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Bindestrichgebrauch in der Tagespresse. Umsetzung des Regelwerks?

Title: Bindestrichgebrauch in der Tagespresse. Umsetzung des Regelwerks?

Seminar Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Heinzelmann (Author)

German Studies - Linguistics
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Die Kommission zur Neuregelung der Deutschen Rechtschreibung hat bei ihren wissenschaftlichen Untersuchungen der Fehlerhäufigkeiten innerhalb der Orthographie festgestellt, dass im Bereich der Bindestrichsetzung ein breites Unwissen unter den Schreibenden herrscht. Im Zuge der Rechtschreibreform 1996 wurde die Bindestrichsetzung daher weiter flexibilisiert. Die orthographischen Fehler haben dadurch abgenommen, das Unwissen über den Bindestrich jedoch nicht.
Der Bindestrich im Deutschen bietet vielfältige Möglichkeiten Wörter zusammenzusetzen, einzelne Bestandteile zu betonen und er bietet durch seine Flexibilität auch die Möglichkeit Rechtschreibfehler zu vermeiden.

Im ersten Teil der vorliegenden Hausarbeit möchte ich die Möglichkeiten des Regelwerks aufzeigen und die Freiräume erläutern, die in der Bindestrichsetzung möglich sind. Des Weiteren führe ich im ersten Kapitel auf, wie der Gebrauch des Bindestrichs sich allgemein darstellt. Ich möchte hierbei klären, noch ohne bestimmte Medien zu untersuchen, ob der Bindestrich eher inflationär in der Alltagsschreibung gebraucht wird oder ob er vielleicht sogar im Begriff ist zu verschwinden.
Im zweiten Kapitel untersuche und analysiere ich den Bindestrichgebrauch bzw. seinen Fehlgebrauch in bundesdeutschen, überregionalen Tages – bzw. Wochenzeitungen. Meine Auswahl beinhaltet Die ZEIT, als Wochenzeitung, vom 24.7.2003, die Frankfurter Rundschau, Die Welt, die Frankfurter Allgemeine und die Süddeutsche Zeitung – alle vom 28.7.2003. Ich untersuche nicht die gesamten Zeitungen, sondern lediglich eine kleine Auswahl von 3-4 Seiten aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Sport und Feuilleton. Zur Vergleichbarkeit muss ich vorweg sagen, dass die Bereiche Politik und Wirtschaft hauptsächlich auf Agenturmeldungen beruhen und daher stilistisch recht homogen sind, während in den Bereichen Sport und Feuilleton die Artikel stilistisch heterogener sind, obwohl sie die gleiche Thematik journalistisch aufarbeiten. Die Tageszeitungen beschäftigten sich am 28.7. im Feuilleton mit den Bayreuther Festspielen und der Aufführung des Fliegenden Holländers und im Sportteil mit dem Tour de France Sieg von Lance Armstrong. Im abschließenden Teil der vorliegenden Proseminararbeit möchte ich die gewonnen Ergebnisse interpretieren und mögliche Gründe für den deflationären oder inflationären Gebrauch von Bindestrichen im Deutschen aufzuführen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Der Bindestrich

1.1 Norm

1.2 Gebrauch

2. Analyse

3. Ergebnisse und Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht den praktischen Bindestrichgebrauch in überregionalen deutschen Zeitungen nach der Rechtschreibreform von 1996, um zu klären, inwieweit die durch das Regelwerk gewährten Freiräume genutzt werden oder ob eine Tendenz zur Vermeidung (Deflationierung) besteht.

  • Regelwerk zur Bindestrichsetzung (Pflicht vs. Fakultativität)
  • Empirische Analyse des Bindestrichgebrauchs in Tages- und Wochenzeitungen
  • Stilistische Unterschiede zwischen verschiedenen Zeitungsressorts
  • Identifikation von Fehlerquellen in der Praxis
  • Interpretation des Nutzungsverhaltens im Vergleich zur normativen Vorgabe

Auszug aus dem Buch

1. Der Bindestrich

Durch die Rechtschreibreform 1996 wurde in der Bindestrichsetzung mehr Freiraum gewährt, das betrifft hauptsächlich die Regel für unübersichtliche Zusammensetzungen. Nach der alten Regelung war beispielsweise nur die Schreibung Ich-Sucht und Ichform möglich, nicht jedoch Ichsucht und Ich-Form. Ein zweiter wichtiger Punkt bezüglich des Bindestrichs betraf die Verbindungen aus Ziffern und Adjektiven, bei denen mit dem neuen Regelwerk auch Bindestrichschreibungen möglich sind.

