt verständlich zu machen und die Bedeutung der verbindenden Szenenelemente zu erläutern.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine deskriptive und analytische Aufarbeitung der vorliegenden Projektdaten, Biografien und historischen Hintergründe aus Fachliteratur und Online-Quellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil wird zunächst Wilsons Weg zum Theater beschrieben, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung der Hintergründe des „CIVIL warS“-Projekts und einer Interpretation der „Knee-plays“ als kreislaufartige Erzählung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Robert Wilson, The CIVIL warS, experimentelles Theater, Knee-plays und Zivilkampf charakterisiert.
Warum wurde das Projekt „The CIVIL warS“ ursprünglich als „Bürgerkrieg“ bezeichnet und was bedeutet der Titel heute?
Obwohl der Titel „Civil wars“ auf militärische Auseinandersetzungen anspielt, definiert Wilson den Begriff neu als „alltäglichen Zivilkampf“, wofür er banale Beispiele wie das Lernen des Schuhes-Bindens anführt.
Welche Rolle spielen die „Knee-plays“ innerhalb der Struktur von „The CIVIL warS“?
Sie dienen als narrative und strukturelle Verbindung zwischen den Szenen und Akten, ähnlich wie ein Knie den Ober- und Unterschenkel miteinander verbindet und stabilisiert.
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- Christoph Tautz (Author), 2004, The Civil Wars von Robert Wilson - Filmographie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33531