VERWALTUNGS- UND WIRTSCHAFTSAKADEMIE
Westfalen – Ruhr Bochum
Ausbildungsbegleitender Studiengang
zur Wirtschafts-Diplom Betriebswirtin (VWA)
Diplomhausarbeit
zum Thema
Kostenträgerrechnung
von
Kristin Verse
Neuenrade, 23. Juni 2004
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ... III
Abkürzungsverzeichnis ... IV
1. Einführung ... 6
2. Grundlagen der Kostenträgerrechnung ... 8
2.1 Einordnung der Kostenträgerrechnung in die Kostenrechnung ... 8
2.2 Kostenträger ... 9
2.3 Aufgaben der Kostenträgerrechnung ... 10
3. Kostenträgerstückrechnung ... 15
3.1 Aufgaben der Kostenträgerstückrechnung ... 15
3.2 Einteilung nach dem Kalkulationszeitpunkt ... 16
3.2.1 Vorkalkulation ... 16
3.2.2 Zwischenkalkulation ... 16
3.2.3 Nachkalkulation ... 17
3.3 Einteilung nach dem Kalkulationsverfahren ... 17
3.3.1 Übersicht ... 17
3.3.2 Divisionskalkulation ... 18
3.3.2.1 Grundlagen der Divisionskalkulation ... 18
3.3.2.2 Einstufige Divisionskalkulation ... 19
3.3.2.3 Zweistufige Divisionskalkulation ... 22
3.3.2.4 Mehrstufige Divisionskalkulation ... 23
3.3.2.4.1 Kennzeichen der mehrstufigen Divisionskalkulation ... 23
3.3.2.4.2 Durchwälzmethode ... 24
3.3.2.4.3 Veredelungskalkulation ... 27
3.3.3 Äquivalenzziffernkalkulation ... 28
3.3.3.1 Grundlagen der Äquivalenzziffernkalkulation ... 28
3.3.3.2 Einstufige Äquivalenzziffernkalkulation ... 29
3.3.3.3 Mehrstufige Äquivalenzziffernkalkulation ... 31
3.3.4 Zuschlagskalkulation ... 33
3.3.4.1 Grundlagen der Zuschlagskalkulation ... 33
3.3.4.2 Summarische Zuschlagskalkulation ... 34
3.3.4.3 Differenzierende Zuschlagskalkulation ... 36
3.3.5 Maschinenstundensatzkalkulation ... 38
3.3.6 Kuppelkalkulation ... 43
3.3.6.1 Grundlagen der Kuppelkalkulation ... 43
3.3.6.2 Restwertrechnung ... 43
3.3.6.3 Verteilungsrechnung ... 46
4. Kostenträgerzeitrechnung ... 47
4.1 Aufgaben der Kostenträgerzeitrechnung ... 47
4.2 Gesamtkostenverfahren ... 48
4.3 Umsatzkostenverfahren ... 52
5. Fazit ... 55
Literaturverzeichnis ... 57
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Aufbau der Kostenrechnung ... 8
Abb. 2: Gliederung der Kostenträgerrechnung ... 12
Abb. 3: Kalkulationsverfahren ... 18
Abb. 4: Schema zur differenzierenden Zuschlagskalkulation ... 37
Abb. 5: Gesamtkostenverfahren in Kontoform ... 49
Abb. 6: Gesamtkostenverfahren in Staffelform ... 49
Abb. 7: Umsatzkostenverfahren in Kontoform ... 53
Abb. 8: Umsatzkostenverfahren in Staffelform ... 53
Tab. 1: Kriterien zur Einteilung der Kostenträger ... 9
Tab. 2: Arten von Äquivalenzziffern ... 29
Tab. 3: Maschinenabhängige und -unabhängige Gemeinkosten ... 39
Abkürzungsverzeichnis
[...]
1. Einführung
Die Kosten- und Erlösrechnung ist neben der Bilanzrechnung, der Investitionsrechnung und der Finanzrechnung ein Teilgebiet des betrieblichen Rechnungswesens. Sie wird auch als internes Rechnungswesen bezeichnet und ist deshalb für die Unternehmensführung und -steuerung von großer Bedeutung, um z.B. dem betriebswirtschaftlichen Ziel der Gewinnmaximierung Rechnung zu tragen.1 Der Gewinn ergibt sich dabei aus der Differenz zwischen Erlösen und Kosten, die somit Bestandteil der Kosten- und Erlösrechnung sind.
