I
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. 1
2 Management / Controlling - aktuelles Verständnis der Begriffe und
Rollen im Unternehmen
2.1 Managementfunktion (und Aufbau des Führungssystems) 2
2.2 Controllingfunktion. 4
3 Planungsorganisation und -aufgaben
3.1 Planungsstrukturen. 6
3.2 Typische Planungsaufgaben 7
4 Aufgabenverteilung im Planungsprozess
4.1 Originäre Managementaufgaben 9
4.2 Originäre Controllingaufgaben. 10
4.3 Bereiche der Aufgabenüberschneidung zwischen Controlling und
Management. 12
5 Fazit 13
II
Abbildungsverzeichnis
Abb.1 : Managementfunktionen nach Koontz / O´Donnel. 2
Abb 2: Controlling Prozessschema 5
- 1 - 1Einleitung
In den letzten Jahren hat sich in der Praxis gezeigt, dass eine solide Unternehmensplanung z.B. für die Unternehmensfinanzierung immer wichtiger wird. Das gilt sowohl mit Blick auf die Qualität der Planungsdurchführung als auch auf die Qualität der in der Planung getroffenen Entscheidungen. Unternehmen setzen daher in diesem Bereich immer mehr Fachkräfte ein. Oft sind dies Controller, die den betreffenden Managern unterstützend unter die Arme greifen.
Die Gliederung des Themas liefert drei Hauptbereiche der Arbeit: Es wird zuerst geklärt, welches Begriffs- und Rollenverständnis von Controlling und Management für die Aufgabenverteilung im Planungsprozess zugrunde gelegt werden soll. Hierzu werden die Begriffe definiert und kurz in Zusammenhang gebracht.
Im Weiteren wird dann erläutert, wie Planungsprozesse aussehen und ablaufen. Dabei wird aus Platzgründen nur auf einen idealtypischen Ablauf und einige Grundstrukturen abgestellt.
Darauf aufbauend wird abgeleitet, wie sich das zugrunde gelegte Rollenverständnis von Management und Controlling im
Planungszusammenhang in eine Aufgabenverteilung der beiden Funktionen umsetzen lässt. Der funktionale Aspekt wird gewählt, da er sich am besten eignet, die Aufgabenverteilung zwischen Controlling und Management im Planungsprozeß herauszuarbeiten.
- 2 - 2Controlling / Management - aktuelles Verständnis der Begriffe und
Rollen im Unternehmen
2.1 Begriff und Rolle des Managements
Der Begriff des Managements wird sehr häufig als Synonym für Unternehmensführung benutzt. Was Unternehmensführung genau bedeutet, ist in der Literatur unterschiedlich definiert, abhängig vom Kontext und dem persönlichen Standpunkt des Autors. Eine Meinung bezeichnet Management als „… eine komplexe Aufgabe. Es müssen Analysen durchgeführt, Entscheidungen getroffen, Bewertungen vorgenommen und Kontrollen ausgeführt werden.“ 1 Diese und eine ähnliche („Management kann … definiert werden als die Verarbeitung von Informationen und ihre Verwendung zur zielorientierten Steuerung von Menschen und Prozessen“ 2 ) erscheinen hier sinnvoll, da sie funktionale Begriffserklärungen sind, die bereits einige der weithin anerkannten, 3 5 originären Managementaufgaben beinhalten, die in Abb.1 näher aufgeschlüsselt sind.
Abb.1: Managementfunktionen
Vereinfacht ausgedrückt sind dies die originären „Grundaufgaben“ des Managements im Unternehmen, d.h. sie sind die Voraussetzung dafür, dass
1 Macharzina, 2003, S. 36
2 Macharzina, 2003, S.36
3 Vgl. Becker/Fallgatter, Unternehmensführung, S. 19.
- 3 - alle anderen betrieblichen Funktionen (z.B. Inputfunktionen wie
Materialbeschaffung) untereinander richtig koordiniert werden. Hierbei ist eine unterschiedliche Schwerpunktsetzung zwischen den verschiedenen
Managementebenen zu erkennen. Es gilt: je niedriger die Managementebene, desto niedriger der Anteil an den 5 Grundfunktionen und desto höher der Anteil an Sachfunktionen und Ausführungsaufgaben. 4 Die Grundfunktionen in ihrer Führungssystem. 5 Jede einzelne kann als ein Gesamtheit bilden das Subsystem der Gesamtheit angesehen werden. 6
Innerhalb dieser Subsysteme läuft jeweils ein Prozessschema ab, das, abhängig von dem Subsystem, in dem es abläuft, unterschiedlich begrifflich besetzt ist (z.B. im Führungs- oder Planungsprozess). Die Prozessschemata sind inhaltlich jedoch ähnlich. Für den Führungsprozess lässt es sich in 5 Phasen unterteilen, 7 die einen Regelkreis bilden. Es sind dies die Zielsetzung, Planung, Realisierung, Kontrolle und Steuerung. In der Zielsetzung wird eine Sollvorgabe, ein Ziel, formuliert. In der Planungsphase wird, aufbauend auf den Zielen, ein gedanklicher Weg zur Zielerreichung „vorgedacht“(Ermittlung von Sollwerten). Während der Realisierung werden die geplanten Maßnahmen an allen vorgesehenen Stellen umgesetzt. In der Kontrollphase werden die erreichten Istwerte mit den Sollwerten aus der Planung verglichen (Informationsgewinnung), Abweichungen ermittelt und Ursachenforschung betrieben. Den Abschluss bildet die Steuerungsphase, die die Erkenntnis aus der Kontrollphase umsetzt. Dies kann z.B. durch neue Planungen oder auch durch Neusetzung von Zielen geschehen. Alle Phasen sind überdies durch Feedbackschleifen untereinander verbunden, so dass sie sich gegenseitig beeinflussen können, um z.B. unrealistisch gewordene Ziele rechtzeitig anpassen zu können.
4 Vgl. Rahn, 2002, S. 38-40.
5 Horvath nennt die Funktionen „Prozesse“, da der Begriff in dieser Arbeit aber für das Regelkreisschema belegt ist, wird von seiner Begrifflichkeit abgesehen, der Unterschied ist ohnehin rein rhetorisch. Vgl. Horvath, 1998, S. 108.
6 Im zweiten und dritten Teil wird sich diese Arbeit besonders mit dem Subsystem „Planung“ befassen.
7 Vgl. Rahn, 2002,S. 385; Hier gibt es auch andere Einteilungen, zB. Horvath, Controlling, S. 109.
Arbeit zitieren:
Diplom-Betriebswirt (FH) Christopher Schmidt, 2005, Die Organisation des unternehmerischen Planungsprozesses - Aufgabenverteilung zwischen Controlling und Management, München, GRIN Verlag GmbH
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