Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Rückzugsräume und Übergänge

Title: Rückzugsräume und Übergänge

Presentation (Elaboration) , 2004 , 16 Pages

Autor:in: Diplom Sozialarbeiter/Sozialpädagoge FH Christian Grieß (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der „Burn Out“ ist ein Begriff, den man in allen Bereichen der Sozialen Arbeit immer wieder und immer häufiger hört.

In einer Welt, in der Zeit eine immer knappere Ressource wird, werden vor allem die sozialen Berufsfelder immer mehr mit einem Zeitproblem konfrontiert. Es stehen immer w eniger finanzielle Ressourcen für die Arbeit z ur Verfügung, so dass die Arbeit mit immer weniger Mitteln in noch weniger Zeit erledigt werden muss. Eine Folge dieses Zeitmangels ist der klassische „Burn Out“. Viele Menschen in Sozialen Berufen engagieren sich im höchsten Maße für ihr Klientel und lassen dabei sich und ihr eigenes Wohlbefinden gern außer Acht.

In diesem Referat werde ich anhand des Konzeptes „Biotope und Schleusen im Meer der Ver-rücktheit“ von Erich Schützendorf aufzeigen, welche atmosphärische Mittel und M ethoden im Bereich der stationären Altenpflege genutzt werden können, um diesem Risiko zumindest ein Stück aus dem Weg zu gehen. Zudem soll geprüft werden, inwieweit sich einzelne Methoden, die in diesem Konzept angewendet werden, auch in anderen Sozialen Berufen umsetzen lassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Exkurs in die stationäre Altenpflege

Biotope und Schleusen im Meer der Ver-rücktheiten

Die Metapher des Meeres – Symbole für andere Welten

Biotope – Rückzugsräume und Wohlfühlräume

Schleusen – Krafttanken und wieder auftauchen

Symbole – Hilfen zum eintauchen in fremde Welten

Krafttanken – Sich selbst pflegen

Seniorenzentrum am Ihme-Ufer

Mitarbeiterführung im Seniorenzentrum Ihme-Ufer

Fazit – Folgerungen für andere Bereiche der Sozialen Arbeit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept „Biotope und Schleusen im Meer der Ver-rücktheit“ von Erich Schützendorf, um Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Pflegekräfte in der stationären Altenpflege ihre psychische Gesundheit durch bewusste Selbstfürsorge und eine angepasste Arbeitsumgebung erhalten können. Dabei wird geprüft, wie durch symbolische Handlungen und die Schaffung von Rückzugsräumen sowohl die Arbeitsbedingungen für das Personal verbessert als auch der Umgang mit demenziell erkrankten Menschen erleichtert werden kann.

  • Psychische Entlastung von Pflegekräften in der stationären Altenpflege
  • Die Metapher der „Meereswelt“ zur Beschreibung demenzieller Zustände
  • Gestaltung von „Biotopen“ und Rückzugsräumen zur Stressreduktion
  • Praxisbeispiel: Mitarbeiterführung und Arbeitsatmosphäre im Seniorenzentrum Ihme-Ufer
  • Übertragbarkeit der Konzepte auf andere soziale Berufsfelder

Auszug aus dem Buch

Die Metapher des Meeres – Symbole für andere Welten

Erich Schützendorf verwendet in seinem Buch geschickt Metaphern wie das Meer und dazugehörende Elemente, um die Arbeit in der stationären Altenpflege zu beschreiben. Dadurch erlaubt er dem Leser eine besondere Herangehensweise an sein Konzept: „Metaphern schauen wir uns als vermeintliche Sprachbilder nicht einfach an, sondern in ihnen erleben wir unsere Welt. In der Metapher und neuen metaphorischen Denk- und Sprachbildern blicken wir nicht konkret auf ein Bild, sondern das Bild motiviert unsere Kreativität und Phantasie genauso wie den Verstand und unserer Emotionalität.“(Huber 2001, S.62)

Indem er Worte wie „Schleusen“, „Biotope“, „Boote“, „Rettungsinseln“, „auftauchen“, „abtauchen“, „luftholen“, „schwimmen“ etc. verwendet, zeichnet er dem Leser ein völlig neues Bild von der Arbeit mit alten, dementen Menschen. Er verdeutlicht bildlich was diese Arbeit bedeutet und wie man sich bei dieser Arbeit fühlt.

Er skizziert zwei Welten, aus denen die Mitarbeiter eintauchen und wieder auftauchen. Da ist zum einen das Festland der Normalität, die Welt der klaren Regeln, der Realität, der klaren Zeichen und der festgelegten Zeiten es ist die Welt der funktionierenden Erwachsenen, der Rationalität, der Logik, der Zweckmäßigkeit, der Zivilisation, des Erfolges (vergl. Schützendorf 2000, S. 25).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit thematisiert das zunehmende Burn-out-Risiko in sozialen Berufen und stellt das Konzept von Erich Schützendorf als Lösungsansatz vor.

Exkurs in die stationäre Altenpflege: Es wird die hohe Belastungssituation durch Zeitmangel und den Umgang mit demenziell erkrankten Menschen beschrieben, die neue Betreuungsansätze erforderlich macht.

Biotope und Schleusen im Meer der Ver-rücktheiten: Das Kapitel erläutert die metaphorische Welt des Meeres, um den Zugang zur Lebenswelt von Demenzkranken zu erleichtern und Schutzräume für Mitarbeiter zu definieren.

Seniorenzentrum am Ihme-Ufer: Die praktischen Erfahrungen aus einem Besuch auf einer Demenzstation werden reflektiert, wobei der Fokus auf räumlicher Gestaltung und dem Verhalten der Pflegekräfte liegt.

Mitarbeiterführung im Seniorenzentrum Ihme-Ufer: Hier werden die Führungsprinzipien von Peter Noßbach beleuchtet, die auf Selbstverantwortung, bewusstem Zeitmanagement und authentischer Kommunikation basieren.

Fazit – Folgerungen für andere Bereiche der Sozialen Arbeit: Die Erkenntnisse aus der Altenpflege werden generalisiert und auf ihre Anwendbarkeit für das gesamte Feld der sozialen Arbeit hin überprüft.

Schlüsselwörter

Biotope, Schleusen, stationäre Altenpflege, Demenz, Burn-out, Selbstfürsorge, Mitarbeiterführung, atmosphärische Mittel, Metaphern, psychische Gesundheit, Arbeitsplatzgestaltung, soziale Arbeit, Stressprävention, Eigenzeit, Rückzugsräume.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept von Erich Schützendorf, das mittels Metaphern aus der Meereswelt die Arbeit in der stationären Altenpflege beschreibt, um Belastungen für Pflegende zu minimieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstelle zwischen der notwendigen professionellen Pflege und der persönlichen Gesunderhaltung der Mitarbeiter durch Rückzugsräume und Symbolik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Mitarbeiter durch bewusste Selbstfürsorge und eine spezielle Gestaltung des Arbeitsumfeldes ihre Belastbarkeit stärken können, um eine qualitativ hochwertige Betreuung von Demenzkranken sicherzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Fundierung anhand der Schützendorf-Konzepte, ergänzt durch eine qualitative Reflexion eines Praxisbeispiels (Seniorenzentrum Ihme-Ufer).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Metaphern (Biotope/Schleusen), die praktische Umsetzung in der Altenpflege und die daraus resultierenden Erkenntnisse für die Mitarbeiterführung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Biotope, Schleusen, stationäre Altenpflege, Demenz, Selbstfürsorge und Mitarbeiterführung.

Wie definiert der Autor das Konzept der „Schleusen“ im Pflegealltag?

Schleusen sind bewusste Momente oder Orte der Distanzierung, die es Pflegenden ermöglichen, von der fremden Welt der Demenzkranken zurück in die eigene Realität zu finden, um Kraft zu schöpfen.

Welche Rolle spielt die Personaltoilette in diesem Kontext?

Sie dient als ein funktionaler Rückzugsraum, der dem Personal hilft, kurzzeitig der emotionalen Last zu entkommen und die eigene Integrität als Mensch zu bewahren.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Rückzugsräume und Übergänge
College
University of Applied Sciences Hanover
Course
Atmosphären der Sozialen Arbeit
Author
Diplom Sozialarbeiter/Sozialpädagoge FH Christian Grieß (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V34220
ISBN (eBook)
9783638345132
Language
German
Tags
Rückzugsräume Atmosphären Sozialen Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Sozialarbeiter/Sozialpädagoge FH Christian Grieß (Author), 2004, Rückzugsräume und Übergänge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34220
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  16  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint