I
Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis II
Symbolverzeichnisverzeichnis III
1.Einleitung 1
2. Besonderheiten bei Fußballunternehmen 1
3. Bewertungsanlässe 3
3.1 Transaktionsbezogene Anlässe 3
3.2 Nicht-transaktionsbezogene Anlässe 4
4. Bewertungsverfahren 5
4.1 Vorstellung möglicher Bewertungsverfahren 5
4.1.1 Substanzwertverfahren 5
4.1.2 Discounted-Cashflow-Verfahren 6
4.1.2.1 Weighted Averaged Cost of Capital-Ansatz 7
4.1.2.2 Adjusted Present Value-Ansatz 7
4.1.2.3 Equity-Ansatz 8
4.1.3 Ertragswertverfahren 8
4.1.4 Branchenvergleichsverfahren 9
4.1.4.1 Kurs-Gewinn-Verhältnis 9
4.1.4.2 Multiplikatorverfahren. 10
4.2 Anwendbarkeit ausgesuchter Verfahren auf Fußballunternehmen 10
4.2.1 Anwendungsmöglichkeit des Substanzwertverfahrens 10
4.2.2 Anwendungsmöglichkeit des DCF-Verfahrens 11
4.2.3 Anwendungsmöglichkeit des KGV-Verfahrens 15
5. Schlussbetrachtung 16
Literaturverzeichnis IV
Eidesstattliche Versicherung VI
II
Abkürzungsverzeichnis
a. a. O. am angegebenen Ort AG Aktiengesellschaft bzw. beziehungsweise Ca. circa CAPM Capital Asset Pricing Model DFB Deutscher-Fußball-Bund f. folgende ff. fortfolgende GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung HGB Handelsgesetzbuch Hrsg. Herausgeber KGaA Kommanditgesellschaft auf Aktien m. E. meines Erachtens Mio. Millionen PublG Publizitätsgesetz S. Seite TV Television vgl. vergleiche z. B. zum Beispiel
III
Symbolverzeichnis
EK Eigenkapital FK Fremdkapital g geometrische Wachstumsrate k Kapitalkosten k FK Kapitalkosten des Fremdkapitals k u Kapitalkosten des unverschuldeten Unternehmens r EK Rendite des Eigenkapitals
r FK Rendite des Fremdkapitals s Steuersatz t Zeit ( Index ) T Zeit ( Planungshorizont ) U 0 Unternehmenswert
U 0,u Wert einer unverschuldeten Unternehmung
1
1. Einleitung
Während in der Gründungszeit der Fußballvereine noch die ideellen Vo rstellungen, wie z. B. gemeinsame Leibesertüchtigung, im Mittelpunkt standen, rücken nun vermehrt finanzielle Interessen in den Vordergrund. Früher waren Fußballvereine gemeinnützig orientiert, doch nun liegt ihr Hauptaugenmerk eher auf der Steigerung des Gewinns und des Unternehmenswertes. Die immer weiter fortschreitende Kommerzialisierung im Profifußball beschert Vereinen, neuerdings auch Kapitalg esellschaften, neue Einnahmequellen. Bisher bildeten die Umsätze aus dem Spielb etrieb, z. B. Zuschauereinnahmen, die eigentliche Einnahmequelle des Vereins. Doch mittlerweile stellen Umsätze aus dem wirtschaftlichen Betrieb, wie z. B. Mercha ndising, den größten Teil am Gesamtumsatz dar. Der Umsatz einiger Vereine ist mittlerweile soweit gestiegen, dass sie die Größe eines mittelständigen Unterne hmens erreicht haben. Dieses und die Tatsache, dass die Eigenkapitalausstattung der Vereine mit der bisherigen Wachstumsdynamik nicht mithalten konnte, veranlasst Fußballvereine zu einer Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft. Das eröffnet dann auch die Möglichkeit zu einem Börsengang. Damit gewinnt auch die Thematik der Unternehmensbewertung für die neugegründeten Fußballunternehmen an Bede utung. Die folgende Analyse bezieht sich dabei auf etablierte traditionsreiche Vere ine, die sich entweder schon in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt haben oder dieses in naher Zukunft in Erwägung ziehen. Bei kleineren Fußballvereinen, wie beispielsweise Energie Cottbus oder FC St. Pauli, ist die Prognoseunsicherheit so hoch, dass eine aussagekräftige Bewertung nicht möglich wäre. Zunächst we rden die Besonderheiten der Fußballunternehmen gegenüber traditionellen Unternehmen herausgestellt. Danach werden die wichtigsten Anlässe für eine Unternehmensb ewertung herausgearbeitet. Der Verdeutlichung der Anwendungsmöglichkeiten von drei ausgewählten Bewertungsverfahren wird eine allgemeine kurze Beschreibung möglicher Bewertungsverfahren vorangestellt. Die Arbeit schließt mit einem Fazit und einem kurzen Ausblick.
