1
Inhaltsverzeichnis 1
Abbildungsverzeichnis 3
1. Einleitung 4
2. Begriffsbestimmung 5
2.1 Der Begriff des Kommissionierens 5
2.2 Weitere zentrale Begriffe des Kommissionierens 5
3. Aktuelle Entwicklung und sich ergebende Forderungen an
Kommissionierungssysteme 6
4. Grundfunktionen des Materialflusses innerhalb des
Kommissionierungsvorganges 8
4.1 Klassische Betrachtungsweise 9
4.2 Aktuelle Betrachtungsweise 10
5. Unterscheidung wichtiger Klassifikationen von
Kommissionierungsprinzipien 11
5.1 Unterscheidung verschiedener Kommissionierprinzipien 13
5.2 Darstellung betriebswirtschaftlicher Vor- und Nachteile der
verschiedenen Kommissionierungsprinzipien 15
5.2.1 Vor- und Nachteile statischer, dezentraler Systeme
(Mann zur Ware Prinzip) 16
5.2.2 Vor- und Nachteile statischer, zentraler Systeme 17
2
5.2.3 Vor- und Nachteile dynamischer, dezentraler Systeme 19
5.2.4 Vor- und Nachteile dynamischer, zentraler Systeme
(Ware zum Mann Prinzip) 20
5.2.5 Vor- und Nachteile einhundert prozentig automatischer
Kommissionierung 22
5.3 Betriebswirtschaftliche Vor- und Nachteile belegloser
Kommissionierung 24
6. Kriterien zur betriebswirtschaftlich optimalen Entscheidungsfindung,
bezüglich des zu wählenden Kommissionierungssystems 26
7. Schlussbetrachtung 27
Literaturverzeichnis 28
Erklärung zur Eigenständigkeit 30
4
1. Einleitung
In der heutigen Zeit, welche unter anderem von Globalisierung, steigender Geschwindigkeit der Veränderungen in nahezu allen technologischen Bereichen und verschärften Wettbewerbsbedingungen geprägt ist, wird es für Unternehmen immer wichtiger betriebswirtschaftlich optimal zu wirtschaften, Rationalisierungspotentiale auszuschöpfen und Koste n zu minimieren. Untersuchungen zeigen, dass 50 und mehr Prozent der gesamten Lagerhaltungskosten durch den Kommissionierungsvorgang verursacht werden 1 .
Im Sinne der Just-in-Time Philosophie sind Kunden verstärkt darum bemüht die eigene Lagerhaltung zu mi nimieren, aber dennoch über die richtige Ware, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, in der richtigen Menge und Qualität zu verfügen. Kunden benötigen immer häufiger Sendungen mit kleineren Warenmengen pro Artikel, in sehr kurzer Zeit. Dies erfordert sehr schnelle Reaktionszeiten mit kurzen Auftragsdurchlaufzeiten und bedarfsgerechten Lieferungen. Der so entstehende Kosten- und Leistungsdruck zwingt Produzenten und Verteiler zu einer permanent kritischen Betrachtung der gesamten Abläufe im Lager.
Im Rahmen dieser Seminararbeit, soll zunächst nach einer Begriffsbestimmung, als ein Einstieg in die Thematik, die aktuelle Entwicklung und daraus resultierende Forderungen an moderne Kommissionierungssysteme betrachtet werden. Sodann wird auf die Grundfunktionen des Materialflusses innerhalb des Kommissionierungsvorganges eingegangen. Im Anschluss daran werden konkrete Kommissionierungsprinzipien klassifiziert und unterschieden sowie betriebswirtschaftliche Vor- und Nachteile aufgezeigt. Eine Betrachtung von Kriterien zur betriebswirtschaftlich optimalen Entscheidungsfindung bezüglich des zu wählenden Kommissionierungssystems schließt diese Seminararbeit ab.
1 Vgl. Töpper (1995), S. 1
5
2. Begriffsbestimmung
Als der wichtigste im Rahmen dieser Seminararbeit verwendete Fachbegriff, soll Kommissionieren im Folgenden erläutert werden, da in der einschlägigen Fachliteratur, zum Teil durch den zeitlichen Wandel bedingt, häufig verschiedene inhaltliche Definitionen existieren. Weiterhin sollen zum besseren Verständnis anschließend einige zentrale Begriffe des Kommissionierens angeführt werden.
2.1 Der Begriff des Kommissionierens
Unter Kommissionieren ist das Zusammenstellen von bestimmten Artikeln bzw. Teilmengen aus einem Lagersortiment bzw. aus einer bereitgestellten Gesamtmenge zu verstehen 2 . Dies geschieht auf Grund von Informationen, welche aus Absatzorientierten Aufträgen (Kundenaufträge) oder aus Produktionsorientierten Aufträgen (innerbetrieblich) resultieren können 3 . Kommissionieren stellt dabei meist einen Übergang von einer sortenreine n Lagerung hin zu einer sortenunreinen Lagerung dar 4 .
2.2 Weitere zentrale Begriffe des Kommissionierens.
Die zentralen Begriffe des Kommissioniervorganges, Sortiment, Auftrag und Artikel besitzen das kleinste gemeinsame Vielfache in der Entnahmeeinheit. Die Bereitstelleinheit schafft dabei die Verbindung zwischen Sortiment und Artikel und stellt eine physisch abgegrenzte Teilmenge eines Artikels des Sortimentes dar. Zwischen Auftrag und Artikel wird die Verbindung durch den Begriff der Position hergeste llt.