Im Deutschen setzt man die Bindestriche hauptsächlich aus grammatikalischen und semantischen Gründen.

Bei Zusammensetzungen mit Einzelbuchstaben, Abkürzungen oder Ziffern muss ein Bindestrich gesetzt werden. Beispiele wären: A-Dur, x-beliebig, Fußball-WM, Abt.-Leiter, 8:6-Sieg, ¾-Takt. Zu beachten ist, dass bei Kurzformen von Wörtern nach §40 kein Bindestrich gesetzt wird. Das betrifft beispielsweise Busfahrt. Die Schreibung Bus-Fahrt ist also nicht möglich. Meiner Ansicht nach stellt diese Regelung eine Irritation für den Schreibenden dar. Die Schreibung Autobus-Fahrt ist möglich, Bus Fahrt jedoch nicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Bindestrich: Dieses Kapitel erläutert die normativen Vorgaben des Regelwerks zur Bindestrichsetzung sowie die theoretischen Möglichkeiten und Freiräume, die seit der Rechtschreibreform 1996 bestehen.

2. Analyse: In diesem Hauptteil wird der Bindestrichgebrauch in verschiedenen Ressorts von fünf ausgewählten überregionalen Tages- und Wochenzeitungen empirisch untersucht und auf die Einhaltung bzw. Nutzung des Regelwerks geprüft.

3. Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Dieses Kapitel fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und diskutiert mögliche Gründe für den beobachteten, teils restriktiven Gebrauch des Bindestrichs in der Presse.

Schlüsselwörter

Bindestrich, Rechtschreibreform 1996, Orthographie, Presse, Zeitungen, Regelwerk, Bindestrichsetzung, Fehleranalyse, Sprachgebrauch, Norm, Fakultativität, Stilistik, Zusammensetzungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendung des Bindestrichs in deutschen Printmedien und untersucht, wie Journalisten die durch die Rechtschreibreform erweiterten Gestaltungsmöglichkeiten nutzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit beleuchtet die normative Ebene der deutschen Rechtschreibregeln zur Bindestrichsetzung sowie die praktische Umsetzung in verschiedenen journalistischen Ressorts wie Politik, Wirtschaft, Sport und Feuilleton.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob der Bindestrich eher inflationär oder deflationär gebraucht wird und ob die im Regelwerk vorgesehenen Spielräume zur besseren Verständlichkeit von Texten in der Presse genutzt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine qualitative Analyse durch, indem er ausgewählte Artikel aus renommierten Zeitungen wie "Die Zeit", "FAZ" oder "Süddeutsche Zeitung" auf die Verwendung von Pflicht- und fakultativen Bindestrichen untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Auswertung des Bindestrichgebrauchs pro Zeitung und Ressort, wobei insbesondere Unterschiede zwischen Redaktionsartikeln, Agenturmeldungen und verschiedenen Themenbereichen hervorgehoben werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Bindestrich, Rechtschreibreform 1996, Orthographie, Presse, Bindestrichsetzung, Norm und Sprachgebrauch.

Welche Rolle spielt das Feuilleton im Vergleich zu anderen Ressorts?

Die Analyse zeigt, dass das Feuilleton im Vergleich zu Politik- oder Wirtschaftsteilen eine deutlich häufigere und kreativere Nutzung der fakultativen Bindestrichsetzung aufweist, was auf einen individuelleren Schreibstil hindeutet.

Warum werden manche Fehler laut Autor nicht erkannt?

Der Autor vermutet, dass Rechtschreibkorrekturprogramme Schwierigkeiten bei der Identifikation von korrekt gesetzten, substantivisch gebrauchten mehrteiligen Zusammensetzungen haben, was die Fehleranfälligkeit in diesem Bereich erhöht.

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Details

Title
Bindestrichgebrauch in der Tagespresse. Umsetzung des Regelwerks?
College
University of Mannheim
Course
Proseminar
Grade
1,3
Author
Christian Heinzelmann (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V33830
ISBN (eBook)
9783638342131
ISBN (Book)
9783656878131
Language
German
Tags
Bindestrichgebrauch Tagespresse Umsetzung Regelwerks Proseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Heinzelmann (Author), 2003, Bindestrichgebrauch in der Tagespresse. Umsetzung des Regelwerks?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33830
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