INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung 1
2. Der Begriff der Enzyklopädie 1
3. Vorinformationen zur Enzyklopädie 2
4. D Alemberts Ausführungen zur Enzyklopädie 2
5. Artikel aus der Enzyklopädie 6
5. 1 Anonymer Artikel zum gesunden Menschenverstand (Sens commun) 6
5. 2 Jaucourts Artikel zur Empfindsamkeit (Moral) (Sensibilité) 6
5. 3 Abbé Mallets Artikel zur Denkfreiheit (Liberté de penser) 7
6. Rationalität bei Rousseau 7
7. Vermittlung von Kenntnissen 9
8. Fächer bei Rousseau 9
8.1. Die Sprache 9
8.2. Fabeln nach Ro usseau kommentiert 11
8.3. Erd und Himmelskunde 13
8.3. Heimatkunde 14
9. Erläuterung des entwickelten Schaubildes 15
10. Zusammenfassung 17
11. Literatur 19
__________________________________________________________________________1
1. Einleitung
In meiner Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem Thema der Entwicklung der Rationalität bei Rousseau. Ebenso werde ich verschiedene Fächer und Ideen der Wissensvermittlung nach Rousseau skizzieren.
Bevor ich die Ideen Rousseaus in einem selbst entwickelten Schaubild darstelle, möchte ich zunächst einen ersten Überblick über den R ationalitätsgedanken der Aufklärung mit Hilfe d´Alemberts im Discours préliminaire der Encyclopaedia (ou dictionnaire raisonné, des sciences, des artes et des métiers, par une société de gens de lettres) liefern. Ich werde die Bedeutung der Enzyklopädie, deren Aufbau ich mit Hilfe von ein paar Zitaten unterstütze, darstellen und zum Schluss ein paar Artikel aus der besagten Enzyklopädie beschreiben, um den Wissensaufbau, so wie man sich ihn damals vorstellte, bewusst zu machen.
2. Der Begriff Enzyklopädie
Dieses Wort bedeutet „ Verknüpfung der Wissenschaften.“ In anderen Worten zielt die Enzyklopädie darauf ab, „die auf der Erdoberfläche zerstreuten Erkenntnisse zu sammeln und ein System dieser Kenntnisse den Menschen so darzulegen, dass die nächsten Generationen einen Nutzen daraus haben und gleichzeitig glücklicher und tugendhafter werden können.“ 1 Der unermessliche Stoff einer Enzyklopädie lässt erkennen, dass das Werk keineswegs das Werk eines einzelnen Menschen sein kann. Ein einzelner Mensch ist nicht in der Lage, in einem kurzen Zeitraum, das universelle System der Natur darzustellen. Diderot schreibt in seinem Artikel, „dass es nur in einem philosophischen Jahrhundert zustand, eine Enzyklopädie zu wagen, weil dieses Werk geistigen Mut erfordert (…). Man muss alles prüfen, alles ausnahmslos und schonungslos in Frage stellen.“ 2 Weiterhin schreibt er:
„ Man muss diesen ganzen Unfug ausrotten, die Schranken umstoßen, die nicht die Vernunft gesetzt hat, den Wissenschaften und Künsten eine Freiheit wiedergeben, die für die so unersetzlich ist. (…)“ 3 __________ 1 D´Alembert, Jean de la Rond: Enzyklopädie. Eine Auswahl. Hrsg. Günter Berger. Frankfurt a. M. 1989. S. 130 2 ebd. S. 131 3 ebd. S. 131
__________________________________________________________________________2
Zusammenfassend sei gesagt, dass Diderots Meinung nach, die Enzyklopädie nur in diesem Jahrhundert der Aufklärung denkbar war und hätte geschrieben werden können. Sein Artikel ist geprägt vom Selbstbewusstsein der Aufklärer. Auf der anderen Seite verschweigt der Autor nicht die großen Schwierigkeiten des Unternehmens : Die Neuheit und das Risiko. Die Aufgabe des aktuellen Wissenstandes einer gesamten Nation in systematischer Verknüpfung des Wissens adäquat darzustellen, ist nur eine große Gruppe, nicht ein einzelner, gewachsen und das wichtigste Mittel bildet der Wissensstammbaum, den ich zum späteren Zeitpunkt darstelle und auf ihn näher eingehe.
3. Vorinformationen zur Enzyklopädie
Die Enzyklopädie begann mit dem Plan zu einer Gelegenheitsarbeit. Es ging darum, die englische Encyclopaedia von E. Chambers, die schon 1728 erschienen war, ins Französische zu übersetzen. Diderot, der diesen Auftrag erhielt, brauchte einen namhaften Kollegen, der seinen aufklärerischen Gedanken teilte, dies sollte Jean Le Rond d´Alembert sein. D´Alembert widmet sich, abgeneigt von theologischen Unterweisungen, der Mathematik und Physik. Auch schreibt er gelegentlich literarische und historische Aufsätze, und mit Philosophie beschäftigt er sich auch. D´Alemberts Mitarbeit bestand darin, bedeutende Mitglieder der Französischen Akademie der Wissenschaften für das Projekt der Enzyklopädie produktiv zu interessieren, z.B. Rousseau, der über Musik, aber auch über politische Ökonomie schrieb, Voltaire und andere.
4. D´Alemberts Ausführungen zur Enzyklopädie
D´Alembert beschreibt, dass das Werk der Enzyklopädie zwei Zwecke verfolgt:
„ (…) Als Enzyklopädie muss es die Ordnung und Verkettung des menschlichen Wissens soweit wie möglich darlegen, als theoretisch begründetes Lexikon der Wissenschaften, der Künste und der Gewerbe muss es über jede Wissenschaft und über jede Kunst, sei sie frei, sei sie mechanisch, allgemeine Grundsätze, die ihre Basis sind, und die wichtigsten Details, die deren Gegenstand und deren Gehalt bilden, enthalten.“ 4 __________ 4 D´Alembert, Jean de la Rond: Enzyklopädie. Eine Auswahl. Hrsg. Günter Berger. Frankfurt a. M. 1989. S. 53
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Das Gerüst der Enzyklopädie der Aufklärung liefert uns die Vorrede d´Alemberts und
Diderots Artikel und der Wissensstammbaum der gesamtes Werkes.
Daraus zieht d´Alembert seine drei Hauptkategorien der Erkenntnis:
1. Die direkte Form der Erkenntnis, die wie eine passive Sammlung von Eindrücken ist,
bezieht sich also auf das Gedächtnis. Das ist die Kategorie der Geschichte.
2. Die eigentliche überlegte Form der Erkenntnis bezieht sich auf die Vernunft und
begründet die Kategorie der Philosophie.
3. Die überlegte Form der Erkenntnis kann allerdings auch die Gestalt der "Nachahmung
der Natur und der Wahrnehmungen" annehmen. In diesem Fall bezieht sie sich auf die Einbildungskraft, mit der eine kreative Absic ht verbunden sein muss. Das ist die Kategorie der Künste, die er insgesamt unter dem Begriff der Poesie verzeichnet, denn alle Künste wollen verschiedene Gefühle und Bilder mithilfe verschiedener Mitteln ausdrücken.
Arbeit zitieren:
Kamila Urbaniak, 2005, Rationalität bei Rousseau, München, GRIN Verlag GmbH
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