Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Topic: Globalization, Political Economics

Der Nationalstaat als unersetzlicher politischer Akteur in Globalisierungsprozess?

Title: Der Nationalstaat als unersetzlicher politischer Akteur in Globalisierungsprozess?

Seminar Paper , 2003 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christian Heinzelmann (Author)

Politics - Topic: Globalization, Political Economics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Globalisierung! Bei der Recherche zu dieser Hausarbeit habe ich den Begriff über tausend Mal in verschiedenen Buchtiteln gesehen. Er erstreckt sich von der Volks- über die Betriebswirtschaftslehre, die Rechtswissenschaften, die Soziologie bis hin zur Politikwissenschaft. Der Begriff der Globalisierung ist auf der einen Seite sehr vielsagend, in manchen Kontexten sagt er jedoch überhaupt nichts aus und ist viel eher eine leere Worthülle. „Jenseits politischer Stellungnahmen lässt sich Globalisierung als die raum-zeitliche Ausdehnung sozialer Praktiken über staatliche Grenzen, die Entstehung transnationaler Institutionen und Diffussion kultureller Muster beschreiben“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Die Zukunft des Nationalstaates

1.1 Vormerkung

1.2 Weitgehende Auflösung des Nationalstaates / drei Perspektiven

1.2.1 Global Governance

1.2.2 Transnationalstaat

1.2.3 Regionalstaat

2. Legitimations – und Identitätsprobleme der Postnationalstaaten

2.1 Der Nationalstaat als Ebene der demokratischen Mobilisierung

2.2 Der Nationalstaat als identitätsstiftender Faktor

2.2.1 Nationalbewusstsein und nationale Identität

2.2.2 Regionale oder transnationale Identität als Alternative?

2.3 Der Nationalstaat als sozial integrativer Faktor

Schlussfolgenungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob der Nationalstaat im Zuge des Globalisierungsprozesses seine Bedeutung als politischer Akteur verliert oder ob er als unverzichtbare Instanz für demokratische Legitimation, Identitätsstiftung und soziale Integration erhalten bleibt. Dabei wird analysiert, inwieweit alternative Konzepte wie Global Governance, Transnationalstaat oder Regionalstaat den Nationalstaat tatsächlich ersetzen können.

  • Analyse der vier Perspektiven zur Zukunft des Nationalstaates nach Dirk Messner
  • Diskussion von Konzepten wie Global Governance, Transnationalstaat und Regionalstaat
  • Untersuchung des Nationalstaates als Ebene demokratischer Mobilisierung
  • Reflektion über die Rolle nationaler Identität und Nationalbewusstsein
  • Bewertung der sozial integrativen Funktion des Nationalstaates im internationalen Wettbewerb

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Global Governance

Das Konzept der Global Governance geht von einen Weiterbestehen der nationalen Regierungen aus, jedoch meiner Ansicht nach in anderer Funktion und mit teilweiser Ablösung vom Nationalstaat. Deswegen wird dieses Konzept auch an dieser Stelle aufgeführt.

Global Governance darf man nicht mit Global Government gleichsetzen. Eine „Weltregierung“ wäre zwar auch ein post-nationalstaatliches Konzept, aber die Implementierung vom heutigen Standpunkt aus sehr unwahrscheinlich.

Durch die globalen Probleme entgleiten den Nationalstaaten die Möglichkeiten der nationalen Gesetzgebung und ökonomischen Steuerung. Als Gegengewicht dazu entsteht eine neue Global Public Policy, ein System der offenen Kommunikation zwischen den verschiedenen globalen Akteuren. Reinicke „unterscheidet zwischen einer vertikalen Subsidarität, in der gewisse Aufgaben an sub- oder suprastaatliche öffentliche Institutionen delegiert werden, und einer horizontalen Subsidarität, die nicht staatliche Akteure einbezieht“. Dieses Netzwerk zwischen den verschiedenen Akteuren muss effektiver als die heutigen Netzwerke sein und es muss mehr Partizipationsmöglichkeiten für die Bevölkerung bieten als die aktuellen Netzwerke. Global Public Policy erfordert einen intensiven Austausch zwischen den einzelnen Akteuren.

In dem System der offenen Kommunikation würden und müssten staatliche und nicht staatliche Akteure auf sowohl globaler als auch regionaler Ebene zusammenarbeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Der Autor thematisiert die Vielschichtigkeit des Globalisierungsbegriffs und stellt die Forschungsfrage nach der zukünftigen Rolle des Nationalstaates sowie dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft.

1. Die Zukunft des Nationalstaates: In diesem Kapitel werden theoretische Perspektiven wie Global Governance, der Transnationalstaat und der Regionalstaat als mögliche Szenarien für eine Veränderung des Nationalstaates diskutiert.

2. Legitimations – und Identitätsprobleme der Postnationalstaaten: Der Autor untersucht hier die entscheidenden Funktionen des Nationalstaates in den Bereichen demokratische Mobilisierung, Identitätsstiftung und soziale Integration.

Schlussfolgenungen: Das Fazit fasst zusammen, dass der Nationalstaat trotz ökonomischer und politischer Steuerungsdefizite als zentraler Akteur, insbesondere im Bereich der sozialen Integration, erhalten bleibt.

Schlüsselwörter

Nationalstaat, Globalisierung, Global Governance, Transnationalstaat, Regionalstaat, Demokratie, Politische Mobilisierung, Identität, Nationalbewusstsein, Sozialstaat, Soziale Integration, Internationale Beziehungen, Politikwissenschaft, Legitimationsbedarf, Souveränität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle des Nationalstaates im Kontext fortschreitender Globalisierungsprozesse und hinterfragt, ob er als politischer Akteur durch neue Formen der Steuerung ersetzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Global Governance, verschiedene Staatsmodelle (Transnationalstaat, Regionalstaat), demokratische Legitimation sowie die identitätsstiftende und sozial integrative Funktion des Nationalstaates.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, ob der Nationalstaat im Zuge der Globalisierung an Bedeutung verliert oder ob er für das Funktionieren von Gesellschaften (Integration, Identität) unersetzlich bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Literaturanalyse, in der verschiedene theoretische Konzepte zur Zukunft des Nationalstaates gegenübergestellt und kritisch bewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Debatte über Staatskonzepte und eine Untersuchung der sozio-psychologischen und demokratischen Funktionen des Nationalstaates.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Nationalstaat sind Globalisierung, Identität, demokratische Legitimation und soziale Integration die prägenden Begriffe.

Wie bewertet der Autor das Konzept der Regionalstaaten nach Ohmae?

Der Autor sieht zwar das ökonomische Potenzial von Regionalstaaten, kritisiert jedoch die fehlende Antwort auf globale Probleme, die Gefahr eines ruinösen Standortwettbewerbs und die mangelnde demokratische Legitimation kleiner Gebilde.

Warum hält der Autor den Nationalstaat für die soziale Integration für unersetzlich?

Der Autor argumentiert, dass transnationale oder regionale Ebenen derzeit keine vergleichbare soziale Sicherung oder einen gesellschaftlichen Konsens bieten können, da sie an der unterschiedlichen Wirtschaftskraft der Regionen scheitern würden.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Der Nationalstaat als unersetzlicher politischer Akteur in Globalisierungsprozess?
College
University of Mannheim
Course
Proseminar
Grade
2,0
Author
Christian Heinzelmann (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V33831
ISBN (eBook)
9783638342148
ISBN (Book)
9783656878124
Language
German
Tags
Nationalstaat Akteur Globalisierungsprozess Proseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Heinzelmann (Author), 2003, Der Nationalstaat als unersetzlicher politischer Akteur in Globalisierungsprozess?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33831
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint