Inhaltsverzeichnis Seite
1. Einleitung 1
2. Das allgemeine Frauenbild in unserer Gesellschaft 2
3. Blick auf die Frauensportgeschichte 3-4
3.1 Blick auf die Olympiaberichterstattung über den Frauensport 3-4
4. Sicht der Medizin in bezug auf Frauensport 4
5. Bild der Frau in den Sportberichten der Printmedien 4-6
5.1 Wie wird über das sportliche Handeln von Frauen berichtet? 4-5
5.2 Welche Sichtweise, gegenüber Frauen, zeigt sich in der 5-6
Berichterstattung über das sportliche Handeln von Frauen?
6. Sportberichterstattung in der „BILD“-Zeitung in den 80 er Jahren
und aktuell (Bild Zeitungen vom 02.01. - 09.02.2003) 6-15
6.1 Umfang der Sportberichte 7-8
6.2 Aktualität der Sportberichterstattung 8
6.3 Verteilung der Sportberichterstattung 8-10
6.4 Häufig berichtete Sportarten bei Frauen 10
6.5 Häufig berichtete Sportarten bei Männern 10-11
6.6 Leistungsebene 12
6.7 Erfolg und Misserfolg 12-13
6.8 Aussehen 13-14
6.9 Bilder in der Sportberichterstattung 14
6.10 Sprachstruktur im Sportteil der Bild 15
7. Schluss 16-17
Literaturverzeichnis 18
1. Einleitung
Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Unterschiede in der Berichterstattung von Frauen- und Männersport“. Hierbei habe ich mich besonders auf die Printmedien konzentriert, da dieses sehr viel leicht nachvollziehbarer ist, als beispielsweise die Berichterstattung in Funk- und Fernsehen. Den Themenschwerpunkt habe ich dabei auf die Bild-Zeitung gelegt. Mit Sicherheit ist die Bild-Zeitung als Boulevardblatt nicht repräsentativ für die Sportberichterstattung in der Tagespresse, allerdings wird sie von einem Großteil der Bevölkerung (ca. 12,11 Mil.) 1 gekauft und gelesen und besitzt einen großen Sportteil. Bevor ich auf die Berichterstattung eingehe, werde ich versuchen ein in unserer Gesellschaft herrschendes Frauenbild zu skizzieren. Zudem möchte ich auf die Frauensportgeschichte, sowie kurz auf die Medizinische Sicht, eingehen. Diese Arbeit stützt sich hauptsächlich auf das Buch, Marie Luise und Pfister Gertrud, Goldmädel, Rennmiezen, und Turnküken (Die Frau in der Sportberichterstattung der Bild-Zeitung), Bartels & Wernitz, Berlin, 1985. Von Bedeutung waren zudem die Bücher von Digel, Helmut „Sport und Berichterstattung“, Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek, Oktober, 1983 und Jacobi, Paul/ Rösch Heinz-Egon (Hrg.). „Frauen und Mädchen im Sport“, Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz, 1988. Um einen aktuellen Vergleich zu erzielen, verwende ich die Bild-Zeitungen vom 2.bis 9. Januar 2003. Da es kein aktuelles Buch über die Bild-Zeitung gibt, ich jedoch einen aktuellen Bezug für notwendig halte, greife ich auf diese Zeitungen zurück. Ich möchte klären, ob und was sich in der Bild-Zeitung in der Sportberichterstattung geändert hat. Wichtig dabei ist mir vor allem, ob sich der sexistische Blickwinkel der Sportberichterstattungen in der Bild-Zeitung der `80 er Jahre in den heutigen Ausgaben wiederfindet. Weiterhin möchte ich kurz vergleichen, in wie fern sich das Sportinteresse des Lesers an einzelnen Sportarten in der `80 er Jahren zu heute verändert hat. Der Schluss soll dann eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse wiedergeben und ein kurzes enthält ein kurzes Fazit.
2. Allgemeines Frauenbild in unserer Gesellschaft
Sexistische Unterdrückung von Frauen findet sich in unserer Gesellschaft in den verschiedensten Bereichen wieder. Besonders ist dies im Arbeitsbereich erkennbar, wo Frauen weniger Lohn erhalten, für gleiche, bzw. gleichwertige Arbeit. Sexismus ist die Grundlage für männliche Gewalt gegen Frauen, d.h. Vergewaltigung, schlagen von Frauen und das „Anmachen“ von Frauen auf der Straße. 2 Frauen haben Angst nachts alleine auf die Straße zu gehen, Angst beim Trampen und alleine in Urlaub zu fahren. Dieser Aspekt ist eng verbunden mit den gesellschaftlichen Normen, die in Bezug auf Frauen existieren. Sexismus ist aber auch die Reduzierung der Frau auf sogenannte weibliche Tugenden:
•
Unterordnung (vor allem unter Männern)
Männer können demnach alles viel besser als Frauen. Wenn Frauen gute Leistungen vollbringen, wird dies auf Glück oder Zufall zurück geführt.
