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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
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2 Was heißt eigentlich „Dialog“? 3
3 Das „Lernen im Dialog“ am Beispiel ausgewählter Lehrmethoden 5
3.1 Lernen im Frontalunterricht 5
3.2 Lernen im Gruppenunterricht 7
3.3 Lernen im Projektunterricht 8
3.4 Lernen im Unterrichtsgespräch 9
4 Fazit S.10
Literaturverzeichnis S 11
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1 Einleitung
Geben wir das Stichwort „Lernen“ in die Suchmaschine des Internets ein, so werden wir mit unendlich vielen Themen, Gebieten und Abhandlungen hinsichtlich dieses einen Be griffs konfrontiert. Unzählbar viele Werke finden wir zu diesem Thema auch in den Bestä nden der Bibliotheken. Eine Reihe von Autoren beschäftigten sich bereits explizit mit der Frage „Was ist eigentlich Lernen?“. Definitionen, historische Hintergründe, diverse Ler nprinzipien, biologische und physiologische Grundlagen des Lernen, Mnemotechniken und viele weitere Gegenstände kann dieses Thema aufwerfen. Was jedoch sowohl in der Lit eratur als auch im Unterricht selbst in der Vergangenheit sehr vernachlässigt wurde, ist es, die Themenfrage unter dem Gesichtspunkt des „Lernen im Dialog“ zu betrachten und diskutieren.
Der Schüler lernt nicht isoliert für sich, sondern im Zusammenhang mit anderen Me nschen. Der soziale Aspekt des Lehrens und Lernens, der Dialog, ist es, dem in die ser Arbeit größtes Augenmerk geschenkt werden soll.
Soziales Lernen bzw. das Lernen unter sozialen Umständen beinhaltet die Kommunikation untereinander. Konkret auf die Schule bezogen heißt dies einerseits die Kommunikation zwischen Schülern untereinander, andererseits aber auch zwischen dem Lehrenden und dem Schüler - das Lernen im Dialog zwischen Lehrer und Schüler. Diese Form des „Lernen im Dialog“ möchte ich zunächst vorstellen bzw. näher erläutern, bevor ich später einige gängige Unterrichtsmethoden bzw. -verfahren aufgreifen werde, deren Ziel es sein sollte, den Schülern Lernen zu ermöglichen. Daran möchte ich dann überprüfen, inwieweit das dialogische Unterrichten in den jeweiligen Unterrichtsformen realisierbar ist und inwieweit diese Methoden die heutigen Schüler, die „Kinder der Freiheit“, wie sie der Soziologe Beck nennt, überhaupt ansprechen. Diesen Kindern zeigt sich die Zukunft multidimensional, weshalb auch die einfachen Erklärungsmuster der Älteren oft nicht mehr greifen (vgl. BECK 1997, 11).
Diese „Kinder der Freiheit“ sind heute der Schulalltag. Es liegt also auf der Hand, daß u nsere Schüler keine eingleisigen, konservativen Lehrkräfte brauchen, sondern „Lehrer der Freiheit“. Für diese müßte Unterrichten und Lernen ein dialogischer Prozeß sein (vgl. WEITL S. 2). Doch was verstehen wir eigentlich unter dem Begriff Dialog?
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2 Was heißt eigentlich „Dialog“?
Der Dialog ist eine Art, sich auszutauschen, das aufeinander Zugehen und Sprechen mi t-einander - das Gespräch, die Diskussion.
Jedoch ist der Dialog keine Diskussion, bei der nur Standpunkte vertreten werden, sondern ein echter Dialog, in dem Standpunkte ausgetauscht werden. Das heißt, wir sprechen mit-einander, fragen, hören zu, antworten usw. Dabei gehen wir von der Vorstellung aus, daß sich die Dialogpartner in einem Frage- und Antwortspiel einen Begriff oder eine Sache aufbauen. Innerhalb der Bewegungswissenschaften kann dies beispielsweise der Umbau einer gesprochenen Metapher in eine reale sportliche Bewegung sein: „Den Badminto nschläger aus dem Rucksack ziehen“, wenn die Schwungschleife für die Badmintonschla garten erarbeitet wird.
Der Begriff „Dialog“ läßt verschiedene Definitionen zu. Der Wirtschaftswissenschaftler LUTZ z.B. definiert Dialog als „ein längerer andauernder Prozeß von Komm unikationen zwischen Menschen, der von Asymmetrien des Beeinflußungspotentials möglichst fre igehalten und so gestaltet wird, daß es zu vertieften Hypothesen über das Wissen der Di alogpartner kommen kann.“ (LUTZ 1997, 142).
Hier fällt auf, daß der Dialog für LUTZ eine längere Zeitdauer in Anspruch nimmt. Für ihn ist es ein kommunikativer Prozeß zwischen Menschen. In unserem Fall zwischen Lehrer und Schüler.
FASSBIND definiert Dialog als „eine Konzeption von Intersubjektivität“ (FASSBIND 1995, 42). Und auch der brasilianische Pädagoge FREIRE sieht den Dialog als Intersubje ktivitätsprinzip (FREIRE 1973, 68), was so viel heißt, wie daß die eigene persönliche Au ffassung im Gespräch mit den Mitmenschen, also hier im Gespräch Lehrer - Schüler, ausgetauscht und diskutiert wird und dadurch der eine vom anderen lernt. Und ganz ähnlich sieht es auch der Schulpädagoge der Universität Augsburg WIATER. Er bezeichnet den Dialog als „dialektische Interaktion“ bzw. „Dialektik“ und definiert diese als „eine Denkform dialogischer Problementfaltung, bei der These und Antithese vertreten werden, um Gesprächspartner der Lösung näherzubringen.“ (WIATER 1997, 106). Unte rrichten und Lernen sind für ihn als dialektische Interaktion angemessen zu verstehen. Denn die Denkfigur der dialektischen Interaktion berücksichtige erstens, daß „Schüler
Arbeit zitieren:
Thomas Geisler, 2000, Lernen im Dialog, München, GRIN Verlag GmbH
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