Einleitung 3
1. Geologie der Alpen
1.1. Geologischer Bau der Alpen 4
1.2. Tektonische Großgliederung 4
2. Entstehung der Alpen 6
3. Die Gestaltung der Alpen durch das Eiszeitalter 8
3.1. Die Gletscher 10
3.2. Entstehung von Gletschern 10
3.3. Aufbau und Eigenschaften von Gletschern 10
3.4. Glaziale Formen und Prozesse 12
3.5. Bedeutung der Gletscher 13
4. Zusammenfassung 14
5. Literaturverzeichnis 16
2
Einleitung
Die Alpen gehören zu den jungen Falten- und Deckengebirgen, die am Ende der Kreidezeit und im Tertiär entstanden sind. Die Alpen sind innerhalb Europas ein einzigartiger Naturraum, das als ausgeprägte Klimascheide zwischen dem gemäßigten Mitteleuropa und dem subtropischen Mittelmeergebiet von großer Bedeutung ist.
Das Gebirge erstreckt sich in einem 1200 km langen bogenförmigen Verlauf, mit einer Fläche von rund 181.500 km². Davon liegen etwas 113.000 km² oberhalb 2000 m. ü.M. Die größte Breite wird in den Ostalpen erreicht (Bodensee - Verona: mehr als 200 km). Am schmalsten sind die Westalpen (150 km), wo allerdings der höchste Berg der Alpen liegt (Mont Blanc, 4.807 m ü.M.). Der Alpenbogen erstreckt sich zwischen Alpennin und Wiener Becken auf einer Länge von rund 1000 km. Sieben Staaten haben Anteil an den Alpen: Österreich, Schweiz, Deutschland, Frankreich, Liechtenstein, Italien und Slowenien. 1 Die Alpen sind ein Kollisionsorogen, d.h. sie sind entstanden durch eine Kontinent-Ozean-Kontinent-Kollision. Durch den Zusammenprall der Afrikanischen mit der Europäischen Kontinentalplatte kam es zu einer Verdickung der Erdkruste von ursprünglich rund 30 km auf bis zu 60 km in den Alpen. Die Heraushebung und das Erscheinungsbild als Hochgebirge ist erst ein relativ junges Phänomen seit dem Jungtertiär. Mit dem Aufsteigen über den Meeresspiegel im Tertiär begann die Entwicklung des Reliefs. Im Pleistozän setzten dann die Vergletscherungen im Wechsel der Eiszeiten und Warmzeiten ein und formten das charakteristische Hochgebirgsrelief. 2
1 Veit, Heinz (2002): Die Alpen - Geoökologie und Landschaftsentwicklung, S.14.
2 Ebd. S.16.
3
1. Geologie der Alpen
1.1. Geologische r Bau der Alpe n
Die Alpen bestehen aus zwei großen Gesteinskomplexen, auf die verschiedene orogenetische, d. h. gebirgsbildende Prozesse ihren Einfluss hatten. Zum einen gibt es das Grundgebirge, das hauptsächlich von der variskischen Gebirgsbildung vor ca. 310 Mio. Jahren (im Karbon) geprägt wurde, aber auf das auch schon weitaus frühere Prozesse wie die kaledonische Gebirgsbildung im Silur in gewissem Maße ihren Einfluss hatten. Gneise, Glimmerschiefer, Amphibolite, Granite und andere kristalline Gesteine sind die Hauptkomponenten des Grundgebirges. Der andere große Komplex ist das Deckgebirge, dessen Gesteine von der alpinen Deformation und der damit verbundenen Metamorphose beeinflusst und verändert wurden, die sich vor allem in der Kreide und im Tertiär, also im Zeitraum von vor 100 - 5 Mio. Jahren abgespielt hat. Die Hauptgesteinsarten des Deckgebirges sind Kalke, Dolomite, Tongesteine und Sandsteine. 3
1.2. Tektonische Großgliederung
Wenn man gedanklich versucht den heute bekannten Deckenstapel der Alpen zu entwirren und versucht die einzelnen Decken gedanklich in ihre ursprüngliche Position zurückzuschieben, dann erhält man von Norden nach Süden folgende alpinen Faziesräume und tektonische Großeinheiten: Helvetikum, Penninikum und Ostalpin / Südalpin. Das Helvetischen Deckensystem, deren Hauptverbreitungsgebiet in den französischen Voralpen und im nördlichen Teil der Schweizer Voralpen liegt, ist das unterste aller Deckensysteme und stammt vom ehemaligen Kontinentalrand Eurasiens. Ostalpin/ Südalpin stellen das Pendant des afrikanischen (adriatischen) Kontinentalrandes dar. Das Penninikum ist die eigentliche Kernzone der Alpen, sie überziehen das helvetische Deckensystem und bilden vor allem den südlichen Teil der Schweizer- und italienischen Alpen. Das Penninikum baut in den gesamten Westalpen die zentrale Zone und das Helvetikum die Außenzone auf. Im Jura und der Unterkreide bildeten sich ozeanische Becken zwischen den beiden Kontinenten Europa (im N orden) und Adria, einem halbinselförmigen Vorsprung des afrikanischen Kontinentes im Süden. In diesen Becken lagerten sich mehrere km dicke monotone Mergel, Tone, und sandige Kalke, die durch die alpine Metamorphose zu Kalk- und Glimmerschiefern umgewandelt sind.
3 Henningsen, Dierk / Katzung, Gerhard (1998): Einführung in die Geologie Deutschlands.
4
Die ostalpine Zone entstammt dem nördlichen Rand der Halbinsel Adria, also eigentlich vom afrikanischen Kontinent. Dieser Gürtel war durch küstenparallele Becken und Schwellen gekennzeichnet, hatte auch zeitweise Tiefseecharakter, jedoch keine Ophiolite. Die Gesteine dieser Zone sind überwiegend Kalke und Dolomite (meist Riffe und/oder deren Schutt). Die ostalpinen Gesteine bilden große, in sich zerscherte Decken, die mehrere 100 km von Süden nach Norden über das Penninikum geschoben wurden. Nördlich der zusammenhängenden Decken von ostalpinem Grundgebirge mit seiner mesozoischen Auflagerung schließen sich die Abscherungsdecken der Nördlichen Kalkalpen an, die von ihrem Untergrund getrennt wurden. Die Ostalpinen Decken entsprechen dem ehemaligen Kontinentalrand Afrikas und liegen über den beiden anderen Deckensystemen, und zwar dort, wo sich die Grenze zwischen West- und Ostalpen befindet. Tektonisch liegen die Ostalpen also über den Westalpen und nicht daneben.
Die Südalpen waren ursprünglich dem Ostalpin benachbart, unterscheiden sich aber durch ihren tektonische n Bau. Statt großer Überschiebungen findet man nur Falten und Schuppen, die in Richtung Süden geschoben wurden. Dadurch, dass die Adriatische Platte eine Drehbewegung vollzogen hat, kam es zu einer Sonderentwicklung in den Südalpen, was sich in der Überschiebungsrichtung an der Insubrischen Trennlinie äußerte. Sie werden von dem übrigen Alpenkörper getrennt, weil sie eine nach Süden gerichtete Faltung erhalten. Die Südalpen und die eigentliche n Alpen werden durch gewaltige steile Bruchflächen (die Insubrische oder Periadriatische Linie) voneinander getrennt. Demnach heben sich die Südalpen von den anderen Baueinheiten weitgehend ab, denn sie zeigen keinen weiträumigen Deckenbau. 4
4 vgl.: Bätzing, Werner (1997) : Kleines Alpen - Lexikon : Umwelt - Wirtschaft - Kultur, S. 101.
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Arbeit zitieren:
Robert Nemitz, 2004, Die Alpen - Entstehung eines Hochgebirges, München, GRIN Verlag GmbH
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Die Alpen - Höhenstufen und Vegetation
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