2. Besonderheiten bei Fußballunternehmen
Fußballunternehmen weisen gegenüber traditionellen Unternehmen gewisse Besonderheiten auf. Da die meisten Bundesligavereine sich noch nicht in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt haben, unterliegen sie somit nicht der Publizitätspflicht. Zwar sind Vereine zu einer Aufstellung einer Bilanz und einer Ge winn- und Ver- lustrechnung gemäß §7 Lizensierungsverordnung verpflichtet, doch nicht zu einer
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Veröffentlichung dieser. Für die Unternehmensbewertung bedeutet dies, dass eine Schätzung der erforderlichen Daten nur sehr schwer möglich ist. Nur die mit der Prüfung der eingereichten Unterlagen des Vereins beim DFB beauftragten Wir tschaftsprüfer können eine sinnvolle Bewertung vornehmen, da nur sie Zugang zu sämtlichen relevanten Größen besitzen. Die Ermittlung der notwendigen Größen wird dadurch erschwert, dass in Fußballunternehmen die Controllingstrukturen nur relativ schwach ausgeprägt. Dies bedeutet, dass die Generierung und Ve rdichtung von Daten einen großen Aufwand bedarf. Diese Auswirkungen lassen erkennen, dass eine Bewertung von Außenstehenden nur dann durchgeführt werden kann, wenn die Vereine sich in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt haben und sie entweder gemäß §1 PublG zur Veröffentlichung verpflichtet sind oder eine Verpflic htung aus einer Börsennotierung heraus resultiert. Außerdem erleichtert die Bildung erster Controlling-Elemente die Ermittlung der notwendigen Daten.
Neben den Veröffentlichungen gem. PublG produzieren Fußballunternehmen im Gegensatz zu herkömmlichen Unternehmen durch die Leistungen an den Spieltagen einen „Unternehmensbericht“. 1 Das heißt, es wird ersichtlich, inwiefern der sportliche Erfolg erreicht wird. Gerade zum Ende einer Saison erhält dieser Unterne hmensbericht verstärkte Aufmerksamkeit, weil z. B. erkennbar wird, ob eine Qualif ikation für die sportlich und besonders finanziell lukrative Champions League geschafft werden kann. Für die Bewertung bedeutet dies, dass sich eine gewisse Planungssicherheit hinsichtlich der zu erwartenden Erträge bildet. Dieses ist von gr oßer Bedeutung. Denn grundsätzlich besteht eine hohe Planungsunsicherheit. Einige Gründe dafür sind Verletzungen und Eingewöhnungsschwierigkeiten von Fußballprofis. Ein Beispiel hierfür ist der Spieler Emile Mpenza von FC Schalke 04. In der Saison 2000/2001 war der Stürmer einer der Hauptverantwortlichen für den Gewinn der Vize-Meisterschaft. Auf Grund unerwarteter Verletzungen , sowie Missstimmungen zwischen der Person Mpenza und seinem Arbeitgeber, erfüllte der Stürmer in der laufenden Saison die hohe sportlichen Ziele nur ungenügend. Der für manche Bewertungsverfahren zu bildende detaillierte Planungszeitraum kann demnach nur relativ klein gewählt werden.
Eine weitere Besonderheit bei Fußballunternehmen liegt in der Tatsache, dass der Personalaufwand im Lizenzbereich den größten Posten ausmacht. Fußballunte rnehmen stehen in einem großen Wettbewerb zueinander und versuchen über höhere Gehälter, Spieler an sich zu binden oder zu einem Wechseln zu bewegen. Die Spir ale des Wettbewerbs hat sich im Laufe der Zeit so enorm gedreht, dass bei bestim m-
1 vgl. WGZ-Bank FC €URO-AG 2001 S. 94
Arbeit zitieren:
Dieter Badry, 2002, Analyse zur Bewertung von Fußballunternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
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