Eine weitere Aufgabe der Kosten- und Erlösrechnung ist die Versorgung der Unternehmensbereiche mit qualitativen Informationen. Dazu zieht sie nicht nur Vergangenheitswerte, wie z.B. die Normalkosten, als Grundlage heran, sondern auch zukünftig erwartete Größen (Plankosten).2
Kosten können in ihrer Abhängigkeit von der Beschäftigung oder in ihrer Zurechenbarkeit zu den Kostenträgern gliedert werden. Daraus folgt, dass Kosten variabeln (beschäftigungsabhängige Kosten) oder fixen (beschäftigungsunabhängige Kosten) Charakter besitzen, sowie in Einzelkosten (einem Kostenträger direkt zurechenbare Kosten) oder Gemeinkosten (einem Kostenträger nicht direkt zurechenbar) eingeteilt werden können. Eine speziellere Einteilung der Kosten kann erfolgen in Stückkosten (Kosten einer Leistungseinheit) und Gesamtkosten (Kosten einer Gesamtheit, z.B. einer Abteilung), primäre Kosten (entstanden durch Faktoren, die vom Beschaffungsmarkt bezogen wurden) und sekundäre Kosten (entstanden durch den Verbrauch von innerbetrieblichen Leistungen).3
Eine weitere Kostenart stellen die Sondereinzelkosten dar. Sie sind eine Unterform der Einzelkosten und lassen sich i.d.R. nur je Auftrag und nicht je Stück erfassen. Sondereinzelkosten gibt es in der Fertigung z.B. in Form von Modellen, Spezialwerkzeuge, Lizenzen und im Vertrieb z.B. in Form von Verpackungsmaterial, Frachten, Provisionen und auftragsbezogener Werbung. 4
In der Literatur wird häufig statt von Kosten- und Erlösrechnung von Kosten- und Leistungsrechnung gesprochen. In diesem Zusammenhang wird der Begriff Erlös mit dem Begriff Leistung gleichgesetzt. Dabei ist der Erlös der monetäre Gegenwert der Leistung, den der Käufer zahlt. Die Leistung wird als Güterentstehung bezeichnet, bei der die Herstellung von Produkten dem Unternehmenszweck entspricht und innerhalb einer Abrechnungsperiode erfolgt. Des Weiteren liegt eine Bewertung der Produkte vor. Eine Leistung ist also eine bewertete, sachzielbezogene, periodisierte Güterentstehung.5
Wie bereits erwähnt, kann die Kostenrechnung bezüglich des Zeitbezugs in Ist-, Normal- und Plankostenrechnung unterteilt werden. Ein weiteres Kriterium zur Unterteilung ist der Umfang der zuzurechnenden Kosten auf die Kostenträger. Dabei wird zwischen Vollkosten- und Teilkostenrechnung unterschieden. Während die Vollkostenrechnung alle bei der Güterentstehung anfallenden Kosten auf die Kostenträger verteilt, werden den Kostenträgern bei der Teilkostenrechnung nur die (i.d.R. variablen) Kosten angerechnet, die sie auch verursacht haben.6
Thema dieser Arbeit ist die Kostenträgerrechnung innerhalb der Vollkostenrechnung. Sie beschreibt die Grundlagen der Kostenträgerrechnung, erläutert die Aufgaben der Kostenträgerstückrechnung, aus der sich verschiedene Kalkulationsverfahren ableiten lassen, und endet mit der Kostenträgerzeitrechnung.
2. Grundlagen der Kostenträgerrechnung
2.1 Einordnung der Kostenträgerrechnung in die Kostenrechnung
Die Kostenträgerrechnung bildet nach der Kostenartenrechung und der Kostenstellenrechnung die letzte Stufe der Kostenrechnung.7 Von den Einzel- und Gemeinkosten, die in der Kostenartenrechnung erfasst werden, übernimmt die Kostenträgerrechnung nur die Einzelkosten direkt. Die Gemeinkosten werden erst über die Kostenstellenrechnung weiter verrechnet, um dann von den Endkostenstellen in die Kostenträgerrechnung einzufließen.
Die Kostenträgerrechnung zeigt auf, wofür die Kosten eines Betriebes angefallen sind.8
[....]
1 Vgl. Haberstock, Kostenrechnung 1, Berlin 2002, S.7f.
2 Vgl. von Lojewski/Thalenhorst, Kostenrechnung, Stuttgart 2001, S.7
3 Vgl. Fischbach, Grundlagen der Kostenrechnung, München 2002, S.33
4 Vgl. Zdrowomyslaw, Kosten-, Leistungs- und Erlösrechnung, München 2001, S.135
5 Vgl. Steger, Kosten- und Leistungsrechnung, München/ Wien 1999, S.26, S.30
6 Vgl. Kloock/Sieben/Schildbach, Kosten- und Leistungsrechnung, Düsseldorf 1999, S.63f.
7 Vgl. Olfert, Kostenrechnung, Leipzig 2003, S.179
8 Vgl. Hummel/Männel, Kostenrechnung 1, Wiesbaden 1990, S.255
Arbeit zitieren:
Kristin Berghoff, 2004, Kostenträgerrechnung, München, GRIN Verlag GmbH
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