Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Vergleichende Analyse exemplarischer Rating-Ansätze der Versicherungswirtschaft

Title: Vergleichende Analyse exemplarischer Rating-Ansätze der Versicherungswirtschaft

Diploma Thesis , 2004 , 92 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Bianca Löffler (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Rating als eine Form der Bonitätsbewertung von Unternehmen oder Finanztiteln hat in der Vergangenheit eher eine nachrangige Rolle in der Versicherungswirtschaft eingenommen. Ereignisse wie die Großschäden durch den Terroranschlag auf das World Trade Center, die anhaltende Börsenbaisse, die Bilanzierungsskandale in den USA oder die geplante Einführung von Solvency II führen jedoch dazu, dass die Bonitätseinstufungen von Versicherungsunternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Auch Investoren und Versicherungsnehmer fordern mehr Transparenz über die finanzielle Lage der Gesellschaften, um Anlagefehlentscheidungen zu vermeiden. Makler hingegen ziehen externe Ratings zu Rate, um ihren Kunden die beste Empfehlung geben zu können. Für Erstversicherungsunternehmen sind Ratings in Bezug auf den Einkauf von Rückversicherungsschutz sehr bedeutend. Denn Erstversicherer achten darauf, dass sie ihre Risiken ausschließlich bei Rückversicherern mit einer guten Bonitätsnote platzieren. Rating-Agenturen werden zurzeit sowohl durch Investoren als auch durch Emittenten stark unter Druck gesetzt. Anleger fordern mehr Verantwortung von den Agenturen, besonders nachdem sie die Pleiten von Enron und Worldcom praktisch „verschlafen“ haben. Die Unternehmen hingegen werfen den Agenturen vor, dass sie bewusst vorsichtigere und schlechtere Bonitätsurteile abgeben, um sich vor erneuten Fehleinschätzungen zu schützen. Die Rating-Agenturen stecken somit in einer Zwickmühle. Zum einen wollen sie den Anforderungen der Investoren gerecht werden und zum anderen wollen sie ihre eigentlichen Kunden, die Emittenten, nicht verärgern. Letztlich soll ein Rating natürlich ein wahrheitsgetreues Bild eines Unternehmens widerspiegeln. Das heißt, es geht weder darum, zum Schutz der Investoren vorsichtige Bewertungen abzuliefern, noch darum, den Unternehmen zuliebe „Gefälligkeits-Ratings“ zu vergeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 Zielsetzung

1.2 Gang der Arbeit

2. KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN

2.1 Definition des Rating-Begriffs

2.1.1 Entwicklung des Ratings

2.1.2 Arten des Ratings

2.1.2.1 Emissions-Rating versus Emittenten-Rating

2.1.2.2 Langfristiges Rating versus kurzfristiges Rating

2.2 Wesen und Aufgaben von Rating-Agenturen

2.3 Aufbau und Aussage von Rating-Symbolen

2.4 Konzeption von Rating-Systemen

2.5 Das Verfahren zur Erstellung eines Ratings

2.5.1 Ziel des Rating-Verfahrens

2.5.2 Beantragtes und unbeantragtes Rating-Verfahren

2.5.3 Prozessablauf des Rating-Verfahrens

2.5.3.1 Auswahl der Rating-Agentur und Abschluss des Rating-Vertrages

2.5.3.2 Informationsbeschaffung und Analyse

2.5.3.3 Rating-Ergebnis

2.5.3.4 Publikation des Ratings

3. DIE RATING-ANSÄTZE BEDEUTENDER RATING-AGENTUREN IM VERSICHERUNGSMARKT

3.1 Überblick über die Rating-Ansätze in der Assekuranz

3.2 Bonitätsfaktoren in der Versicherungswirtschaft

3.3 Der Rating-Ansatz von Fitch

3.3.1 Unternehmenspräsentation

3.3.2 Die Methodik von Fitch zur Beurteilung der Finanzkraft eines Versicherers

3.3.2.1 Kriterien zur Bewertung von Versicherungsunternehmen

3.3.2.2 Der Rating-Ansatz für Versicherungsgruppen

3.3.3 Die Bewertungsgrundlagen

3.3.3.1 Angeforderte Unterlagen bzw. Auskünfte

3.3.3.2 Das Managementgespräch

3.3.3.3 Die finanziellen Kennzahlen

3.4 Der Rating-Ansatz von Standard & Poor’s

3.4.1 Unternehmenspräsentation

3.4.2 Die Methodik von Standard & Poor’s zur Beurteilung der Finanzkraft eines Versicherers

3.4.2.1 Kriterien zur Bewertung von Versicherungsunternehmen

3.4.2.2 Der Rating-Ansatz für Versicherungsgruppen

3.5 Der Rating-Ansatz von Moody’s

3.5.1 Unternehmenspräsentation

3.5.2 Die Methodik von Moody’s zur Beurteilung der Finanzkraft eines Versicherers

3.5.2.1 Grundprinzipien

3.5.2.2 Kriterien zur Bewertung von Lebensversicherern

3.5.2.3 Der Rating-Ansatz für Versicherungsgruppen

3.6 Synoptische Gegenüberstellung der einzelnen Rating-Ansätze

4. RATING-AGENTUREN IM FOKUS ÖFFENTLICHER DISKUSSIONEN

4.1 Aktuelle Kritik an den führenden Rating-Agenturen

4.2 Lösungsansätze zur Kontrolle und Regulierung der Rating-Agenturen

5. BONITÄTSEINSTUFUNGEN UND IHRE AUSWIRKUNGEN AM BEISPIEL DER MÜNCHENER RÜCK

6. SCHLUSSBEMERKUNG

6.1 Kritische Würdigung der Rating-Ansätze

6.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die kritische Analyse der führenden externen Rating-Agenturen in der Versicherungswirtschaft sowie deren Bewertungsmethoden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem "Insurer Financial Strength Rating", welches die Finanzstärke von Versicherungsunternehmen misst, um deren Fähigkeit zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen einzuschätzen.

  • Analyse der Bewertungsmethoden von Fitch, Moody's und Standard & Poor's.
  • Untersuchung von Bonitätsfaktoren und deren Gewichtung in der Assekuranz.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Transparenz und Regulierung von Rating-Agenturen.
  • Darstellung der praktischen Auswirkungen von Rating-Herabstufungen am Beispiel der Münchener Rück.
  • Vergleichende Gegenüberstellung der Rating-Ansätze verschiedener Agenturen.

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Die Methodik von Fitch zur Beurteilung der Finanzkraft eines Versicherers

Fitch unterscheidet grundsätzlich folgende Arten des Ratings: das Rating zur Messung der Finanzkraft eines Versicherers („Insurer Financial Strength“, IFS) sowie das Rating von festverzinslichen Wertpapieren. Aufgrund der enormen Bedeutung des IFS-Rating steht diese Art der Bewertung im Fokus der folgenden Ausführungen. Die Beurteilung der Finanzstärke eines Versicherers gibt Auskunft über die Fähigkeit des Unternehmens, seine vorrangigen Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern und Vertragsinhabern termingerecht zu erfüllen. Fitch verwendet drei Ansätze zur Bewertung der finanziellen Kraft eines Versicherungsunternehmens. In Abhängigkeit von den Beziehungen zwischen Mutter- und Tochtergesellschaften bzw. Konzerngesellschaften wird in Individual-, Teileigenschafts- und Gruppen-Rating unterteilt.

Bei dem Individual-Rating wird das Finanzprofil jeder Konzerngesellschaft streng getrennt voneinander bewertet. Die Auswirkungen aufgrund der Einbindung innerhalb des Konzerns bleiben hierbei unberücksichtigt. Nach Meinung des Verfassers ist ein solches Rating nur bedingt aussagefähig, da die meisten Versicherer im Verbund agieren, was sich u. a. maßgeblich auf die Kapitalstruktur der einzelnen Gesellschaften auswirkt. Im Teileigenschafts-Rating werden die Gesellschaften zunächst einzeln betrachtet, allerdings wird die Bewertung anschließend angeglichen, um bestimmte Stärken und Schwächen anderer Konzerngesellschaften einfließen zu lassen. Das Gruppen-Rating beurteilt alle Gruppengesellschaften auf derselben Ebene. Als Basis dient das konsolidierte Profil aller Gruppengesellschaften.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der wachsenden Bedeutung von Ratings in der Versicherungswirtschaft aufgrund veränderter Marktbedingungen und regulatorischer Anforderungen.

2. KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN: Erläuterung der grundlegenden Definitionen und Verfahrensweisen im Rating-Bereich, inklusive der verschiedenen Rating-Arten.

3. DIE RATING-ANSÄTZE BEDEUTENDER RATING-AGENTUREN IM VERSICHERUNGSMARKT: Detaillierte Analyse der Bewertungsmethoden der Agenturen Fitch, Standard & Poor’s und Moody’s unter Berücksichtigung branchenspezifischer Kriterien.

4. RATING-AGENTUREN IM FOKUS ÖFFENTLICHER DISKUSSIONEN: Kritische Beleuchtung der aktuellen Diskussionen über Transparenz, Machtkonzentration und mögliche Regulierungsansätze für Rating-Agenturen.

5. BONITÄTSEINSTUFUNGEN UND IHRE AUSWIRKUNGEN AM BEISPIEL DER MÜNCHENER RÜCK: Fallstudie zur Analyse der praktischen Konsequenzen eines Downgradings für ein führendes Rückversicherungsunternehmen.

6. SCHLUSSBEMERKUNG: Abschließende kritische Würdigung der Rating-Ansätze und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung sowie die Rolle von Verhaltenskodizes.

Schlüsselwörter

Rating, Versicherungswirtschaft, Bonitätsbewertung, Insurer Financial Strength, Fitch, Moody's, Standard & Poor's, Rating-Agentur, Kapitalausstattung, Risikomanagement, Finanzstärke, Transparenz, Solvency II, Münchener Rück, Downgrading.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der vergleichenden Analyse von Rating-Ansätzen in der Versicherungswirtschaft, insbesondere mit dem Fokus auf die Bewertung der Finanzstärke von Versicherern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die methodischen Unterschiede zwischen großen Rating-Agenturen, die spezifischen Bonitätsfaktoren der Versicherungsbranche sowie die öffentliche Kritik an der Arbeit der Agenturen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine kritische Analyse der Bewertungsmethoden der führenden externen Rating-Agenturen Fitch, Moody's und Standard & Poor's sowie deren Anwendung bei der Beurteilung von Versicherungsunternehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie dem Vergleich der von den Rating-Agenturen veröffentlichten Rating-Methodiken und der Darstellung der praktischen Auswirkungen anhand einer Fallstudie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die detaillierten Rating-Ansätze von Fitch, Moody's und S&P beschrieben, miteinander verglichen und die Bonitätsfaktoren in der Assekuranz explizit erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Rating, Finanzstärke, Versicherungswirtschaft, Fitch, Moody's, S&P, Kapitaladäquanz, Transparenz und Regulierung.

Wie beeinflusst die Rating-Agentur die Strategie der Münchener Rück?

Die mehrfachen Herabstufungen durch die Agenturen haben die Münchener Rück dazu gezwungen, ihr Eigenkapital deutlich zu erhöhen, um ihre Bonität und Marktposition zu schützen.

Warum fordern Unternehmen mehr Transparenz bei Rating-Verfahren?

Unternehmen kritisieren die mangelnde Nachvollziehbarkeit bei der Gewichtung qualitativer Faktoren und fordern eine klarere Offenlegung der Rating-Prozesse, ohne dabei vertrauliche interne Daten zu gefährden.

Excerpt out of 92 pages  - scroll top

Details

Title
Vergleichende Analyse exemplarischer Rating-Ansätze der Versicherungswirtschaft
College
Wiesbaden University of Applied Sciences
Course
Risikomanagement
Grade
2,0
Author
Bianca Löffler (Author)
Publication Year
2004
Pages
92
Catalog Number
V34067
ISBN (eBook)
9783638343893
ISBN (Book)
9783656460350
Language
German
Tags
Vergleichende Analyse Rating-Ansätze Versicherungswirtschaft Risikomanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bianca Löffler (Author), 2004, Vergleichende Analyse exemplarischer Rating-Ansätze der Versicherungswirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34067
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  92  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint