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Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort 3
2. Karl Marx - oder die Philosophie des Kapitals 5
2.1 Das bewusste Sein 5
2.2 Die abstrakte Vergesellschaftung durch Arbeit im Kapitalismus 7
2.3 Geld - oder das Kommunikationsmedium der Waren 9
2.4 Mehrwert, Zins und das Kapital 10
2.5 Die Entfremdung 12
2.6 Fazit 13
2.7 Der Fetischcharakter der Moderne 14
3. Georg Simmel - oder das Kapital des Geldes 16
3.1 Warum eine „Philosophie“ des Geldes? 16
3.2 Der wertend-rationa le Mensch 17
3.3 Das Geld als Tauschmittel und Symbol 20
3.4 Das Geld in den Zweckreihen 22
3.5 Individualisierung ohne Sinn? 24
3.6 Der Angriff auf die Würde des Menschen 28
3.7 Das Geld und das Weltbild 30
3.8 Geld und Liebe 32
4. Schlusswort 36
5. Literaturverzeichnis 39
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1. Vorwort
Jeder Soziologiestudent wird in seinen ersten Semestern mit den grundlegenden Begriffen seines Faches vertraut gemacht. Die heutige moderne (oder postmoderene?) Gesellschaft kann auf eine lange Entwicklung zurückblicken. Stichworte wie Individualisierung, Differenzierung, Kultivierung, Rationalisierung,
Geburtensteigerung, Wohlstandssteigerung, Ausdifferenzierung von Subsytemen mit spezifischen Eigenlogiken, Verschiebungen zwischen dem primären, sekundären und tertiären Sektor hin zur Informationsgesellschaft, ect. benennen Entwicklungsprozesse, die zur heutigen Gesellschaftsform geführt haben bzw. diese weiterhin verändern. Obwohl all diese Prozesse eng mit der Durchsetzung der kapitalistischen Geldwirtschaft verbunden sind, fand das Thema Geld in der Soziologie nur wenig systematische Beachtung 1 . Diese Arbeit soll hingegen zeigen, welches verborgene Potenzial eine soziologische Auseinandersetzung mit dem Phänomen Geld birgt. Im Zentrum stehen dabei die Ausführungen von Karl Marx und Georg Simmel. Hierbei handelt es sich bekanntlich um zwei „Klassiker“ der Soziologie, deren Einsichten allerdings schon über hundert Jahre zurück liegen. Warum also so weit zurückgehen?
Für ein Verständnis der heutigen komplexen Verhältnisse der Geldwirtschaft läge es näher, auf ze itnähere Theorien zurückzugreifen, wie etwa die systemtheoretischen Ansätze von Talcot Parsons, Jürgen Habermas oder Niklas Luhmann. Wie Christoph Deutschmann zeigt, bieten die Klassiker jedoch einige Vorteile. Zur Zeit von Marx und Simmel war die Soziologie erst noch auf dem Weg, sich als eigenständige Disziplin zu etablieren. Soziologie und Ökonomie waren noch nicht getrennt, was sich auch daran zeigt, dass Karl Marx seinem Hauptwerk Das Kapital den Untertitel Kritik der politischen Ökonomie gab. Politische Ökonomie bedeutete damals noch, dass die Wirtschaft in ihren gesellschaftlichen und politischen Bezügen untersucht wird (Deutschmann 1999, S.37). Die Profilierung der Soziologie als Wissenschaft erfolgte dann in klarer Abgrenzung von der Ökonomie (ebd. S.35), was weitreichende Folgen für die Behandlung des Themas Geld hatte, denn dieses fiel nun primär in den Kompetenzbereich der Ökonomie (ebd. S.39). Analog zum ökonomischen Verständnis
1 vgl. hierzu: Deutschmann 1999, S.29 und Wimbauer 2003, S12, .32
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von Geld als Tausch- bzw. Wertaufbewahrungsmittel behandeln die systemtheoretischen Ansätze 2 von Parsons, Habermas und Luhmann Geld als symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium. Als solches stellt es eine Spezialsprache dar, auf deren Grundlage sich das Subsystem der Wirtschaft aus der Gesellschaft ausdifferenziert und eine spezifische Eigenlogik ausbildet (Deutschmann 1999, S.74). Diese Verkürzung des Geldes als Tauschmittel bzw. symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium ist wohl dem erkenntnisleitenden Interesse der Autoren geschuldet. Zugleich aber fallen hier wesentliche Aspekte des Geldes unter den Tisch, denn Geld beschränkt sich nicht auf das Subsystem Wirtschaft. Es ist vielmehr auf allen Ebenen der Gesellschaft präsent und funktioniert dort (ebd. S.75). Oder kurz: Geld ist nicht automatisch gleich Geld - also einfach Tauschmittel.
Karl Marx und Georg Simmel beleuchten die Tatsache deutlicher, dass der etwas überspitzte Dualismus - die Ökonomie funktioniert nach den Regeln des Geldes, die Gesellschaft nach den Regeln von Norm, Rolle, Kultur ect.- die Komplexität verkürzt. Vielmehr bestehen, um mit Simmel zu sprechen, zwischen beiden unzählige Wechselwirkungen. Die Frage ist also: Welche Rolle spielt Geld für das Verhältnis von Gesellschaft und Wirtschaft? Wie beeinflusst es die Beziehungen von Menschen untereinander? Welchen Einfluss hat es auf das Individuum? Welche Rolle spielt es für die Entwicklung der Gesellschaft überhaupt? Und letztlich: Wenn es für so viel Wirbel sorgen kann, was ist es dann eigentlich?
Hierzu sollen die Theorien von Karl Marx und Georg Simmel dargestellt werden, sowie gewisse Verbindungen zwischen beiden Theoretikern. Zugleich soll an Hand von zwei Beispielen gezeigt werden, dass sich diese ü ber hundert Jahre alten Ansätze durchaus anschlussfähig für neuere Theorien erweisen. Abschließend wird zusammengefasst, welches soziologische Verständnis von Geld sich aus der Beschäftigung mit diesen beiden „Klassikern“ ergibt.
2 Natürlich sollen die erheblichen Unterschiede in den genannten Ansätzen nicht eingeebnet werden. Aber für die Argumentation ist nur ihre prinzipielle Gemeinsamkeit in der Behandlung des Geldes relevant.
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2. Karl Marx - oder die Philosophie des Kapitals
2.1 Das bewusste Sein
Bei Theoretikern wie Karl Marx und Georg Simmel, die einen stark philosophischen Hintergrund haben, handelt man sich zwangsläufig eine spezifische Metaphysik 3 ein. Bei Marx ist dies nun die bewusste Abgrenzung von der idealistischen Philosophie Hegels. Dies hat weitreichende Konsequenzen. Der Mensch verfügt nicht über einen von der realen Welt unabhängigen Geist, wohl aber hat er Bewusstsein, was ihn vom Tier unterscheidet. Bewusstsein kann nach Marx aber „nie etwas Anderes sein als das bewusste Sein, und das Sein der Menschen ist ihr wirklicher Lebensprozeß“ (Marx/Engels 1960, S. 22). Für das reale Sein des Menschen stellt Marx nun 2 Axiome auf. (a) Da der Mensch nicht wie das Tier ein instinktives, unmittelbares Verhältnis zur Natur hat, muss er seine Lebensmittel produzieren, d.h. arbeiten. Arbeit ist aber ein bewusster, vorstellungsgeleiteter und vom rein physisch- instinktiven Drang freier Akt, bei dem der Mensch die Natur formt, um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Somit schafft der Mensch sich zum einen seine Natur selbst, zum anderen aber erkennt er sich selbst als Gattungswesen Mensch, da seine Arbeitskraft in den Produkten seiner Arbeit vergegenständlicht ist (MEW Ergb.1, S.516f.). (b) Der Mensch arbeitet aber nie allein, sondern immer schon in Gemeinschaft mit anderen. Menschen arbeiten also immer schon füreinander.
Der Mensch ist somit im Arbeitsprozess schon immer von sozialen Beziehungen und den materiellen Umständen (Beschaffenheit der Natur) abhängig - ohne, dass er diese Abhängigkeit irgendwie beeinflussen könnte (Marx/Engels 1960, S.22). Damit produziert er in der Arbeit nicht nur sein materielles Leben, sondern auch die sozialen Strukturen. Dass Bewusstsein und vorstellungsgeleitete Arbeit 4 ohne Sprache nicht möglich sind, Sprache aber immer schon gesellschaftliches Produkt i st, beweist noch einmal, dass das m enschliche Sein schon immer gesellschaftlich vermittelt ist (ebd. S.27).
3 Karl Marx deutet in der Formulierung die Ware sei bei genauer Analyse ein „vertracktes Ding, voll metaphysischer Spitzfindigkeit“ (MEW 23, 85) selber an, dass er gewisse philosophische Vorraussetzungen macht (vgl. hierzu auch Berger 2003, S.17).
4 vgl. hierzu auch Deutschmann 1999, S.55 und S.64
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Mit der Arbeit füreinander ergibt sich auch die Arbeitsteilung 5 . Diese hat nach Marx aber zwei Folgen: Zum einen setzt damit eine ungleiche Verteilung der qualitativen und quantitativen Arbeit, sowie der Arbeitsprodukte ein. Zum anderen ergeben sich durch die entstandenen unterschiedlichen Stellungen im Produktionsprozess einander entgegengesetzte Interessen (vgl. Marx/Engels 1960, S.29f.).
Da nun für Marx der menschliche Geist oder Intellekt kein unabhängiges Dasein neben dem realen Sein führt, kann Bewusstsein - im Sinne von Bewusstem Sein - nichts anderes als die subjektive Deutung bzw. Vorstellung von der Wirklichkeit sein. Und da diese Deutung n otgedrungen gesellschaftlich vermittelt und mit unterschiedlichen Machtpositionen und Interessen durchsetzt ist, gibt es wohl kein objektiv wahres Bewusstsein. Vielmehr wird sich immer die Deutung bzw. Ideologie 6 der „herrschenden Klasse“ durchsetzen. Diese wiederum wird immer versucht sein, ihre Gedanken als allgemein gültige darzustellen, was auf nichts anderes herausläuft, als dass sie mehr oder weniger bewusst ihre Machtposition bzw. Herrschaft erhalten wollen (ebd. S.46ff.).
Die Vorstellungen, w elche die Menschen von sich selbst, den sie umgebenden Gegenständen und der Gesellschaft, in der sie leben, haben, lassen sich also nur aus den realen Verhältnissen erklären. Wenn Marx nun in seinem Hauptwerk Das Kapital die herrschenden (hier im Sinne von geltenden) ökonomischen Theorien als Ideologie entlarven will, muss er die realen Verhältnisse analysieren. Hier deutet sich allerdings eine Schwachstelle an. Er selbst kann sich von seiner Theorie nicht ausnehmen. Auch er ist notwendig von seiner gesellschaftlichen Stellung und den daraus resultierenden Interessen befangen und kann damit keinen Anspruch auf objektive Gültigkeit stellen. Michael Berger betont, dass Marx seine radikalen Thesen aus Die Deutsche Ideologie in seiner Analyse des Kapitals abschwächt (Berger 2003, S.14). Der Begriff der Ideologie wird wohl durch den des Fetisch ersetzt. Somit kann Marx als Philosoph das wahre Verhältnis der Dinge erkennen. Zugleich können diejenigen entlarvt werden, die dem besagten Fetisch anhängen.
5 Als primitivste Form der Arbeitsteilung nennt Marx die Arbeitsteilung bzw. Sklaverei in der Familie (Marx/Engels 1960, S.29)
6 Ideologie meint bei Marx ein „Bewusstein, das sich über seine historische Entstehung und gesellschaftlichen Ursachen keine Rechenschaft zu geben vermag“ (Berger 2003, 235).
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2.2. Die abstrakte Vergesellschaftung durch Arbeit im Kapitalismus
Karl Marx untersucht nun das reale Sein der Menschen im kapitalistischen Produktionsprozess. Der Mensch verändert durch seine Arbeit die Formen der Natur in einer für ihn nützlichen Weise. Das Produkt seiner Arbeit hat damit Gebrauchswert, d.h. es befriedigt menschliche Bedürfnisse. Zugleich ist in dem Arbeitsprodukt menschliche Arbeit verausgabt 7 bzw. vergegenständlicht, wobei die verausgabte Arbeit sowohl eine bestimmte Qualität, als auch eine bestimmte Quantität besitzt (MEW 23, S.85). Das Arbeitsprodukt ist somit ein Gebrauchsgegenstand, dessen sinnliche und natürliche Eigenschaften - also menschlich geformte 8 Natur und vergegenständlichte Arbeit - den Gebrauchswert tragen.
Menschen arbeiten aber immer schon füreinander. Unter den Bedingungen einer kapitalistischen Produktionsweise 9 bzw. Gesellschaftsform produzieren die Menschen Gebrauchsgegenstände nicht nur für den Gebrauch, sondern auch um sie gegen andere Gebrauchsgegenstände einzutauschen. Die Menschen produzieren also Waren (ebd. S.87). Das konkrete, sinnliche Ding hat plötzlich neben seinem Gebrauchswert einen Tauschwert, der angibt, in welcher quantitativen Relation die Ware gegen andere Waren eintauschbar ist.
Entscheidend ist nun Folgendes: Indem die Menschen füreinander arbeiten, erhält ihre Arbeit eine „gesellschaftliche Form“ (ebd. S.86). Im Austausch abstrahieren die Menschen von den qualitativen Unterschieden ihrer konkreten Privatarbeiten, sowie deren Vergegenständlichung in den Arbeitsprodukten. Genauso wie die konkrete Arbeit als vergesellschaftete bzw. abstrakte Arbeit eine gesellschaftliche Form erhält, erhält die konkrete Verkörperung im Arbeitsprodukt als Gebrauchswert eine vom sinnlichen Ding unabhängige, gesellschaftliche Form als Tauschwert (ebd. S.87f.). Daher interpretiert Michael Berger den Tauschwert bzw. die abstrakte Arbeit auch als „soziale Struktur“ der prinzipiellen Austauschbarkeit, die auf allen Ebenen der
7 Dieser Aspekt ist entscheidend für die Entfremdungsthese von Marx, die in Punkt 2.5 noch dargestellt wird.
8 Der Begriff Form ist hier philosophisch zu verstehen, und hat somit seinen entsprechenden Gegenbegriff im Inhalt oder der Materie.
