Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Aufgaben, Ziele und Zielgruppen der Jugendhilfe(-planung) 2
3. Rechtliche Grundlagen 4
4. Der Planungsprozess 5
4.1 Die Zielentwicklung 5
4.2 Auswahl eines Konzepts 5
4.3 Festlegung der Beteiligungsform 7
4.4 Informations- und Datenbeschaffung 8
4.4.1 Bestandsaufnahme 8
4.4.2 Bedarfsermittlung 9
4.5 Maßnahmeplanung mit anschließender Durchführung 10
5. Qualitätssicherung in der Jugendhilfeplanung 10
6. Fazit 11
Literaturverzeichnis 12
1
1. Einleitung
„ Planung kommt häufig dann ins Gespräch, wenn die Praxis sozusagen außer Kontrolle gerät […].“ (Bundesarbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendschutz e.V. 1996, S. 9). Diese Art von Formulierung stellt die Auswirkungen von unstrukturiertem Vorgehen zwar überspitzt dar, betont jedoch die Notwendigkeit des Erstellens einer Orientierungshilfe in vielen Bereichen unserer Gesellschaft. Besonders im sozialen Sektor spielt dies eine große Rolle, da die ohnehin wenigen zur Verfügung stehenden Mittel durch willkürliches Einsetzen eher verschwendet als verwendet würden. In der Jugendhilfe, die, wie der Name schon sagt, Unterstützung für Kinder- und Jugendliche bieten soll, ist Planung insbesondere für den sinnvollen und auf niedrige Kosten bedachten Einsatz unerlässlich (vgl. Bundesarbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendschutz e.V. 1996, S. 11). Die Relevanz dieses Themas ist somit sehr groß, da gezielt eingesetzte und qualitative Jugendhilfe sich nicht nur positiv auf die direkten Nutzer, nämlich Kinder und Jugendliche, sondern indirekt auf die gesamte Gesellschaft auswirkt.
Diese Arbeit soll einen Überblick über die Aufgaben der Jugendhilfe, den Planungsprozess und die an ihm beteiligten Organe geben. Im abschließenden Fazit werden die bisherigen Entwicklungen und Erfolge in der Jugendhilfeplanung dargestellt und ihre verbesserungswürdigen Bereiche aufgezeigt.
2. Aufgaben, Ziele und Zielgruppen der Jugendhilfe(-planung)
Das allgemein gefasste Ziel der Jugendhilfe ist es, positive Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche und deren direktes Umfeld zu schaffen (vgl. Jordan, Schone 2000, S. 57).
Im Einzelnen gliedert sich dieser Grundsatz in Zielsetzungen wie die „Erziehung junger Menschen zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten“ (Jordan, Schone 2000, S. 105), die „ Vermeidung und [den] Abbau von Benachteiligungen“ (Jordan, Schone 2000, S. 105) und die „Beteiligung von Kindern
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und Jugendlichen an allen sie betreffenden Entscheidungen“ (Jordan, Schone 2000, S. 105).
Die sich aus diesen Zielen ergebenden Aufgaben reichen von der Bereitstellung von Kindertagesstätten und Kindergärten über das Angebot von Familien- und Partnerschaftsberatungen bis hin zur Jugendgerichtshilfe. Des Weiteren zählen die Jugendarbeit, der Kinder- und Jugendschutz und auch die Bereitstellung von Heimen für Waisenkinder zum Aufgabenfeld der Jugendhilfe (vgl. Jordan, Schone 2000, S. 91). Um all diese Aufgaben erfüllen zu können und damit oben genannte Ziele zu erreichen, muss, wie bereits erwähnt, sorgfältig geplant werden. Das Ziel der Planung liegt somit auf der Hand: Man versucht, ein Konzept auszuarbeiten, mit dem es gelingt, die Maßnahmen der Jugendhilfe sinnvoll und geordnet einzusetzen (vgl. Jordan, Schone 2000, S. 57).
Die Aufgaben, die hiermit verbunden sind, gliedern sich in drei Teile. Der erste Baustein im System der Jugendhilfeplanung ist die Ermittlung des Bestands, des Bedarfs und die darauf folgende Maßnahmenplanung. Der zweite Schritt ist der Versuch, die Öffentlichkeit für das Thema Jugendhilfeplanung zu sensibilisieren und Interesse zu wecken. Der letzte Schritt ist das Einbringen der Jugendhilfeplanung in die Kommunalpolitik, bzw. der Versuch, die Relevanz des Themas auch auf kommunaler Ebene deutlich zu machen. Die Aufgabe der Jugendhilfe ist außerdem keine einmalige Angelegenheit, sondern ein ständiger Prozess, in dem immer wieder neu auftretende Probleme und Änderungen berücksichtigt werden müssen (vgl. Jordan, Schone 2000, S. 61-62).
Die hauptsächlichen Zielgruppen der Jugendhilfe und damit auch der Jugendhilfeplanung sind unter anderem Jugendliche und Kinder in Ein-Elternteil- und kinderreichen Familien oder in Familien, die einer schwachen sozialen Schicht zugehörig sind. Des Weiteren gehören z.B. Aussiedler- und Flüchtlingskinder, sowie drogenabhängige und obdachlose Jugendliche zur Zielgruppe (vgl. Jordan, Schone 2000, S. 93).
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Arbeit zitieren:
Jasmin Kollé, 2004, Jugendhilfeplanung, München, GRIN Verlag GmbH
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