Inhaltsverzeichnis
Einleitung 1
1. Das Internet 2
1.1 Was ist das Internet? 2
1.2 Entstehung des Internets 2
1.3 Das Internet in Zahlen 3
2. Bildung in der Wissensgesellschaft - Die gesellschaftliche Situation
heute 4
3. E-Learning 5
3.1 Begriffserklärung 5
3.2 Chancen und Risiken des Internets in der Schule 6
3.2.1 Chancen des Internets 7
3.2.2 Risiken des Internets 9
3.2.3 Erkenntnisse und Schlussfolgerungen 10
3.3 Blended Learning 12
3.3.1 Zum Begriff 12
3.3.2 In drei Phasen zum Lernerfolg 13
3.3.3 Ergebnisse einer Umfrage 14
3.3.4 Fazit 14
4. Unterschiedliche Funktionen der Medien 15
5. Erfahrungsbericht 16
Schluss 16
Literaturverzeichnis 18
II
Einleitung
Im Laufe der letzten Jahre hat sich das Internet zu einem Massenmedium entwickelt, so dass der eigene Internetanschluss und das Surfen im Netz inzwischen für viele zu einem Stück Normalität geworden ist. Für die meisten heutigen Benutzer ist es einerseits ein Werkzeug zur schnellen und preiswerten Beschaffung und zum Austausch von Informationen und andererseits eröffnet es neue Kommunikationswege und Kontaktmöglichkeiten. Auch der Bildungsbereich blieb von dieser Entwicklung nicht unberührt: Schüler loggen sich von ihrem Klassenzimmer aus in Datennetze ein, besorgen sich Informationen, die sie für eine Arbeit oder ein Referat brauchen oder sie wählen Lernprogramme im Netz aus und bearbeiten sie selbstständig. Neben Büchern, Fachzeitschriften, Fernsehen und Video wird somit auch das Internet als Lernmedium genutzt. Es ist heute ein alltägliches und nicht mehr wegzudenkendes Element der Lernarbeit, welches jedoch erst seit etwa 1997 gezielt zum Lernen eingesetzt wird. 1 Auf Grund dieser Erkenntnisse wird sich diese Arbeit schwerpunktmäßig auf das neue Medium Internet beziehen.
In dieser Arbeit will ich nun die Frage klären, inwieweit das Internet in der Schule und im Aus- und Weiterbildungsbereich als Lernmedium eingesetzt werden kann. Dabei werde ich aber nur einige Auszüge aus dem breiten Spektrum der Möglichkeiten aufzeigen. Beginnen werde ich mit einer kurzen Definition und Entstehungsgeschichte des Internets, sowie aktuellen Zahlen. Im zweiten Kapitel wird herausgestellt, welche Bedeutung das Internet und die digitalen Medien allgemein in der heutigen Gesellschaft haben und welche wichtige Rolle sie dort einnehmen. Das dritte Kapitel steht unter dem großen Thema E-Learning. Nach einer kurzen Erläuterung des Begriffes zeige ich im folgenden zwei Möglichkeiten auf, inwieweit das Internet für Lernzwecke genutzt werden kann. Zum einen werden Chancen und Risiken des Internets als Hilfsmittel im Unterrichtsprozess (in der Schule) aus Sicht der Schüler aufgezeigt (wobei es sinnvoll erscheint, den Einsatz neuer Medien erst ab der 5. Klasse im Unterricht aufzunehmen, da in der Grundschule zunächst die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen gefestigt werden müssen). Untersuchungsgegenstand sind somit Schüler der 5.-12. Klasse, Unis und Hochschulen ausgenommen, da dort das Internet schon ganz selbstverständlich in den Lernprozess integriert ist. Zum anderen werde ich im dritten Kapitel das Blended-Learning-Konzept als weitere Form des internetgestützten Lernens vorstellen, welches überwiegend im Aus- und Weiterbildungsbereich zur Anwendung kommt. Welche unterschiedlichen Funktionen die Medien bei beiden Formen des E -
1 vgl.Orthmann/ Issing 2000, S. 83
1
Learnings erfüllen, wird im nächsten Kapitel näher beleuchtet. Im letzten Kapitel schließe ich die Arbeit mit einem Erfahrungsbericht ab. Auf die einzelnen Rahmenbedingungen bei der Arbeit mit dem Computer und dem Internet (technisch, finanziell...) und auf die einzelnen Dienste des Internets werde ich im Rahmen dieser Arbeit nicht detailliert eingehen.
1. Das Internet
1.1 Was ist das Internet?
Das Internet ist das weltweit größte Computernetz, welches zum Zweck des gegenseitigen Datentransfers dient. Es ist ein Verbund von Rechnernetzen, die über das Protokoll TCP/ IP (Transmission Control Protocol/ Internet Protocol) miteinander in Verbindung stehen und kommunizieren. Während das TCP für die Zerlegung und Zusammensetzung der Datenpakete sorgt, ist das IP dafür zuständig, dass die einzelnen Datenpakete richtig adressiert sind und am Zielrechner ankommen. 2 Diese Protokolle kann man als verbindliche Vereinbarungen über die Kommunikation zwischen den einzelnen Computern bezeichnen. Alle Informationen, die auf diesen Rechnern gespeichert sind, können jedem zugänglich gemacht werden, der Zugang zu diesem Netzwerk hat.