2 Vgl. Vogt (1993), S. 14
3 Vgl. Ten Hompel / Schmidt (2003), S. 34 f.
4 Vgl. Baumeister (1988), S. 16
6
Die Position entspricht hierbei einer Auftragszeile / Entnahmeinformation in welcher ein für den speziellen Auftrag benötigter Artikel in der zu entnehmenden Menge beschrieben wird 5 .
Abb. 1: Zentrale Begriffe des Kommissionierens 6
3. Aktuelle Entwicklung und sich ergebende Forderungen an Kommissionierungssysteme
Im Folgenden sollen nach dem Aufzeigen aktueller Entwicklungen in der materiellen Produktion im gesamtwirtschaftlichen Umfeld, gegenwärtige und künftige Anforderungen an das Kommissionieren abgeleitet werden.
Einerseits stagnieren alte Märkte, andererseits ergeben sich neue Chancen aber auch Risiken durch im Zuge der Globalisierung neu erschlossene bzw. neu zu erschließende Märkte. Kunden werden immer anspruchsvoller und selbstbewusster, außerdem wächst der weltweite Konkurrenzdruck ebenfalls ständig weiter an. Weiterhin ist ein rasanter Wandel der Informations-, Kommunikations - und Produktionstechnologien zu verzeichnen und für eine stetig wachsende Zahl von Unternehmen werden Verschlankungs-, Rationalisierungs- und oder Einsparungsmaßnahmen überlebensnotwendig 7 .
5 Vgl. Vogt (1993), S. 14 f.
6 Vgl. VDI 3590 (1994), Blatt 1
7 Vgl. Menzel (1997), S. 18
Vgl. Ten Hompel / Schmidt (2003), S. 15 ff.
7
In diesem gesamtwirtschaflichen Rahmen sei die Notwendigkeit der Produktion einer immer größeren Variantenvielfalt von Erzeugnissen zu nennen. Die Großzahl der produzierenden Unternehmen vor allem der Konsumgüterindustrie strebt ein breiteres und tieferes Sortiment an und auch relativ kleine Marktnischen auszuschöpfen. Damit einhergehend verändert sich das Produktspektrum in immer kürzeren Zeiträumen und die jeweils zu produzierenden und zu kommissionierenden Losgrößen nehmen ab 8 .
Durch den zunehmend scharfen Wettbewerb ist außerdem in den allermeisten Produktsparten ein bereits sehr starker und weiter wachsender Kostendruck vorhanden. Als ein wichtiger Wettbewerbsfaktor sei der Lieferservice welcher unter anderem die Lieferbereitschaft, -zeit und -zuverlässigkeit beinhaltet anzuführen 9 .
Auf Grund aller dieser Gegebenheiten folgen nun wichtige, dass Kommissionieren betreffende, Forderungen interner (innerbetriebliche Aufträge) und externer (Kundenaufträge) Abnehmer 10 .
Häufige zumeist von externen Abnehmern gestellte Anforderungen:
• Kurze Auftragsbearbeitungsdauer und minimierte Kommissionierungszeiten (z.B. Eilaufträge oder 24 Stundenservice) • Dynamischere und breitere, tiefere Sortimente • Flexible Kommissionierungssysteme (Sonderwünsche und kleine Auftragsgrößen) • Zusätzlichen Service (z.B. Preisauszeichnungen, Etiketten) • Gegen Null gehende Fehlerquote im Hinblick auf die Kundenzufriedenheit • Garantie-, Gewährleistungs-, Umtausch- und Rückgabeverfahren • Rücknahmemöglichkeit im Sinne einer Kreislaufwirtschaft (z.B. Mehrwegverpackungen)
8 Vgl. Marquardt / Schütze (1994), S. 1
9 Vgl. Heptner (1995), S. 2 ff.
10 Vgl. Töpper (1995), S. 13 ff.
Vgl. Kwijas (1993), S. 2 ff.
Vgl. Marquardt / Schütze (1994), S. 1 ff.
Vgl. Heptner (1995), S. 2 ff.
8
Häufige zumeist von internen Abnehmern gestellte Anforderungen:
• Transparenz der Abläufe und live Überblick über den Bearbeitungsstand • Flexible Auftragsorientierte Strukturen und Kapazitäten • Möglichst kleine Vorratshaltung und Lageraufwand • Minimiertes Umlaufvermögen
• Gegen Null gehende Fehlerquote im Hinblick auf nachfolgende Produktionsprozesse • Ergonomische Arbeitsplätze
• Fehlerwirkungsminimierung (z.B. bei Ausfall von Systemkomponenten) • Aufwandsminimierung von Rückläufen (Garantie, Umtausch ect.)
Abb. 2: Abgeleitete Anforderungen an Kommissioniersysteme 11
4. Grundfunktionen des Materialflusses innerhalb des Kommissionierungsvorganges
In der einschlägigen Fachliteratur lassen sich oft verschieden differenzierte Betrachtungsweisen der Grundfunktionen des Materialflusses im Rahmen des Kommissioniervorganges finden. Meistens können vor allem in der klassischen Literatur weniger stark differenzierte Darstellungen, im Vergleich mit jüngeren Publikationen aufgezeigt werden.
Deshalb soll nun folgend näher auf diese Problematik eingegangen werden.
11 Vgl. Marquardt / Schütze (1994), S. 3
Arbeit zitieren:
Daniel Lehnert, 2004, Vor- und Nachteile unterschiedlicher Kommissionierungsprinzipien aus betriebswirtschaftlicher Sicht., München, GRIN Verlag GmbH
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