9 Produktionsweise kann als Oberbegriff angesehen werden, der das dialektische Verhältnis der Marxschen Begriffe Produktionsverhältnisse (Eigentumsverhältnisse) und Produktivkräfte umspannt. vgl. hierzu Niedenzu 2001, S.99
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Gesellschaft wiederkehrt (Berger 2003, S.206ff.). Diese soziale Struktur wird, wie oben gezeigt, im Produktions- und Tauschprozess der Menschen stetig reproduziert 10 .
Da die Arbeitsprodukte vergegenständlichte Arbeit sind, ist ihr Verhältnis untereinander eigentlich das Verhältnis der Arbeiten untereinander, welche j edoch gesellschaftlich formiert sind. Da alle vergesellschafteten Einzelarbeiten gegeneinander austauschbar sind, haben sie eine (von ihrer realen Unterschiedlichkeit unabhängige) gesellschaftlich gleiche Qualität 11 . Nach Marx lässt sich der Wert einer Ware quantitativ bestimmen durch die zeitlich 12 bestimmte Menge Arbeit, die in dem Arbeitsprodukt vergegenständlicht ist. (MEW 23, S.89). Relativ ergibt sich der Wert einer Ware hingegen durch das Verhältnis der Einzelarbeit zur Gesamtarbeit einer Gesellschaft (ebd. S.90). Inwiefern die hier dargestellte sog. substanzialistische Werttheorie von Marx heute noch gültig ist, ist hier weniger von Belang. Viel wichtiger ist, dass das Verhältnis der Arbeitsprodukte bzw. Waren in einer Gesellschaft eigentlich das Verhä ltnis der Menschen bzw. deren Arbeiten zueinander ist.
Da aber nun die Menschen erst im Austausch ihrer Arbeitsprodukte zueinander in Kontakt treten, erkennen sie diesen Zusammenhang nicht (ebd. S.87). Ihr eigenes Produkt wird zur „gesellschaftlichen Hieroglyphe (ebd. S.88), oder: „Das Geheimnisvolle der Warenform besteht also einfach darin, daß sie den Menschen die gesellschaftlichen Charaktere ihrer eigenen Arbeit als gegenständliche Charaktere der Arbeitsprodukte selbst, als gesellschaftliche Natureigenschaften dieser Dinge zurückspiegelt, daher auch das gesellschaftliche Verhältnis der Produzenten zur Gesamtarbeit als ein außer ihnen existierendes gesellschaftliches Verhältnis von Gegenständen. Durch dieses Quidproquo werden die Arbeitsprodukte Waren, sinnlich übersinnliche oder gesellschaftliche Dinge“. (MEW 23, S.86)
Im Gegensatz zu anderen Gesellschaftsformen 13 erscheint den Menschen also unter den Bedingungen der kapitalistischen Warenproduktion ihr gesellschaftliches Verhältnis untereinander als ein Verhältnis ihrer eigenen dinglichen Produkte. Und da die Menschen ihre eigene Produktionsweise nicht reflektieren bzw. in Frage stellen, suchen
10 vgl. hierzu auch MEW 23, S.86
11 Marx weist darauf hin, dass Ökonomen wie Smith oder Ricardo übersehen haben, dass die quantitative Messbarkeit und Vergleichbarke it schon eine qualitative Gleichheit voraussetzt (MEW 23, S.95 Fußnote)
12 Marx betont zusätzlich, dass es stets um die in einer Gesellschaft durchschnittlich notwendige Arbeitszeit geht, welche natürlich vom Entwicklungsstand der Produktivkräfte abhängt. Dies bestätigt noch einmal, wie stark der gesellschaftliche Einfluss ist (vgl. Niedenzu 2001, S.107)
13 Dem einsamen Robinson Crusoe, den Familienmitgliedern einer traditionellen Bauernfamilie, dem Leibeigenen, dem Knecht und dem Feudalherrn erscheint ihr Ve rhältnis zueinander im Austausch ihrer spezifischen und persönlichen Produkte noch als ihr persönliches und spezifisch gesellschaftliches (vgl. MEW 23, S.90-93). Georg Simmel wird diese Tendenz unter den Stichworten Objektivierung, Individualisierung und Differenzierung aufgreifen (vgl. hierzu Kapitel 3).
Arbeit zitieren:
Stefan Dettl, 2004, Das Kapital des Geldes - Die Philosophie des Kapitals. Zur Soziologie des Geldes bei Karl Marx und Georg Simmel, München, GRIN Verlag GmbH
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