1.2 Entstehung des Internets
Das Internet hat seine Ursprünge aus den Zeiten des kalten Krieges im Militärbereich. Das US - Verteidigungsministerium stellte 1969 Forschungsgelder für das Projekt ARPANET (Advanced Research Project Agency) zur Verfügung, welches als Vorstufe des heutigen Internets anzusehen ist. 3 Ziel war es eine zuverlässige Vernetzung aufzubauen, die unterschiedliche Forschungsinstitute verband, so dass im Falle einer Zerstörung der Verbindung zwischen vernetzten Computern (durch Atomangriffe) der Datenfluss davon nicht betroffen war und ein Zusammenbruch des gesamten Netzes verhindert werden konnte. Anstatt der üblichen sternförmigen Vernetzung wurde eine dezentral organisierte Rechnerstruktur in Form eines Spinnennetzes aufgebaut. Somit existierten im Angriffsfall immer mehrere Wege, die zum Zielrechner führten, so dass ein kompletter Ausfall der Kommunikation des Militärs nur durch die Zerstörung aller einzelnen Rechnereinheiten zu erzielen und somit relativ unwahrscheinlich war.
2 vgl. Döring 1999, S. 17
3 vgl. Langer 2003
2
Durch Computerfachleute wurde außerdem eine Software entwickelt, welche die Daten in viele kleine Pakete verwandelt. Stoßen einige dieser Pakete nun auf ein Hindernis (z.B. auf eine zerstörte Leitung) erfolgt sofort eine Rückmeldung an den absendenden Computer und dieser verschickt die Pakete automatisch über einen anderen der vernetzten Computer. 4
1.3 Das Internet in Zahlen
407,1 Millionen Menschen (Erwachsene und Kinder), so der Focus, nutzen weltweit das Internet, 113,14 Mio. in Europa. Alleine in Deutschland nutzen 24,63 Mio. Personen das World Wide Web, davon 8,6 Mio. am Tag. Bereits jeder dritte Deutsche benutzt heute das Internet. 7 Bei den Internet-Aktivitäten treten jedoch Unterschiede auf. Auf Platz eins der Skala der am häufigsten genannten Nutzungsinteressen liegt der E-Mail-Versand, gefolgt von der Nutzung der Suchmaschinen, wo Recherchen zu einem
4 vgl. Diepold/ Tiedemann 1999, S. 3
5 vgl. Döring 1999, S. 20
6 Die Literatur liefert dahingehend keine einheitlichen Jahreszahlen.
7 vgl. Internet-Nutzer. Wie viele Menschen sind online?, http://www.focus.de/D/DD/DD36/DD36A/
dd36a.htm
3
bestimmten Thema eingeholt werden können. Informationen über CD`s und Musik, sowie die Beschaffung von aktuellen Nachrichten, Online-Banking, Börsenkurse oder SMS versenden, folgen. 8
In Bezug auf das Geschlecht ergeben sich ebenfalls unterschiedliche Prozentzahlen. Während die deutschen Männer zu 66,1 Prozent das Internet nutzen, sind bei den deutschen Frauen lediglich 33,9 Prozent zu verzeichnen. Die Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren nutzt das WWW am häufigsten (nämlich 31,2 Prozent), die Altersgruppe unter 20 Jahren dagegen am wenigsten (8,1 Prozent). 9
2. Bildung in der Wissensgesellschaft -
Die gesellschaftliche Situation heute
Mit dem Begriff der Wissensgesellschaft wird der Prozess beschrieben, in dem der Rohstoff Information, seine Erzeugung, Speicherung und Verarbeitung, die Gewinnung und der verantwortungsvolle Umgang mit Wissen eine strategische volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Größe geworden ist. 10 Die Wissensgesellschaft ist eine Gesellschaft in der Wissen immer zentraler wird, insbesondere für die Sicherung der wirtschaftlichen Entwicklung, für das soziale Handeln und die gesellschaftliche Position des Einzelnen.
Sie rückt den Menschen, seine Kompetenzen, Einstellungen und Werte in den Vordergrund und ist angesichts des Fortschritts auf dem Sektor der Informations- und Kommunikationstechnolo gien natürlich auch eine technik-basierte Gesellschaft, in der vor allem Multimedia und Netzwerke eine immer wichtigere Rolle spielen. Lebenslanger Wissenserwerb, Erfahrungsaustausch, kooperative Zusammenarbeit und Selbstständigkeit sind Kompetenzen, die zur Selbstverständlichkeit für jeden werden und somit gefördert werden müssen. Lernen als lebenslangen Prozess zu verstehen und zu praktizieren, dabei eigenverantwortlich zu handeln und mit anderen zu kooperieren sowie die digitalen Medien als Werkzeug des Lernens zu nutzen, sind jedoch komplexe Anforderungen, die keineswegs von allen Menschen problemlos bewältigt werden können und somit bereits in der Schule an die Lernenden herangeführt werden müssen. 11 In Bezug auf das Thema dieser Arbeit ergeben sich somit neue Aufgaben für die Aus-, Weiter- und Fortbildung im Wissens- und Kompetenzbereich:
8 vgl. Die meistgenutzten Internetangebote, http://www.focus.de/D/DD/DD36/DD36G/dd36g.htm
9 vgl. Sozialstruktur der Online-Nutzer. Wer surft durch das WWW?, http://www.focus.de/D/DD/DD36/
DD36B/dd36b.htm
10 vgl. Catenhausen 1999; zit. n. Mandl/ Winkler 2003, S. 75
11 vgl. Reinmann-Rothmeier 2001, S. 276f
4
Arbeit zitieren:
Julia Broßmann, 2004, Neue Medien als Lernmedien - Ausgewählte Aspekte, München, GRIN Verlag GmbH
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