3. Blick auf die Frauensportgeschichte
Im alten Griechenland gab es kaum Frauensport. Die Ausnahme bildete Sparta, wo Mädchenwettläufe zu Ehren bestimmter Götter veranstaltet wurden. Verheirateten Frauen war es nicht erlaubt an Olympischen Spielen teilzunehmen. Jungfrauen durften als Zuschauer oder an hippischen Wettbewerben teilnehmen. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Mädchenturnen eingeführt und 1908 wurden erste olympische Wettkämpfe für Frauen angeboten. Die ersten Wettkämpfe im Leichtathletik und Turnen wurden 1928 in Amsterdam ausgetragen. In der Folgezeit erfreute sich der Frauensport an einem stetigen Wachstum der Sportartenvielfalt. Heute sind sogar Stabhochsprung und Eishockey der Frauen olympisch.
3.1 Blick auf die Olympiaberichterstattung über den Frauensport
Die erste Notiz über eine Frauensportberichterstattung bei Olympia ist von 1889 bekannt. Sie umfasste sechs Zeilen. 1912 nahmen erstmals Frauen an olympischen Schwimmwettkämpfen teil. Siegerin war die Australierin Fanny Durack mit einer Siegerinnenzeit von 1:22.2 über 100 m Freistil. Sie war gleich schnell wie der Ungare Alfred Hajos 1896 in Athen. 1924 nahmen die Frauen erstmals an den olympischen Fechtwettkämpfen teil. Frauen fochten zuerst nur mit dem leichteren Florett. 1928 nahmen erstmals Frauen an Leichtathletikwettkämpfen bei Olympia teil. Die Disziplinen waren der 100m und 800m Lauf, sowie die 4x100m Staffel, der Hochsprung und das Diskuswerfen. Sie wurden von Beginn an kritisch beäugt und das zeigte sich in der Berichterstattung. So wurde schon über den 800m Lauf berichtet, das die Frauen Erschöpfungserscheinungen zeigten. Im Vordergrund stand eine eher ästhetische Bewertung. Die Gleichschaltung 3 1936 führt zu bestimmten Menschenidealen, der Mann = Kampf, die Frau = Mutterschaft, Anmut und Ästhetik. Generell herrscht eine kritische Einstellung gegenüber dem Frauensport, aber gute Leistungen werden
3
durchaus als positiv bewertet. Die Unweiblichkeit, damit ist besonders Kraft, der Wettkampf zwischen den Teilnehmerinnen, aber auch unästhetisches Aussehen gemeint, wird im Sport als Ausnahme zugelassen, darf aber nicht Regel werden. 1976 kamen dann Handball und Basketball hinzu, sowie Rudern. Emanzipation wird als eine Entwertung des bestehenden Männersports gesehen. Die Epoche des Dopings entstand und es wurden medizinische Warnungen an die Sportler herausgegeben, vor allem an Frauen. Keine Leistung wurde ohne eine positive ästhetischen Bewertung akzeptiert. Es wurde und werden ambivalente Erwartungen an Hochleistungssportlerinnen gestellt. Zum einen fordert man die best mögliche Leistung und zudem eine große Weiblichkeit und sexuelle Ausstrahlung. Stets wurde die Frage nach der Eignung der Frau für bestimmte Sportarten gestellt. Grund für die Frage nach der Eignung sind die körperlichen oder wesensmäßigen Besonderheiten der Frau. 4
4. Sicht der Medizin in bezug auf Frauensport
Die Vergleiche der Weltrekorde zeigen, das Frauen aufgrund ihrer geringeren Körperdimensionen im Durchschnitt 8-12% hinter den Weltrekorden der Männer liegen. Frauen haben eine 20-30% geringere Sauerstofftransportkapazität. Allerdings haben Frauen eine vergleichbare Milchsäurekonzentrationen bei aerober Leistungsfähigkeit, daher ist der Sauerstoffbedarf bei gleicher Laufleistung gleich. Auch der Stoffwechsel ist im Bezug auf den Muskel gleich. Zudem ist die Muskelkraft pro Einheit identisch. 5
Arbeit zitieren:
Andreas Berkenkamp, 2003, Unterschiede in der Berichterstattung von Frauen- und Männersport, München, GRIN Verlag GmbH
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